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Wein

Als der Mensch zu denken begann, fand er die Weinrebe, eines der ältesten Laubgewächse, schon vor. Er erkannte schnell, dass sich aus ihren Früchten ein köstliches und anregendes Getränk bereiten ließ.

In der Europäischen Gemeinschaft gibt es eine gesetzliche Beschreibung für Wein: »Ein Erzeugnis, das ausschließlich durch vollständige oder teilweise Gärung der frischen, auch gemaischten Weintrauben oder aus Traubenmost gewonnen wird.« Darüber hinaus finden sich, auch in den einzelnen Weinländern, zahlreiche Gesetze und Kontrollen, die die Weinproduktion regeln. Wir kennen Weißwein, Rotwein und Rosé-Wein, die sich vor allem durch die Herkunft der Rebsorten, den Geschmack und natürlich durch die Farbe unterscheiden.

Herstellung

Im Prinzip ist die Bereitung speziell deutscher Weine immer gleich: Nach der Ernte wird zunächst das Mostgewicht der Trauben festgestellt. Dieser Messwert, den man »Öchslegrad« nennt, entscheidet über die Güteklasse, der der Wein zugeordnet wird. Die frisch geernteten Trauben haben noch Stiele und Stängel, die viel Gerbsäure enthalten. Je nach Rebsorte, Jahrgang und der betreffenden Weinsorte werden die Stiele belassen, ganz oder teilweise entfernt – entrappt, sagt der Fachmann. Das ist weitgehend von der Tradition in den jeweiligen Weingebieten abhängig.

Rotwein, der aus roten oder blauen Trauben bereitet wird, erhält seine typische Farbe, den kräftigeren Geschmack und die gute Lagerfähigkeit durch die Maische-Gärung. Die zerquetschten Trauben (Maische) werden vor dem Keltern in Bottichen gelagert, wo sie von selbst zu gären beginnen. Da Farb- und Aromastoffe und die Gerbsäure (Tannin) in den Schalen enthalten sind — das Fruchtfleisch roter Trauben ist meist hell –, werden diese Bestandteile mitvergoren. Erst nach diesem Prozess wird der vergorene, rot gefärbte Wein gekeltert und weiter ausgebaut.

Rotweinglaeser Rdk Ais

Rotwein wird aus der Traubenmaische vergoren.

Weißwein wird im Gegensatz zum Roten nicht aus der Maische, sondern aus dem Most vergoren. Die Trauben werden entrappt und zerquetscht, und die Maische wird direkt in die Kelter, die Traubenpresse geführt. Dort wird unter sanftem Druck der Most, der frische, naturtrübe Traubensaft, herausgepresst. Die groben, festen Bestandteile, der Trester, bleiben zurück. Da die Schalen in der kurzen Zeit keinen Farbstoff abgeben können, kann Weißwein auch aus roten Trauben mit hellem Fruchtfleisch gewonnen werden.

Weinherstellung Rdk Aixs

1. Weinlese per Hand ist heute schon eher die Ausnahme. Auch hierbei sind maschinelle Helfer auf dem Vormarsch. 

Weinherstellung Rdk Aixs

2. Die zerquetschten Trauben werden als Maische in Bottichen gelagert, wo sie von selbst zu gären beginnen. Anschließend wird der vergorene Wein gekeltert und weiter ausgebaut.

Weinherstellung Rdk Aixs

3. Danach wird der Wein umgefüllt und von Hefe und anderen Trubstoffen getrennt.

Weinherstellung Rdk Aixs

4. Vor der Abfüllung in Flaschen wird der Jungwein zur weiteren Veredelung und Reifung häufig in Holzfässern, unter anderem den bekannten Barriques, gelagert.

Weinherstellung Rdk Aixs

5. In wohltemperierten Kellern lagern oft wahre Schätze edler Tropfen.

Obwohl es inzwischen auch Ausnahmen gibt, werden Weißweine in Deutschland nur aus weißen Trauben bereitet. Bei der Weinbereitung ist die Stabilität des frischen Mostes durch den Luftsauerstoff und Mikroorganismen gefährdet. Um ihn vor Verderb, Veränderungen in Geschmack und Farbe zu schützen und um ihn haltbarer zu machen, wird er in den meisten Fällen geschwefelt. Anschließend wird der immer noch trübe Rebensaft in Separatoren, in Filtern oder durch Sedimentieren (Absetzen) von den natürlichen Trübstoffen befreit. Der so vorbereitete Most wird in Fässer, meist aber in moderne Edelstahltanks gefüllt, und die Gärung kann beginnen.

Rosé-Wein wird aus roten Trauben, aber nach Weißwein-Art bereitet. Um den zarten Rosé-Ton zu erzielen, wird die Maische ebenfalls frisch und unvergoren gekeltert, sobald der Saft die erste leichte Farbtönung zeigt. Der gewonnene, rosé getönte Most wird weiter wie Weißwein bearbeitet und vergoren.

Rotling ist ein Verschnitt aus weißen Trauben. Er muss auf dem Etikett gekennzeichnet sein.

Schillerwein ist ein Rotling, dessen blassrote, leicht schillernde Farbe den Namen gab. Zulässig ist die Bezeichnung aber nur, wenn die verwendeten Trauben im Anbaugebiet Württemberg geerntet worden sind und wenn der Wein ein Qualitätswein b. A. ist.

Badisch Rotgold darf sich ein Rotling nennen, wenn er aus dem Anbaugebiet Baden stammt, als Qualitätswein eingestuft und mit dem Zusatz »Grauburgunder und Spätburgunder« deutlich gekennzeichnet ist.

Weißherbst ist ebenfalls eine deutsche Spezialität unter den Rosé-Weinen. Er darf sich nur dann »Weißherbst« nennen, wenn er

  • ein Qualitätswein b.A. oder ein Qualitätswein mit Prädikat ist,
  • aus Trauben einer einzigen roten Rebsorte bereitet wurde, die auch genannt werden muss, z. B. »Spätburgunder Weißherbst« oder »Portugieser Weißherbst«,
  • aus der Traubenernte der Anbaugebiete Ahr, Baden, Franken, Rheingau, Rheinhessen, Rheinpfalz oder Württemberg stammt.

Weißherbst-Weine sind meist frisch und mild-fruchtig, von golden schimmernder bis hellroter Farbe und sollten jung getrunken werden.

Gärung

Die in den Trauben enthaltenen natürlichen Hefen und zugesetzte Reinzuchthefen verwandeln den Most durch alkoholische Gärung in Wein. Zunächst entsteht der noch sehr trübe »Federweiße« und schließlich der unruhige Jungwein, der »Wein vor dem Abstich«.

Ausbau

Abstich nennen Winzer das Umfüllen des Jungweines in einen anderen Behälter. Dabei wird der Wein hauptsächlich von der Hefe getrennt. Nach dem Abstich wird der Wein geschwefelt. Die schweflige Säure wirkt keim- und enzymhemmend, außerdem bietet sie Schutz vor Oxidation. Etwa 6–8 Wochen nach dem ersten Abstrich wird der Wein geschönt und filtriert. Schönung ist die Klärung des Weines, seine Befreiung von Trubstoffen, denn durch diese werden Geschmacks- und Geruchsstoffe verdeckt. Vor der Abfüllung wird der Wein noch filtriert, ohne dass Bukett oder Frische sowie Körper oder Kohlensäuregehalt beeinträchtigt werden.

Restsüße / Süßreserve

Alkohol entsteht, indem die Hefe den in den Trauben enthaltenen Zucker in Alkohol und Kohlensäure aufspaltet. Die Kohlensäure entweicht und die Bukett- und Aromastoffe bleiben zurück. Bei Trauben mit sehr hohem Zuckergehalt kann die Hefe nicht den gesamten Zucker vergären, denn ab 15 Vol.-% Alkoholgehalt kommt die Gärung meist von alleine zum Stillstand. Der dann noch im Wein verbleibende Zucker wird als Restsüße bezeichnet. In den meisten Fällen wird allerdings die Gärung – beispielsweise durch Kühlung – künstlich gestoppt.

Bei den Weinen, die vollkommen durchgegoren sind, erreicht man durch Zugabe von unvergorenem Traubenmost (Süßreserve) eine gewisse natürliche Süße. Die Zugabe von Zucker zum Süßen ist unzulässig. Trockene Weine enthalten weniger Restsüße als die halbtrockenen, und diese wiederum weniger als die lieblichen Weine.

Anreicherung

Von der Süßreserve zu unterscheiden ist die Anreicherung. Dies ist die Zugabe von Zucker vor der Gärung. Sie ist für Trauben bestimmt, deren natürlicher Zuckergehalt nicht ausreicht, um den gewünschten Alkoholgehalt zu erreichen.

Die Anreicherung ist in den nördlichen Weinbaugebieten Europas, auch Italien und Frankreich, grundsätzlich erlaubt. In Deutschland muss es sich dabei um Tafelwein, Landwein oder Qualitätswein b. A. handeln. Bei Qualitätsweinen mit Prädikat ist es nicht erlaubt.

