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Lebensmittel richtig lagern

Lebensmittel richtig lagern - Unsere Tipps für frische Lebensmittel!

Dürfen Bananen in den Kühlschrank und wie bleibt Brot länger frisch? Fleisch besser in der Verpackung aufbewahren oder auspacken? Und was kommt im Kühlschrank eigentlich wohin?
Beim Thema "Lebensmittel richtig lagern" sind viele unsicher, was am besten ist. Wir bringen Licht ins Dunkel!

Obst richtig lagern

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Obst richtig zu lagern, kann, wenn man sich näher damit beschäftigt, erscheinen wie eine kleine Wissenschaft für sich. Doch wenn man das Grundprinzip einmal durchschaut hat, ist es gar nicht so schwer, wie vielleicht befürchtet.

Nur frische Produkte gehören in den Einkaufskorb
Das Wichtigste vorab: Kaufen Sie nur Obst ein, das wirklich frisch ist. Erkennen können Sie das u.a. daran, dass es keine Druckstellen enthält, die Schale nicht beschädigt ist und Schnittstellen bzw. Stiele nicht braun und/ oder trocken sind.

Wenn Sie das Obst direkt verzehren wollen, spricht natürlich auch nichts dagegen, welches mit Druckstellen oder leichten Schäden zu kaufen. Schneiden Sie diese einfach vor dem Verzehr weg. Lagern sollten Sie dieses aber nicht, denn es fängt schnell an zu schimmeln und zu verderben.

Glanz weist nicht zwingend auf Frische hin

Glänzt Obst stark, ist das selten ein Zeichen für Frische. Während nämlich glänzend-pralle Kirschen reif und frisch sind, ist bei Äpfeln, Trauben oder auch Pflaumen das Gegenteil der Fall: Schimmern diese matt, sind sie noch von ihrer natürlichen Schutzschicht ummantelt - werden sie falsch, zum Beispiel zu kalt, gelagert, verschwindet diese.

Auch bei Zitrusfrüchten weist Glanz nicht auf Frische hin. Ihre Schale wird häufig gewachst und mit Fungiziden behandelt, um sie länger haltbar zu machen. Wer das umgehen will, muss auf Bio-Produkte zurückgreifen.

Nachreifende vs. nicht nachreifende Sorten

Wichtig ist es zunächst, beim Lagern von Obst zwischen Sorten, die nachreifen und solchen, die dies nicht mehr tun, zu unterscheiden. So kann man vermeiden, vergeblich darauf zu warten, dass bestimmte Obstsorten zu Hause reif und schmackhaft werden bzw. weiß, welche getrost noch ein paar Tage in der Obstschüssel liegen und reifen können.

Nicht-nachreifende Obstsorten (Auswahl)

Ananas

Brombeeren

Erdbeeren

Granatäpfel

Himbeeren

Kirschen

Kokosnuss

Litchi

Weintrauben

Wassermelonen

Zitrusfrüchte

Nachreifende Obstsorten (Auswahl)

Äpfel

Aprikosen

Avocados

Bananen

Birnen

Feigen

Kiwis

Mangos

Honigmelonen

Nektarinen

Papayas

Passionsfrüchte (Maracujas)

Pfirsische

Pflaumen

Ethylen-abgebende vs. Ethylen-empfindliche Obstsorten

Neben der Unterscheidung von nachreifenden Obstsorten und solchen, die es nicht mehr tun, ist es bei der Lagerung von Obst auch wichtig, zwischen Ethylen-abgebenden und Ethylen-empfindlichen Sorten zu unterscheiden. Ethylen ist ein natürliches, farb- und geruchsloses Gas, das für Pflanzen ein Wachstumsregulator ist und somit den Reifeprozess beeinfusst. Und genau das kann man sich zunutze machen:

Unreife, nachreifende Früchte, wie z.B. eine grüne Banane, können in ihrem Reifeprozess beschleunigt werden, indem man ein Ethylen-abgebende Sorte, wie etwa einen Apfel, neben sie in die Obstschale legt. Wer allerdings nicht will, dass nachreifende Sorten, wie z.B. eine Kiwi, noch reifer werden, sollte sie getrennt von Ethylen-abgebenden Obstsorten lagern.

