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Kaffee Rdk

Alkoholfreie Getränke

Für das Funktionieren des Körpers ist es erforderlich, täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu trinken. Jeder kann dabei auf seinen Geschmack kommen, denn die Auswahl an alkoholfreien Getränken wie Säften, Limonaden und Mineralwässern ist riesengroß. 

Saft

Um zu wissen, was in der Verpackung steckt, sollte man ein paar Grundbegriffe kennen. Zum Beispiel wirkt das Wort »Nektar« viel hochwertiger als die simple Bezeichnung »Fruchtsaft«. Dabei ist »Fruchtsaft« unter den verschiedenen Kategorien von »flüssigem Obst« aber das Spitzenprodukt.

Fluessigkeit Rdk Ais

Schon zu Großmutters Zeiten wurden überschüssige Früchte zu Vorräten für den Rest des Jahres »verflüssigt«. 

Die Herstellung von Obst- und Gemüsesäften ist nicht neu. Schon zu Großmutters Zeiten wurden überschüssige Früchte aus der Sommer- oder Herbsternte zu Vorräten für den Rest des Jahres »verflüssigt«.

Auf dem Land angesiedelte Mostereien übernahmen das Entsaften schon früh für gewerbliche Zwecke.

Glas Osaft Rdk Ais

Auch bei der industriellen Saftherstellung bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse zum größten Teil erhalten.

Heute machen das bewährte Firmen der Getränke-Industrie. In schonenden Verfahren werden Früchte aus Deutschland, aus europäischen Nachbarländern und auch aus Übersee zu wohlschmeckendem »flüssigem Obst« verarbeitet. Diese Säfte brauchen keinen Vergleich mit den Ausgangsprodukten, dem frischen Obst oder Gemüse, zu scheuen. Denn die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wertvollen Inhaltsstoffe bleiben bei der Herstellung im Wesentlichen erhalten.

Nach den geltenden Vorschriften werden die industriell zubereiteten Säfte aus frischem oder durch Kälte haltbar gemachtem, erntefrischem Obst oder Gemüse gewonnen, größtenteils durch Auspressen. Genauer gesagt: Die in den Früchten enthaltenen unverdaulichen Ballaststoffe wie Zellwände, Schalen und Kerne werden weitgehend von dem Saft, der sich in den Zellen befindet, abgetrennt. Die Säfte kommen dann klar oder als fruchtfleischhaltige, trübe Produkte in den Handel.

Wichtig zu wissen ist: Jeglicher Zusatz von chemischen Konservierungsmitteln ist bei Frucht- und Gemüsesaft sowie bei Nektar gesetzlich nicht erlaubt.

In den Klarsäften sind die löslichen Inhaltsstoffe der entsprechenden Früchte enthalten, in den Trübsäften finden sich darüber hinaus noch unlösliche Fruchtbestandteile, die die Ursache der Trübung sind. Unter den löslichen Inhaltsstoffen haben mengenmäßig die Kohlenhydrate in Form von Zucker die größte Bedeutung, sie sind in den meisten Fruchtsäften zu durchschnittlich 8–13 % enthalten, in Traubensaft sogar zu rund 17 %.

Vitamin C

Wird auf dem Etikett von Fruchtsaft auf den »hohen Gehalt« oder den »Reichtum« an Vitamin C hingewiesen, so müssen pro Liter mindestens 300 mg Ascorbinsäure (Vitamin C) enthalten sein, die ausschließlich aus den verwendeten Früchten stammt. Bei einem vagen Hinweis auf Vitamin C, etwa bei der Aussage »Vitamin-C-haltig«, müssen mindestens 200 mg Ascorbinsäure aus der Frucht pro Liter Saft enthalten sein.