Verkorkung eines Weins und Korkherstellung

Ist der Wein reif zum Abziehen in Flaschen, muss dies schnell geschehen, um eine Oxidierung zu vermeiden. Mit den modernen, automatischen Abfüllanlagen ist das jedoch kein Problem. Sie ermöglichen es auch kleinen Erzeugern, ihre Weine selbst abzufüllen. Der Hinweis »Erzeugerabfüllung« in Deutschland, »Mis en bouteille á la propriéte« bzw. »…au château« in Frankreich oder »Imbottigliato all’origine« in Italien ist also nicht wie früher eine Garantie für Exklusivität und Qualität. Er ist lediglich ein Hinweis, dass der Wein vom Rebstock bis zur Flasche aus einer Hand stammt. Da verrät die – handelsüblich festgelegte – Länge des Korkens eher etwas über die Qualität des Weines. Gute Korken sind elastisch und glatt, frei von kleinen Rissen und weisen mehr als sechs Jahresringe auf. Vor ihrer Verwendung werden sie in kaltes oder sehr heißes Wasser gelegt oder mit Dampf erhitzt, dann mithilfe einer Korkmaschine in die Flaschen gepresst. Viele Korken haben auf ihrer Längsseite einen Korkbrand – ebenfalls kein Qualitätszeichen, sondern lediglich ein zusätzliches Kontrollzeichen, das den Namen des Abfüllers und seine Betriebsnummer (AP) angibt.

Kork wird jedoch aufgrund des gestiegenen Weinverbrauchs knapp. Die schönen, gewaltigen Korkeichen, die das Naturmaterial liefern, können erst im Alter von etwa 40 Jahren zum ersten Mal und danach nur in Abständen von 9–14 Jahren erneut geschält werden. Und sie wachsen nur auf der iberischen Halbinsel, vorwiegend in Portugal. Alle Versuche, sie in Südamerika oder Australien zu kultivieren, hatten wenig Erfolg. Das Abrinden per Hand schadet den Eichen allerdings nicht, sondern regt sie im Gegenteil zur Neubildung von Rinde an. Nach dem Schälen wird die Rinde gelagert und später rückstandsfrei verarbeitet. Kork ist also ein sehr ökologisches Naturmaterial – viel zu schade zum Wegwerfen.

Verkorkung Rdk Aixs

1. Die gewaltigen Korkeichen wachsen ausschließlich auf der iberischen Halbinsel. Im Alter von 40 Jahren können sie das erste Mal geschält werden.

Verkorkung Rdk Aixs

2. Die geschälte Rinde wird abtransportiert, gelagert und bei Bedarf rückstandsfrei verarbeitet.

Verkorkung Rdk Aixs

3. Direkt aus der Rinde werden die Korken ausgestanzt.

Verkorkung Rdk Aixs

4. Die Korken werden schließlich einer Qualitätskontrolle unterzogen und manchmal mit einem Korkbrand versehen.

Verkorkung Rdk Aixs

5. Gute Korken sind elastisch, frei von Rissen und weisen mehr als sechs Jahresringe auf.

Braucht der Wein Luft zum Reifen?

Das Naturmaterial Kork wurde über Jahrhunderte als ideal für die Lagerung von Wein angesehen. Inzwischen hat die Qualität des Korks allerdings spürbar nachgelassen: Immer mehr Verbraucher klagen über zunehmende Flaschenfehler, die durch Kork verursacht werden. Dabei handelt es sich nicht nur offenkundige Fehltöne, sondern auch um Beeinträchtigungen durch so genannten »schleichenden Kork«, der nicht für jeden Weintrinker sogleich offensichtlich ist: Nicht einwandfreie Korken nehmen den Weinen in erheblichem Maße die Frische und das Aroma.

Die hohe Einschätzung des Naturkorks als Weinverschluss stammt aus den Zeiten, als noch die Theorie gültig war, nach der Wein Luft zum Reifen braucht – was durch den minimal luftdurchlässigen Kork ermöglicht wird.

Inzwischen geht man davon aus, dass Sauerstoff meist in ausreichender Menge im Wein gelöst ist und die Befürchtung, dass die Flaschenreife bei vollständigem Sauerstoff-Abschluss aussetzt, völlig unbegründet ist. Vielmehr sind hohe Lagertemperaturen von über 15 °C in hohem Maße verantwortlich für die Geschwindigkeit der Reifung.

Unter dem Aspekt des Reifens gibt es also keinerlei Grund, am Kork festzuhalten. Deshalb suchen immer mehr Winzer nach Alternativen – beispielsweise Schraubverschlüsse, Kunststoffkorken, Kronkorken (»stainless cap«) oder neuerdings Glasverschlüsse.

Supermarktweine – oft besser als ihr Ruf

Supermärkte bieten eine immer größere Auswahl an Weinen, oft zu Schnäppchenpreisen. Doch gilt auch hier: Gute Tropfen haben ihren Preis. Man sollte nicht zum erstbesten Angebot greifen, sondern erst einmal kritisch die Etiketten studieren.

Um welchen Weintyp handelt es sich? Woher kommt er? Ist der Wein trocken? Bei deutschem Wein, der mit dem Gütezeichen der DLG ausgezeichnet ist, ist das auf den ersten Blick am gelben Weinsiegel erkennbar. Von welcher Rebsorte stammt der Wein? Welche Qualitätsstufe hat der Wein, ist es ein Tafel-, Land- oder Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete – Q.b.A. – oder Qualitätswein mit Prädikat – Q.m.P.? Handelt es sich um einen guten Jahrgang wie 2014, 2013, 2012, 2011, 2007, 2005, 2003, 2001, 1999, 1997, 1996, 1995, 1993, 1990?

Manchmal ist es sinnvoll, sich an einige gute Erzeugernamen zu halten. Und im Zweifelsfall probiert man den Wein einfach aus!

Auf jeden Fall lohnt es sich, immer wieder mal die Weinregale durchzuforsten. Denn Handelsketten haben die Möglichkeit, Weine in größeren Mengen und daher zu besonders günstigen Konditionen zu importieren.

Fassherstellung

Fassherstellung Rdk Aixs

1. Bei der Fassherstellung werden die Dauben zunächst durch Hitze biegbar gemacht, um die gewünschte Wölbung zu erzielen.

Fassherstellung Rdk Aixs

2. Anschließend werden sie mit Metall bespannt und die Böden eingesetzt. 

Fassherstellung Rdk Aixs

3. Die Fassinnenwand wird geflammt, um die Aromen des Holzes freizusetzen. Man nennt das »Bousinage« oder »Toasting«.

Kleine Rebenkunde

Die Rebsorte ist für den Charakter eines Weines etwa gleichbedeutend mit den vererbten Anlagen für den Charakter eines Menschen. Die Weine unterscheiden sich hauptsächlich durch die typischen Merkmale der jeweiligen Rebsorte. Doch Klima und Boden bewirken darüber hinaus, dass Weine der gleichen Rebsorte je nach Anbaugebiet recht unterschiedlich schmecken können. In Deutschland werden etwa 50 Sorten angebaut, weltweit soll es mehr als 8000 Rebsorten geben, und immer wieder werden neue Sorten gezüchtet.

Barbera

Die italienische Rotweintraube liefert rubinrote, körperreiche Weine von lieblich bis trocken, wie z. B. den Barbera d’Alba, Barbera d’Asti oder Barbera del Monferrato (mit bis zu 15 % anderen Rebsorten). 

Blauer Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder, Burgunder oder Pinot Noir (Frankreich) liefert bei Rotweinen das, was die Rieslingtraube bei den Weißweinen bringt: die besten Qualitäten. Sie schmecken samtig-mild, vollmundig und erinnern an Brombeeren und Bittermandeln.

Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon ist die Spitzenrotweinrebe für warme Klimazonen. Sie wird traditionell im Bordeaux-Gebiet angebaut und ist Grundlage für weltberühmte Bordeaux-Weine. Cabernet Sauvignon ist sehr kräftig im Geschmack und wird wegen des hohen Tanningehaltes meist mit weicheren Rotweinsorten verschnitten.

Chardonnay

Chardonnay ist eine Rebsorte, die trockene, kernige Weißweine mit gelber bis leicht grünlicher Farbe und verhaltenem Bukett ergibt. Chablis entsteht ausschließlich aus Chardonnaytrauben, in der Champagne ist sie ein wichtiger Bestandteil von Schaumwein verschnitten.

Furmint

Furmint ist die klassische weiße Traube von Tokaj. Der Süßwein Tokajer, eine Auslese oder Spätlese, wird aus den Rebsorten Furmint und Hárslevelü hergestellt.

Gamay Noir

Die französische Rotweinrebe, die Weine von violettroter Farbe und angenehm fruchtig-frischem Geschmack liefert, gibt es schon seit der Römerzeit. Der bekannteste Wein aus Gamay Noir ist der jung getrunkene Beaujolais.

Gewürztraminer

Die alte, edle Sorte mit hellroten Trauben ergibt hochwertigen Weißwein mit fruchtig-würzigem Geschmack.

Grenache

Die Grenache (Frankreich) oder Garnacha (Spanien) ist die weltweit verbreitetste Rotweinrebe. Sie ist die Hauptrebsorte in Spanien, bedeutend in Frankreich, Nordafrika, Kalifornien und Australien. Die Weine daraus sind hellrot, oft würzig, körperreich und alkoholstark und werden oft als Verschnittweine verwendet.

Grüner Veltliner

Grüner Veltliner ist die alte österreichische Hauptrebsorte, die vorwiegend in Niederösterreich angebaut wird. Weine aus Grünem Veltliner sind frisch und haben ein unverwechselbar pfeffriges Bukett.

Kerner

Kerner ist eine erfolgreiche Züchtung aus Riesling und Trollinger, aus der frische, rassige Weine mit einem fein-würzigen Muskatbukett und fruchtiger Säure gewonnen werden, die an Riesling erinnern.

Für Geschmack und Qualität ist nicht alleine die Rebsorte ausschlaggebend, sondern vor allem auch Klima, Boden und Weinbereitung.

