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Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Was sind Hülsenfrüchte?

Botanisch gehören die Pflanzen der Hülsenfrüchte zu den Schmetterlingsblütern. Als Hülsenfrüchte werden die an der Luft getrockneten Samen von Erbsen, Bohnen und Linsen bezeichnet, die in Fruchthülsen oder Schoten heranreifen. Junge frische Erbsen oder Bohnen werden als Schoten-Gemüse gehandelt. Zur Familie der Leguminosen (= Hülsenfrüchte) zählen übrigens auch das Johannisbrot – Schoten des immergrünen Johannisbrotbaumes – sowie die Erdnüsse, die an den Wurzeln der Erdnuss-Stauden im Boden wachsen.

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Anbau

Hülsenfrüchte, vor allem Bohnen, gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Ihre Heimatländer sind über die ganze Welt verstreut. In Mittel- und Südamerika, den Ländern des Mittleren Ostens, China, Afrika und Asien liegen die Ursprünge der Hülsenfrucht-Pflanzen. Heute noch zählen die Hülsenfrüchte in diesen Gebieten zu den Grundnahrungsmitteln. Sie werden inzwischen nahezu auf der ganzen Welt angebaut. Bohnen und Linsen brauchen meist heißes, trockenes Klima, um voll auszureifen und zu trocknen.

Bohnen werden aus Afrika, den USA, Kanada, China, Argentinien, Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, Chile und Italien importiert. Lieferländer für Linsen sind vor allem USA, China, Russland, Kanada, Chile und Argentinien. Sojabohnen, die als ganze Samenfrüchte bei uns kaum Verwendung finden, stammen vorwiegend aus den USA und China. Erbsen, die auch in kälteren Zonen wie in Deutschland ausgezeichnet gedeihen, werden bei uns vorwiegend als Frischgemüse angebaut. Trockenerbsen importieren wir aus verschiedenen EU-Ländern und den USA.  

Qualitätsmerkmale
Hülsenfrüchte werden von den Importeuren nach folgenden
Merkmalen beurteilt:

  • einheitliche Form und Größe,
  • gleichmäßige typische Farbe,
  • einwandfreier, arttypischer Geruch,
  • glatte Schale,
  • gleichmäßige Kochfähigkeit,
  • hoher Reinheitsgrad,
  • frei von Käferbefall.

Die Größe der Hülsenfrüchte spielt bei der Qualitätsprüfung eine große Rolle. Häufig gilt: je größer die Samen, umso besser die Qualität, umso teurer die Ware. Auf Geschmack oder Nährwert hat die Größe jedoch keinen Einfluss!

Getrocknete Hülsenfrüchte

Erbsen, Bohnen und Linsen, diese klassischen Hülsenfrüchte lernen die meisten als Eintöpfe und Suppen kennen. Sie wurden früher vor allem am Samstag, dem traditionellen Eintopftag, auf den Tisch gebracht. Eine Zeit lang waren Hülsenfrüchte etwas »aus der Mode« gekommen. Sie galten als schwer verdaulich und zeitraubend in der Zubereitung. Inzwischen bedienen sich sogar Sterneköche wieder der Hülsenfrüchte und servieren kulinarische Kreationen wie Putenleber auf Linsensalat mit Himbeeressig oder Rotes Bohnenpüree zur Wildschweinkeule. Auch die herzhaften Eintöpfe liegen im Trend. Hülsenfrüchte sind reich an Eiweiß, an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Mineralstoffen und sie enthalten sehr viel Vitamin B1. Auch die Industrie hat dafür gesorgt, dass uns Hülsenfrüchte leichter im Magen liegen und schneller gar werden: Sie bietet geschälte Hülsenfrüchte an. 

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Hülsenfrüchte waren früher eine typische Eintopfzutat. Heute werden sie auch gerne in der Feinschmeckerküche verwendet.

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