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Algenöl – wertvoller Omega-3-Spender

Algenöl im Glas.

Milder Geschmack und reich an Omega-3-Fettsäuren – das ist Algenöl. Ein Produkt, das erst vor wenigen Jahren entwickelt wurde und als sogenanntes „neuartiges Lebensmittel“ gilt. Was genau ist Algenöl? Wie wird es hergestellt? Und wie steht es um den Geschmack?

Was ist Algenöl?

Genauso wie bei Sonnenblumen- und Olivenöl handelt es sich auch bei Algenöl um pflanzliches Öl. Es wird aus sogenannten Mikroalgen hergestellt. Infrage kommen dafür beispielsweise die Algenarten Schizochytrium und Ulkenia. Diese Mikroalgen sind aufgrund ihrer geringen Größe mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Sie enthalten eine große Portion der beiden Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA). Diese sind für den menschlichen Körper essenziell und stecken normalerweise in fettem Seefisch. Wer diesen nicht verzehren möchte oder kann, greift stattdessen zu Algenöl.

Das typische Algenaroma, das du vielleicht von Sushi oder anderen Gerichten mit Algen kennst, darfst du bei Algenöl nicht erwarten. Der Geschmack des Algenöls ist sehr mild und eher neutral. Mitunter wird Algenöl jedoch mit anderen Ölen, wie z. B. Leinöl, Hanföl oder Weizenkeimöl, vermischt. Auch Zitruszusätze kommen manchmal vor. Ist dies der Fall, können die zusätzlichen Inhaltsstoffe den Geschmack des Algenöls beeinflussen.

Herstellung von Algenöl

Die Gewinnung von Algenöl erfolgt unter streng kontrollierten Bedingungen. Die benötigten Algen werden nicht aus dem Meer gefischt, sondern in großen Tankanlagen an Land gezüchtet. In diesen Anlagen setzt man sogenannte Algenkulturen an, die in künstlich hergestelltem Meerwasser wachsen. Meist werden die Algen in Schlauch- oder Röhrensystemen untergebracht, in denen sie unter Sonneneinstrahlung besonders gut wachsen können. Danach erfolgt die Fermentation und die Biomasse wird entwässert. Mithilfe von Zentrifugen wird anschließend das Öl aus den Algen gewonnen. Danach wird es nur noch gereinigt und in Flaschen abgefüllt oder in Kapseln verpackt.

Gut zu wissen

Der Vorteil der etwas aufwendigen Herstellungsmethode von Algenöl: Im Vergleich zu Mikroalgen, die direkt aus dem Meer gewonnen werden, ist die kontrollierte Zucht in geschlossenen Systemen an Land garantiert schadstofffrei.

Nährstoffe: Wie gesund ist Algenöl?

Die Zusammensetzung der Nährwerte in Algenöl hängt stark von der konkreten Kombination der Inhaltsstoffe ab. Da das reine Öl ausschließlich aus Fett besteht, enthalten 100 ml Öl 100 g Fett und rund 900 Kalorien. Allerdings ist die empfohlene maximale Verzehrmenge pro Tag auf wenige Milliliter begrenzt, sodass der Kaloriengehalt kaum ins Gewicht fällt.

Algenöl wird häufig auch als veganes Fischöl bezeichnet. Tatsächlich ähneln die Inhaltsstoffe einander. Die wichtigsten Bestandteile sind Omega-3-Fettsäuren. Wie viele dieser Fettsäuren enthalten sind, hängt vom jeweiligen Produkt ab: Da dem Algenöl teilweise einige andere Ölsorten beigemischt werden, kann die genaue Konzentration der Omega-3-Fettsäuren stark schwanken.

Die Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure benötigt der Körper für verschiedene Stoffwechselprozesse. Der Stoff ist außerdem in Kombination mit Docosahexaensäure an der Blutgerinnung sowie der Blutdruckregulation beteiligt. Docosahexaensäure ist ein wichtiger Bestandteil von Nervenzellmembranen im Gehirn und der Netzhaut. Grundsätzlich kann der Mensch beide Omega-3-Fettsäuren auch aus α-Linolensäure synthetisieren, allerdings ist die Bioverfügbarkeit hier begrenzt.

Gut zu wissen

Der Jodgehalt in Algenöl ist meist relativ gering. Dafür sorgen die kontrollierten Bedingungen bei der Herstellung. Allerdings ist der Jodgehalt nicht bei jedem Öl gleich, weshalb empfindliche Personen die konkreten Herstellerangaben prüfen sollten.

Wie kann man Algenöl in der Küche verwenden?

Um die gewünschte Algenölwirkung zu erzielen, sollte das Öl in der Küche immer kalt verwendet werden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können beim Erhitzen zerstört werden und sind dann für den Körper weniger wertvoll. Zudem ist es möglich, dass sich beim Erhitzen unerwünschte Nebenprodukte bilden. Ebenfalls wichtig: Du solltest dich immer an die empfohlene Tagesdosis halten – diese beschränkt sich je nach Produkt auf wenige Esslöffel, Milliliter oder Tropfen.

Wegen des milden Geschmacks kannst du Algenöl auch pur verzehren. Ebenso kann es eine sinnvolle Ergänzung für verschiedene Snacks und Gerichte sein, beispielsweise, wenn du es zum Verfeinern nutzt. Hierfür eignen sich:

  • Smoothies
  • Salate

  • Bowls

  • Müslis

  • Shakes

  • Quarks

  • Joghurts

Gut zu wissen

Menschen mit Blutgerinnungsstörungen sollten die Dosierung von Algenöl mit ihrem Arzt absprechen, da es zu Wechselwirkungen zwischen Omega-3-Fettsäuren und blutgerinnungshemmenden Medikamenten kommen kann.

Lagerung und Haltbarkeit von Algenöl

Da Mikroalgen das ganze Jahr über gezüchtet werden können, handelt es sich bei Algenöl nicht um einen saisonalen Artikel. Du kannst das Produkt das ganze Jahr über kaufen. Immer mehr gut sortierte Supermärkte nehmen die vegane Alternative zu Fischöl in ihr Sortiment auf. In ausgewählten Reformhäusern und Drogerien ist es bereits seit Längerem als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Wie jedes andere Öl solltest du Algenöl an einem möglichst dunklen, kühlen Ort lagern. Durch den Einfluss von Licht und Sauerstoff kann das Öl nämlich ranzig werden. Für gewöhnlich kann verschlossenes Öl so bis zu einem Jahr gelagert werden. Sobald die Flasche angebrochen ist, wandert das Algenöl am besten in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 30 Tagen aufgebraucht werden.

Leckere Rezepte, die du mit Algenöl verfeinern kannst

Sellerie-Smoothie
  • Vegetarisch
  • Vegan
  • Laktosefrei
15min
Einfach
Bircher Müsli
  • Vegetarisch
  • Wenig Zucker
2h 15min
Einfach
Sattmacher-Salat
  • Vegetarisch
30min
Einfach
Müsli mit Joghurt und Trauben
  • Vegetarisch
10min
Einfach