Ethylen-abgebende Obstsorten (Auswahl)

Äpfel

Aprikosen

Avocados

Bananen

Honigmelonen

Mangos

Nektarinen

Papayas

Pfirsiche

Pflaumen

Ethylen-empfindliche Obstsorten (Auswahl)

Kiwis

Mangos

Bananen

Birnen

Wassermelonen

Aprikosen

Zitrusfrüchte

Welches Obst darf in den Kühlschrank?

Alle Obstsorten, die aus warmen Gefilden kommen und Kälte somit nicht vertragen, gehören nicht in den Kühlschrank. Das sind Südfrüchte wie Mangos, Bananen, Ananas und Co. und natürlich auch alle Zitrusfrüchte. Hitzeempfindliches Obst wie z.B. Beeren können Sie im Kühlschrank lagern - dann aber unten in den Fächern bzw. in einem speziellen Obst- und Gemüsefach. Dort ist es keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt und bleibt lange frisch. Achten Sie auch im Kühlschrank darauf, zwischen Ethylen-abgebenden und Ehtylen-empfindlichen Sorten zu trennen.

Tipp: Nehmen Sie das Obst am besten eine halbe Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank - so kann es sein Aroma besser entfalten.

2. Brot richtig lagern

Brot richtig lagern

So bleibt Brot länger frisch

Wie Sie Ihr Brot am besten lagern, hängt zunächst davon ab, wie Sie es kaufen. Brot vom Bäcker (frisch und unverpackt) zum Beispiel hält sich im Brotkasten aus Plastik oder Holz oder auch in einem Brottopf aus Keramik bei 12 bis 18 Grad Raumtemperatur am besten. Diese sind gut belüftet (gegen Schimmelbildung), nehmen Feuchtigkeit auf und können diese, bei Bedarf, an das Brot zurückgeben. Wichtig ist, dass sie einmal in der Woche mit ein wenig Essigwasser gereinigt werden.

Kaufen Sie Ihr Brot im Supermarkt, ist es zumeist in einer Plastikverpackung. In dieser können Sie es auch problemlos ein paar Tage aufbewahren.

Werden unterschiedliche Brotsorten unterschiedlich schnell trocken?

Das ist tatsächlich so. Am schnellsten trocknet Brot aus, das komplett oder zum Großteil aus Weizen besteht. Roggen-, Vollkorn- und Sauerteigbrote hingegen trocknen deutlich weniger schnell aus. Ein optimal gelagertes Vollkornbrot kann so z.B. bis zu neun Tage frisch bleiben.

Brot bitte nicht im Kühlschrank lagern

Brot gehört nicht in den Kühlschrank! Die trockene Luft in diesem macht es sehr schnell altbacken. Einzige Ausnahme: Wenn es im Sommer sehr heiß und feucht wird, darf es auch mal in den Kühlschrank; so beugen Sie Schimmel vor.

Kann man Brot mit Schimmelstellen noch essen?

Auf keinen Fall. Brot, auch wenn es nur kleine Schimmelstellen aufweist, ist nicht mehr zum Verzeht geeignet, denn der Schimmel kann sich trotzdem schon im ganzen Laib ausgebreitet haben.

Brot einfrieren

Brot kann problemlos als ganzer Laib oder in Scheiben eingefroren werden. Auftauen am besten bei Zimmertemperatur.

Was tun mit trockenem Brot?

Machen Sie Paniermehl oder Croutons für Ihren Salat draus! Sind noch Brötchen vom Vortag übrig, bestreichen Sie diese einfach mit wenig Wasser und backen Sie sie im Ofen wieder auf.

 

 

 

Überblick: Was gehört im Kühlschrank eigentlich wohin?

Unsere Grafik verrät es Ihnen!