Gruene Weintrauben Rdk Ail

Merlot

Merlot ist die französische Rebsorte aus dem Bordeaux-Gebiet für dunkelrote, samtigweiche Rotweine. Im Bordelais wird der Merlot oft zur Abrundung mit Cabernet verschnitten, in anderen Ländern wie Italien, Schweiz, Bulgarien oder in Übersee wird er sortenrein abgefüllt.

Morio-Muskat

Müller-Thurgau – hierzulande heißt er neuerdings häufig Rivaner – ist die in Deutschland meistangebaute weiße Rebsorte. Weine aus der Rebe verbinden die Milde des Gutedels mit der Blume des Rieslings und ergeben weiche, vorwiegend leichte Weine mit milder Säure und Muskatton, die man jugendlich trinkt.

 

Müller-Thurgau

Die Züchtung aus Silvaner- und Weißburgunder-Traube liefert oft Weine mit großer Fülle. Typisch ist ein kräftiges Muskat-Bukett.

Portugieser

Die Qualität der aus dieser roten Traube gewonnenen Weine hängt von der Menge des Ertrages ab. Bei hohen Erträgen und früher Reife wird ein leichter, milder und geschmacksneutraler Wein gewonnen. Bei geringem Ertrag liefert die Traube einen fruchtigen, gehaltvollen Wein, der jung getrunken werden kann, aber auch längere Lagerung verträgt.

Riesling

Riesling gilt als edelste weiße Keltertraube der Welt. Sie bringt in mittleren Jahren einen anregenden, rassigen Tischwein, in guten Jahren einen sehr harmonischen, eleganten, blumigen Wein und in besten Jahren aus guten Lagen absolute Spitzenweine, die durch ihre elegante Säure bestechen.

Nicht nur Rotweine, sondern auch Weißweine werden aus roten Reben hergestellt.

Rote Weintrauben Rdk Ail

Ruländer

Der Ruländer, Graue Burgunder, Pinot Gris (Frankreich) oder Pinot Grigio (Italien) liefert gehaltvollen, wuchtigen Wein mit vollem Bukett. Früh gelesen ist Ruländer spritzig und leicht. Trocken kommt er als »Grauer Burgunder« auf den Markt.

Sangiovese

Diese wichtige italienische Rotweinsorte aus der Toskana ist Hauptbestandteil der Chianti-Weine. Die Rebe wird aber auch in Frankreich, Argentinien, Australien und Nordafrika angebaut. Sie ergibt Weine mit rubinroter Farbe. Typisch sind auch das Veilchenbukett und eine leichte Bitternote im Abgang.

Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc ist die weiße französische Rebsorte für Qualitätsweine, die fruchtig und rassig schmecken und ein pflanzenartiges Aroma haben, das an Gras und Kräuter erinnert. Grundwein für Bordeaux, Sauternes und Loire-Weine wie Pouilly-Fumé und Sancerre.

Scheurebe

Die Kreuzung aus Silvaner und Riesling liefert ausgesprochen körperreiche, duftige Weine. Das würzige Bukett erinnert an schwarze Johannisbeeren, die rassige Säure ist dem Riesling ähnlich.

Sémillon

Der Name dieser alten Weißweinrebe soll vom Saint-Emilion abgeleitet sein. Sie wird auf der ganzen Welt angebaut, z. B. in Argentinien, USA, Australien und Südafrika, vor allem aber im Bordeaux-Gebiet, wo der Sémillon zusammen mit dem Sauvignon Blanc Sauternes- und Barsac-Weine liefert.

Silvaner

Silvaner, Grüner Zierfandler (Österreich), Silvain Vert (Frankreich) oder Johannisberger (Schweiz) ist eine saftige weiße Traube, die einen milden Wein mit verhaltener, feinfruchtiger Säure liefert. Bei guter Reife ist der Wein saftig, ansprechend und oft vollmundig.

Syrah

Diese hochwertige französische Rotweinrebe wird vor allem in Frankreich angebaut, aber auch in Australien, wo sie – wie auch in Kalifornien – Shiraz heißt. Weine aus der Rebe sind körperreich mit ausdrucksvollem Bukett, das Aroma hängt sehr vom Anbaugebiet ab.

Tempranillo

Tempranillo ist die hochwertigste spanische Rotweinrebe und der Star im Rioja-Gebiet. Sie ergibt feine, fruchtige, nicht zu schwere Rotweine.

Trebbiano

Trebbiano ist eine Weißweinrebe, die weltweit auch zur Branntweinerzeugung angebaut wird. Sie liefert je nach Herkunft sehr unterschiedliche Weine: von hellgrün bis tiefgolden und von leicht, harmonisch fein und säurebetont bis körperreich, schwer und alkoholreich. In Italien entstehen daraus Weine wie Orvieto und Soave.

Trollinger

Die rote Traube wird vor allem in Württemberg angebaut. Sie liefert hellrote Weine, die frisch, fein-rassig und feinfruchtig schmecken.

Weißer Burgunder

Die Qualitätsrebe liefert glatte, geschliffene Weine mit zarter Säure und wird weltweit angebaut. In Frankreich heißt sie Pinot Blanc und wird vor allem in der Champagne für Blanc-de-Blancs kultiviert.

Zinfandel

Zinfandel ist Kaliforniens eigene Rotweinrebe. Da sie sehr populär ist, gibt es daraus Weine aller Art, von billigen Verschnitten bis hin zu abgerundeten, würzigen Tropfen mit Himbeeraroma.

Deutsche Weine

Güteklassen

Die deutschen Weine werden in folgende Güteklassen und Qualitätsstufen eingeteilt:

  • Tafelwein
  • Landwein
  • Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.)
  • Prädikatswein. Diese Weine sind nochmals unterteilt in: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.

Jeder deutsche Wein muss mit einer dieser Qualitätsbezeichnungen deklariert werden. Seit dem Jahrgang 2000 dürfen Weine auch mit den Qualitätsbezeichnungen »Classic« und »Selection« bezeichnet werden.

Tafelwein

Tafelwein unterliegt keinen besonderen Qualitätsprüfungen, muss aber aus einem der vier Anbaugebiete Rhein-Mosel, Bayern, Neckar oder Oberrhein stammen und mindestens 8,5 Vol.-% Alkohol aufweisen.

Landwein

Landwein ist ein gehobener Tafelwein mit gebietstypischem Charakter und einem um 0,5 Vol.-% höheren Alkoholgehalt als Tafelwein. Deutscher Landwein wird nur trocken und halbtrocken angeboten.

Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.)

Die meisten deutschen Weine sind Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete. Diese Weine müssen zu 100 % aus einem der folgenden 13 Anbaugebiete stammen:

  • Ahr
  • Baden
  • Franken
  • Hessische Bergstraße
  • Mittelrhein
  • Mosel
  • Nahe
  • Pfalz
  • Rheingau
  • Rheinhessen
  • Saale-Unstrut
  • Sachsen
  • Württemberg 
Anbaugebiet Rdk Aim

Im kleinen Anbaugebiet Ahr werden elegante Rotweine gekeltert. Die Lese in den Steilhängen ist allerdings Schwerstarbeit.

Die unterschiedlichen Böden, Anbaubedingungen und klimatischen Verhältnisse geben dem Wein die typischen Merkmale in Geschmack und Aussehen. Jahrgang, Rebsorte, auch die Bereiche und Lagen können genannt werden. Sie sind meistens auf den Etiketten vermerkt, weil sie zusätzliche Auskunft über Qualität und Geschmacksrichtung geben.

Prädikatsweine

Für Prädikatsweine gelten die höchsten Anforderungen hinsichtlich Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Bei diesen Weinen darf kein Zucker zugesetzt werden. Auch die Prädikatsweine erhalten nach vorheriger Prüfung die amtliche Prüfnummer, die auf dem Etikett angegeben wird.

Classic und Selection

Classic steht für einen gehaltvollen, trockenen Wein aus einer klassischen, gebietstypischen Rebsorte. Selection bezeichnet einen trockenen Wein der Spitzenklasse.

Bocksbeutel

Nur Qualitätsweine aus Franken und bestimmten Anbaugebieten in Baden dürfen im Bocksbeutel angeboten werden. Die bauchige, flache Form ist seit 1728 die offizielle fränkische Flasche. Wie Fundstücke beweisen, kannte man die Form jedoch schon bei den Kelten um 1400 v. Chr., damals aus Ton. Wahrscheinlich entstand die Form aus dem Wunsch heraus, unterwegs eine bequeme Tragflasche zur Verfügung zu haben.

Der Name soll auf den Bug (Bauch) oder Hodensack des Bocks zurückzuführen sein. Vereinzelt ist die Flaschenform auch in anderen Ländern zu finden, ein Beispiel dafür ist der Mateus Rosé aus Portugal.

Bocksbeutel Rdk Ais

Fränkischer  Bocksbeutel

 

Der richtige Wein zum Essen

Wein zum Essen sorgt für eine fröhlich-festliche Stimmung, regt den Appetit an und hebt den Geschmack der Speisen – wenn er richtig ausgewählt wurde. Nie aber sollte der Wein das Essen in Aroma und Gehalt übertreffen.

Zu einfachen Gerichten passt ein Tisch- oder Landwein, zu feinen, edlen Speisen ein eleganterer Wein. Zu leichter Kost sollte man einen leichten Tropfen trinken, zu herzhaften Speisen einen kräftigeren, gehaltvolleren.

