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Okraschoten – knackiges Gemüse mit mild-säuerlichem Geschmack

Okraschoten in einer Schale.

In vielen Ländern gehören Okraschoten schon lange zu den Grundnahrungsmitteln. Doch auch in Mitteleuropa erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Das knackige Gemüse ist aufgrund seiner langen Schoten auch als Ladyfinger bekannt. Was du beim Kochen mit Okraschoten beachten solltest und wie du sie am besten lagerst, erfährst du hier.

Was sind Okraschoten?

Okraschoten, hierzulande auch als Gemüse-Eibisch bekannt, schmecken aufgrund ihres mild-säuerlichen und leicht pikanten Geschmacks eigentlich so gut wie jedem. Auch wenn sie zu den ältesten Gemüsen der Welt zählen, kommen sie hierzulande eher selten auf den Tisch. Zu Unrecht, denn Okras schmecken nicht nur richtig lecker, sie stecken auch voller guter Inhaltsstoffe.

Die Okra-Pflanze zählt zu den Malvengewächsen und stammt vermutlich aus Westafrika. Der etwa 2 m hohe Strauch trägt blassgelbe Blütenblätter, aus denen sich die sechseckigen Schoten ausbilden. Diese Fruchtkapseln sind etwa 10 bis 20 cm lang, hell- bis dunkelgrün oder rot und von einem leichten Flaum bedeckt. Im Inneren befindet sich weißes Fruchtfleisch mit kleinen Kernen, die problemlos mitgegessen werden können.

Geschmacklich erinnern Okras mit ihrem einzigartigen Aroma ein wenig an grüne Bohnen und Stachelbeeren. Beliebt sind sie vor allem in der afrikanischen, asiatischen, griechischen sowie türkischen Länderküche. Griechischen und türkischen Einwanderern haben wir es übrigens zu verdanken, dass sie auch hierzulande immer bekannter werden. Sie passen hervorragend zu Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichten und werde vor allem in Currys, Suppen oder Eintöpfen verwendet.

Herkunft und Geschichte von Okraschoten

Als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt wird die Okra-Pflanze bereits seit 3.000 Jahren in Westafrika angebaut. Forscher vermuten, dass sie aus Äthiopien stammt und ihre Schoten bereits von den Ägypter:innen verspeist wurden. Vermutlich war es der Sklavenhandel, der Okraschoten von Afrika aus nach Griechenland, die Türkei, den Nahen Osten und Asien brachte.

Vor rund 250 Jahren exportierten die Spanier:innen die grünen Schoten auf den amerikanischen Kontinent, wo sie in Ländern mit warmem, tropischem bis subtropischem Klima bis heute angebaut werden. Sie sind in vielen Ländern ein beliebtes Nahrungsmittel und Grundzutat einiger Gerichte. Eines ist etwa das typisch afrikanische Gumbo, ein deftiges Eintopfgericht. Neben Okras und Ladyfingers werden die Schoten daher auch Gumbo genannt.

Anbau von Okraschoten

Da die Okra es vor allem warm und tropisch mag, ist es in Mitteleuropa nicht möglich, sie im Freiland anzubauen. Sie wird allerdings bereits in einigen Gewächshäusern kultiviert. Im Handel findest du vor allem importierte Ware aus Indien, Afrika, Asien, aber auch Griechenland oder der Türkei. In gemäßigten Zonen der USA hat sie von Juni bis September Saison. In Deutschland kannst du sie aber das ganze Jahr über kaufen, da sie weltweit angebaut und exportiert wird.

Welche Okraschoten-Sorten gibt es?

Im deutschen Handel findest du sie meist einfach als Okra, weltweit gibt es aber viele verschiedene Sorten. Diese unterscheiden sich vor allem in Form und Farbe. Manche sind eher schmal, andere eher breit. Neben sechseckigen gibt es auch fünfeckige Okra-Sorten und neben den typischen hell- und dunkelgrünen Ladyfingers sind dunkelrote Okras geläufig. Einige bekannte Sorten tragen zum Beispiel die vielsagenden Namen „Sommerliebe“, „Feuerteufel“, „Red Velvet“, „Alabama Okra“ oder auch „Santa Cruz“.

Nährstoffe: Wie gesund sind Okraschoten?