 

Saft-Definitionen

Das Fruchtsaft- bzw. Fruchtnektar-Angebot lässt keine Geschmackswünsche offen. So gibt es z. B. Ananas, Ananas-Kokos, Apfel klar und naturtrüb, Aprikose, Banane, Blutorange, Erdbeere, Heidelbeere, Kirsche, Mango, Multivitamin, Orange mit und ohne Fruchtfleisch, Pfirsich, Pink Grapefruit, Pflaume, Schwarze und Rote Johannisbeere, Traubensaft, Williams Christ Birne, Zitrone. Manche können allerdings nur als Fruchtnektar und nicht als Saft gekauft werden, weil sie zu säurehaltig (z. B. Johannisbeeren) oder aber zu dickflüssig (z. B.  Aprikosen oder Bananen) sind.

Fruchtsaft

Ob Orangensaft, Apfelsaft oder Traubensaft – alles, was als Fruchtsaft bezeichnet wird, muss wirklich reiner Fruchtsaft sein, hergestellt aus frischen bzw. durch Kälte haltbar gemachten Früchten oder aus Fruchtsaft-Konzentraten. Immer bedeutet Fruchtsaft »unverdünnt«, und immer muss diese Ware »zu 100 % aus gepresstem Obst« bestehen. Fruchtsäfte dürfen keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder sonstigen chemischen Zusätze enthalten; sie werden ausschließlich physikalisch haltbar gemacht (pasteurisiert). Das gilt auch für solche Fruchtsäfte, die teilweise oder ganz aus Konzentraten hergestellt werden.

»Fruchtsaft-Konzentrat« bringt mehrere Vorteile:

  • eine schonende Form der Haltbarmachung von Fruchtsäften nach modernsten Erkenntnissen durch teilweisen Wasserentzug,
  • über lange Zeit qualitätserhaltende, platzsparende und daher kostengünstige Lagerung und Transport auch aus fernen Ländern,
  • das ganze Jahr über gleichmäßige Versorgung mit gleichbleibend guten Qualitäten: wie frisch gepresst.

Besonders bei den an Beliebtheit gewinnenden exotischen Fruchtsäften wie z. B. Maracujasaft wird im Ursprungsland dem Saft gleich nach dem Pressen etwa 50–80 % seines natürlichen Fruchtwassers unter Hitze entzogen. Das so entstandene Konzentrat wird für den Transport zumeist tiefgefroren und erst beim Abfüllen wieder aufgetaut. Das Wasser wird auf die ursprüngliche Menge zugefügt und es entsteht wieder Fruchtsaft. Bei Fruchtsäften aus Konzentrat ist gesetzlich erlaubt, den sauren Geschmack durch den Zusatz von Zucker bis zu 15 g je Liter auszugleichen. Diät-Nektare und Fruchtsaftgetränke enthalten statt Zucker Süßstoff, weshalb sie kalorienärmer und auch für Diabetiker geeignet sind.

Fruchtnektar

Fruchtnektare wie Sauerkirsch- oder Orangennektar sind eine Mischung aus Fruchtsaft und/oder Fruchtmark, Wasser und Zucker. Der vorgeschriebene Mindestfruchtgehalt beträgt je nach Fruchtart 25–50 % oder mehr.

Die Fruchtanteile müssen jeweils auf dem Etikett angegeben sein. Genau wie Fruchtsaft enthält Nektar keinerlei Konservierungsstoffe oder sonstige chemische Zusätze.

Folgende Unterscheidungen sind bei Nektar zu beachten:

  • Nektare aus Früchten mit saurem Saft, die ohne Zucker-Wasser-Zusatz nicht genießbar wären. Sauerkirsch- und Schwarzer-Johannisbeer-Nektar sind die bekanntesten Sorten. Früher wurden sie als Süßmost bezeichnet, heute dürfen sie diese Deklaration zusätzlich tragen. Der Fruchtsaftanteil muss auf dem Etikett angegeben sein, er liegt zwischen 25 % bei roten und schwarzen Johannisbeeren, 35 % bei Sauerkirschen und 50 % bei Quitten. Der Rest ist immer Wasser und Zucker.
  • Nektare aus Früchten, deren Saft auch unverdünnt trinkbar ist, wie Orangen, Grapefruits, Äpfel, Birnen oder Pfirsiche. Auch hier muss der Fruchtsaftanteil genau deklariert werden, er liegt bei mindestens 40–50 %.