Für die Reihenfolge gilt: Zuerst die jüngeren, leichten und weniger aromatischen Weine servieren, danach die älteren, körperreicheren und aromatischeren. Außerdem gilt: trockene Weine stets vor den süßen.

Zu einem guten Menü gehören durchaus ein bis zwei verschiedene Weine, und je festlicher und feierlicher ein Essen ist und je mehr Gänge es hat, desto mehr verschiedene Weine kann man kredenzen. Man solle es aber nicht übertreiben – drei gut ausgewählte Weine reichen meist.

Welcher Wein passt zu welchem Gericht?

Tarte Rdk Ais
  • Leichte, kalte Vorspeisen (auch Gemüse): Leichter, trockener Weißwein (Müller-Thurgau, Silvaner, Muscadet, Grüner Veltliner, Soave), Prosecco, trockener Sekt oder Champagner.
  • Schalentiere und Meeresfrüchte: Leichte, trockene, spritzige oder leicht säuerliche Weißweine (Riesling trocken, Entre-deux-mers, Chablis, Macon, Muscadet), Sekt trocken und Champagner Brut.
  • Terrinen oder Patés: Bukettreicher Weißwein, Rosé oder milder Rotwein (Riesling halbtrocken, Riesling Spätlese, Lemberger, Beaujolais, Tourraine Cabernet, Soave, Bardolino, Valpolicella).
  • Roher Schinken: Trockener Weißwein (Riesling,Weißer Burgunder, Kerner, Sancerre, Graves, Grüner Veltliner, Gavi, Soave), Prosecco oder trockener Sekt.
  • Fisch-Vorspeisen: Fruchtiger, trockener Weißwein (Riesling, Sancerre,  Orvieto).
  • Geräucherter Fisch: Leichter, fruchtiger, trockener Weißwein (Weißer Burgunder, Chablis, Condrieu, Orvieto).
  • Nudelgerichte mit Sahnesauce: Chardonnay, Riesling halbtrocken, Sauvignon, Tourraine Gamay, Chinon, Blaufränkisch.
  • Nudelgerichte mit Tomatensauce: Leichte Rotweine (Trollinger, Lemberger, Barbera, Dolcetto, Chianti).
  • Krustentiere: Frischer, extraktreicher Weißwein (Silvaner trocken, Riesling trocken, Sauvignon, Vinho Verde, Grauer Burgunder, Ruländer, Traminer oder Graves).
  • Fisch blau: Fruchtiger Weißwein (Riesling, Pouilly-Fumé, Grüner Veltliner, Vinho Verde).
  • Fisch gebraten: Trockene, mittelschwere, kräftige Weißweine oder Rosés (Gewürztraminer trocken, Burgunder, Muscat, Riesling halbtrocken, Rosé Provence, tanninhaltiger Bordeaux oder Burgunder).
  • Fleisch weiß (auch Geflügel): Trockene, milde bis würzige Weißweine (Riesling, Silvaner, Kerner, Graves blanc, Meurseult, Saumur, Soave, Verduzzo).
  • Fleisch rot (auch Bratgeflügel wie Gans, Ente): Mittelschwere, milde Rotweine (Bordeaux, Burgunder, Barbera barrique, Vino da tavola Toscana, Rioja Riserva, Zinfandel).
  • Wild: Gehaltvolle, körperreiche Rotweine (Blauer Spätburgunder, Margaux, Pauillac, Saint-Emilion, Moulin-à-Vent, Volnay, Chateauneuf-du-Pape, Barolo, Barbera).
  • Käse als Dessert: Zu Ziegenkäse: Silvaner trocken, Sancerre, Burgunder. Zu Blauschimmelkäse: Beerenauslese und Trockenbeerenauslese, Sauternes, Vin Santo und Tokajer. Zu Weichkäse wie Camembert, Brie etc. Pouilly fumé, Riesling Spätlese halbtrocken, Chablis, reifer Côtes-du-Rhône. Zu Hartkäse: Burgunder, Chianti, Barolo
  • Süßspeisen: Sekt und Champagner Extra-Sec, Moscato naturale, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Sauternes, Ausbruch, Tokajer.

Zu Suppe wird kein Wein serviert, es sei denn, sie ist das Hauptgericht. Dann schmeckt dazu ein Landwein, zu Fischsuppe auch trockener Rosé. Auch zu grünem Salat passt wegen der Essigsäure kein Wein.

Lagerung und Reifung

Wie alt ein Wein werden kann, hängt von vielen Faktoren, u. a. von Herkunft und Art der Rebsorte, dem Alkohol-Gehalt, der Säure und der Lagerung ab. Vor allem Weiß- und Rosé-Weine sollten in der Regel im Alter von 2, spätestens 3 Jahren getrunken werden. Bessere Qualitäten können allerdings auch durchaus 5–10 Jahre und noch älter werden. Gute Rotweine mit hohem Gehalt an Gerbstoffen (Tannin) eignen sich eher für eine langfristige Lagerung. Ein junger Wein zeichnet sich bekanntlich durch seine Frische und Lebendigkeit aus. Weine, die länger gelagert werden, reifen auf der Flasche nach. Dabei verändert sich das Geschmacksbild. Säure- und gerbstoffreiche Rotweine werden samtiger und voller im Aroma. Bei hochwertigen Weißweinen bildet sich das typische Aroma erst nach vielen Jahren (Beeren und Trockenbeerenauslesen).

Für alle Weine gilt: Sie brauchen Ruhe und sind lichtempfindlich. Deshalb sollte man Wein möglichst wenig bewegen und im Idealfall im Dunklen bei Kellertemperatur liegend aufbewahren.

Das Deutsche Weinsiegel

Das Deutsche Weinsiegel ist ein Gütezeichen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Es wird den Weinen verliehen, die die Mindestanforderungen der amtlichen Qualitätsprüfung übertreffen. Außerdem gibt es für Weine aus Baden das »Gütezeichen für badische Qualitätsweine« mit noch schärferen Bedingungen.

Für das Deutsche Weinsiegel müssen die Weine gegenüber der amtlichen Qualitätsprüfung bei einer Höchstzahl von 20 Punkten einen Vorsprung von 3 Punkten bei Qualitätswein und von 2 Punkten bei Qualitätswein mit Prädikat aufweisen.

Das Deutsche Weinsiegel wird in drei Farben vergeben:

  • Rot für lieblichen bis süßen Wein
  • Gelb für trockenen Wein
  • Grün für halbtrockenen Wein
Weinsiegel Rdk Aim

Trocken ist nicht gleich sauer!

Trockener Wein findet immer mehr Anhänger, auch wenn der Begriff »trocken« oft mit »sauer« gleichgesetzt wird. Doch ein trockener Wein muss nicht unbedingt ein »saurer Knochen« sein, wie herber Wein im Volksmund genannt wird. Er kann fruchtig, harmonisch und bukettreich sein. Entscheidend ist der Gehalt an Restsüße: Mit »trocken« gekennzeichneter Wein darf pro Liter nicht mehr als 4 Gramm unvergorenen Zucker enthalten. Der Restzuckergehalt darf ausnahmsweise bis 9 g je Liter betragen, wenn der Gesamtsäuregehalt höher als üblich ist und um 2 g je Liter unter dem Restzuckergehalt liegt (Formel: Säuregehalt plus 2 bis zur Höchstgrenze von 9 g pro Liter).

Weinprädikate

Die Faktoren Lesezeit, Leseart, Reifegrad der Trauben und Mostgewicht sind ausschlaggebend für das jeweilige Prädikat.

Kabinett

Die Trauben werden während der Hauptlesezeit geerntet und haben ein Mostgewicht von 70–85° Öchsle. Die Vorschriften für Kabinett sind je nach Weinbaugebiet und Rebsorte unterschiedlich.

Spätlese

Die Trauben werden nach der Hauptlesezeit geerntet, müssen vollreif sein und haben ein Mostgewicht von 76–95° Öchsle.

Auslese

Aus den vollreifen Trauben werden alle nicht einwandfreien Früchte entfernt, das Mostgewicht beträgt 95° Öchsle. Auslesen sind durch eine Fülle von Aromastoffen charakterisiert und zeichnen sich – je nach Rebsorte – durch ihre feine Säure und ihr feines Bukett aus.

Beerenauslese

Für die Beerenauslese werden nur überreife und edelfaule Trauben mit einem Mostgewicht von 120° Öchsle verwendet. Der natürliche Zuckergehalt ist ausgesprochen hoch. Die Beerenauslesen haben ein bernsteinfarbenes bis honigartiges Aussehen und einen sehr hohen Gehalt an edlen Aromastoffen.

Trockenbeerenauslese

Nur eingeschrumpfte, edelfaule Trauben mit sehr hoher Geschmackskonzentration werden für die sogenannte Trockenbeerenauslese verwendet. Die Farbe, das Aroma und der Gehalt an Würzstoffen dieser Weine sind außerordentlich intensiv.

Eiswein

Die für Eiswein verwendeten Weintrauben müssen bei ihrer Lese und Kelterung gefroren sein. Dadurch erreicht man eine sehr hohe Konzentration des natürlichen Zuckers. Bei einer natürlichen Zuckerkonzentration, die einer Beerenauslese entspricht, darf dieser edle Wein dann die Bezeichnung »Eiswein« tragen.

Aus dem Sortiment

Deutsche Weine Aus Dem Sortiment Rdk Aixl

Weine aus Frankreich

Vom feurig-samtigen großen Burgunder bis hin zum braven Konsumwein aus Südfrankreich reicht die bunte Palette der französischen Weine, die das deutsche Weinangebot ergänzen – oder mit ihm konkurrieren.

