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Sushi selber machen: Rezepte & Tipps

Maki Rollen mit Wasabi, Sojasoße und Ingwer
Sushi Icon

Sushi-Fans aufgepasst! Sushi selber zu machen ist gar nicht so schwer wie du denkst. Wir verraten dir hier ein paar Tricks, die du bei der Zubereitung beachten solltest. Außerdem gibt es jede Menge Rezepte und Videos, mit denen dein Sushi ruck zuck richtig gerollt ist.

Sushi selber machen für Anfänger: Was braucht man alles für Sushi?

Reis, Fisch, Avocado, eingelegter Ingwer (Gari) und Wasabi: An diese Zutaten denkt man als erstes, wenn man Sushi selber machen möchte. Daneben benötigst du noch: 

Welchen Reis nimmt man für Sushi?

Eine der Hauptzutaten von Sushi ist Reis. Wer Sushi zum ersten Mal selbst zubereitet, sollte sich speziellen Sushi-Reis kaufen. Den gibt es in vielen größeren Supermärkten sowie im Asia-Laden. Bei Sushi-Reis handelt es sich um einen Rundkornreis, der besonders gut klebt. Nimmst du stattdessen Basmatireis oder einen anderen Langkornreis, fallen deine Sushi-Rollen auseinander.

Sushi selber machen Reis

Gut zu wissen: Wie viel Sushi-Reis benötige ich pro Person? 

Die einen bekommen von Sushi nicht genug, andere sind nach 5 Röllchen satt – eine genaue Mengenangabe zum Thema Reis ist schwierig. Du kannst jedoch grob mit diesen Werten rechnen: 

Nimm 150 g rohen Reis pro Person. Daraus bekommst du bis zu 12 Nigiri Sushi oder 4 lange Maki-Rollen. Diese Mengen passen auch grob als Antwort auf die Frage, wie viel Sushi man pro Person rechnen sollte.

Welcher Lachs eignet sich für Sushi?

Egal ob Lachs oder Thunfisch: Wer Sushi selbst zubereitet, sollte beim Fisch auf absolute Frische achten. Tiefgefrorener Fisch eignet sich nicht. Bestelle den Fisch am besten beim Fischhändler und zwar in Sushi-Qualität. Damit ist klar, dass Lachs und Co. roh verzehrt werden und so frisch wie möglich sein müssen. 

Was kann man alles in Sushi machen?

Bei Sushi denken die meisten an Fisch. Dabei kann man Sushi problemlos vegetarisch zubereiten. Hier eignen sich Avocado, Gurke und Möhren gut für die Füllung, aber auch eingelegte Paprika und Tofu, wenn es vegan sein soll. Wer mag, kann auch süßes Sushi zubereiten. Besonders gut schmecken Füllungen mit Banane, Mango oder Erdbeeren. Der große Vorteil beim Sushi selber machen ist, dass du deine Ideen für Füllungen alle umsetzen kannst

Das sind unsere Top 10 Sushi Rezepte

Egal ob du Sushi selber machen möchtest mit Thunfisch, Lachs oder vegetarisch: Das sind die besten Rezepte. Dank genauer Erklärung eignen sie sich auch für Anfänger:innen. 

Sushi aus Fjordforelle
  • Laktosefrei
  • Glutenfrei
1h 40min
Mittel
Sushi Maki
  • Laktosefrei
1h
Mittel
Selbstgemachtes Sushi
  • Laktosefrei
  • Vegan
  • Vegetarisch
1h
Einfach
Keto Sushi
  • Wenig Zucker
  • Glutenfrei
  • Low Carb
35min
Mittel
Maki-Sushi mit Garnelen
  • Laktosefrei
  • Glutenfrei
1h 55min
Mittel
Maki-Sushi mit Forelle
  • Glutenfrei
1h 50min
Mittel
Maki Sushi mit Lachs und Avocado
  • Laktosefrei
  • Glutenfrei
1h 30min
Mittel
California Rolls mit Surimi
  • Laktosefrei
  • Glutenfrei
1h 30min
Mittel

Maki, Nigiri & Co.: kleiner Überblick über die verschiedenen Sushi-Formen

Maki

Maki-Sushi ist der Klassiker, den die meisten mit Sushi verbinden. Dabei handelt es sich um gerollte Sushi, die von einem Noriblatt umhüllt werden. Unterschieden wird in Hoso-Maki, den kleinen Rollen mit maximal zwei Zutaten und Futo-Maki, den etwas größeren Rollen mit drei oder mehr Zutaten.