Fruchtsaft-Getränke

Fruchtsaft-Getränke können Trinkwasser, Mineralwasser, Quellwasser oder Tafelwasser sowie Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtmark und Fruchtmarkkonzentrat enthalten, außerdem Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe. Meistens liegt der Fruchtsaftgehalt unter der vorgeschriebenen Mindestmenge für Nektare und ist von Frucht zu Frucht unterschiedlich.

Fruchtsaft-Getränke aus Kernobst und/oder Traubensäfte haben einen Saftanteil von mindestens 30 %, ein Zitrussaft-Getränk von mindestens 6 % und ein Saftgetränk aus anderen Früchten von mindestens 10 %. Der genaue Anteil muss auf dem Etikett deklariert werden.

Fruchtsaft-Getränke zählen wie die Limonaden und die Brausen zu den Erfrischungsgetränken.

Gemüsegetränke

Auch unter den Gemüsegetränken gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen, vergleichbar dem Fruchtsaft und dem Fruchtnektar. Entscheidend ist jeweils der Anteil an Gemüse, Gemüsemark oder -konzentrat.

Bestseller unter den Gemüsegetränken sind Säfte aus Möhren, Tomaten, Rote Bete und Sauerkraut.

Gemüsesaft ist wie der Fruchtsaft unverdünnt. Die Verwendung von Konzentraten aus Saft oder Mark ist unter Angabe erlaubt. Nur das entzogene Wasser, die Aromastoffe und geschmacksabrundende Zutaten dürfen zugesetzt werden. Dazu gehören u. a. Salz, Essig, Zucker, Honig, Gewürze und Kräuter sowie daraus hergestellte natürliche Essenzen, Früchte oder Fruchterzeugnisse.

Gemüsesaft-Cocktail ist eine Mischung aus diversen Gemüsesäften.

Gemüsetrunk ist ein aus Gemüsesaft und Wasser gemischtes Getränk, das mindestens 40 % Gemüseanteil (Rhabarber  25  %) haben muss. Im Übrigen darf der Trunk die gleichen Konzentrate und Zutaten wie der Saft enthalten.

Wasser

Erfrischend, ohne Kalorien und gesund – Mineralwasser sprudelt in der Beliebtheitsskala der Getränke jedes Jahr weiter nach oben.

Doch Wasser ist nicht gleich Wasser, jedes hat seine eigene Zusammensetzung. Beim Einkauf sollte man also nicht nur auf den Preis achten, sondern vor allem darauf, wo es herkommt und welche bzw. wie viele Mineralstoffe es enthält. Wichtig sind vor allem Kalzium, Magnesium und Fluorid. Man unterscheidet zwischen natürlichem Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser und Tafelwasser.

Glaeser Mineralwasser Rdk Ail

Mineralwasser – gleich welcher Sorte – ist ein erfrischender und gesunder Durstlöscher.

Natürliches Mineralwasser

Europa ist besonders reich an natürlichem Mineralwasser. Allein in Deutschland sprudelt es aus über 400 Quellen. Und jedes Wasser hat sozusagen seine eigene natürliche Produktionsstätte mit unterschiedlichen Gesteinsschichten, die ihm seinen charakteristischen Geschmack geben. Pausenlos produziert die Erde natürliches Mineralwasser. Ständig sickert Wasser von oben durch die Gesteinsschichten, wird dabei auf natürliche Weise gefiltert und gereinigt und zugleich mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Kohlensäure angereichert. Das Wasser sammelt sich schließlich in riesigen Höhlen und liefert uns, in Flaschen abgefüllt, das natürliche Mineralwasser.

Seinen Ursprung hat das natürliche Mineralwasser in unterirdischen, natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen. Deren Nutzung muss amtlich genehmigt sein. Die Wässer werden genau geprüft. Es gibt Vorschriften über die Art der Gewinnung, über das Abfüllen, Verpacken und Kennzeichnen. Wenn alle Hürden genommen sind, wird das Wasser amtlich anerkannt.