Dass Okraschoten bereits seit Tausenden von Jahren vielerorts als Grundnahrungsmittel gelten, liegt nicht nur an ihrem köstlichen Geschmack, denn die grünen Schoten stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. Sie sind nicht nur eine gute Eiweiß- und Kohlenhydratquelle, sondern können auch mit Ballaststoffen punkten. Diese sorgen für eine gute Verdauung und halten die Darmflora gesund.

Die enthaltenen Antioxidantien und Vitamin C unterstützen außerdem dein Immunsystem. Daneben finden sich Magnesium, Mangan und Calcium in den langen Schoten.

Gut zu wissen

Die in Okraschoten enthaltenen Antioxidantien machen die Pflanze auch für die Hautpflege interessant. Einige Kosmetikhersteller nutzen sie bereits in verschiedenen Cremes und Tinkturen für straffere Haut.

Nährwerte pro 100 g Okraschoten

Nährstoffe (roh) 

Nährwerte pro 100 g 

Kalorien 

20 kcal 

Kohlenhydrate 

2,2 g 

Eiweiß 

2,1 g 

Fett 

0,2 g 

Ballaststoffe 

4,9 g 

Lagerung und Haltbarkeit von Okraschoten

Als echtes Tropengemüse mögen es Okraschoten nicht allzu kalt. Daher ist es wichtig, dass du sie im wärmsten Fach deines Kühlschranks lagerst und am besten luftdicht verpackst, damit sie trocken bleiben. Hierfür bieten sich neben Papiertüten auch Plastikdosen an. So kannst du Okraschoten vor Feuchtigkeit schützen und sie verderben nicht so schnell.

Achte außerdem darauf, dass du sie nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Bananen lagerst, denn diese enthalten den Stoff Ethylen. Dieser hat einen negativen Effekt auf die knackigen Schoten und sorgt dafür, dass sie schlecht werden. Im Kühlschrank halten sich Okraschoten bis zu drei Tage, je schneller du sie nach dem Kauf verbrauchst, umso besser ist allerdings ihre Qualität. Kälte mögen sie zwar nicht, einfrieren kannst du sie aber durchaus. Im Gefrierfach halten sie sich bis zu sechs Monate.

Verarbeitung von Okraschoten

Das Tolle an Okroschoten ist, dass sie nicht nur gegart, gegrillt oder gebacken schmecken, sondern auch roh ein echter Genuss sind. Bevor du sie weiterverarbeitest, musst du sie lediglich unter fließendem Wasser abwaschen und kannst im Anschluss mit den Fingern oder einem Küchentuch den Flaum von der Schale entfernen. Mit einem Küchenmesser schneidest du dann den Stielansatz ab und kannst die Schoten entweder im Ganzen verwenden oder in Scheiben schneiden.

Wenn du sie kochen möchtest, sind allerdings noch einige Arbeitsschritte nötig. Die Schoten geben bei Hitzeeinfluss einen milchigen Schleim ab, den nicht jeder mag. Diesem kannst du entgegenwirken, indem du die Okraschoten nach dem Waschen mit einem Schuss Essig und Zitronensaft in kochendem Wasser blanchierst. Das Wasser kannst du danach abschütten und die Schoten weiterverarbeiten.

Im rohen Zustand kannst du ganze Okraschoten zum Beispiel mit einem leckeren Dip genießen. In Scheiben geschnitten sind sie die perfekte Beigabe in Salaten, sei es gemischter Salat, Nudelsalat oder Rohkostsalat mit Karotten, Paprika, Gurken und anderen Gemüsesorten. Lecker schmecken sie zudem in Tacos oder Wraps.

Meist werden Okraschoten allerdings gekocht und sind zum Beispiel eine Grundzutat des afrikanischen Gumbo-Eintopfs und kreolischen Langusten-Eintopfs mit Kokos. Sie schmecken außerdem gut zu Lamm- und anderen Fleischgerichten, werten aber auch jede Gemüsepfanne auf. Wenn du die asiatische Küche und vor allem Currys liebst, sind die Schoten ebenfalls eine leckere Zutat. 

Du kannst außerdem Suppen und Saucen mit ihnen verfeinern. Gewürztechnisch passen sie besonders gut zu Kurkuma, Chili oder Koriander. Diese übertünchen ihren milden Geschmack nicht allzu sehr und geben Okraschoten gleichzeitig eine pikante Note. Viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren!

Köstliche Rezepte mit Okraschoten