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Birnenmelone (Pepino): Alles über den süßen Obst-Exoten

Halbierte Birnenmelone (Pepino).

Noch sind die südamerikanischen Früchte bei uns eine Rarität. Das könnte sich bald ändern: Ihr süßes Fruchtfleisch und ihr hübscher Look machen das Obst bei Genießerinnen und Hobby-Gärtnern immer beliebter.    

Was sind Birnenmelonen?

Die auch als Melonenbirne oder Pepino (Solanum muricatum) bekannte Frucht stammt ursprünglich aus den Anden in Peru. Ihre Heimat ist, neben Neuseeland, bis heute größtes Anbaugebiet für Melonenbirnen. Daneben wird die Pflanze in Kolumbien, Chile, Kalifornien und Florida kultiviert. Vereinzelt gibt es auch Anbau in Europa.

Pepinos zählen zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae), sind damit Verwandte von Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Botanisch werden Früchte der Melonenbirnen (ähnlich wie Kürbisse) den Beeren zugeordnet.

Es gibt verschiedene Birnenmelonenarten. Sie alle zeichnen sich durch ihre Eiform und die zunächst grünliche glatte Hülle aus. Mit zunehmender Reife entwickeln sich dekorative violette Streifen auf der Frucht. Optisch erinnern die Exoten dadurch an Melonen, haben mit einer Länge von 10-20 cm und einem Gewicht von 150 bis 400 g aber eher die Größe einer Birne.

Gut zu wissen

Obwohl Melonenbirnen durchgehend warme Temperaturen brauchen, gedeihen sie grundsätzlich auch im eigenen Garten oder auf dem Naschbalkon. Die bis zu 1,50 Meter hohen krautigen Pflanzen lassen sich gut in Kübel oder Töpfe setzen und eignen sich auch als Zimmerpflanzen. An einem sonnigen, regengeschützten Standort fühlen sie sich am wohlsten.Ernten kann man Melonenbirnen etwa drei Monate nach der Blüte. Um die Fruchtbildung zu unterstützen, solltest du nicht blühende Triebe gleich in der Blütephase aus der Pflanze schneiden.

Wie schmecken Birnenmelonen?

Nicht nur die Optik, auch der Geschmack von Birnenmelonen hat dem Andenobst seinen Namen eingebracht: Das Aroma erinnert an eine Mischung aus Melone und Birne. Vollreife Exemplare sind wunderbar süß und sehr saftig.

Wann sind Melonenbirnen reif?

Die Reife ist gut an der Fruchtfärbung zu erkennen: Die Schale ist bei Vollreife gelb mit stark ausgeprägten violetten Streifen. Auch das Fruchtfleisch ist jetzt goldgelb bis gelb-orange gefärbt.

Birnenmelone kaufen und lagern

Da Melonenbirnen nachreifen, kann man sie auch unreif (zu erkennen an der noch grünlichen Schale) kaufen. Die Früchte sollten frei von:

  • Druckstellen
  • Flecken
  • Beschädigungen sein, da diese den Verderb beschleunigen können.Wie alle wärmeliebenden Obst- und Gemüsesorten, sollte die Pepinofrucht nicht zu kalt gelagert werden. Kühle Temperaturen bis zu 6 °C können sie gut verkraften, darunter drohen Aromaverlust und Einbußen in der Konsistenz. Zum Nachreifen sind die Früchtchen am besten bei Zimmertemperatur auf dem Küchentresen aufgehoben.

Wie gesund sind Melonenbirnen?

Mit gerade mal 26 Kilokalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von rund 90 Prozent passt das Obst gut in eine figurbewusste Küche.

In Sachen Vitamin C können es die Exoten zwar nicht ganz mit Zitrone, Limette und Co. aufnehmen – spielen mit etwa 35 mg pro 100 Gramm aber trotzdem in der ersten Liga mit.

Pepino: Nährwerte & Kalorien

Nährwerte pro 100 g

 

Kalorien

26 kcal

Kohlenhydrate

7 g

Wasser

90 g

Eiweiß

0,4 g

Fett

0 g

Vitamin C

35 mg

Wie isst man Birnenmelonen?

Meist wird das Obst roh verzehrt – entweder pur oder als Teil eines Obstsalates. Wie Melonen kann man auch die Pepino gut in Spalten schneiden und in Parma- oder Serranoschinken gewickelt servieren. Die fruchtige Süße harmoniert gut mit der Salzigkeit des Schinkens.

Grundsätzlich passt das Pepinofruchtfleisch überall dort, wo sonst frische Birnen und Melone zum Einsatz kommen.Im Sommer kann man die Früchte sogar grillen und als fruchtigen Nachtisch mit einer Kugel Vanilleeis auftischen.

Kann man Birnenmelonen mit Schale essen?

Die Melonenbirnenschale ist mit ihren auffälligen Streifen hübsch anzusehen, grundsätzlich sogar essbar – allerdings nicht besonders lecker. Selbst bei reifen Früchten hat sie noch einen recht bitteren Geschmack und wird deshalb vor dem Verzehr meist entfernt.

Rezepte, in denen Birnenmelone (Pepino) schmeckt

FAQ

  • Sind Birnenmelonen winterhart?

    Die Pflanzen vertragen nur wenig Frost, sind für den deutschen Tiefwinter daher nicht geeignet. Der Anbau erfolgt am besten in Kübeln, damit man die Pflanzen zum Überwintern ins Haus oder Gewächshaus holen kann.

  • Ist die Birnenmelone mehrjährig?

    In ihrer Heimat, den peruanischen Anden, wächst die Melonenbirne (Solanum muricatum) mehrjährig. In unseren Gefilden eignet sie sich im Freiland nur für den einjährigen Anbau.Eine Alternative ist der Anbau im Gewächshaus. Dort herrschen moderate Temperaturen und die Pflanzen können mehrere Jahre gedeihen, Blüten und Früchte tragen. Dekorativ sind die krausen Stämmchen auch als Zimmerpflanzen.

  • Welche Erde ist gut für Pepinos?

    Die Pflanzen bevorzugen einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Für den Anbau im Topf eignet sich zum Beispiel Tomatenerde besser als gewöhnliche Universalerde. Sie hat eine lockere Struktur und einen hohen Kompostgehalt. Das verhindert Staunässe, die den exotischen Pflanzen gar nicht gut bekommt.  

  • Wann muss man Melonenbirnen schneiden?

    Wenn die Pflanzen in Blüte stehen, ist der Zeitpunkt für einen Rückschnitt perfekt. Entfernt werden alle Triebe, die keine Blüte tragen. So kann die Pflanze mehr Kraft in die Fruchtentwicklung investieren und eine üppige Ernte bescheren.Wie bei Tomaten sollten auch die in den Blattachsen stehenden Nebentriebe ausgegeizt (also entfernt) werden. Ist im Winterquartier nicht viel Platz, kann die Pflanze vor dem Umzug erneut zurückgeschnitten werden.