Kühlschrank richtig einräumen

3. Milchprodukte & Käse richtig lagern

Milchprodukte & Käse richtig lagern

Joghurt, Milch & Butter

Wer möchte, dass diese Produkte möglichst lange halten, sollte sie aus dem Supermarkt auf schnellstem Weg direkt in den Kühlschrank befördern (in warmen Monaten evt. eine Kühltasche mitnehmen, wenn der Weg weit ist). Am besten bewahren Sie diese Produkte in ihrer Originalverpackung auf: Butter im oberen Fach der Kühlschranktür, Joghurt in der mittleren Kühlschranketage, Milch im unteren Teil der Tür.

Tipp 1: H-Milch muss ungeöffnet nicht gekühlt werden, sie hält sich bei Zimmertemperatur wochenlang. Einmal geöffnet, gehört sie aber in den Kühlschrank. Rohmilch frisch vom Bauernhof sollte so schnell wie möglich (max 2-3 Tage haltbar) verzehrt werden, pasteurisierte Milch hält verschlossen oft eine ganze Woche, geöffnet 2-3 Tage frisch.

Tipp 2: Aufgrund ihres hohen Fettgehalts kann Butter sogar eingefroren werden. Zum Auftauen in den Kühlschrank geben.

 

Käse richtig lagern

Im Prinzip gibt es hier zwei Richtlinien:

  1. Alle Käsesorten sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  2. Bis auf Frischkäse müssen alle Käsesorten atmen können und sollten deshalb nicht luftdicht verpackt werden.

Abgepackter Käse (Käsescheiben) kann in der Originalverpackung bleiben. Haben Sie diese nicht mehr oder den Käse unverpackt gekauft, wickeln Sie diesen in spezielles Käsepapier oder legen Sie ihn in Käsedosen. Möglich ist auch Frischhaltefolie, auf keinen Fall aber luftdichte Plastikdosen. Am wohlsten fühlt sich dieser dann im speziellen Gemüsefach, denn dort ist es nicht zu kalt (wenn Sie keins haben, einfach mittig im Kühlschrank lagern). Frischkäse bitte deutlich kühler lagern, also am besten ganz oben im Kühlschrank.

4. Fleisch & Fisch richtig lagern

Fleisch & Fisch richtig lagern

Fleisch richtig lagern

Wie bei Milchprodukten gilt auch bei Fleisch: Die Kühlkette sollte möglichst gar nicht oder nur ganz kurz unterbrochen werden (Kühltasche mit in den Supermarkt nehmen!). Zuhause angekommen, das Fleisch sofort in den Kühlschrank räumen - und zwar in das Fach direkt über dem Gemüsefach (es sei denn, Ihr Kühlschrank hat ein spezielles Fleisch-Fach). Rindfleisch hält sich dort 3-4 Tage, Kalb und Schwein 2-3 Tage, Geflügel nur 1-2. Achtung bei Hackfleisch: Dieses sollte möglichst noch am selben Tag verbraucht werden. Unbedingt auf das Verbrauchsdatum auf der Verpackung achten!

Wollen Sie tiefgefrorenes Fleisch auftauen, legen Sie dieses in den Kühlschrank und achten Sie darauf, dass das Tauwasser ablaufen kann.

Fisch richtig lagern

Im Idealfall kaufen Sie frischen Fisch an dem Tag, an dem Sie ihn auch essen wollen, denn Fisch sollte nicht länger gelagert werden. Natürlich können Sie ihn aber auch für kurze Zeit im Kühlschrank aufbewahren, wenn Sie Folgendes beachten:

  • Fisch, den Sie an der Frischetheke kaufen, nicht in der Packung lassen, sondern in einem Glas- oder Porzellangefäß aufbewahren und mit Folie und Eis bedeckt maximal 1 Tag im Kühlschrank aufbewahren
  • Abgepackter Fisch aus dem Kühlregal ins entsprechende Fach im Kühlschrank legen (s. Grafik oben). Mindesthaltbarkeitsdatum beachten!
  • Räucherfisch ist durch den Räuchervorgang etwas länger haltbar. Ihn können Sie abgedeckt mit Folien ca. 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren
  • Tiefgefrorenen Fisch sollten Sie auch nur entsprechend des Mindesthaltbarkeitsdatums in der Tiefkühltruhe lassen. Zum Auftauen in den Kühlschrank legen und darauf achten, dass das Tauwasser ablaufen kann

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