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Pflaumen & Zwetschgen

Pflaumen & Zwetschgen
Obst grau

Sobald sich der Herbst ankündigt, stehen Kuchen mit Zwetschgen oder Kompott aus Pflaumen ganz oben auf der Speisekarte. Auch frisch sind sie ein purer Genuss. Aber gibt es wirklich einen Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen oder handelt es sich um dieselbe Frucht? Die Antwort auf die Frage, Informationen über ihren Ursprung und weitere nützliche Fakten erfährst du hier.

Was sind eigentlich Pflaumen und Zwetschgen?

Pflaumen – oder auch Kultur-Pflaumen – stammen aus der Familie der Rosenstrauchgewächse. In der Botanik werden sie als Prunus domestica bezeichnet. Das violette, rote oder auch gelbe Steinobst ist kugelig rund und etwa so groß wie eine kleine Rispentomate. Deutliches Erkennungsmerkmal ist ihre auffällige Fruchtnaht, die senkrecht verläuft. Der Kern sitzt fest am gelblichen Fruchtfleisch und ist nur schwer zu entfernen. Da Pflaumen sehr saftig und süß sind, eignen sie sich hervorragend für Pflaumenkompott oder Pflaumenmus.

Pflaumen bilden eine eigene Gattung innerhalb der Rosenstrauchgewächse, nämlich die Prunus. Zur Oberkategorie der Pflaumen gehören um die 2.000 Sorten. Drei Unterarten davon sind besonders beliebt und haben sich mittlerweile weit verbreitet.

Zwetschgen

Die Zwetsche, Quetsche oder einfach Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume. Das Steinobst wird gerne mit den Pflaumen verwechselt, dabei kannst du die Unterschiede leicht erkennen: Zwetschgen sind etwas kleiner und haben eine länglich ovale Form, sodass sie an beiden Enden spitz zulaufen.

Ihr Fruchtfleisch ist gelb-grünlich und weniger saftig. Im Gegensatz zu den Pflaumen lassen sich die Kerne der blauen Zwetschgen kinderleicht mit den Fingern entfernen. Aufgrund ihres niedrigen Wassergehalts und ihrer Hitzebeständigkeit geben Zwetschgen eine tolle süß-säuerliche Fruchtkomponente für Kuchen oder aber auch herzhafte Knödel her.

Renekloden und Mirabellen

Auch als Reineclaude bekannt, gehören die grüngelben Renekloden zu den Edelpflaumen. Ihren Namen haben sie der französischen Königin Claudia, besser bekannt als Reine Claude, zu verdanken. Sie soll die Frucht im 16. Jahrhundert aus Armenien nach Frankreich eingeführt haben. Tatsächlich sind Renekloden bis heute eine Spezialität bei den Franzosen, während du sie in deutschen Supermärkten eher selten findest. Mit ihrer rundlichen Form und dem süß-würzigen Geschmack erinnern sie an Aprikosen.

Die kirschgroße Mirabelle ist die kleinste der drei Pflaumensorten. Erst im 20. Jahrhundert haben Experten die Prunus domestica subsp. syriaca als Unterart der Pflaume klassifiziert. Typisch für sie sind ihre warmgelbe Haut und ihr honigsüßer Geschmack.

Woher kommen Pflaumen und Zwetschgen?

Die ursprüngliche Heimat der Pflaumen wird zwischen dem Kaukasus und dem Altai-Gebirge vermutet. Über die heutige syrische Hauptstadt Damaskus kam das Steinobst vor circa 2.000 Jahren im Gepäck der Alten Römern nach Europa. Seitdem Karl der Große Pflaumen zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert in ganz Mitteleuropa kultiviert hatte, bekamen Pflaumen auch im heutigen Deutschland mehr Beachtung.

Mittlerweile sind hierzulande vor allem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern die größten Anbaugebiete. Zudem findet eine ausgedehnte Pflaumenproduktion in Nordamerika, Westasien und Afrika statt. Regional angebaute Pflaumen und Zwetschgen sind zwischen Ende Juli und Oktober auf dem Markt erhältlich.

Tipps für Kauf, Lagerung und Verzehr

Beim Kauf von Pflaumen und Zwetschgen ist nicht viel zu beachten: Ist die Haut unbeschädigt, glatt und mit einer wachsartigen Schicht versehen, sind die Steinfrüchte bereit für den Verzehr. Dieser Belag – auch Duftfilm genannt – schützt die Früchte vor dem Austrocknen und dient der längeren Haltbarkeit. Geben sie leicht nach, sind sie voll ausgereift und saftig. Solltest du noch feste Pflaumen oder Zwetschgen kaufen, kannst du sie zum Nachreifen bei Zimmertemperatur für bis zu drei Tage aufbewahren.

Zum Lagern kannst du sie in einer offenen Plastiktüte in den Kühlschrank legen. So verhinderst du, dass das Fruchtreifungshormon Ethylen den Reifeprozess anderer Obst- oder Gemüsesorten in der Nähe beschleunigt. Außerdem verhinderst du so, dass Pflaumen und Zwetschgen den Geruch vom Gemüse annehmen. Ihre Frische behalten sie ungefähr eine Woche.

Bevor du Pflaumen und Zwetschgen pur oder im Kuchen genießen kannst, solltest du sie vor der Verarbeitung unter fließendem Wasser abspülen und anschließend entsteinen. Dafür halbierst du die Früchte entlang des Kerns mit einem Messer und löst vorsichtig eine Hälfte ab. Danach entfernst du den Stein und kannst die Pflaume verwenden.