Wer einen seriösen und trinkbaren Rebensaft kaufen will, tut gut daran, sich zunächst über die unterschiedlichen Weingesetze und -kontrollen der einzelnen Länder zu informieren und daraufhin das Flaschenetikett genau unter die Lupe zu nehmen. Zwar verrät es nicht immer, welche Qualität der abgefüllte Wein hat. Doch meist sagt es Wichtiges über die Qualität, die Herkunft und die Erzeugung aus. In Frankreich, aber auch in Italien, den beiden größten europäischen Weinländern, gelten andere Gesetze als in Deutschland, um die Qualität eines Weines zu kontrollieren. Dort ist die »Kinderstube« entscheidend. Es gilt der Grundsatz »Qualität kraft Geburt«. Jeder Wein bekommt sozusagen einen Personalausweis, der über Geburtsort und Familie Auskunft gibt – und damit indirekt über die Güte.

Daher ist vor allem bei französischen Weinen wichtig, die besten Anbaugebiete zu kennen und sich jeweils über gute Jahrgänge zu informieren. Die Einteilung der Weinbaugebiete in verschiedene Qualitätsstufen erleichtert die Suche nach einem guten Tropfen. Als Faustregel mag gelten, dass in Frankreich die guten Weine meist in Gebieten mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung zu finden sind.

Landschaft Bordeaux Rdk Aim

Das Bordeaux ist berühmt für seine erstklassigen Rotweine aus den Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

Qualitätsgruppen

Französische Weine werden in drei Qualitätsgruppen eingeteilt. Jede Gruppe umfasst bestimmte Anbaugebiete, die sich durch jahrhundertealte Tradition im Weinbau oder durch besonders gute Weine profiliert haben.

Vin de table (Tafelwein)

Die unterste Qualitätsgruppe heißt Vin de table. Sie umfasst die einfachen Tafelweine ohne engere geografische Bezeichnung. Nur die Herkunft aus Frankreich wird ausgewiesen.

Vin de pays (Landwein)

Die zweite Gruppe heißt Vin de pays. Die Anbaugebiete liegen vor allem im Süden Frankreichs, wo häufig unkomplizierte Tropfen, meist Rotweine, erzeugt werden. Die Landweine dürfen nur in genau abgegrenzten Gebieten erzeugt werden, die genaue Herkunft muss auf dem Etikett stehen.

Appellation D’Origine Contrôlée (A.O.C.)

Die dritte Qualitätsstufe heißt »Appellation Contrôlée« (A.C.) oder genauer »Appellation D'Origine Contrôlée« (A.O.C.). Das ist die kontrollierte Herkunftsbezeichnung französischer Weine. Die halbstaatliche Organisation »Institut National des Appellations d'Origine des Vins et Eaux-de-Vie« (abgekürzt I.N.A.O.) kontrolliert folgende gesetzliche Vorschriften:

  • ein streng begrenztes, geografisches Gebiet (Weinberg, Gemeinde und Anbaugebiet), unter dessen Namen der Wein verkauft werden darf
  • die Rebsorten oder den Anteil der verschiedenen Sorten
  • die Höchstzahl der Rebstöcke
  • den Höchstertrag pro Hektar
  • die Methode für das Beschneiden der Rebstöcke
  • Mindestzuckergehalt im Most und Mindestalkoholgehalt
  • Verfahren für die Weinbereitung

Nur aufgrund einer Regierungsanordnung darf in Ausnahmejahren von diesen Bestimmungen abgewichen werden, um beispielsweise den Alkoholgehalt zu erhöhen.

Aus dem Sortiment

Franzoesische Weine Rdk Aixl
Franzoesische Weine Rdk Aixl

Lagerung von Bordeaux

Zu den Weinen, die mit der Lagerung gewinnen, zählt der Bordeaux. Wer zu einem Fest oder Jubiläum einen Wein auf Vorrat legen möchte, tut gut daran, einen Bordeaux der gehobenen Güteklasse ins Kellerregal zu legen. Nach einigen Jahren kühler, nicht zu trockener Lagerung sind die meisten Bordeaux-Weine gut gereift. Beste Lagen können sogar 10 und mehr Jahre liegen, bevor sie ihre Vollreife erreicht haben. Kleinere Gewächse sollte man höchstens 3–6 Jahre lagern und zwischendurch einer genussvollen Probe unterziehen.

Der Primeur

Am 3. Mittwoch im November eines jeden Jahres, genau um 0 Uhr, fiebert halb Frankreich einem Ereignis entgegen, das im Beaujolais seinen Anfang nimmt: Der »Primeur«, der junge Wein von der neuen Ernte, wird ausgeliefert. Er wird kurz nach Abschluss einer schnellen Fermentation abgefüllt. Der leichte Rote, der einen betonten Beerengeschmack hat, sollte jung und kühl getrunken werden.

Anbaugebiete

Alle berühmten Anbaugebiete Frankreichs haben eine eigene A.O.C. Es sind u. a.: 

Bordeaux

In Bordeaux wird etwa ein Drittel der französischen Weine produziert. 60 % davon sind Rotweine, von denen viele in aller Welt bekannt sind. Sie gelten als leicht herbe, elegante Weine. Ihr Tannin-Gehalt macht sie lagerfähig. 

Die wichtigsten Appellationen des Bordeaux sind: 

  • Médoc, das nördliche Gebiet am Atlantik, mit delikaten, kräftigen und eleganten Weinen. Hier wachsen auch berühmte Spitzenweine wie Château Lafite-Rothschild, Château Margaux, Château Latour oder Château Mouton-Rothschild.
  • St. Emilion und Pomerol, ein Gebiet im Landesinnern, in dem ebenfalls Spitzenweine erzeugt werden. Sie gelten als vollmundig und bukettreich. Es dominiert der Merlot.
  • Graves, südöstlich von Bordeaux, entlang dem linken Ufer der Garonne, mit meist trockenen oder lieblichen Weißweinen und sehr guten Rotweinen.
  • Entre-deux-Mers, zwischen Garonne und Dordogne gelegen, bekannt für lebhafte, frische und trockene Weißweine.
  • Sauternes im Süden von Bordeaux, wo aus überreifen Trauben mit Edelfäule ein schwerer goldfarbener Wein gewonnen wird. 

Neben der offiziellen Appellation hat das Bordeaux-Gebiet Médoc – ebenso wie das Burgund – eine weitere Klassifikation für seine Weine. Sie ist älter als die Appellation und wurde schon vor über 100 Jahren eingeführt. Es handelt sich um die Einteilung der ohnehin besten Lagen in die »cru-classés«, die erlesene Fünfer-Gruppe der Hochgewächse. Die Klassen reichen von eins bis fünf. Wer einen solchen Wein kauft, kann stets sicher sein, ein herausragendes Produkt zu erhalten.

Bourgogne (Burgund)

Die Bourgogne ist das zweite große Weingebiet Frankreichs mit weltberühmten Lagen. Die Rotweine gelten als feurig, kräftig und bukettreich, die jungen Weine als fruchtig und frisch. Die Weißweine, nicht minder berühmt, zeichnen sich durch rassigen, fruchtig-trockenen Geschmack aus. Generell können alle Weine, die in diesem Gebiet geerntet werden und den übrigen A.C.-Bestimmungen entsprechen, die Ursprungsbezeichnung »Bourgogne« tragen. 

Die wichtigsten Appellation-Weine aus Burgund sind:

  • Beaujolais, ein Wein von zartfruchtigem Geschmack, der vielfach jung getrunken wird als Beaujolais Primeur. Beim »normalen« Beaujolais gibt es Beaujolais Villages und neun berühmte Crus wie z. B. Fleurie oder St. Amour.
  • Beaune und Côte de Beaune, ein kräftiger eleganter Rotwein oder ein trockener, rassiger Weißwein.
  • Côte de Nuits, ein kräftiger, bukettreicher Roter.
  • Macon, als Weißwein trocken-fruchtig, als Rosé- und Rotwein trocken und frisch.
  • Chablis, ein trockener, rassiger Weißwein. 

Neben den beschriebenen »Vins génériques« (A.C.) hat auch Burgund eine eigene Klassifikation – ähnlich wie das Anbaugebiet Bordeaux – mit Premiers Crus und Grands Crus. In jedem der oben genannten Gebiete gibt es berühmte Gemeinden mit weltbekannten Einzellagen, z. B. Gevrey-Chambertin, Vosne-Romanée, Vougeot oder Pommard.

Elsass

Das kleine Hügelland am Fuße der Vogesen bietet bemerkenswerte Weißweine, die durchweg trocken, fruchtig und bukettreich sind. Typisch für den Elsässer Wein ist die hohe schlanke Flasche (»flûte«) und auf dem Etikett unübersehbar der Name der Rebsorte, aus dem der Wein gekeltert wurde. Die einzige Ausnahme ist der »Edelzwicker«, ein leichter, fruchtiger Wein, der aus verschiedenen Traubensorten verschnitten wird.

Für die Herstellung der A.C.-Weine erlaubte Rebsorten sind:

  • Riesling, ein Wein von besonderer Rasse, mit feinem Bukett und ausgeprägtem Aroma.
  • Gewürztraminer, ein kräftiger, runder Wein mit charakteristisch duftigem Bukett.
  • Pinot Blanc mit fruchtig-herbem, aber mildem Charakter.
  • Sylvaner, ein leichter, frischer und fruchtiger Wein.
  • Muscat d’Alsace, ein herb-fruchtiger Wein mit dem typischen Aroma der Muskattraube.
  • Tokay d’Alsace oder Pinot Gris, ein üppiger, kräftiger Wein mit diskretem Aroma.
  • Pinot Noir oder Spätburgunder von herber Fruchtigkeit und einem köstlichen Aroma der einzige Rosé des Elsass.

