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Topinambur – vielseitige Knolle mit amerikanischen Wurzeln

In der Küche hat Topinambur lange ein Nischendasein geführt. Dabei ist die leckere Gemüseknolle ähnlich vielseitig wie die Kartoffel und steckt voller Nährstoffe. Im 18. Jahrhundert galt sie als Delikatesse, geriet dann aber in Vergessenheit und wird erst jetzt langsam wiederentdeckt. Aber woher kommt Topinambur eigentlich? Was steckt in der Knolle und wie kann man Topinambur zubereiten?

Was ist Topinambur?

Was wir als Topinambur im Supermarkt kaufen, ist die Wurzelknolle der Topinambur-Pflanze (Helianthus tuberosus), die zur Familie der Korbblütler gehört.Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist botanisch mit der Sonnenblume verwandt. Die Topinambur-Knollen werden manchmal auch alsErdartischocke, Jerusalem-Artischocke oder Erdbirne bezeichnet. Die länglichen Knollen werden meist zwischen 5 und 10 cm lang. Es gibt viele verschiedene Sorten, die sich in Größe und Farbe unterscheiden. Meist ist die dünne Schale der Knollen jedoch hellbraun bis violett gefärbt, mit weißem bis gelblichem Inneren. Das Wurzelgemüse schmeckt mild und leicht süßlich, die weiche Konsistenz erinnert eher an Süßkartoffel als an Speisekartoffeln. Im Gegensatz zu diesen beiden Gemüsen kannst du Topinambur übrigens sowohl gekocht als auch roh essen.

Fun Fact

Im Deutschen sagt man sowohl die Topinambur als auch der Topinambur – beide Schreibweisen sind korrekt. Der Plural lautet hingegen immer die Topinamburen.

Geschichte und Herkunft von Topinambur

Topinambur stammt ursprünglich aus Mittel- und Nordamerika. Dort wächst die Topinambur-Pflanze vielerorts wild. Gleichzeitig bauten die ansässigen indigenen Völker Topinambur schon seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel an. Nach Europa kam die Knolle eher durch Zufall: Französische Auswanderer hatten Anfang des 17. Jahrhunderts in Amerika eine Hungersnot nur knapp überlebt, indem sie Topinambur aßen. 1610 schickten sie einige der Knollen in ihre französische Heimat. Dort entwickelte sich Topinambur zu einer exotischen Delikatesse. Da zur gleichen Zeit Angehörige des brasilianischen Tupinambá-Stammes in Frankreich waren, benannte man die Knolle vermutlich einfach nach diesem indigenen Stamm „Topiambur“. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde Topinambur in Europa von der Kartoffel verdrängt, da diese sich sehr viel länger lagern lässt und auch im Winter verfügbar ist. Topinambur spielte mehr als 300 Jahre lang eine sehr untergeordnete Rolle in der europäischen Küche. Erst in den letzten Jahren ist Topinambur dank seines feinen Geschmacks und seines hohen Nährstoffgehalts als Gemüse wiederentdeckt worden.

Gut zu wissen:

Als botanische Verwandte der Sonnenblume hat Topinambur schöne, strahlend gelbe Zierblüten. Daher findet man die unkomplizierte Pflanze auch häufig im Gartenbeet.

Anbau von Topinambur

Topinambur stammt ursprünglich aus Mittel- und Nordamerika. Dort wächst die Topinambur-Pflanze vielerorts wild. Gleichzeitig bauten die ansässigen indigenen Völker Topinambur schon seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel an. Nach Europa kam die Knolle eher durch Zufall: Französische Auswanderer hatten Anfang des 17. Jahrhunderts in Amerika eine Hungersnot nur knapp überlebt, indem sie Topinambur aßen. 1610 schickten sie einige der Knollen in ihre französische Heimat. Dort entwickelte sich Topinambur zu einer exotischen Delikatesse. Da zur gleichen Zeit Angehörige des brasilianischen Tupinambá-Stammes in Frankreich waren, benannte man die Knolle vermutlich einfach nach diesem indigenen Stamm „Topiambur“.

Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurde Topinambur in Europa von der Kartoffel verdrängt, da diese sich sehr viel länger lagern lässt und auch im Winter verfügbar ist. Topinambur spielte mehr als 300 Jahre lang eine sehr untergeordnete Rolle in der europäischen Küche. Erst in den letzten Jahren ist Topinambur dank seines feinen Geschmacks und seines hohen Nährstoffgehalts als Gemüse wiederentdeckt worden.

Nährstoffe: Wie gesund ist Topinambur?

Wie die meisten Gemüsesorten ist Topinambur reich an Ballaststoffen und enthält viele Vitamine und andere wichtige Nährstoffe. Zwar ist Knolle in rohem Zustand etwas nährstoffreicher ist als in gegarter Form, dafür ist sie leichter verdaulich, wenn du sie gekocht oder gebraten hast. 

Unter anderem enthält Topinambur Vitamin B1, das eine wichtige Rolle beim Energiestoffwechsel spielt. Auch die Mineralstoffe Magnesium und Calcium, die für Aufbau und Funktion von Muskeln, Knochen und Nerven wichtig sind, sind in nennenswerter Menge in Topinambur enthalten. Die Knolle liefert zudem das Spurenelement Eisen, das am Sauerstofftransport und der Immunfunktion des Körpers beteiligt ist.

Besonders interessant ist Topinambur auch durch seinen hohen Inulin-Gehalt. Dem unverdaulichenBallaststoff wird eine präbiotische Wirkung zugeschrieben, Inulin spielt daher für eine normale Darmflora und eine normale Verdauung eine Rolle.

Nährwerte pro 100 g Topinambur

Kalorien 

30 kcal

Kohlenhydrate

15-25 g

Eiweiß

2,4 g

Fett

0,3 g

Ballaststoffe

12,1 g

Calcium

10 mg

Eisen

3,7 mg

Kalium

478 mg

Magnesium

20 mg

Phosphor

78 mg

Vitamin B1

200 µg

Niacin

1,3 mg

Gut zu wissen

Durch den hohen Anteil an Inulin gilt Topinambur als diabetiker-geeignet. Das unverdauliche Inulin wird im Dünndarm nicht verstoffwechselt und hat daher kaum Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Lagerung und Haltbarkeit von Topinambur

Topinambur hat von Oktober bis März Saison. In dieser Zeit kannst du das Wurzelgemüse frisch im Supermarkt kaufen. Nach dem Einkauf solltest du die Knollen am besten in ein feuchtes Tuch einschlagen und für maximal vier Tage im Kühlschrank lagern. Manchmal findest du im Handel auch Topinambur-Mehl, aus dem du herzhaftes Brot oder anderes Gebäck herstellen kannst. Das Mehl lagerst du am besten luftdicht verpackt an einem kühlen Ort. Achte auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung und verbrauche es am besten innerhalb von 6 Monaten.

Wie wird Topinambur zubereitet?

Topinambur kannst du ähnlich wie Kartoffeln zubereiten. Gekochter Topinambur wird wachsweich und schmeckt leicht süßlich, ähnlich wie Artischocken. Du kannst die geschälten Knollen kochen, in Scheiben geschnitten in der Pfanne braten, im Ofen backen oder zu einem Püree verarbeiten. Doch auch als herzhaftes Frühstück mit Zwiebeln angebraten, als cremige Topinambur-Suppe oder im Salat schmeckt die nussige Knolle sehr gut. 

Da die Schale der Topinambur sehr dünn ist, kannst du sie auch ungeschält essen, Allerdings solltest du sie nicht mit dem Sparschäler schälen, sondern einen Löffel oder ein kleines Messer nutzen. So vermeidest du einen übermäßigen Verschnitt und hast mehr von der Knolle. Anders als die Kartoffel kannst du Topinambur auch roh essen, zum Beispiel dünn gehobelt oder geraspelt. Sie hat dann einen herben, frischen Geschmack.

Gut zu wissen:

Roh solltest du Topinambur nur in kleinen Mengen essen. Bei empfindlichen Menschen kann das rohe Gemüse zu Verdauungsbeschwerden führen.

Leckere Rezepte mit Topinambur

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