Natürliches Mineralwasser muss von seiner ursprünglichen Reinheit sein und aufgrund seines Gehaltes an Mineralstoffen und/oder sonstigen Bestandteilen bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen besitzen. Mit Ausnahme von Kohlensäure darf ihm nichts zugesetzt und nur aus geschmacklichen Gründen und der Bekömmlichkeit wegen Kohlensäure, Eisen und Schwefel entzogen werden.

Wurde das Wasser bearbeitet, so muss das auf dem Etikett vermerkt sein.

Enteisent

Stark eisenhaltigem Wasser, das meist rotbraun gefärbt ist, wurde ein Teil des Eisens entzogen. Es wird so klar.

Entschwefelt

Entschwefelt muss Mineralwasser werden, das stark schwefelhaltige Verbindungen enthält. Sie würden das Wasser durch einen abstoßenden Geschmack und Geruch ungenießbar machen.

Kohlensäure entzogen

Entzieht man dem natürlichen Mineralwasser die Kohlensäure, muss dies mit den Hinweisen »Kohlensäure ganz entzogen« oder »teilweise entzogen« vermerkt sein. Manche Wässer sind von Natur aus kohlensäurearm oder fast kohlensäurefrei.

Mit Kohlensäure versetzt

Mit Kohlensäure versetzt wird natürliches Mineralwasser, da bei der Gewinnung natürliche Kohlensäure entweicht. Kohlensäure sorgt nicht nur für den Sprudeleffekt, sondern macht das Wasser auch erfrischender. Es gibt drei Methoden, Kohlensäure zuzusetzen:

  1. Die bei der Gewinnung entwichene natureigene Kohlensäure setzt man dem Wasser beim Abfüllen wieder in gleicher Menge desselben Quellvorkommens zu. Auf dem Etikett muss dann zu lesen sein: »Natürliches kohlensäurehaltiges Mineralwasser«.
  2. Dem Wasser wird zwar wieder natürliche Kohlensäure aus derselben Wasserquelle zugegeben, doch eine größere Menge, als das Wasser vorher enthielt. Die Kennzeichnung muss dann lauten: »Natürliches Mineralwasser mit eigener Quellenkohlensäure versetzt.«
  3. Das Wasser wird mit Kohlensäure versetzt, die nicht aus der Quelle stammt. Die Kennzeichnung lautet: »Natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt.«

Säuerling

Säuerling oder Sauerbrunnen heißen natürliche Mineralwässer zusätzlich, deren natürlicher Kohlensäuregehalt mehr als 250 mg pro Liter beträgt, also recht hoch ist. Sie haben einen entsprechend frisch-säuerlichen Geschmack.

Sprudel

Sprudel sind Säuerlinge, die im Wesentlichen unter dem eigenen natürlichen Druck ihrer Kohlensäure aus der Quelle sprudeln. Zusätzlich als »Sprudel« darf auch unter Kohlendioxid-Zugabe abgefülltes Mineralwasser bezeichnet werden.

Fluoridhaltig

Steht der Hinweis »fluoridhaltig« auf dem Etikett, so enthält das natürliche Mineralwasser mehr als 1,0 mg Fluorid pro Liter.

Geeignet für natriumarme Ernährung

Wasser mit diesem Hinweis auf der Flasche muss weniger als 20 mg Natrium pro Liter enthalten.

Chloridhaltig

Das Wasser muss mehr als 200 mg Chlorid pro Liter enthalten. Chlorid kann auch mit dem Kürzel »CI« bezeichnet werden. Meist sind solche Wasser auch reich an Natrium.

Sulfathaltig

Das Wasser muss mehr als 200 mg Sulfat, eine Schwefelverbindung, pro Liter aufweisen. Als Kürzel in der Analyse verwendet man die Bezeichnung »SO42«.

Bicarbonathaltig 

Das Wasser muss mehr als 600 mg Hydrogencarbonat pro Liter enthalten. Seine chemische Formel lautet »HCO3«.

Glaeser Wasser Rdk Ail

»Tafelwasser« oder »Sodawasser« sind Wässer, denen entweder Mineralstoffe zugesetzt sind oder die durch zugesetzte Kohlensäure sprudeln. Und das meistens recht kräftig. 

