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Brühwürste

Brühwürste

Brühwürste sind vielseitige Lebensmittel, die je nach Sorte und Zubereitung eine eigenständige Mahlzeit, eine schmackhafte Beilage oder einen gefragten Brotaufschnitt darstellen können. Schmeckt dir die Brühwurst am besten im Hotdog oder als eine Scheibe Schinkenwurst aufs Brot?
Gehört die Brühwurst zu deinen Lieblingssnacks, möchtest du natürlich mehr über sie herausfinden – und genau deswegen geht es hier auch um die Wurst. Erweitere dein Wissen über Brühwürste.

Was ist eine Brühwurst?

Das Wort „Brühwurst“ ist eine Sammelbezeichnung für Wurstarten, bei deren Herstellung eine Fleisch- und Wassermischung aufgebrüht wird. In die Kategorie „Brühwurst“ fallen beispielsweise sämtliche Sorten an Fleischwurst, Wiener oder Frankfurter Würstchen sowie Leberkäse. Man unterscheidet insgesamt vier Gruppen von Brühwürsten:

 

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  • Brühwürstchen: Hierzu zählen Bockwürstchen, Debreziner und Wiener beziehungsweise Frankfurter Würstchen.
  • Fein zerkleinerte Brühwürste: Beispiele sind etwa Lyoner, Leberkäse Weißwürste oder Burenwurst.
  • Grobe Brühwürste: Hierunter fallen Krakauer, Krainer, Bier- oder Jagdwurst.
  • Brühwürste mit Einlage, also beispielsweise Bierschinken oder Käsekrainer.

Neben den Brühwürsten gibt es noch andere Wurstarten, etwa Rohwürste, zu denen auch die Salami zählt,oder Kochwürste.

Wie wird eine Brühwurst hergestellt?

Bei der Fertigung einer Brühwurst kommen zunächst Fleisch und Speck in den Fleischwolf. An diesen Verarbeitungsschritt schließt sich das Kuttern an. Kuttern meint eine zusätzliche Zerkleinerung und die Vermischung des Fleischs mit anderen Lebensmitteln, vorrangig mit Wasser oder Eis. Während der Brühwurst-Herstellung ist es wichtig, die Wurstmasse, das sogenannte Brät, durchgängig zu kühlen.

Sind alle Zutaten eingerührt, wird das Brät in Wursthüllen gefüllt. Hierbei handelt es sich meist um Därme. Bei der Bratwurst-Herstellung kommt beispielsweise vorrangig ein Schweine- oder Schafdarm, der sogenannte Schafssaitling, zum Einsatz. Die Brühwurst gart mitsamt ihrer Hülle bei 70 bis 75 Grad Celsius unter feuchter oder trockener Hitze. Durch das Garen erhält die Wurst ihre Schnittfestigkeit.

Brühwürste: Verpackungen und Haltbarkeit

Brühwürste erhältst du in unterschiedlichen Verpackungen. An der Fleischtheke wird die jeweilige Wurst in der Regel vor deinen Augen abgepackt. Des Weiteren gibt es Brühwürste auch in fest verschlossenen Verpackungen. So sind Wiener Würstchen oftmals in Gläsern oder Dosen abgefüllt. Solche Würstchen wurden mit Hitze sterilisiert und sind verschlossen besonders lange haltbar. Nach Anbruch sollten allerdings auch diese Würste zügig verzehrt werden.

Bratwürste sind meist von einer vakuumdichten Folie umschlossen. Beachte dabei die verkürzte Haltbarkeit: Meist lassen sie sich nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bratwürste solltest du also zeitnah nach dem Kauf verzehren. Dies gilt insbesondere nach Anbruch der Verpackung.

Woraus bestehen Brühwürste?

Handelsübliche Brühwürste beinhalten in der Regel:

  • 50 % mageres Fleisch, beispielsweise vom Rind, Kalb oder Schwein
  • 25 % Speck
  • 25 % Wasser

Die Mischung kann im Einzelfall abweichen. So werden je nach Wurstsorte weitere Rohstoffe und Zutaten, etwa Pistazien, Paprika oder Champignons eingesetzt, um den Brühwürsten einen besonderen Geschmack zu verleihen.

Brühwürste zubereiten: So geht’s

Kochen oder kalt essen? Es gibt viele Wege, wie du Brühwürste zubereiten kannst.Manchmal eignet sich eine Brühwurst kalt als leckerer Brotbelag. Ein Beispiel hierfür ist die Fleischwurst.Auch Bierschinken oder Jagdwurst schmecken auf einem Brötchen oder in einem Sandwich richtig gut.

Bratwürste werden tatsächlich meist gebraten – auch wenn dies wahrscheinlich nicht ihr Namensursprung ist. Die Bezeichnung leitet sich nämlich vom althochdeutschen Wort „brato“ ab, das „schieres Fleisch“ oder auch „Weichteile“ bedeutet. Die Bratwurst ist auch gegrillt ein echter Leckerbissen.

