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Rucola – würzig-pikante Blätter mit großer Wirkung

Rucola.

Ob auf Pizza, in leckeren Salaten oder in mediterranen Pastarezepten: Rucola oder Rauke bereichert die unterschiedlichsten Gerichte mit seinem würzig-pikanten Geschmack. Aber woher kommt der beliebte Salat ursprünglich? Wie wird er angebaut und welche Nährstoffe stecken im Rucola?

Was ist Rucola?

Rucola ist bei uns auch als Rauke bekannt und zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse, genau wie Rotkohl, Rosenkohl, Brokkoli, Wasabi, Meerrettich und Kresse. Ursprünglich stammt Rucola aus dem Mittelmeerraum, ist aber bis in den Mittleren Osten und Indien verbreitet. Die Pflanze wächst bis zu 50 Zentimeter hoch und ist für ihre tiefgrünen, fiederspaltigen Blätter bekannt.

Diese können zwischen 5 bis 15 Zentimeter lang werden und erinnern an die Blätter der Radieschen-Pflanze. Rucola schmeckt würzig, pikant, leicht nussig und zeichnet sich durch eine angenehme Schärfe aus. Du kannst die Blätter mit Stiel essen, wobei die Regel gilt: Je kleiner die Blätter, desto feiner ist der Geschmack, denn große Blätter enthalten besonders viele Bitterstoffe.

In Deutschland ist Rucola erst mit dem Siegeszug der italienischen Küche wieder beliebt geworden. Insbesondere als Pizzabelag, in Salaten und auf Sandwiches, aber auch als Pesto ist Rucola beliebt. Heute bekommst du Rucola beinahe ganzjährig in der Gemüseabteilung im Supermarkt.

Herkunft und Geschichte von Rucola

Auch wenn Rucola in Deutschland lange ein Nischendasein als Lebensmittel fristete, steht er bei vielen Völkern seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan. Ursprünglich an den Mittelmeerküsten beheimatet, hat sich Rucola vom heutigen Italien mit den alten Römern bis nach Mitteleuropa verbreitet.

In Rom gehörte Rucola zu den beliebtesten Salatgemüsen und galt dank seiner entwässernden Wirkung als Heilmittel bei Harnwegsinfektionen. Auch die Germanen aßen bereits Rauke und sprachen dem Kraut sogar eine potenzsteigernde Wirkung zu. Über die Jahrhunderte verlor Rucola in Mitteleuropa zwar an Bedeutung, italienische Restaurants haben ihn aber vor gut 40 Jahren wieder salonfähig gemacht.

Anbau von Rucola

Die weltweit größten Anbaugebiete für Rucola liegen in Italien, wo er vor allem im Süden ganzjährig geerntet werden kann. Doch auch in Frankreich und im südwestlichen Teil Deutschlands gedeiht Rauke aufgrund des milden Klimas sehr gut. Die Pflanze bevorzugt einen humusreichen, sandigen bis lehmigen Boden und benötigt viel Sonne sowie ausreichend Feuchtigkeit.

Bereits fünf bis sechs Wochen nach der Aussaat sind die Blätter erntereif. Ab Juni findest du regional angebauten Rucola aus dem Freiland im Handel. Da er aber auch in deutschen Gewächshäusern angebaut und aus Italien importiert wird, kannst du ihn das ganze Jahr über kaufen.

Gut zu wissen

Grundsätzlich schmeckt Rucola aus dem Freiland würziger Geschmack als Ware aus dem Treibhaus. Ansonsten unterscheiden sich die Blätter kaum. Im Garten lässt sich Rucola ebenfalls gut selbst anbauen, solange er genug Sonne abbekommt oder im Gewächshaus gedeihen kann.

Welche Sorten von Rucola gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen großblättrigem Rucola, der auch als Wilde Rauke oder Garten-Senfrauke bekannt ist, und kleinblättrigem Rucola, auch Salatrauke genannt, unterschieden. Letzterer enthält mehr Senföle und schmeckt daher besonders intensiv. Beliebte Sorten sind etwa Speedy, Coltivata und Pronto. Bei der Wilden Rauke werden meist die Sorten Napoli, Venicia und Dragons Tongue verkauft.

Nährstoffe: Wie gesund ist Rucola?

Die grünen Blätter schmecken nicht nur gut, sie enthalten auch viele wertvolle Nährstoffe, wie zum Beispiel den sekundären Pflanzenstoff Carotin. Dieser hat eine antioxidative Wirkung, schützt die Zellen und wirkt sich positiv auf Haut und Haare aus.

