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Grüne Bohnen – die vielseitige Gartenbohne

Grüne Bohnen.

Ob Bohnensalat, Birnen, Bohnen und Speck oder saure Bohnen: Grüne Bohnen sind aus der gutbürgerlichen Hausmannskost nicht wegzudenken. Bei vielen wecken in Einmachgläsern konservierte grüne Bohnen Erinnerungen an ihre Kindheit und Omas prall gefüllte Speisekammer. Warum die Gartenbohne so ein beliebtes Grundnahrungsmittel ist, woher sie kommt und was du bei der Zubereitung beachten solltest, erfährst du im folgenden Artikel.

Was sind grüne Bohnen?

Als grüne Bohnen werden verschiedene Arten der Gartenbohne bezeichnet, die auch als Gemüsebohnen oder in Österreich als Fisolen bekannt sind. Ihr botanischer Name lautet Phaseolus vulgaris. Zu den grünen Bohnen zählen beispielsweise Delikatess- oder Keniabohnen. Je nach Wuchsform können Gartenbohnen sowohl Stangenbohnen als auch Buschbohnen sein. Erstere brauchen während ihres Wachstums Rankhilfen, während Letztere frei wachsen. Im Unterschied zu anderen Bohnenarten können grüne Bohnen im Ganzen verzehrt werden. Ihre Hülsenfrüchte haben eine grüne Hülse, die zwischen 4 und 30 cm lang sein kann und Samen, die von 0,5 bis 3 cm groß sein können.

Entgegen ihrer Bezeichnung können grüne Bohnen je nach Sorte nicht nur grüne Hülsen, sondern auch gelbliche, weiße und violette Hülsen haben. Im frischen Zustand zeigt die Hülse eine kräftige, satte Farbe. Bricht man die Bohne in der Mitte durch, sollte es laut knacken. Grüne Bohnen haben einen feinen, milden Geschmack und sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Sie werden gerne als Bohnensalat oder Beilage zu Fleisch und Fisch, aber auch als Zutat in Currys, Suppen, Eintöpfen und vielen anderen Gerichten gegessen. Im Handel sind sie sowohl frisch als auch tiefgekühlt oder als Konserven erhältlich.

Fun Fact

Über ihre Wurzeln sind Gartenbohnen in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden. Dazu gehen sie eine Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien ein. Anders als andere Pflanzen können grüne Bohnen so auch in Böden wachsen, in denen kein Stickstoff vorhanden ist.

Herkunft und Geschichte von grünen Bohnen

Grüne Bohnen stammen ursprünglich aus Mittelamerika und gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Bereits die Bewohner:innen der Anden sollen das Gemüse vor rund 4.000 Jahren angebaut haben, das als wichtige pflanzliche Eiweißquelle geschätzt wurde. Nach Europa kam die Hülsenfrucht im 16. Jahrhundert durch die Kolonialmacht Spanien. Auf dem europäischen Kontinent verdrängte sie rasch die bis dahin hauptsächlich verzehrte Ackerbohne, die als „Arme-Leute-Essen“ galt. Heute sind Gartenbohnen weitverbreitet und werden in Deutschland neben dem landeseigenen Anbau hauptsächlich aus den Niederlanden, Italien, Spanien oder der Türkei bezogen.

Anbau von grünen Bohnen

In Deutschland haben grüne Freilandbohnen von Juni bis Ende September Saison. Ab Mai sind die frostempfindlichen Nutzpflanzen bereits aus dem Gewächshaus zu bekommen. Die einjährige Gartenbohne mag es sonnig und windgeschützt. Je nach Anbauart unterscheidet man zwischen Stangenbohnen und Buschbohnen. Während Stangenbohnen als Kletterpflanzen eine Rankhilfe benötigen, wachsen Buschbohnen in niedriger Höhe. Grüne Bohnen werden in noch unreifem Zustand geerntet, wenn die Samen noch nicht vollständig ausgebildet sind. Dann schmecken sie am besten, weil sie noch zart sind. Daher sind besonders jung geerntete Sorten wie Prinzess- oder Keniabohnen im Handel am beliebtesten.

Welche Sorten von grünen Bohnen gibt es?

Grüne Bohnen haben einige Unterarten, die sich in Aussehen und Verwendung unterscheiden. Folgende Arten sind die beliebtesten Sorten im Handel:

  • Keniabohnen: Keniabohnen zählen zu den Buschbohnen und haben ein zartes, stricknadeldünnes Aussehen. Im Vergleich zu anderen grünen Bohnen ist ihre Farbe oft etwas blasser. Da sie aus Kenia nach Deutschland importiert werden, gehören Keniabohnen mit zu den teuersten im Handel erhältlichen Gartenbohnen.
  • Brechbohnen: Diese Art der Buschbohnen heißt so, weil sie sich leicht brechen lässt, wenn sie frisch ist. Brechbohnen, auch als Filetbohnen bekannt, haben zwar weniger Samen, aber mehr Hülsenfleisch. Das macht sie als Gefriergut beliebt.
  • Prinzessbohnen: Prinzessbohnen sind auch als Delikatessbohnen bekannt und zählen ebenfalls zu den Buschbohnen. Als Delikatessbohnen werden kräftige Exemplare der Prinzessbohnen gehandelt. Im Querschnitt sind die Prinzessbohnen etwas dicker als Keniabohnen und haben wie diese eine fadenfreie Hülse. Sie sind im Handel oft in Konserven erhältlich.
  • Wachsbohnen: Diese auch unter der Bezeichnung Gelbe Bohnen bekannte Unterart der grünen Bohnen hat gelblich-blasse bis weiße Hülsen und wird heute fast nur noch als Buschbohne angebaut. Ihr Geschmack ist zart und schmackhaft. Fast weiße Wachsbohnen finden in der Lebensmittelherstellung meist als Sauerkonserven Verwendung, das heißt, sie werden mithilfe von Essig oder Milchsäurebakterien haltbar gemacht.
  • Blaue Bohnen: Eine Besonderheit der grünen Bohnen ist, dass es auch blaue Bohnen gibt, die eine violette Hülse haben. Beim Kochen verliert diese Bohnenart ihre intensive Farbe jedoch rasch und wandelt sich zu Grün oder Dunkelgrün. Blaue Bohnen können als Busch- oder Stangenbohnen angebaut werden und schmecken mild.