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Ein Tipp für die Zubereitung: Überbrühe deine Bratwurst kurz, bevor du sie grillst oder in der Pfanne brätst. Das hat mehrere Vorteile: Zunächst kannst du deine Bratwurst so etwas vorgaren und mögliche Keime reduzieren. Zudem verminderst du das Risiko, dass deine Brühwurst aufplatzt.

Andere Brühwürste, wie etwa die Burenwurst, werden gekocht. Wie lange eine Brühwurst im kochenden Wasser liegen sollte, ist abhängig von ihrer Größe. Üblicherweise legt man eine Wurst etwa zehn Minuten lang ins Wasser.

Manchmal gibt es auch mehrere Zubereitungsmöglichkeiten für eine Wurstsorte – ein Beispiel hierfür ist das Wiener Würstchen: Es kann gekocht, gegrillt oder auch kalt gegessen werden.

Die beliebtesten Brühwurstsorten

In Deutschland sind zahlreiche Brühwurstsorten bekannt – allein bei der Bratwurst zählt man etwa 50 Sorten deutschlandweit. Zu den beliebtesten Brühwürsten zählen unter anderem:

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  • Fleischwurst beziehungsweise Lyoner
  • Bierschinken
  • Weißwurst
  • Jagdwurst
  •  Gelbwurst
  • Krakauer Wurst
  • Wiener beziehungsweise Frankfurter Würstchen

Bei der Bezeichnung der Wurst ist Präzision gefragt. So dürfen als „Frankfurter“ nur solche Würstchen bezeichnet werden, die im Raum Frankfurt hergestellt werden. In Österreich hat sich der Name umgangssprachlich allerdings für die Würstchen durchgesetzt, die in Deutschland als „Wiener“ bekannt sind. Frankfurter Würstchen haben Spitzenqualität. Sie enthalten eine Mischung aus magerem Schweinefleisch und leicht gesalzenem Speck, die gegen Ende des Fertigungsprozesses kalt geräuchert wird.

Bei den Wiener Würstchen handelt es sich um eine Abwandlung der Frankfurter. Sie bestehen ebenfalls aus Schweinefleisch und Speck, manchmal auch das Fleisch eines Jungbullens, und können sowohl Spitzen- als auch mittlere Qualität besitzen. Woher die Bezeichnung „Wiener Würstchen“ stammt, kann nicht mehr vollständig nachvollzogen werden: Möglicherweise geht der Namensursprungauf Johann Georg Lahner zurück, dem auch die Erfindung der Frankfurter Würstchen zugeschrieben wird. Lahner war im frühen 19. Jahrhundert ein Metzger aus Frankfurt, der später nach Wien zog.

Eine Bockwurst ist ein Brühwürstchen, das etwas fetteres Schweinefleisch enthält. Charakteristisch für die Bockwurst ist ihr herzhafter Geschmack, den sie durch das Räuchern erhält.

Wird eine Wurst als „einfacher Knacker“ bezeichnet, sollte sie einen Durchmesser von etwa 32 Millimetern besitzen.

Würstchen in Eigenhaut sind solche, die bei denen der Kunstdarm entfernt wurde. Diese Brühwürste besitzen keine Pelle.

Regionale Brühwurst-Traditionen

Welche Brühwurst die beliebteste ist, unterscheidet sich in Deutschland je nach Region. In Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet ist die Currywurst beispielsweise ein besonders begehrter Snack für zwischendurch – in der bekannten Kombination mit Pommes wird sie sogar zur vollständigen Mahlzeit. Ob an der Bude oder in einem Sterne-Restaurant: Das Gericht findet in allen Gesellschaftsschichten Anklang. In Thüringen legt man vorwiegend würzige rote Bratwürste auf den Grill. Als Beilage dient meist scharfer Senf. Dagegen haben in Nürnberg Rostbratwürste in Fingergröße Tradition. Diese werden mit Sauerkraut, Kartoffelpüree oder einfach nur mit scharfem Meerrettich serviert.

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Die Weißwurst wird in Bayern möglichst noch vor zwölf Uhr mittags gegessen. Diese Tradition besteht aus gutem Grund, denn Weißwürste sollten frisch, also kurz nach ihrer Herstellung, verspeist werden. Vakuumverpackte und im Kühlschrank aufbewahrte Weißwürste halten sich üblicherweise ein wenig länger.

Beim Essen gibt es eine weitere Besonderheit: Weißwürste werden nicht zerschnitten, sondern gezuzelt, also aus ihrer Pelle gesaugt. Diese besondere Brühwurst wird traditionell mit süßem Senf und Brezeln serviert.

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