Die enthaltenen Senföle sorgen nicht nur für den pikanten Geschmack, sie haben auch eine antibiotische Wirkung. Das bedeutet, dass sie das Wachstum von Bakterien und Viren hemmen. Außerdem enthält Rucola viel Calcium, welches nicht nur für den Erhalt der Knochen wichtig ist, sondern auch Muskeln und Nervenfasern zugutekommt.

In den grünen Blättern findet sich ein hoher Vitamin-C-Anteil, der eine normale Funktion des Immunsystems unterstützt. Außerdem hilft das Vitamin bei der Eisenaufnahme im Körper. Die enthaltene Folsäureträgt zudem zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei, unterstützt die Blutbildung und die Zellteilung.

Interessant ist zudem, dass Rucola mehr Eiweiß als Kohlenhydrate enthält. Rucola versorgt dich außerdem mit etwa 1,6 Gramm Ballaststoffe, die eine wichtige Rolle für die Verdauung spielen.

Nährwerte pro 100g Rucola

Kalorien 

27 kcal 

Kohlenhydrate 

2,1g 

Eiweiß 

2,6 g 

Fett 

0,7 g 

Ballaststoffe 

1,6 g 

Vitamin C 

62000 μg 

Beta-Carotin 

1424 µg 

Calcium 

169 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Rucola

Achte beim Kauf von Rucola auf frische, grüne Blätter, die nicht welk sind. Große Blätter enthalten mehr Bitterstoffe, die kleineren sind meist etwas zarter und aromatischer. Da Rucola rasch welkt, solltest du ihn nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Es empfiehlt sich, Rucola in einem feuchten Küchentuch einzuschlagen, damit er länger frisch bleibt. Bewahre ihn so am besten im Gemüsefach auf. Alternativ kannst du die Stängel auch in ein Glas mit Wasser stellen. Zum Einfrieren ist Rucola pur nicht geeignet, aber die gehackten Blätter können zusammen mit Wasser in eine Eiswürfelform gegeben und so eingefroren werden. Auch eine gute Möglichkeit: du kannst die Blätter zu Pesto oder verschiedenen Dips verarbeiten, die – im Glas eingefroren – bis zu drei Monate problemlos haltbar sind.

Wie kann man Rucola zubereiten?

Bevor du Rucola verwendest, solltest du zuerst alle gelblichen und welken Blätter entfernen und die restlichen mit etwas Wasser gründlich waschen. Aus den grünen Blättern lässt sich mit einem guten Olivenöl und etwas Zitrone ein feiner Salat zubereiten. Diesen kannst du mit Cocktailtomaten und kurz angebratenen Pinienkernen verfeinern. Doch auch in einem gemischten Salat macht sich Rauke gut und sorgt für einen würzigen Geschmack.

In der Regel wird Rucola roh verzehrt, du kannst aber auch zahlreiche Pasta-, Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte mit den Blättern verfeinern. Gib sie immer erst zum Schluss mit in den Topf oder in die Pfanne, denn Rucola sollte nicht – und wenn, dann nur sehr kurz – angegart werden. Dasselbe gilt für Pizzen Du solltest sie erst dann mit Rucola belegen, wenn sie aus dem Ofen kommen, denn sonst verliert das Kraut nicht nur sein frisches, knackiges Aussehen, sondern auch wichtige Nährstoffe.

Des Weiteren kannst du die Blätter klein schneiden und beispielsweise mit Quark, Salz und Pfeffer einen leckeren Dip zaubern. Es gibt auch viele Rezepte für Brotaufstriche, zum Beispiel mit Tomaten. Wenn du ein Fan von grünen Smoothies oder Säften bist, lässt sich das Blattgemüse hierfür ebenfalls gut verwenden.

Gut zu wissen

Um den bitteren Geschmack von Rucola etwas abzumildern, wasche die Blätter unter lauwarmem Wasser, bevor du sie verwendest.

Wenn es schnell gehen soll, macht sich Rucola auch gut auf einem Butterbrot oder einer Brezel. Die würzigen Blätter sind vielseitig einsetzbar und eignen sich wunderbar zum Würzen. Wir wünschen guten Appetit!

Köstliche Rezepte mit Rucola

Tomaten-Rucola-Aufstrich
  • Laktosefrei
  • Vegan
  • Vegetarisch
5h 10min
Einfach
Nudelsalat mit Rucola
  • Vegetarisch
45min
Einfach
Thunfischsteak auf Rucola-Pestosalat
  • Laktosefrei
  • Clean Eating
  • Glutenfrei
25min
Einfach