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Portugiesische Küche: gegrillte Sardinen

Portugiesische Küche

Bem vindo a Portugal – herzlich Willkommen!

Stockfisch ("Bacalhau") und Puddingtörtchen ("Pastéis de nata") sind in unseren Gefilden die wohl bekanntesten Gerichte der portugiesischen Küche. Doch so, wie es in Italien nicht nur Pasta und Pizza und in Spanien nicht nur Tapas gibt, hat auch Portugal kulinarisch viel mehr zu bieten als die allseits bekannten und beliebten Klassiker.
Wussten Sie zum Beispiel, dass die Portugiesen Suppen und Eintöpfe lieben und Bohnen ("Feijões") sich großer Beliebtheit erfreuen? Natürlich kommen in einem Küstenstaat wie Portugal auch immer ganz viel frischer Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch – und auch Fleisch, ganz voran das unglaublich aromatische schwarze Schwein ("Porco preto"). Das müssen Sie unbedingt mal probieren!

Herzhafte Nationalgerichte & Spezialitäten aus Portugal

Stockfisch ("Bacalhau")

Man sagt, dass es in Portugal mindestens 365 Rezepte mit Stockfisch gibt – so viele, wie das Jahr Tage hat. Keine Frage also, dass Bacalhau-Rezepte nicht nur total beliebt, sondern auch das Nationalgericht Portugals sind. Bacalhau gibt es in Portugal in jeder Supermarktfischabteilung und bei jedem Fischhändler. Kabeljau wird dafür geköpft und ausgeweidet, eingesalzen und anschließend zum Trocknen aufgehängt. Vor dem Verarbeiten zu all den leckeren Rezepten wie zum Beispiel "Bacalhau á Brás", ein Eintopf mit Stockfisch, Kartoffeln, Eiern und Petersilie, muss der trockene Stockfisch dann gewässert werden, sonst ist er ungenießbar.

Schwarzes Schwein ("Porco preto")

Das "Porco preto", übersetzt "Schwarzes Schwein", wird auch als "Porco alentejano", also als "Schwein aus dem Alentejo" bezeichnet. Der Alentejo ist ein Region in Portugal, in der viele Stein- und Korkeichenwälder zu finden sind – und diese wiederum liefern die Futtergrundlage für das Schwarze Schwein. Diese Rasse weidet 18 bis 24 Monate lang in Freiheit und ernährt sich ausschließlich von Eicheln und Weidegras. Die Eicheln sind reich an Ölsäure, die dem Fleisch sein ganz besonderes Aroma gibt. Da es bisher keine Einkreuzungen in diese Rasse gab, können die Muskeln des Schwarzen Schweines nach wie vor viel Fett aufnehmen – was an der unverkennbaren Marmorierung und dem typischen Geschmack gut zu erkennen ist.

Kohlsuppe ("Caldo verde")

Hausmannskost vom Feinsten: Die "Caldo verde" ist eine sämige, einfache Kartoffelsuppe, in der Chouriço-Würste mitgegart werden. Ist die Suppe fertig, werden die Würste in Scheiben geschnitten. Anschließend kommt noch in Streifen geschnittener Kohl dazu – "Couve Galega" heißt dieser und ist eine Variante des Markstammkohls. Abgerundet mit einem Schuss guten Olivenöl und serviert mit einer Scheibe Maisbrot ist die grüne Suppe ein echter Gaumenschmaus!

Toast mit Ei & Geheimsoße ("Francesinha")

Dick belegt mit Schinken, Wurst, gebratenem Rindfleisch oder Beefsteak, dazu reichlich geschmolzener Käse und eine Soße, für die jeder Koch sein eigenes Rezept hütet: So ein Francesinha-Toast hat es auf jeden Fall in sich. Optisch ist dieses Gericht sicher kein Highlight. Durch die feine Soße, in der unter anderem Bier, Senf und Tomaten zu finden sind, gern aber auch ein Schuss Brandy und Vinho Verde, geschmacklich jedoch wirklich ein Highlight! Was nicht fehlen darf: obenauf ein Spiegelei und dazu Pommes!