»Mineralwasser« wird so angeboten, wie es aus der Quelle austritt, als »natürliches, kohlensäurehaltiges Mineralwasser«. Es kann kräftig, aber auch ganz leicht sprudeln.

»Quellwasser« ist dagegen ein ganz einfaches, reines Trinkwasser, wie es aus der Quelle austritt. Es ist fast immer ein stilles, nicht sprudelndes Mineralwasser.

 

Das Etikett: kein Buch mit sieben Siegeln

»Zeige mir Dein Etikett und ich sage Dir, wer Du bist«, könnte man frei formulieren. Denn das Etikett einer Mineralwasserflasche gibt über weit mehr Auskunft als nur über den Namen und die Quelle. »Natürliches Mineralwasser« darf sich das Wasser nur nennen, wenn alle Bedingungen der Mineralwasser- und Tafelwasser-Verordnung erfüllt sind. Damit sind ursprüngliche Reinheit und wertvoller Mineraliengehalt garantiert.

Weiter muss aus dem Etikett hervorgehen, woher die Kohlensäure stammt. Natürliches, »kohlensäurehaltiges Mineralwasser« hat nach der Abfüllung denselben Gehalt an eigener Quellkohlensäure wie am Quellaustritt. »Mit eigener Quellkohlensäure versetzt« besagt, dass die zugesetzte Kohlensäure aus demselben Quellenvorkommen stammt wie das Wasser. Durch die zugesetzte Kohlensäure hat das Wasser aber einen höheren Kohlensäuregehalt als an der Quelle. Der Zusatz »mit Kohlensäure versetzt« deutet an, dass die zugesetzte Kohlensäure eine andere Herkunft hat als das Quellvorkommen, aus dem das Wasser stammt. Als »Säuerling« oder »Sauerbrunnen« darf ein Mineralwasser bezeichnet werden, wenn es mehr als 250 mg/l quelleigene Kohlensäure enthält. Wurde vor der Abfüllung Kohlensäure zugesetzt, spricht man oft von »Sprudel«, wurde das Mineralwasser mit weniger als 4 g/l Kohlensäure versetzt, kommt es als  »Stilles Wasser«, »Stille Quelle« oder »Medium« in den Handel.

Wurde das Wasser behandelt, muss dies ebenfalls auf dem Etikett sichtbar sein. Oft ist »entschwefelt« oder »enteisent« zu lesen. »Enteisent« bedeutet, dass dem Wasser durch Belüftung Eisen entzogen wurde – und nicht etwa, dass das Wasser dem Körper Eisen entzieht.

Die Deklaration der charakteristischen Bestandteile auf dem Etikett ist zwingend vorgeschrieben. Die Angabe, welches Institut wann die amtlich anerkannte Analyse des natürlichen Mineralwassers vorgenommen hat, wird oft ebenfalls vermerkt. Ein älteres Analysedatum bedeutet nicht, dass die Untersuchung veraltet ist, sondern, dass sich die natürliche Zusammensetzung seitdem nicht mehr verändert hat. Die Richtigkeit der Analyse wird regelmäßig kontrolliert.

Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums, das abhängig von der Verpackungsart ist, ist eine gesetzliche Vorgabe. Durch die natürliche Kohlensäure ist Mineralwasser aber meist auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums frisch.

Heilwasser

Eine Besonderheit unter den Wässern bilden die Heilwässer. Im Gegensatz zu allen anderen Wässern gelten sie als frei verkäufliche Arzneimittel. Für sie ist daher das Arzneimittelgesetz maßgebend. Sie müssen vom Bundesgesundheitsamt als Arzneimittel zugelassen werden.

Im Gegensatz zu Mineralwässern müssen bei Heilwässern die wichtigsten Inhaltsstoffe auf dem Etikett angegeben sein. Zusätzlich müssen Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen sowie eine Dosierungsanleitung aufgedruckt sein.

Tafelwasser

Zur Herstellung von Tafelwasser dürfen Trinkwasser und natürliches Mineralwasser verwendet werden. Weitere Zutaten können Natursole – Wasser mit natürlichem Salzreichtum –, Meerwasser und Natriumchlorid sein.