Die Qualitätsweine des Elsass tragen den Hinweis auf die Appellation »Vin d’Alsace«.

Languedoc-Roussillon

Im Languedoc-Roussillon werden vor allem einfache Tafel- und Landweine produziert, aber bei Weitem nicht ausschließlich. Es gibt auch Spezialitäten wie Likörweine, z. B. den Banyuls. Auch Schaumwein wie der Blanquette de Limoux wird im Languedoc-Roussillon produziert. Ein umfangreiches A.C.-Gebiet ist die Côtes du Roussillon.

Loire-Tal

Das Loire-Tal ist ein Weinanbau-Gebiet mit recht unterschiedlichen Landschaften. Seine Weine gelten als leicht und fruchtig, der Rosé d’Anjou ist lieblich. Man sollte sie nicht zu lange lagern. Zu den Appellation-Weinen zählen bekannte Namen wie Muscadet, Rosé d’Anjou, Sancerre, Saumur, Tourraine oder Pouilly-Fumé.

Provence

Eines der bekanntesten Produkte aus der Provence ist der Côte de Provence rosé, ein Wein mit milder Säure und viel Frucht.

Rhône-Tal

Aus dem Rhône-Tal kommen oft ausgezeichnete Rotweine. Sie sind zunächst kräftig und feurig und reifen rasch; mit zunehmendem Alter werden sie schließlich samtig-weich. Weltberühmt ist der Châteauneuf-du-Pape. Daneben stammen Qualitätsweine aus so renommierten Appellationen wie Côtes du Rhône, Côtes du Ventoux, Crozes-Hermitage, Tavel und Gigondas.

Weine aus Spanien

Das reiche Angebot in den deutschen Weinregalen hat durch den EU-Beitritt Spaniens und Portugals noch an Vielfalt gewonnen. Allerdings exportieren beide Länder schon seit vielen Jahren Weine nach Deutschland.

Spanien hat mit seinem Sherry schon seit Langem einen festen Platz im Handel. Zunehmend werden nun auch Rot- und Weißweine sowie Schaumweine bei uns angeboten. Am bekanntesten ist hierzulande nach wie vor der Rioja. Dieser Wein aus dem hoch gelegenen Anbaugebiet am Ebro, im Norden des Landes, wird in unterschiedlichen Qualitäten und aus drei benachbarten Distrikten angeboten: 

  • Rioja Alta südlich vom Ebro produziert die besten Rotweine.
  • Rioja Baja im Osten erzeugt einen körperreichen, alkoholreichen Wein.
  • Rioja Alavesa bringt die leichteren, feinen Rotweine. 

Trägt der Wein die Bezeichnung »Reserva«, muss er ein Jahr im Fass und zwei Jahre in der Flasche gereift sein. Der »Gran Reserva« hat mindestens zwei Jahre im Fass und drei Jahre in der Flasche gelagert. Auch Spanien kennt ein System für kontrollierte Herkunftsbezeichnungen, das »Denominacion de Origen« (D.O.).

Navarra Rdk Aim

In der spanischen Navarra werden inzwischen Rotweine angebaut, die denen aus dem Rioja in nichts nachstehen.

Aus dem Sortiment

Spanische Weine Rdk Aixl

Sangria

Die süffige, erfrischende Sangria ist ein punschartiges spanisches Getränk aus Rotwein, Zitrusfrüchten und Zucker, das mit Mineralwasser aufgefüllt oder mit Eiswürfeln und Orangenscheiben serviert wird. Je nach Rezept kann die Sangria auch Pfirsichstücke oder Bananenscheiben enthalten. Wie gut sie schmeckt, hängt vom verwendeten Wein ab. Die im Handel erhältliche fertig gemixte Sangria ist meist recht süß.

Sangria Rdk Aixs

Weine aus Mallorca

Auch wenn die Urlauber eimerweise Sangria trinken – Mallorca hat sehr gute Weine zu bieten. Bereits die Römer bauten auf Mallorca Wein an, unter der maurischen Herrschaft wurden nur Tafeltrauben gezüchtet. Bis ins 19. Jahrhundert war Mallorca dann für seine süßen Malvasier Weine bekannt. Die Reblaus sorgte Anfang des 20. Jahrhunderts für ein Ende des Weinanbaues. Seit den 80er Jahren werden die roten Trauben Mantonegro, Callet, Tempranillo und Cabernet Sauvignon angebaut, für Weißwein (nur 20 % der Anbaufläche) Parellada, Macabeo, Chardonnay sowie die einheimische Moll- Traube. Die Winzer stellen daraus Spezialitäten in hoher Qualität und beschränkten Mengen sowie eine Reihe von sehr guten Tafelweinen her.

Portugal

Die Weine, mit denen Portugal bei uns auf den Markt kommt, sind seit Jahren der Portwein, der Rosé und der »Vinho Verde«  ein frischer, ganz leichter prickelnder Wein, den man jung trinkt. Er wird weiß, rot und rosé angeboten. Seit einigen Jahren kommen auch zunehmend gute Rotweine auf den deutschen Markt.

Portwein

Der rote, süße Portwein gilt als der klassische Dessertwein, den man zu Nachspeisen und würzigem Käse serviert. Er ist nach der portugiesischen Hafenstadt Porto benannt. Sein besonderer Charakter wird auch geprägt durch das spezielle Herstellungsverfahren, die lange Lagerzeit und die »Vermählung« (Vermischung) verschiedener Traubensorten.

Jahrgangsport Tawny Port Rdk Ais

Die Weine werden noch während der Gärung des Mostes durch die Zugabe von Branntwein gestoppt. Auf diese Weise kann sich ein süßer, starker Jungwein entwickeln. Er bleibt nur einige Monate im Anbaugebiet und wird dann nach Vila Nova de Gaia an der Mündung des Douro transportiert. Hier – und nur hier – wird der Portwein in riesigen Hallen und Weinkellern gelagert. Dem Wein wird noch einmal Traubendestillat zugesetzt und das gewünschte Verhältnis zwischen Restzucker und Alkohol eingestellt. Die Reifung dauert mindestens drei Jahre.

Der Portwein verdankt seinen Charakter und seinen gleichbleibenden Geschmack auch dem Mischen von Wein verschiedener Jahrgänge und Weinlagen. Sie werden nach Bukett und Körper ausgesucht und »vermählt«. So entsteht der für die verschiedenen Portwein-Marken typische Geschmack. Rund 80 Prozent aller Portweine sind Mischungen, die in Eichenholzfässern reifen. Jahrgangs-Portweine werden nur in Spitzenjahren aufgelegt und dürfen keinesfalls mit anderen Jahrgängen verschnitten werden.

Das Farbenspiel des Portweins reicht von dunkelrot (full red) über rubinrot (ruby), lohfarben (tawny) bis hin zu blassgelb (pale white). Der Alkoholgehalt liegt bei 18–21 Vol.-%. Aus blauen Trauben gewinnt man den »Ruby« und den »Tawny«, aus weißen Trauben erhält man den trockenen »White Port«, den weißen Portwein, mit Bezeichnungen wie »Dry White« oder »Medium White«. Weißer Portwein ist auf dem Etikett meistens als weiß oder white gekennzeichnet. Während der rote Port mit zunehmendem Alter aufhellt, wird der weiße Port dunkler.

Man muss Portwein vorsichtig einschenken, damit der Bodensatz in der Flasche bleibt. Jahrgangs-Port sollte möglichst eine Stunde vor dem Servieren in eine Karaffe gegossen werden, roter Port sollte allmählich an die Zimmertemperatur angepasst werden. Ein weißer Port wird am besten gekühlt serviert. Wie fast alle Likörweine können auch die Ports nach dem Anbrechen gut verschlossen länger aufbewahrt werden.

Madeira

Der goldbraune Madeira von der gleichnamigen portugiesischen Atlantikinsel ist ein süßer Dessertwein mit 17–20 Vol.-%. Es gibt drei verschiedene Typen: Der Sercial ist hell und trocken, der Verdelho halbsüß, Bual und Malmsey sind süß. Der typische Madeira-Geschmack entwickelt sich durch die mehrmonatige Lagerung bei hohen Temperaturen in oberirdischen Kellern, den »Estufas«.

Madeira Rdk Ais

Sherry

Schon William Shakespeare gab seinen Landsleuten den Rat, allen anderen alkoholischen Getränken abzuschwören und sich auf den Genuss von Sherry zu konzentrieren. Sein Rat wird bis heute befolgt. Die Briten trinken nach wie vor den meisten Sherry auf der Welt. Sie gaben diesem Wein aus der Umgebung der spanischen Stadt Jerez de la Frontera auch den Namen. Sherry unterscheidet sich von anderen Weinen vor allem durch eine Eigenart: Er ist immer eine Mischung mehrerer Jahrgänge und Rebsorten. Es gibt deshalb keinen Jahrgangs-Sherry. Die Kunst des Kellermeisters sorgt in jedem Jahr dafür, dass die gleiche Güte gewahrt bleibt.

Der spanische Wein wurde als Aperitif berühmt, er war – und ist heute noch – das klassische Getränk vor dem Essen. Doch dank seiner Vielseitigkeit schmeckt er zu allen Gelegenheiten.

