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Lust auf Marmelade aus eigener Herstellung und leckeres Obst im tiefsten Winter? Dann ist Einmachen genau die richtige Methode! An jeder Ecke gibt es dafür jetzt die passenden Rezepte und Einmachgläser. Aber wo soll man anfangen? Und was braucht man zum Einmachen? Hier werden die häufigsten Fragen zum Einmachen kurz und knackig beantwortet.

Gibt es einen Unterschied zwischen Einmachen und Einkochen?

Und ob! Beim Einkochen werden die frischen Zutaten direkt im Glas ins Wasserbad gegeben und dabei erhitzt, sterilisiert und haltbar gemacht. Beim Einmachen wird das Produkt erst verarbeitet und dann in Gläser gefüllt. Das erhöht natürlich die Rezeptvielfalt und ist meistens einfacher zu bewerkstelligen.

Was brauche ich zum Einmachen?

Neben frischen Zutaten benötigt man (gerade bei Marmeladen und Co) unbedingt die richtigen Gelierhilfen bzw. Einmachhilfen sowie sterile Einmachgläser mit fest verschließbarem Deckel. Natürlich braucht es auch Ideen und ein paar Rezepte für köstliche Chutneys, Konfitüren und was sonst noch so in ein Einmachglas passt.

Einmachen: Marmeladengläser

Gibt es einen Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre?

Die EU hat natürlich auch für den fruchtigen Aufstrich die passende Regulierung parat. Und hier geht es nach dem Verhältnis von Zucker zur Frucht und nach der Art der Frucht. Streng genommen dürfen nur Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten Marmelade heißen. Was natürlich in der heimischen Küche keinen interessiert. Konfitüren haben einen hohen Zuckeranteil und eine geringere Frucht (350 Gramm auf ein Kilogramm), Konfitüre extra muss mindestens 450 Gramm aufweisen. Aber auch hier gilt: In der heimischen Küche ist die Bezeichnung völlig egal.

Kann man Marmelade ohne Gelierzucker zaubern?

Na sicher, unsere (Ur-)Großmütter hatten solche Extravaganzen wie Gelierzucker schließlich auch nicht. Wenn normaler Haushaltszucker zum Einsatz kommt, braucht das Ganze einfach länger auf dem Topf. Dann sorgt das fruchteigene Pektin für den Geliereffekt. Haben die Früchte wenig Pektin, hilf ein wenig Zitronensäure. Dabei sind viel Abschmecken und Geduld gefragt.

Muss man Marmelade einkochen?

Nö. Zumindest nicht, wenn der Aufstrich sowieso schnell verputzt wird. Dafür gibt es spezielle Gelierhilfen und die kochfreie Produktion funktioniert am besten mit perfekt gereiften Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren und Pfirsichen. Die Früchte werden püriert und anschließend mit Gelierzucker gemischt. Fertig!

Wie lange ist Eingemachtes haltbar?

Ein verstaubtes Glas Pflaumenkompott aus der Wirtschaftswunderzeit – kann das noch schmecken? Unter Umständen (und bei perfekter Hygiene und Konservierung) ja. Im Normalfall halten sich Eingemachtes und Eingekochtes aber etwa zwölf Monate. Voraussetzung ist der ruhige Stand an einem dunklen, gleichmäßig temperierten Ort.

Ist ein schaumiger Eindruck im Glas ein Zeichen für Verfall?

Nein – nur für einen vergessenen Schritt beim Einmachen. Fruchtaufstriche und Chutneys müssen sprudelnd kochen. Dabei entsteht Schaum, den man mit der Schaumkelle abschöpfen sollte. Sonst wandert er eben mit ins Glas.

Einmachen: Schaum auf Marmelade

 

 

Ist Eingemachtes überhaupt gesund?

Gegner sagen immer wieder, dass Eingemachtes keinerlei Vitalstoffe mehr enthält. Das stimmt – zumindest für das hitzeempflindliche Vitamin C und die Carotine. Alle anderen Mineralstoffe bleiben jedoch meist im Sud erhalten. Gut: Der Zuckergehalt bei Fruchtaufstrichen ist nicht ohne, aber schließlich wird die Köstlichkeit nicht rund um die Uhr verputzt. Eingemachtes ist eben eine Delikatesse, kein Grundnahrungsmittel.