Als Sodawasser darf ein Tafelwasser bezeichnet werden, das mindestens 570 mg Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Kohlensäure enthält. Sodawasser ist beliebt als Zusatz zu Whisky und Longdrinks.

Quellwasser

Quellwasser kann, muss aber nicht sprudeln. Es braucht keine amtliche Anerkennung. Wie natürliches Mineralwasser muss es unterirdischer Herkunft sein und darf aus verschiedenen natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen gemischt werden. Auch Quellwasser kann bearbeitet werden, das heißt mit Kohlensäure versetzt, enteisent oder entschwefelt werden.

Auf dem Etikett sind Hinweise auf eine bestimmte geografische Herkunft und Begriffe wie Sprudel, Brunnen, Bronn oder Quelle verboten.

Sauerstoff-Mineralwässer

Mineral- und Tafelwässer, mit Sauerstoff angereichert, liegen im Trend. Zwar besteht Wasser sowieso aus Sauerstoff und Wasserstoff, die moderne Variante enthält jedoch einen höheren Sauerstoffanteil, der unter hohem Druck zugesetzt wird. Ist die Flasche geöffnet, entweicht er rasch wieder – es ist also schnelles Austrinken angesagt. Allerdings in kleinen Schlucken – so die Empfehlung der Hersteller, damit die Extra-Portion Sauerstoff direkt dem Magen-Darm-Trakt zugeführt und so das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel fördern und das Allgemeinbefinden steigern kann. Als Trinkmenge werden täglich 1 bis 1,5 Liter Sauerstoffwasser empfohlen. Wissenschaftlich erwiesen ist die positive Wirkung bislang noch nicht.

Bionade & Co.

Das innovative Trend-Getränk für gesundheitsbewusste Genießer ist die Bionade, ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation (Vergärung) nach dem Brauprinzip von Grund auf biologisch hergestellt wird. Kernstück des Verfahrens ist die Fermentation von Wasser und Malz, bei der anders als beim Bierbrauen kein Alkohol entsteht, sondern Gluconsäure, die mit den im Wasser enthaltenen Mineralien reagiert. Säfte und Essenzen aus Bio-Früchten und -Kräutern geben der Bionade ihre verschiedenen Aromen.

Eine weitere Neuheit sind Mineralwässer mit Kräuteressenzen wie z. B. aus Minze, Ringelblume, Löwenzahn und Lindenblüte oder aus Ginseng, Zitronengras und Grapefruit.

Limonaden

An Erfrischungsgetränken ist einfach alles erquicklich, sogar die Auswahl. Von A wie Apfel bis Z wie Zitrone sind den Geschmacksrichtungen keine Grenzen gesetzt, aber den Inhaltsstoffen. Limonaden dürfen ausschließlich natürliche Bestandteile enthalten: Fruchtsaft, Fruchtmark oder Konzentrate aus beidem sorgen für den guten Geschmack. Nicht ganz unbeteiligt daran: mindestens 7 % Zucker, z. B. in Form von Fruchtzucker.

Wo künstlich hergestellte Zusätze wie Farb- oder Aromastoffe mitmischen, handelt es sich um Brausen. Dazu gehören auch die beliebten Light-Getränke, bei denen Süßstoff den Zucker ersetzt.

Der Name Limonade stammt von der Limone oder Zitrone. Früher verstand man darunter nichts anderes als Zitronensaft mit Wasser und Zucker.

Heute kann Limonade auch andere Fruchtsäfte enthalten. Werden Limonaden unter Mitverwendung von Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtmark oder Fruchtmarkkonzentrat hergestellt, so enthalten sie mindestens die Hälfte der in Fruchtsaft-Getränken üblichen Fruchtanteile.

Im Allgemeinen werden Limonaden aus natürlichen Aromastoffen, Fruchtauszügen, Zucker, Genusssäuren (Zitronen-, Wein- oder Apfelsäure), Trinkwasser, Mineralwasser, Quellwasser oder Tafelwasser hergestellt. 

