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Linsen

Linsen

Die Hülsenfrüchte gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Schon vor rund 45.000 Jahren standen Linsen auf den Speiseplänen unserer Vorfahren. Seitdem werden von der Linsenpflanze die kleinen, abgeflachten und rundlichen Samen gegessen. Doch was sind eigentlich Linsen? Welche unterschiedlichen Sorten gibt es und wie verwendest du Linsen am besten in der Küche?

Was sind Linsen?

Die Linse – auch Küchenlinse genannt – stammt aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Ihr botanischer Name ist Lens culinaris. Die Linsenpflanze wächst etwa 10 cm bis 15 cm hoch. Zwischen April und September blüht sie in weiß oder blau, manchmal auch purpurfarben. Die essbaren Samen sind etwa 1 mm bis 2 mm dick und weisen einen Durchmesser von 3 mm bis 8 mm auf. Sie können grünlich, beige bis bräunlich, aber auch rötlich, orange oder schwarz sein.

Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt die Linse, wie man sie heute kennt, von der wilden Lens orientalis aus Kleinasien ab. Bereits vor der Domestikation der Linsen waren die kleinen Samen ein wichtiger Nährstofflieferant für die nordmediterranen Jäger und Sammler. Spätestens mit Beginn des Ackerbaus 11.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung entwickelte sich die Linse nachweislich zur Hauptnutzpflanze verschiedener Kulturen, die aus dem sogenannten fruchtbaren Halbmond stammen. Dabei handelt es sich um ein geografisches Gebiet, das sich vom heutigen Ägypten im Westen über Israel und Teile Syriens bis zum Persischen Golf im Osten erstreckt.

Heute werden Linsen auf dem ganzen Globus gegessen. Ihre Hauptanbaugebiete liegen in Kanada und Indien. In Europa befinden sie sich vor allem in Frankreich oder Spanien. Meistens werden sie gemeinsam mit Getreide als Mischkultur angebaut, da sie Rankhilfen benötigen. Seit einigen Jahren werden auch in Deutschland wieder Linsen gezüchtet: beispielsweise auf der Schwäbischen Alb, in Hessen und in Niederbayern. Die Sorten und Qualitäten der Linse werden nach Farbe und Größe unterschieden. Dabei gilt: je größer die Linse, desto teurer.

Linsen-Sorten

Grüne Linsen

Die bei uns bekannteste Linsenart ist die Grüne Linse. Dabei handelt es sich um frische, ungeschälte Hülsenfrüchte, die über einen gelben Kern verfügen, der sich aber im Laufe der Zeit braun färbt.

Braune Linsen

Nach längerer Lagerung nehmen die frischen Linsen eine braune Farbe an. Darunter leiden allerdings weder ihr Geschmack noch die Kochfähigkeit.

Beluga-Linsen

Unter dem Namen Beluga-Linsen sind kleine, schwarze Linsen bekannt, die optisch tatsächlich an Kaviar erinnern. Sie sind besonders aromatisch und schnell zubereitet. Auf dem Teller sorgen sie in Kombination mit hellen Lebensmitteln optisch für einen schönen Kontrast.

Gelbe Linsen

Gelbe Linsen sind geschälte Samen, die in kurzer Zeit zu einem Brei gekocht werden können. Dieser Sorte fehlt jedoch das typische Linsenaroma.

Rote Linsen

Die kleine Linsenart mit lilafarbener Schale und einem leuchtend orange-roten Kern kommt bei uns meist geschält in den Handel. Auch sie entwickelt sich im Kochtopf innerhalb kürzester Zeit zu einem Brei. Währenddessen verändert sich die leuchtend rote Farbe in ein sattes Gelb.

Linsen

Tellerlinsen

Diese Sorte ist auch bekannt als Hellerlinse. Sie ist relativ groß, aber flach. Der Durchmesser beträgt 6 mm bis 7 mm.

Zuckerlinsen

Mit einem Durchmesser von 4 mm sind diese Linsen besonders klein. Die dickbauchigen Samen verfügen über einen hohen Schalenanteil und sollen unter den zahlreichen Linsenarten über das beste Aroma verfügen.

Nährstoffe und Lagerung der Linse

Linsen überzeugen mit einem geringen Kalorien- und Fettanteil. Denn in 100 g stecken lediglich 270 kcal und 1,5 g Fett. Trotzdem sind Linsen echte Sattmacher mit einem Kohlenhydratanteil von 40 g. Außerdem sind sie ungeschält reich an Ballaststoffen: In 100 g stecken rund 11 g davon – das ist ein Drittel der Menge, die ein erwachsener Mensch am Tag zu sich nehmen sollten.

Mit Vitaminen und Mineralstoffen kann die Linse ebenfalls punkten: Sie enthält Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Zink, sowie reichlich Eisen und B-Vitamine, die besonders wichtig für das Nervensystem sind. Da Eisen in hohen Mengen enthalten ist, empfiehlt es sich besonders für Menschen, die sich vegan ernähren, oder jene mit Eisenmangel, häufiger zur Linse zu greifen.

Damit du von den ganzen Nährstoffen maximal profitierst, solltest du Linsen idealerweise an einem kühlen und dunklen Ort in einem luftdicht verschlossenen Gefäß lagern. Hast du sie bereits gekocht, hält sich das Lebensmittel gut verpackt bis zu fünf Tage im Kühlschrank.

Wie bereitet man Linsen zu?

Generell gilt beim Linsenkochen: zweimal so viel Wasser wie Linsen. Dabei solltest du einen etwas größeren Topf verwenden, da das Wasser beim Kochen aufgeschäumt wird. Koche das Wasser mit den Linsen einmal auf und stelle den Herd dann auf eine niedrige Stufe. Die Hülsenfrüchte können dann leicht vor sich hin köcheln. Bleibe beim Kochen dabei, damit das Wasser nicht überkocht.

Linsen haben die Eigenschaft, dass sie nicht richtig weich werden, wenn Salz zum Kochen verwendet wird. Möchtest du also weiche Linsen essen, solltest du kein gesalzenes Wasser verwenden. Etwas härtere Linsen eignen sich aber auch für einige Gerichte – zum Beispiel für einen leckeren Linsen-Salat.

Zudem variiert dieKochzeit je nach Linsensorte und Einweichzeit: Große Linsen sind nach 30 Minuten gar. Ohne vorheriges Einweichen kann dieser Prozess insgesamt bis zu einer Stunde dauern. Kleine Linsen, wie Beluga-Linsen, sind in etwa 20 Minuten fertig, während geschälte Linsen, wie die gelben oder roten Vertreter, nur 10 bis 15 Minuten garen müssen.

Die besten Rezepte mit Linsen

Als Beilage, im Brotaufstrich oder als klassischer Eintopf – Linsen lassen sich zu leckeren Gerichten verarbeiten.

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