Sherry ist ein Likörwein mit einem alkoholischen Zusatz, der aus einem Weindestillat gewonnen sein muss. Konzentrierter Most oder Saft ist als Beigabe erlaubt.

Sorten

Es gibt vier Grundtypen von Sherry:

  • Fino – hellgold, trocken und herb, mit feiner Säure und leichtem Mandelaroma. Der Manzanilla ist eine Abart des Fino, sehr hell, leicht und sehr trocken mit etwas Salzgeschmack. Beide Sorten werden auch als »dry« (trocken) bezeichnet. 
Fino Sherry Rdk Aixs

Fino Sherry

  • Amontillado – dunkler, vollmundiger und nicht so trocken wie der Fino. Er wird auch als »medium dry« (halbtrocken) bezeichnet.
Amontadilo Sherry Rdk Aixs

Amontillado Sherry

  • Oloroso – »Der Wohlriechende«, noch dunkler, mit würzigem Bukett und kräftigem Geschmack.
Oloroso Sherry Rdk Aixs

Oloroso Sherry

  • Cream – goldbraun und süß.
Cream Sherry Rdk Aixs

Cream Sherry

Herstellung

Die Sherry-Sorten entstehen in einem komplizierten Verfahren, Solera-Verfahren genannt, bei dem Weine verschiedener Jahrgänge ständig vermischt werden. Die Eichenfässer lagern in Kellern in mehreren Reihen übereinander. Die oberen enthalten den jüngeren Wein, der allerdings auch schon einen jahrelangen Reifevorgang hinter sich hat. Abgefüllt wird nur aus der untersten Fassreihe. Die fehlende Menge wird stets mit dem nächstjüngeren Wein ausgeglichen. So wird der Sherry frühestens nach dreijähriger Lagerung verkauft. Bei Spitzensorten dauert dieser Vorgang allerdings zehn und mehr Jahre. Dieses kontinuierliche Umfüllen und Vermischen gewährleistet gleichbleibenden Geschmack und beständige Qualität.

Sein typisches Bukett erhält der Sherry auch durch die natürliche Bildung von Weinhefen, die sogenannte »Flor«, die sich nach der Gärung an der Oberfläche des Weins ablagert. Dies ist möglich, da die Fässer nicht vollständig gefüllt werden. Allerdings reifen nicht alle Sherrys unter Flor.

Sherry unterliegt einer ständigen Kontrolle. Seit 1934 gibt es dafür eine Behörde, aber schon seit dem 13. Jahrhundert regeln königliche Erlasse die Überwachung. Vorgeschrieben sind die Begrenzung der Anbaugebiete, das Herstellungsverfahren, die Ursprungsbezeichnung sowie die Vergabe der Garantiebanderolen für den Export.

Sherryherstellung Rdk Aixs

Die Sherryfässer werden nicht vollständig gefüllt, sodass sich nach der Gärung der sogenannte »Flor« auf der Oberfläche ablagert. 

Sherryherstellung Rdk Aixs

Nach einer Probe durch den Kellermeister, die mit einer kleinen, silbernen Schöpfkelle, der »Venencia«, entnommen wird, erfolgt die erste Klassifizierung des Sherrys.

Sherryherstellung Rdk Aixs

Sherry kommt nach frühestens drei Jahren Reifung in den Handel, gute Sherrys lagern allerdings zehn Jahre und länger.

Die Trinktemperatur

Die Sherry-Trinktemperatur kann – je nach Sorte – unterschiedlich sein. »Sirvase frio« – gekühlt genießen – steht meistens auf den Etiketten der trockenen Sherrys. Und so schmecken sie auch am besten. Den anderen Sorten bekommt ebenfalls die Kühle gut, man kann sie aber natürlich auch bei Zimmertemperatur genießen.

Aus dem Sherry-Sortiment

Sherry Sortiment Rdk Aixl

Weine aus Italien

Aus keinem anderen Land importiert Deutschland so viel Wein wie aus Italien – inzwischen neben den bekannten Konsumweinen auch immer mehr Qualitätsweine.

Seit 1963 gibt es in Italien ein Weingesetz. Die Bestimmungen ähneln den Vorschriften für die französischen Appellation-Weine. Viele der importierten italienischen Weine unterliegen inzwischen diesem D.O.C.-System mit geschützten Herkunftsbezeichnungen. Man unterscheidet vier Kategorien:

Vino da Tavola (Tafelwein) 

Dabei handelt es sich einerseits um einfache Weine aus verschiedenen Traubensorten und Anbaugebieten, andererseits aber auch um einige berühmte Weine, die nicht in die offiziellen D.O.C.-Bestimmungen passen.

Indicazione geografica tipica (I.G.T.)

Diese Kategorie entspricht dem Landwein. Die Trauben stammen aus einer bestimmten Region und unterliegen bestimmten Produktionsvorschriften. Es kann sich – wie bei den Tafelweinen – um einfache Weine handeln, es finden sich aber auch Spitzenweine in dieser Kategorie.

Denominazione di origine controllata (D.O.C.)

Die Weine dieser Kategorie werden aus vorgeschriebenen Traubensorten gewonnen und unterliegen genauen Produktionsvorschriften, ähnlich den französischen Regelungen.

Denominazione di origine controllata e garantita (D.O.C.G.)

Dieses staatliche Gütesiegel erhalten nur Weine, die nochmals eine spezielle Qualitätsprüfung durchlaufen. Diese Auszeichnung erhielten bis heute u. a. Weine wie Chianti, Barolo, Brunello di Montalcino und Vino nobile di Montepulciano.

Toskana Rdk Aim

In der Toskana werden vor allem Rotweine ausgebaut. Berühmt geworden ist sie durch den Chianti.

Beim Kauf ist man gut beraten, sich an bekannteren Weinen aus den besten Anbaugebieten zu orientieren. Dazu gehören:

  • das Piemont mit Barolo, Barbaresco, Barbera – Rotweine von unterschiedlichem Charakter, von fein und leicht bis schwer und trocken.
  • die Toscana mit ihrem berühmten Chianti, der frisch und jung getrunken wird, und seinem Bruder Chianti classico, der nach 3 Jahren Fasslagerung auch als »Riserva« angeboten werden kann. Außerdem wächst hier der Brunello di Montalcino, ein körperreicher großer Rotwein mit viel Duft und Bukett sowie der Vino Nobile di Montepulciano, ein ebenfalls bukettreicher, feiner Rotwein, der wie der Brunello lange lagern kann.

Daneben gibt es außerdem noch eine ganze Reihe anderer bekannter Weine wie unter anderem: den frischen, weißen Soave aus Venetien, den leicht perlenden, roten Lambrusco, den weiß-goldenen Orvieto aus Umbrien, den blassgelben Verdicchio aus Marche, den bekannten süffig-fruchtigen Frascati, ein Weißwein aus Latium, und nicht zuletzt den Montepulciano d’Abruzzo, auch heute immer noch ein Geheimtipp von der adriatischen Küste.

Aus dem Sortiment

Weine Aus Italien Rdk Ail

Von links nach rechts: 
Barbera d’Asti, Frascati, Pinot Grigio delle Venezie, Chianti, Pinot Grigio Garganega, Vino Nobile di Montepulciano, Rosso di Montalcino, Chianti Classico, Verdicchio dei Castelli di Jesi, Barolo.

Weine aus Österreich

Die Basis des österreichischen Weingesetzes ist das europäische Weinrecht. Österreich hat sich aber dennoch seine Eigenheiten bewahrt. Kontrollierte Herkunft, Hektarertragsbeschränkung, Qualitätsstufen und staatliche Qualitätskontrollen sind die Säulen des österreichischen Weingesetzes. Es unterscheidet zwischen den drei Qualitätsstufen Tafelwein, Qualitätswein und Prädikatswein. Wichtige Angaben auf dem Etikett sind Herkunft, Sorte, Jahrgang, Qualitätsstufe, Alkoholgehalt, Hinweis auf Zuckergehalt, staatliche Prüfnummer sowie Produzent oder Abfüller.

Kamptal Rdk Aim

Das Kamptal in Niederösterreich zählt zu den bedeutendsten Weinbaugebieten in Österreich. 

Für Land-, Qualitäts- und Prädikatsweine gilt eine generelle Hektar-Höchst-Ertragsmenge von 9.000 Kilogramm Trauben beziehungsweise 6.750 Liter Wein pro Hektar. Wird mehr produziert, muss die gesamte Menge als Tafelwein deklassiert werden.
In Österreich gibt es vier Weinbauregionen:

  • Weinland Österreich (Niederösterreich und Burgenland)
  • Steirerland (Steiermark)
  • Wien und
  • Bergland Österreich (die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Tirol und Vorarlberg).

Diese vier Regionen werden wiederum in 16 Weinbaugebiete unterteilt (wobei allein im Weinland Österreich über 90 % der Gesamtweinbaufläche liegt). Bei Herkunftsbezeichnungen müssen die Trauben vollständig aus dem angegebenen Gebiet stammen.

Im Ausland waren lange Zeit vor allem Österreichs Weißweine bekannt. Bis heute werden auf dem größten Teil der Ertragsflächen Weißweinsorten angebaut. Die Hauptsorte ist der Grüne Veltliner, aus dem man rassige, frische und würzige Weine keltert, die am besten jung, also »grün«, getrunken werden.

Der Rotweinanteil (13 Sorten) ist in den letzten Jahren auf 30 % angewachsen. Bei den roten Sorten, die zunehmend internationale Anerkennung finden, steht der Blaue Zweigelt an erster Stelle, gefolgt vom Blaufränkisch und dem Blauen Portugieser.