Temaki Sushi – spitze Sushi-Tütchen mit frischem Inhalt

Anders als alle anderen Unterarten kommt Temaki Sushi nicht in der typischen Rollenform daher, sondern wird in einer Weise angerichtet, die an eine Eistüte erinnert. Aus dem Noriblatt wird eine spitze Tüte geformt, die dann mit gesäuertem Reis, Gemüse und frischem Fisch befüllt wird. Bei dieser Variante wird zur Herstellung keine Bambusmatte benötigt.

Nigiri

Nigiri-Sushi werden nicht gerollt, sondern mit den Fingern in eine längliche Form gebracht und mit Fisch & Co. belegt.

California Rolls/Ura-Maki

California Rolls sind auch als Inside-Out-Rolls bekannt. Hier werden Fisch und Gemüse im Noriblatt eingerollt, das wiederum von Reis umschlossen wird.

Chirashi-Sushi

Wer sich nicht zutraut, Sushi selbst zu rollen, der kann sich zunächst einmal an Chirashi-Sushi versuchen. Diese Variation wird auch als Streu-Sushi bezeichnet, da hier die verschiedenen Bestandteile auf der Grundlage des gesäuerten Reises angerichtet werden. Ob Lachs, Tofu oder Avocado als Topping gewählt werden, ist dabei ganz egal. Beim Chirashi-Sushi sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Daher eignet sich diese Variante besonders für Neulinge der Sushi-Zubereitung.

Oshi-Sushi – gepresste Delikatesse

Man könnte Oshi-Sushi auch als eine spezielle Unterart des Nigiri-Sushis bezeichnen. Hier bildet Reis ebenfalls die Basis, allerdings werden dieser und Belag in einer speziellen Holzform zusammengepresst und anschließend geschnitten. Daher ist diese Art des Nigiri sehr kompakt. Häufig wird nur ein Belag auf den Reis gepresst, es ist aber auch möglich, Sushi mit verschiedenen Schichten entstehen zu lassen. Weiche Zutaten wie Avocado sollten dabei allerdings nicht als äußere Schicht verwendet werden. Lachs hingehen hält dem Druck eher Stand und kann einen Abschluss bilden.

Sushi-Reis kochen: so geht's

Bevor es ans Sushi-Rollen geht, muss der Reis gekocht werden. Die Zubereitung von Sushi-Reis ist ein wenig anders als das Kochen von Langkorn-Reis. 

  • 500 g Reis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Verrühren, Wasser abgießen und Vorgang so lange wiederholen bis das Wasser klar bleibt.
  • Abgetropften Reis zusammen mit 550 ml Wasser in einen Topf geben und 30 Minuten einweichen.
  • Reis aufkochen und 4 Minuten kochen, dann bei kleinster Stufe 15 Minuten köcheln lassen.
  • Reis vom Herd nehmen und 20 Minuten ziehen lassen.
  • Reis mit 100 ml Sushi-Essig verrühren.

Sushi richtig rollen für Anfänger: Videoanleitung

Damit deine Sushi Rollen perfekt in Form kommen, gibt es ein paar Tricks beim Rollen. Diese Tipps solltest du beachten: 

  • Noriblatt so auf die Bambusmatte legen, dass die glatte Seite unten ist.
  • Reis gleichmäßig auf dem Algenblatt verteilen, dabei 2-3 cm Platz oben und unten lassen. 
  • Füllung nur im unteren Drittel verteilen.  
  • Oberen Rand des Noriblattes mit Wasser anfeuchten. 
  • Sushi rollen, dafür Bambusmatte heben und mit den Zeigefingern zusammendrücken. Eng aufrollen, mit den Fingerspitzen nachdrücken. 

Nigiri Sushi selber machen

Wer das erste Mal Sushi selber macht, sollte sich für Nigiri entscheiden. Die Zubereitung gelingt besonders einfach und geht relativ schnell. Den Sushi-Reis wie oben beschrieben zubereiten und dann mit leicht feuchten Händen zu ovalen Bällchen formen. Etwas Wasabi auf den Reis geben und mit einem Stück frischem Lachs, Gurke, Avocado oder Tofu belegen.