Nährstoffe: Wie gesund sind grüne Bohnen?

Mit nur 33 kcal pro 100 g haben grüne Bohnen einen niedrigen Kaloriengehalt. Die Kalorien setzen sich aus Eiweiß, Kohlenhydraten und so gut wie keinem Fett zusammen. Neben Erbsen sind grüne Bohnen das eiweißreichste heimische Gemüse. Die Hülsenfrüchte sind zudem reich an Vitaminen und Mineralstoffen, was nur einer der Gründe ist, warum grüne Bohnen so gesund sind. Sie enthalten besonders viel Vitamin C. Auch einige Vitamine der B-Gruppe kommen in grünen Bohnen vor, z. B. Vitamin B1, B2 und B6.

Neben Vitaminen sind grüne Bohnen reich an Mineralstoffen wie Calcium, Kalium und Magnesium

Spurenelemente wie Eisen und Zink machen das Nährstoffprofil der Gartenbohne komplett. Aufgrund der vielen wertvollen Vitalstoffe – und da sie eine gute pflanzliche Protein- und Ballaststoffquelle darstellen – sind grüne Bohnen eine ideale Ergänzung einer vegetarischen oder veganen Ernährung.

Nährwerte pro 100 g grüne Bohnen

Nährstoff 

Nährwerte pro 100 g 

Energie 

33 kcal 

Kohlenhydrate 

5,1 g 

Eiweiß 

2,4 g 

Fett 

0,2 g 

Calcium 

56 mg 

Eisen 

0,8 mg 

Kalium 

243 mg 

Magnesium 

26 mg 

Natrium 

2 mg 

Zink 

0,3 mg 

Vitamin B1 

0,08 mg 

Vitamin B2 

0,11 mg 

Vitamin B6 

0,28 mg 

Vitamin C 

19 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von grünen Bohnen

Frische grüne Bohnen solltest du am besten im Kühlschrank aufbewahren. Im Gemüsefach halten sie sich 1 bis 2 Tage. Danach verlieren sie rasch ihre Knackigkeit. Um die Hülsenfrüchte länger haltbar zu machen, kannst du sie kurz blanchieren, so bleiben sie kühl gelagert noch ein paar Tage länger knackig. Einlegen oder Einkochen sind traditionelle Methoden, um grüne Bohnen zu konservieren und bis zu einem Jahr haltbar zu machen.

Möchtest du grüne Bohnen einfrieren, ist das ebenfalls möglich. Dazu solltest du sie vorher putzen und kurz blanchieren, da sie sonst beim Auftauen matschig werden können. In luftdichte Beutel oder Behälter verpackt, halten sie im Gefrierschrank mehrere Monate.  

Grüne Bohnen in Konservendosen sind ungeöffnet bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum verzehrbar, meist aber viel länger. Geöffnete Konservendosen solltest du im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von zwei Tagen verzehren.

Zubereitung von grünen Bohnen

Grüne Bohnen sind in der Küche vielseitig verwendbar. Die Zubereitung ist leicht, denn die Bohnen können im Ganzen gekocht oder gedämpft werden. In Butter oder Speck geschwenkt, sind sie eine beliebte Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten. Aber auch als Salat, beispielsweise mit Kartoffeln oder anderen Bohnensorten, lassen sich grüne Bohnen zubereiten. Ein Klassiker der deutschen Hausmannkost ist Bohnensalat, der gerne zu Braten oder Buletten serviert wird.

Auch in Suppen oder Eintöpfen werden grüne Bohnen gerne verarbeitet. Aus Norddeutschland stammt beispielsweise das Eintopfgericht Birnen, Bohnen und Speck. Im Rheinland isst man die grünen Bohnen milchsauer vergoren als Saure Bohnen. Mit Stampfkartoffeln, Zwiebeln, Speck und Mettwurst werden sie als Eintopf zubereitet. Die Zugabe von Kümmel, Koriander oder Bohnenkraut macht die Bohnen bekömmlicher.

Aber auch in der internationalen Küche sind die Schnittbohnen beliebt. In Italien kommen sie etwa gedünstet mit gerösteten Pinienkernen und Kirschtomaten als Antipasti auf den Tisch. In China werden sie im Wok geschwenkt und mit eingelegtem Gemüse serviert, während man sie in Indien gerne mit Champignons oder Cumin und Fenchel isst.

Gut zu wissen

Warum sollte ich grüne Bohnen kochen?

Egal, wie grüne Bohnen bei dir auf den Teller kommen, eines solltest du bei der Zubereitung unbedingt beachten: Grüne Bohnen solltest du nie roh verzehren, denn sie enthalten den toxischen Eiweißstoff Phasin, der erst nach einer Kochzeit von rund 15 Minuten nicht mehr giftig ist.

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