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Schwarzwurzeln

Schwarzwurzeln

Unscheinbares Äußeres, erlesener Geschmack. Das beste Beispiel dafür? Die Schwarzwurzel. Was auf den ersten Blick wie eine Kreuzung aus Möhre und Spargel aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als schmackhaftes Gemüse, das anderen problemlos das Wasser reichen kann. Woher Schwarzwurzeln kommen, auf was du bei der Zubereitung achten solltest und welche Nährstoffe in den Wurzeln stecken, erfährst du hier.

Allgemeine Informationen zur Schwarzwurzel

Warum die Schwarzwurzel ihren Namen trägt, ist klar: Das Gemüse hat eine dunkel gefärbte, erdige Rinde. Die Pflanze, an der die Wurzel hängt, gehört zur botanischen Familie der Korbblütler, zu denen auch der Löwenzahn zählt. Sie bildet in ihrem zweiten Jahr lange Stiele mit vielen Blättern und großen Blüten. Für die kulinarischen Experten ist aber ausschließlich die 30 bis 40 Zentimeter lange Wurzel interessant.

Aufgrund ihrer Form erinnert die Schwarzwurzel an Möhren oder an Spargel. Und tatsächlich ist sie in einigen Regionen Deutschlands auch als Winterspargel bekannt. Unter der dunklen Schale befindet sich die eigentliche Delikatesse: Das weiße Fleisch der Wurzeln verfügt über den charakteristischen würzigen Geschmack und gekocht entwickelt sich eine zarte Konsistenz, die an Pastinaken erinnert.

Der lateinische Name der Schwarzwurzel – Scorzonera hispanica – lässt zudem auf die Herkunft der Pflanze schließen. Schwarzwurzeln stammen nämlich ursprünglich aus dem heutigen Spanien. Dort wurde die Schwarzwurzel ungefähr bis zum sechszehnten Jahrhundert als wilde Heilpflanze geschätzt. Insbesondere Schlangenbisse ließen sich durch die Behandlung mit der Schwarzwurzel lindern. Die Spanier gingen sogar noch weiter und sprachen der Wurzel eine Heilwirkung gegen die Pest zu. Heute steht allerdings fest, dass das ein Irrtum war.

Im siebzehnten Jahrhundert begannen Landwirte in ganz Mitteleuropa schließlich mit dem kultivierten Anbau von Schwarzwurzeln. Auf diese Weise kam das Gemüse auch nach Frankreich, in die Niederlande und nach Belgien. Diese drei Länder gelten heute immer noch als Hauptproduzenten. In Deutschland findest du Anbauflächen vor allem in Niedersachsen und Bayern.

Tipps zur Zubereitung der Schwarzwurzel

Bevor du die Schwarzwurzel in deinen Rezepten verarbeiten kannst, muss das Gemüse gesäubert werden. Das ist bei der Wurzel mit etwas Aufwand verbunden. Zunächst musst du die anhaftende Erde gründlich von der Wurzel abwaschen. Danach kannst du sie schälen und die Schwarzwurzel in mundgerechte Stücke schneiden.

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Beim Schneiden von Schwarzwurzeln solltest du dir nach Möglichkeit ein paar Gummihandschuhe anziehen. Der Grund: Die Wurzel verfügt über eine Menge Milchsaft, der beim Zerkleinern austritt. Dieser ist zwar ein weiterer Indikator für die Frische des Produktes, führt allerdings auch zu Verfärbungen an den Händen, die du nur mit viel Seife wieder loswirst. Nach dem Schneiden solltest du die einzelnen Stücke der Schwarzwurzeln außerdem in Wasser mit einem kleinen Schuss Essig legen, damit sie sich nicht verfärben.

Falls dir die Zubereitung und das Schälen von frischer Schwarzwurzel zu aufwendig ist, greifst du einfach zur vorbereiteten Variante aus dem Glas. Für die Zubereitung kannst du Schwarzwurzeln auf ähnliche Weise wie zum Beispiel Spargel kochen. Auch langsames Braten ist eine Möglichkeit. Eine leichte Soße rundet den würzigen Geschmack von Schwarzwurzeln ab. In einem Salat macht die Wurzel sogar roh eine gute Figur. Eine besondere Köstlichkeit ist die panierte Version, die du im Anschluss im Ofen knusprig ausbackst.

Nährstoffe von Schwarzwurzeln

Das unscheinbare Äußere der Schwarzwurzel lässt nicht auf die wertvollen Nährstoffe schließen, die im Inneren der Wurzel stecken. Die Schwarzwurzel ist mit circa 54 Kalorien auf 100 Gramm und nur etwa 0,4 Gramm Fett besonders für eine bewusste Ernährung mit Blick auf Gewichtsreduktion geeignet.

Dazu macht sie für lange Zeit satt, denn in 100 Gramm Schwarzwurzeln stecken ganze 18,3 Gramm Ballaststoffe. Ein hoher Anteil des Ballaststoffes Inulin, das die Bindung von Wasser im Körper fördert, macht die Wurzel außerdem zu einem leckeren Hausmittel gegen Beschwerden im Darmbereich.

Bei den Vitaminen punkten Schwarzwurzeln neben kleineren Mengen von B-Vitaminen vor allem mit Vitamin C und Vitamin E, das als Fänger von freien Radikalen in den Körperzellen gilt und somit Immun- und Nervensystem unterstützt. Zusätzlich liefert das Gemüse Kupfer, das deine Knochen stärkt und eine größere Menge Kalium, das entwässernd und beruhigend wirken kann. Auch Kalzium, Magnesium und Phosphor bekommt dein Körper durch den Genuss von Schwarzwurzeln.

Nährwertepro 100 g Schwarzwurzel
Kalorien54 
Eiweiß1,4 g
Fett0,4 g
Kohlenhydrate2,1 g
Ballaststoffe18,3 g

 

Rezepte mit Schwarzwurzeln

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