Pflaumen haltbar machen

Hast du zu viele Pflaumen oder Zwetschgen geerntet, kannst du sie problemlos haltbar machen. Die Saison ist schließlich kurz und Pflaumenkuchen und Co. schmecken das ganze Jahr über gut. Die einfachste Methode zum Haltbarmachen ist das Einfrieren. Wasche dafür die Pflaumen, entferne den Stein und gibt sie dann in einen gefriergeeigneten Behälter. Eingefrorene Pflaumen kannst du mindestens ein halbes Jahr nutzen. 

Neben dem Einfrieren gibt es weitere Methoden, um Pflaumen haltbar zu machen. Bereite doch z. B. ein leckeres Chutney aus ihnen zu. Dafür werden die Pflaumen mit Schalotten, Gewürzen sowie Zucker gekocht und dann in sterile Gläser gefüllt. Kühl und dunkel gelagert bleibt Chutney 3-4 Monate haltbar. Einmal geöffnet, gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb von einer Woche verbraucht werden. 

Möchtest du Pflaumen einmachen, kannst du sie z. B. zu einem leckeren Kompott verarbeiten. Dafür werden sie gewaschen, halbiert, entsteint und mit Zucker sowie Gewürzen eingekocht. In sterilen Gläsern ist Pflaumenkompott etwa 1 Jahr haltbar. 

Zwetschgen haltbar machen ist übrigens genauso einfach wie Pflaumen. Die Einmachmethoden kann man für beide Früchte nutzen. Ein echter Klassiker mit Zwetschgen sind Rotwein-Zwetschgen. Die halbierten und entsteinten Zwetschgen werden dafür mit Wasser, Rotwein, Zucker und Gewürzen eingekocht und anschließend in sterile Gläser gefüllt. Zwetschgen in Rotwein kannst du kühl und dunkel etwa 1 Jahr lagern. 

Ebenfalls lecker und schnell gemacht ist Zwetschgenmarmelade. Machst du Zwetschgen so haltbar, kannst du sie gut 1 Jahr genießen.  

Zu guter Letzt noch eine etwas untypische Methode, um Pflaumen und Zwetschgen haltbar zu machen: Verarbeite sie zu Kuchen. Pflaumenkuchen kannst du ein halbes Jahr einfrieren und genießen. Wärm ihn am besten im Backofen etwas auf und servier ihn warm mit Zimtsahne oder eine Kugel Vanilleeis. 

Pflaumen-Chutney
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
55min
Einfach
Pflaumenkompott mit Zimt & Vanille
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
20min
Einfach
Zwetschgen in Rotwein
  • Glutenfrei
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
25min
Einfach
Zwetschgenmarmelade
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
2h 20min
Einfach

Wie gesund sind Pflaumen und Zwetschgen?

Pflaumen und Zwetschgen unterscheiden sich sowohl in ihrem Aussehen, als auch in ihren Inhaltsstoffen kaum voneinander. Aufgrund ihres meist süßen Geschmacks, niedrigen Kalorienwerts zwischen 43 und 49 Kilokalorien und einem insgesamt hohen Wasseranteil von ungefähr 80 bis 86 Prozent sind sie ein toller Snack für figurbewusste Personen.

Zudem bieten die Früchte eine Menge Vitamine und Mineralstoffe sowie Spurenelemente. Provitamin A, sowie Vitamin C und E werden durch die B-Vitamine ergänzt. Eisen, Kalium und Kalzium sagt man eine besonders fördernde Wirkung für den Sauerstofftransport im Blut, das Nerven- und Muskelsystem sowie den Aufbau von Knochen und Zähnen nach.

Der antioxidative Pflanzenfarbstoff Anthocyan ist gleichzeitig ein sekundärer Pflanzenstoff, der – ähnlich wie Vitamine – unsere Körperzellen vor freien Radikalen schützen kann. Außerdem soll er Entzündungen hemmen und wie ein natürlicher Sonnenschutz funktionieren.

Sowohl Pflaumen, als auch Zwetschgen können die Verdauung fördern. Grund dafür sind die Ballaststoffe Pektin und Zellulose. In Kombination mit viel Wasser quellen sie auf und stimulieren den Darm. Dabei reichen schon fünf Trockenpflaumen oder zehn frische Zwetschgen auf leerem Magen, damit sie ihre harntreibende und abführende Wirkung entfalten. Trockenpflaumen sind außerdem bekannt für den hohen Fruchtzuckergehalt, der schnell viel Energie liefern kann. Aber Achtung: Bei übermäßigem Verzehr können sie zu Bauchschmerzen verursachen und sogar zu Durchfall führen.

Nährwerte von Pflaumen und Zwetschgen

NährwertePro 100 g PflaumenPro 100 g Zwetschgen
Kalorien49 kcal43 kcal
Eiweiß0,6 g0,6 g
Fett0,2 g0,1 g
Kohlenhydrate10 g8,8 g
Ballaststoffe1,6 g2,3 g

Die besten Rezepte mit Pflaumen & Zwetschgen

Ob herzhaft oder süß, entdecke unsere besten Rezepte mit Pflaumen & Zwetschgen.

Pflaumenkuchen
1 Zutat im Angebot
  • Vegetarisch
1h 45min
Mittel
Pflaumenmus mit wenig Zucker
  • Laktosefrei
  • Clean Eating
  • Vegan
2h 30min
Einfach
Zwetschgenknödel mit Vanille-Schmand
1 Zutat im Angebot
  • Vegetarisch
2h 40min
Einfach