Limonaden Rdk Ail

Den Geschmacksrichtungen bei Limonaden sind kaum Grenzen gesetzt.

Tonicwater

Tonicwater gehört zu den Limonaden – und zwar zu den klaren mit natürlichen Zitrusauszügen und einem Zusatz von höchstens 85 mg Chinin pro Liter. Auf den Gehalt von Chinin wird auf dem Etikett durch die Angabe »chininhaltig« hingewiesen.

Koffeinhaltige Limonaden

Sie enthalten pro Liter 65 bis höchstens 250 mg Koffein neben sonstigen Frucht- oder Pflanzenauszügen, meist von der Kola Nuss (Cola-Getränke). Ihre bräunliche Färbung stammt von Zuckercouleur. Der Koffeingehalt muss angegeben werden, wenn er höher als 150 mg pro Liter ist.

Brausen

Bei Brausen werden auch naturidentische oder künstliche Aromastoffe verwendet. Auf dem Etikett werden Früchte oder Pflanzenteile nicht abgebildet.

Diätetische Erfrischungsgetränke

Sie unterliegen der Diätverordnung. Zugelassen sind Süßstoffe wie Saccharin und Cyclamat oder der Zuckeraustauschstoff Fruktose. Diätetische Erfrischungsgetränke eignen sich für Diabetiker oder Personen mit Übergewicht.

 

Bitter-Lemon

Bitter-Lemon, Bitter-Orange und andere Bitter-Getränke sind Limonaden, die mit Fruchtauszügen und einem Bitter-Aroma hergestellt werden, das meist von einem Chinin-Zusatz stammt.

Eistee

Eistee ist ein Erfrischungsgetränk auf der Basis von Wasser und Tee-Extrakt (schwarzem Tee oder Fruchttee), Zucker, Zitronensäure und verschiedenen Fruchtaromen, teilweise auch mit Fruchtsaft wie z. B. Pfirsichsaft und Soda.

Light-Erfrischungsgetränke

Fruchtnektare, Fruchtsaftgetränke, Limonaden und Brausen gibt es auch brennwertvermindert, also kalorienreduziert. Bei diesen Getränken wird Zucker ganz oder teilweise durch Süßstoffe ersetzt.

Isotonische und Elektrolyt-Getränke

Diese Erfrischungsgetränke enthalten zusätzliche Mineralstoffe sowie gegebenenfalls geschmacksgebende Zutaten, Vitamine, Zucker, Süßstoffe oder Kohlendioxid. Sie sind insbesondere bei Sportlern als Ausgleich für Wasser- und Mineralstoffverluste beliebt und eignen sich nicht für Kleinkinder.

Energy-Drinks

Die Palette der Energy-Drinks, deren »starkes« Image vor allem bei Jugendlichen ankommt, ist kaum noch überschaubar. Neben viel Wasser, Zucker oder Süßstoffen, Mineral- und Aromastoffen, einigen Vitaminen und Geschmacksverstärkern enthalten die Powerbrausen oft auch Stoffe, die umstritten sind. So dürfen Erfrischungsgetränke mit mehr als 250 mg Koffein pro Liter oder mit Zusatz von Taurin, Glucuronolacton, L-Carnitin, Creatin und Inosit in Deutschland derzeit zwar nicht hergestellt, aber aus dem Ausland importiert und in den Verkehr gebracht werden.

Manche verdanken ihre aufputschende Wirkung sehr hohen Dosen der genannten Stoffe, weshalb übermäßiger Genuss zu Herzrasen und Schwindelanfällen führen kann.

Einigen Drinks sind Farbstoffe wie E 104 (Chinolingelb), E 122 (Azorubin) oder E 133 (Brillantblau) zugesetzt – bedenklich für Allergiegefährdete.

Jedenfalls stimmen die Warnungen der Hersteller auf den Wegwerfpacks: Energy Drinks sollten nur in Maßen und ohne gleichzeitige Alkoholaufnahme getrunken werden. Für Kinder, Diabetiker, Allergiker und koffeinempfindliche Personen sind sie nicht geeignet.

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