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Natürlich denkt man bei Gluten sofort an Brot und Gebäck, aber Gluten wird auch bei der Herstellung von Fertiggerichten, Suppen, Soßen, Pommes frites, Wurst, Frischkäse, Gewürzmischungen, Ketchup, Chips, Nuss-Nugat-Cremes, Kroketten, Eis und Joghurt verwendet. Seit 2005 ist Gluten in Nahrungsmitteln kennzeichnungspflichtig, was es Betroffenen erleichtert, Produkte mit Gluten zu erkennen.

Für wen ist die Vermeidung von Gluten relevant?

Da die notwendige, strikte Einhaltung einer glutenfreien Diät Aufwand und Kosten bedeutet, sollte vor Beginn einer solchen Ernährung eine gesicherte Diagnose stehen. Im Kontext von Gluten gibt es drei Krankheitsbilder, die voneinander unterschieden werden: Zöliakie, Glutensensitivität und Weizenallergie. Bei der Diagnose hilft Ihnen ein spezialisierter Gastroenterologe.

Zöliakie, Glutensensitivität, Weizenallergie: Wo liegen die Unterschiede?

Wer glaubt, Gluten nicht zu vertragen, sollte bei einem Spezialisten abklären lassen, ob und um welche Erkrankung es sich handelt.

 

Bei der Zöliakie handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung des Magen-Darm-Traktes, bei der durch Kontakt mit Gluten Antikörper gebildet werden, die körpereigenes Darmgewebe zerstören.

Wer nicht unter Zöliakie leidet und auch keine Weizenallergie hat, aber trotzdem von einer glutenfreien Ernährung profitiert, leidet möglicherweise unter einer Glutensensitivität. Die Symptome ähneln denen der Zöliakie, aber es sind keine Antikörper vorhanden. Betroffene erhalten häufig die Diagnose Reizdarmsyndrom, können sich aber mit einer glutenfreien Ernährung gut behelfen.

Bei der Weizenallergie bildet der Körper T-Lymphozyten oder spezifische Immunglobulin-E-Antikörper, die sich gegen im Weizen enthaltene Allergene richten. Eine Weizenallergie ist bei Kindern deutlich häufiger als bei Erwachsenen. Kommen betroffene Kinder mit Weizen in Kontakt, treten vor allem Atemwegsbeschwerden und Hautreaktionen, wie Ausschläge, auf. Bei Erwachsenen führt der Kontakt mit Weizen eher zu Verdauungsbeschwerden.