Maki Sushi selber machen

Keine Lust auf Nigiri? Auch Maki Röllchen kann man gut selber machen. Du benötigst neben den Sushi-Zutaten eine Bambus-Matte und ein scharfes Messer.

  • Nori-Alge mit der rauen Seite nach oben auf eine Bambusmatte legen. Den gekochten Reis etwa 1 cm hoch auf dem Blatt verteilen, dabei am oberen Rand ca. 2 cm Platz lassen, an den anderen drei Rändern ca. 1 cm frei lassen.
  • Das untere Drittel mit frischem Fisch, Gemüsesticks und etwas Wasabi belegen. Darauf achten, dass das Gemüse fein geschnitten ist. Die Zutaten quer auflegen, damit man die Sushi nachher besser rollen und schneiden kann.
  • Mithilfe der Bambusmatte das Noriblatt aufrollen, einmal festdrücken, den freigelassenen Rand mit Wasser befeuchten, noch einmal festdrücken und mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm dicke Röllchen schneiden.

California Rolls selber machen

Echte Sushi-Profis können sich auch an die beliebten Inside-Outs-Rolls trauen. Mit ein paar kleinen Tricks gelingen sie ganz leicht.

  • Bambusmatte komplett in Frischhaltefolie einhüllen, damit sich die Rolle später besser ablösen lässt.
  • Die glänzende Seite des Noriblatts mit gekochtem Reis belegen und anschließend zum Beispiel mit Sesamsamen bestreuen. Bambusmatte auflegen und vorsichtig umdrehen, sodass die raue Seite des Blatts oben ist. Diese wird nun im unteren Drittel mit Lachs oder Avocado belegt. Unten ca. 2 cm Platz lassen und nur einen schmalen Streifen belegen.
  • Noriblatt mithilfe der Bambusmatte aufrollen, Matte vorsichtig ablösen und mit einem scharfen Messer in Röllchen schneiden.

Sushi selber machen: vegetarisch

Es gibt viele vegetarische Sushi-Rezepte, die richtig gut schmecken. Besonders gut eignen sich Maki Sushi und Nigiri-Sushi für Veggie-Varianten. Tausch bei der Sushi Zubereitung einfach Lachs und Thunfisch gegen vegetarische oder vegane Zutaten aus. Besonders gut eignen sich Avocado, Gurke, Möhren oder Tofu. Weg mag, kann sein veganes Sushi auch mit Karotten-Lachs kombinieren oder Thunfisch-Ersatz auf Wassermelonenbasis. 

Vegetarisches Maki Sushi
  • Vegetarisch
  • Vegan
  • Laktosefrei
1h 30min
Mittel
Veggie-Maki-Sushi mit gegrillter Paprika
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
1h 55min
Mittel
Vegane Gurken-Sushi-Roll
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
35min
Mittel
Wassermelonen-Thunfisch Nigiri
  • Vegetarisch
  • Vegan
6h 30min
Mittel

Sushi selber machen: frittiert

Frittiertes Sushi ist ein Trend, der den einen erfreut und die andere entsetzt. Falls du den Trend mal probieren möchtest, kannst du ihn leicht zu Hause nachmachen. Er eignet sich am besten für Maki Sushi. So geht’s: 

  • Maki Sushi wie gewohnt zubereiten, aber noch nicht in mundgerechte Röllchen schneiden. 

  • Tempurateig zubereiten, z. B. nach diesem Rezept für Tempura-Gemüse

  • Lange Maki Rollen durch den Tempurateig ziehen, sodass sie vollständig bedeckt sind. Dann in Pankomehl wälzen und 1-2 Minuten goldbraun frittieren. 

Wie heißt frittiertes Sushi?

Frittiertes Sushi heißt Age-Sushi oder Crispy Rolls. 

Wie lange ist Sushi haltbar?

Hast du mal zu viel Sushi selber gemacht oder bestellt, kommt schnell die Frage auf, ob man Sushi noch am nächsten Tag essen kann. Klassisches Sushi mit Thunfisch oder Lachs solltest du am selben Tag essen. Hast du vegetarisches Sushi zubereitet, kannst du das auch noch zwei Tage später essen. 

