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Sellerie

Sellerie

Ob roh oder gekocht, ob als Knolle oder als Stangen – Sellerie hat viel mehr zu bieten, als viele vermuten. Es wird Zeit, dass Sie das aromatische Gemüse neu entdecken. 

Sellerie ist so vielfältig einsetzbar, dass sicher jeder die perfekte Verwendung für sich findet. Sie können ihn als Rohkost essen, braten, grillen, entsaften oder einkochen. Und was wäre der Klassiker Spaghetti Bolognese ohne Sellerie? Undenkbar! 

Staudensellerie: zu Unrecht unterschätzt

Die meisten von uns kennen das grüne Gemüse vermutlich aus dem roten Longdrink mit Tomatensaft. Sonst kommt das grüne Gemüse eher selten zum Einsatz. Das ist schade, denn Staudensellerie oder Stangensellerie kann noch viel mehr als nur einen Bloody Mary zu verfeinern. 

Ihre Heimat hat die Staudensellerie, die von der wilden Sellerie abstammt, am Mittelmeer. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und bildet im Gegensatz zur Sellerieknolle nur kleine Wurzelknollen aus. Dafür sind die Blattstiele der Staudensellerie dick und fleischig und haben an den Enden kleine Blätter.

Hierzulande ist Staudensellerie im Sommer aus dem Freilandanbau erhältlich. Frische Stauden erkennen Sie daran, dass sie nicht biegsam sind und keine Flecken oder faulen Stellen haben. 

Die grünen Selleriestauden können Sie ganz einfach zubereiten: erst waschen, dann den Wurzelansatz abschneiden, die harten Fasern abziehen und in Würfel schneiden. Als Rohkost sind die feinen inneren Stangen perfekt geeignet, da sie weniger faserig sind. Auch in Smoothies oder als Selleriesaft macht die Staude eine perfekte Figur.

Bloody Mary Rdk Rds Hd

Gut zu wissen:

Etwa bis zum 16. Jahrhundert kam Sellerie gar nicht in den Topf und auf die Teller. Menschen machten statt Suppen und Saucen Medizin daraus. Doch dann kamen die Italiener auf die Idee, Sellerie auch in der Küche zu verarbeiten. Seitdem nutzen vor allem europäische Profi- und Hobbyköche das Gemüse.

Knollensellerie: unscheinbarer Allrounder

Im Herbst und im Winter hat die Knollensellerie Saison. Ihre volle Reife erreicht die zu Doldengewächsen gehörende Knolle im Oktober. In den darauffolgenden Monaten ist sie als Lagerware von heimischen Feldern erhältlich. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Sellerieknolle frisch ist. Das erkennen Sie daran, dass sie trocken und fest ist, auf Fingerdruck nicht nachgibt und das Grün knackig ist. 

 

Während Staudensellerie sowohl gegart als auch roh schmeckt, wird Knollensellerie hauptsächlich gekocht. Viele kennen die Knolle als Suppengemüse, das oft mit Möhren, Lauch und Petersilie zusammen verkauft wird. Doch Sie können Knollensellerie nicht nur zu Suppen, sondern auch zu Püree oder Chips verarbeiten. Es eignet sich außerdem wunderbar zum Braten, Grillen oder für Chips und Püree. Es lohnt sich aber, sie roh im Salat auszuprobieren.

Schneiden Sie erst die Wurzelreste und den Blattansatz ab, dann lässt sich die Knolle besser schälen. Falls Sie sie nicht komplett verbrauchen möchten, können Sie geschälte Knollensellerie auch einfrieren.

Auch die Sellerieblätter können Sie verwenden. Schneiden Sie sie einfach fein und geben Sie sie frisch zu dem Eintopf. 

 

 

Sellerie-Suppe

Wie viel Kalorien hat Sellerie?

Sellerie ist wie fast jedes Gemüse eher kalorienarm. Mit nur 18 Kilokalorien hat die Sellerieknolle weniger Kalorien als Broccoli oder Blumenkohl, aber etwas mehr als Radieschen und Tomaten. Stangensellerie ist mit 15 Kilokalorien pro 100 Gramm noch kalorienärmer.

Welche Vitamine stecken in Sellerie?

Im Bezug auf den Vitamingehalt unterscheiden sich Sellerieknolle und Selleriestangen etwas voneinander. So enthält Stangensellerie deutlich mehr Beta-Carotin – auch Provitamin A genannt. Dafür steckt in der Sellerieknolle doppelt so viel Vitamin B6. Auch im Punkto Ballaststoffe hat die Knollensellerie die Nase vorn. Wenig Zucker haben sowohl Sellerieknolle als auch Bleichsellerie: nur rund 2 Gramm pro 100 Gramm. 

Nährwerttabelle für Sellerieknolle

Nährwert pro 100 g
Energie 18 kcal/77 kJ
Eiweiß 1,6 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate

2,3 g

Vitamin A

3 μg

Vitamin E
540 μg
Folsäure 75 μg
Ballaststoffe 4,2 g
Kalzium 50 mg
Zink 385 μg
Eisen

480 μg

 

Wie gesund ist Sellerie?

Schon die alten Ägypter verwendeten die Blätter und Blüten des wilden Selleries von mehr als 3000 Jahren als Heilpflanze. Auch die Römer und die Griechen der Antike schätzten das Gemüse. 

Fakt ist: Sellerie, ob als Knolle oder als Stangen ist wie jedes Gemüse kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe. Diese Eigenschaften machen es zu einer beliebten Zutat zum Abnehmen. Wegen seines geringen Gehalts an Kohlenhydraten landet Sellerie oft in Low-Carb-Gerichten. 

Wie lange ist Sellerie haltbar?

Bewahren Sie Stangensellerie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen im Kühlschrank auf, dann hält er sich bis zu zwei Wochen. Knollensellerie ist noch länger haltbar. Kühl und dunkel im Keller oder im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert ist eine Sellerieknolle auch noch nach Wochen gut. Ungekühlt verkürzt sich die Haltbarkeit von Knollensellerie. Auch angeschnittene Knollen sollten Sie in ein feuchtes Tuch einwickeln und im Kühlschrank lagern. 

Wie kann ich Sellerie zubereiten?

Falls Sie sich fragen, wie Sie Sellerie kochen sollten, haben wir hier die wichtigsten Infos für Sie: Roh essen können Sie am besten Stangensellerie. Tunken Sie die Stangen in Dips aus Joghurt, Quark oder Frischkäse. Gekocht schmeckt Stangensellerie in Suppen, Eintöpfen oder in Saucen. Auch in klassische Spaghetti Bolognese gehört Sellerie unbedingt dazu. 

 

Aber auch die Sellerieknolle ist ein echter Allrounder. Auf vielen Menükarten taucht die Knolle als Schnitzelersatz auf. Schälen Sie dafür die Knolle. Schneiden Sie sie in Scheiben. Panieren Sie dann die Scheiben wie ein Schnitzel und braten Sie sie in Öl an. Eine interessante Fleischalternative für Vegetarier und alle, die etwas Neues ausprobieren möchten. 

Schon gewusst? Das bedeutet der Name Sellerie

Jeder kennt den speziellen Geruch von Sellerie. Und dieser Eigenschaft verdankt Knollensellerie auch seinen botanischen Namen: Apium graveolens bedeutet so viel wie "stark riechend oder riechend".

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