Österreich stellt auch »große« Weine her. Die besten Weißen aus dem Rhein-Riesling und Grünen Veltliner kommen aus der Wachau mit seinem Weinzentrum Dürnstein. Klosterneuburg, Krems und das Weinviertel bei Wien sind weitere bekannte Weinregionen. Eine Weinspezialität bietet das Burgenland mit dem Zentrum Rust. Dort wird u. a. der sogenannte »Ausbruch« erzeugt – ein gold- bis bernsteinfarbener, schwerer, süßer Wein, der aus edelfaulen, geschrumpften Beeren gekeltert wird.

Aus dem Sortiment:

Weine Aus Oesterreich Rdk Ail

Von links nach rechts: Blauer Zweigelt, Blauer Zweigelt, Blauburgunder.

Weine aus weiteren europäischen Weinanbaugebieten und aus der Neuen Welt

Das Weinangebot wird durch Erzeugnisse aus einigen weiteren europäischen Ländern sowie aus den USA, Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland vervollständigt.

Griechenland

Weine Griechenland Rdk Ais

Griechenland liefert neben einigen Markenweinen und Likörweinen wie Samos vor allem den »Retsina«, einen Weißwein, der mit Kiefernharz versetzt wird und entsprechend harzig schmeckt. Gekühlt passt er zu vielen griechischen Speisen. Griechenland verfügt über ein den EG-Bestimmungen angepasstes Kontrollsystem. Seit dem EG-Beitritt werden immer mehr feine Weiß- und Rotweine ausgebaut, die sowohl von traditionellen griechischen als auch von französischen Rebsorten (Cabernet, Chardonnay, Cabernet Sauvignon) stammen.

Schweiz

Wein Schweiz Rdk Ais

An den steilen Hängen dieses Alpenlandes und an den sanften Seeufern gedeihen einfache Tafel- und erlesene Spitzenweine. Bei uns werden vor allem der Walliser »Fendant« und »Dôle« gehandelt – allerdings nur in kleinen Mengen.

Ungarn

Wein Ungarn Rdk Ais

Ungarn ist bei uns fast ausschließlich durch den rotgoldenen Tokayer, den »Tokayi«, vertreten. Dieser weltberühmte süße Aperitif- oder Dessert-Wein wird in den Karpaten an der Grenze zur Sowjetunion erzeugt. Die Tokayer-Traube ist der feurige, aromatische Furmint. Typisch für diesen Wein ist die dickbauchige Flasche mit dem langen Hals. Aus Ungarn kommen auch gute Qualitätsweine, die immer häufiger als Rebsortenweine angeboten werden.

Kalifornien

Weine Kalifornien Rdk Ais

Kalifornien eignet sich bestens für den Weinanbau, und die dort ansässigen Winzer experimentieren ausgiebig mit neuen Sorten und Lagen. Das Land ist eingeteilt in fünf Kleinklimazonen, in denen alle klassischen europäischen Reben wie Sauvignon, Chardonnay, Pinot Noir, Rheinriesling, Silvaner, Traminer etc. gedeihen, jedoch aufgrund des wärmeren Klimas mehr Körper und Fülle haben. Am bekanntesten ist eine einheimische Rebsorte – die Zinfandel-Traube, die einen würzigen, fruchtigen Rotwein ergibt. Eine kalifornische Besonderheit aus Zinfandel sind leichte, süße Roséweine, die unter der Bezeichnung »White Zinfandel« angeboten werden.

Die bekanntesten Weinbauregionen sind das Napa Valley sowie das Alexander Valley und das Sonoma Valley in Sonoma County. In allen Anbaugebieten sind die Jahrgangsunterschiede wegen des milden Klimas deutlich weniger ausgeprägt als in Europa. Das Weinland an der amerikanischen Westküste ist eher mit den Problemen von zu viel Sonne und zu wenig Säure konfrontiert als mit den europäischen Sorgenkindern Regenzeiten und mangelnde Reife der Trauben. Kühle Jahre und damit lange Wachstumszeiten sind für die meisten Rebsorten in Kalifornien ideal.

Südafrika

Wein Suedafrika Rdk Ais

Südafrika bietet einen historisch berühmten Wein an: den Dessert-Muskatteller von Constantia, der schon zu Zeiten Napoleons sehr begehrt war. Bekannt ist auch Kap-Sherry, den die Engländer gerne trinken. Gute Tafelweine dagegen fehlten lange Zeit.

Nach der politischen Liberalisierung Südafrikas konnten die Winzer dann endlich die idealen natürlichen Voraussetzungen wie Wetterverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und wenig auftretende Krankheiten nutzen. Im Küstengebiet gedeihen trockene Weiß- und Rotweine, im heißeren, durch Bergketten abgetrennten Kleinen Karoo alkoholreiche Likörweine, Sherrys und Ports.

Inzwischen sind sehr feine Weine im Kommen, beispielsweise Cabernets und Pinotages von Erzeugern mit virusfreien Rebbeständen und besten Kenntnissen im Fassausbau. Auch Shiraz-, Sauvignon-Blanc- und Chardonnay-Weine aus Südafrika überzeugen inzwischen durch Qualität und Preis.

Weine, die vom Wine und Spiri Board auf Ursprungs-, Jahrgangs- und Rebsortenreinheit kontrolliert wurden, sind am Siegel »Certified Gesertifiseer« zu erkennen.

Australien

Wein Australien Rdk Ais

Australien ist ein Land mit einer langen Weinanbau-Tradition. Viele alte Weinbaubetriebe sind schon über hundert Jahre im Besitz der Gründerfamilien. Im heißen, trockenen Klima gedeihen viele Rebsorten, hauptsächlich haben sie einen französischen und spanischen Ursprung. Drei Viertel der Rebflächen befinden sich im Barossa Valley an der Südost-Küste des Landes, wo gute Weiß- und Rotweine hergestellt werden. 
Dem Ausland war lange nicht bewusst, wie kenntnisreich und vielfältig der australische Weinbau ist. Mit Ursache dafür mögen eine fehlende offizielle Klassifizierung der Weine und die verwirrende Unübersichtlichkeit bei den Etiketten sein.

Gleichwohl gelangen hervorragende Weiß- und Rotweine, manchmal zu erstaunlich günstigen Preisen, bei uns in die Handelsregale.

Neuseeland

Wein Neuseeland Rdk Ais

In Neuseeland wurden zwar bereits 1829 von Missionaren die ersten Reben gepflanzt, eine Weinwirtschaft entwickelte sich jedoch erst in den letzten Jahrzehnten. In den Weinplantagen bei Christchurch, Nelson, Wellington, Hastings (Hawke’s Bay) und Auckland werden Sauvignon Blanc, Müller Thurgau, Gewürztraminer, Silvaner und Chardonnay für sortenreine Weißweine angebaut, für Rotweine Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Auch Sangiovese, Viognier, Pinot Gris und Zinfandel fassten inzwischen Fuß.

Das Ergebnis sind frische, saubere Spitzenweißweine und sehr vielversprechende Rotweine. Die klimatischen Verhältnisse lassen die Früchte langsam zum vollen Aroma reifen – deshalb besitzen die Weine überraschend viel Kraft und Struktur.

Südamerika

Wein Suedamerika Rdk Ais

Argentinien ist das größte Weinland Südamerikas. Da die Argentinier zu den Weltmeistern im Weinkonsum zählen, ist der Export relativ gering. Über 70 % der argentinischen Weinreben werden in den riesigen, von Bewässerungskanälen durchzogenen Plantagen des Staates Mendoza am Fuß der Anden angebaut. Die Großkellereien verfügen über die modernste Technik und gehören mit ihrer Kapazität zu den größten der Welt.

Hauptrebsorten sind Malbec, Sémillon, Cabernet Sauvignon und Sauvignon Blanc. Daraus entstehen hauptsächlich saubere rote Tafelweine und Roséweine. Qualitätsweine machen nur etwa 10 % aus, Weißweine sind sehr stark im Kommen.

In Chile liegt das Hauptweingebiet zwischen den Küstenbergen im Westen und den Kordilleren im Osten. Hauptrebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir, für Weißweine Sémillon, Sauvignon Blanc, Muskateller, Trebbiano, Riesling und Traminer. Viele Weine sind kräftig und alkoholreich. International bekannte Rotweine kommen aus dem Maipo-Tal südlich von Santiago. Exportweine aus beiden Ländern bieten oft erstaunlich gute Qualität zum günstigen Preis.

Das Weinetikett

So künstlerisch das Design mancher Weinetiketten ist – das Europäische Weinrecht bestimmt genau, was darauf stehen muss und kann. Diese einheitliche Kennzeichnung, die gut lesbar sein muss, soll eine Mindestauskunft über den Wein garantieren und einen mühelosen Vergleich ermöglichen.

In jedem Fall müssen in Deutschland angegeben sein:

  • Güteklasse, z. B. Deutscher Tafelwein
  • Weiß-, Rot- oder Roséwein
  • engere geografische Herkunft, bei Qualitätswein das bestimmte Anbaugebiet
  • Inhaltsmenge
  • Name des Abfüllers

Nur bei Qualitätsweinen müssen folgende Angaben auf dem Etikett vermerkt werden:

  • Alkoholgehalt in Vol.-%
  • Prüfungsnummer 

Außerdem zugelassene Angaben sind:

  • Jahrgang
  • Rebsorte
  • Geschmacksrichtung
  • Qualitätsausweise wie das Deutsche Weinsiegel, das Badische oder Fränkische Gütesiegel und Prämierungsstreifen
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