Sushi vorbereiten

Sushi selber machen dauert seine Zeit. Ein paar Zutaten kannst du jedoch gut vorbereiten. Schneide das Gemüse z. B. schon vorher klein und stell es, luftdicht verschlossen, in den Kühlschrank. Auch Sushi-Reis kannst du vorbereiten. Allerdings solltest du ihn am selben Tag kochen und bis zur Verwendung kühl lagern.

Wie gesund ist Sushi?

Reis, Gemüse, Fisch: Sushi versorgt dich mit vielen verschiedenen Nährstoffen, u.a. hochwertigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Isst du besonders gern Maki Sushi oder Te-Maki Sushi, die in Algenblätter eingerollt werden, solltest du es jedoch nicht übertreiben. Algenblätter enthalten viel Jod. Stiftung Warentest hat in einigen Proben auch hohe Werte von Schwermetallen gefunden, die sich in Algen anreichen können. Deswegen: Genieß die Portion Sushi ab und an, greif aber nicht täglich zu. Und auch wenn Lachs eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist: Roher Fisch ist auch eine potenzielle Quelle für Bakterien und Keime. Sushi sollte deswegen nur mit besonders frischem Fisch verzehrt werden. 

Welches Sushi darf man in der Schwangerschaft essen?

Während der Schwangerschaft sollte die werdende Mama auf rohes Fleisch und rohen Fisch komplett verzichten. Damit ist klassisches Sushi vom Speiseplan gestrichen, du kannst aber problemlos vegetarisches Sushi zubereiten. Gut verträglich ist beispielsweise Nigiri-Sushi, das du mit Avocado oder Gurke belegst. 

Gut zu wissen: Auch Maki und Temaki Sushi solltest du lieber meiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät vom Verzehr von Algen während der Schwangerschaft ab. 

Wie viele Kalorien hat Sushi?

Wie viele Kalorien Sushi hat, ist sehr unterschiedlich und kommt darauf an, womit der Reis kombiniert wird. Generell gilt, dass vegetarisches Sushi weniger Kalorien hat als klassisches Sushi mit Fisch. Auch Mayonnaise und Doppelrahmfrischkäse, die teilweise für die Füllung verwendet werden, liefern reichlich Kalorien. Gleiches gilt für frittierte Age-Sushi. 

Wer Sushi genießen und abnehmen möchte, sollte sein Sushi selber machen und fettreiche Zutaten weglassen. Auch den Reis sollte man reduzieren. Am kalorienärmsten sind Temaki Sushi mit Gemüse. Oder probier mal diese Gurken-Sushi-Roll 

Vegane Gurken-Sushi-Roll
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
35min
Mittel

Sushi 

Kalorien 

100 g California Roll 

93 kcal 

100 g Gurken Maki 

93 kcal 

100 g Lachs Maki 

163 kcal 

100 g Lachs Nigiri 

181 kcal 

Sushi selber machen Maki

Sushi-Etikette — Wie isst man Sushi richtig?

Beim Sushi-Essen lauern viele Fallstricke. Isst man die Happen mit den Fingern oder doch mit Stäbchen? Welche Seite muss beim Sushi nach oben und wie unterscheidet sich die Esskultur in verschiedenen Restaurants?

Stäbchen oder keine Stäbchen? Das ist hier die Frage

In Japan wird Sushi mit den Fingern gegessen. Es handelt sich also eigentlich um klassisches Fingerfood. In Deutschland hat es sich durchgesetzt, Sushi mit Essstäbchen zum Mund zu führen. Da die Reisseite in der Regel nach oben zeigt, kannst du die Bissen mit Stäbchen gekonnt am Noriblatt packen. In Japan würdest du mit Stäbchen im Sushi-Restaurant eher unangenehm auffallen. In Deutschland ist es allerdings unüblich, Sushi mit den bloßen Händen zu anzufassen. Orientiere dich also am besten an deiner Umgebung und verzehre das Sushi so wie es in der jeweiligen Umgebung üblich ist.

Achtung beim Dippen!

Wenn du deine Sushi in Sojasauce tunken möchtest, solltest du unbedingt darauf achten, niemals den Reis in die Sauce zu dippen. Zum einen wird dieser so feucht und das kunstvolle Gebilde verliert an Stabilität, zum anderen gilt es als Fauxpas, Sesam- oder Reiskörner in der Sojasauce zurückzulassen. Dippe daher nur das Noriblatt oder den Fisch in die Sauce.