Eintopf ("Feijoada")

Wer portugiesisch kann, der ahnt beim Namen dieses Eintopfs schon, was seine Hauptzutat ist: Bohnen, Feijões! Nicht nur in Portugal, sondern auch in vielen ehemaligen portugiesischen Kolonien wie  Brasilien oder auch Angola ist dieses Gericht sehr beliebt. Zu Bohnen gesellen sich in diesem deftigen Essen (Trocken)Fleisch, Würstchen, Knoblauch, Zwiebeln, gedünsteter Kohl und Orangenscheiben. Was nicht fehlen darf, ist eine pikante Pfeffersoße.

Gegrillte Sardinen ("Sardinhas assadas")

Ein echter Mittelmeer-Klassiker vor allem in und um Lissabon äußerst beliebt sind große Sardinen frisch vom Grill! Bevor diese gegrillt werden, legt man sie nur ein paar Stunden mit Rosmarin und Knoblauch ein, dann müssen Sie nur noch gegart werden. Für Fischfans ein absolutes Muss!

Weine aus Portugal

Mit mehr als 500 eigenen Rebsorten kann Portugal durchaus als großes Weinland bezeichnet werden. Im Norden reift der weltberühmte "Vinho Verde" – wussten Sie, dass es diesen jungen Wein auch in einer roten Variante gibt? Die weiße, viel bekanntere Sorte, ist fruchtig-spritzig und zeichnet sich durch einen leichten Kohlensäuregehalt aus. Die rote Variante ist dagegen etwas herber im Geschmack.
Ein weiterer Exportschlager unter den portugiesischen Weinen ist Portwein, den es ebenfalls in Rot und Weiß gibt. Die Trauben für Portwein werden ausschließlich im Douro-Tal gelesen und verarbeitet. Wer Spitzenqualität kaufen möchte, dem sei Portwein mit der Bezeichnung "LBV" für "Late Bottled Vintage" empfohlen. Dieser wird nach 4 bis 6 Jahren Fassreife abgefüllt und reift in liegenden Flaschen weiter.
Berühmt und wunderbar süß und lecker sind auch der "Madeira", ein Likörwein von der gleichnamigen Atlantik-Insel, sowie der "Moscatel de Setúbal", ebenfalls ein toller Dessertwein.
Nicht zu vergessen sind natürlich Portugals klassische Rot- und Weißweine. Rotwein wird vor allem in der Region Beira, im Alentejo und an der Algarve angebaut; berühmte Rebsorten sind "Touriga Nacional" und "Touriga Roriz".
Weißwein wird aus regionalen Rebsorten wie "Viosinho", "Codega", "Moscatel" oder "Rabigato" produziert.

Brasilianische Spezialitäten

Brasilien, einst größte Kolonie Portugals, hat kulinarisch mindestens so viel zu bieten, wie der europäische Küstenstaat selbst. Die beiden Länder beeinflussen und ergänzen sich wunderbar – verpassen Sie es also nicht, die folgenden brasilianischen Spezialitäten einmal auszuprobieren:

Süße Nationalgerichte & Spezialitäten aus Portugal

Pudding-Törtchen ("Pastéis de nata")

Wussten Sie, dass die kleinen, feinen Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung auch "Pastel de Bélem" genannt werden? Das ist darauf zurückzuführen, dass, so die Vermutung, die "Pastéis de nata" schon vor dem 18. Jahrhundert von Mönchen in einem Kloster im heutigen Lissabonner Stadtteil Belém hergestellt wurden. Einst von portugiesischen Gastarbeitern in Deutschland und Luxemburg eingeführt, sind die Törtchen heute der wohl bekannteste, süße Exportschlager Portugals.

Süße, weiche Eier ("Ovos moles")

Die wohl traditionellste Süßspeise der portugiesischen Küche kommt aus der Hafenstadt Aveiro. Als erstes Produkt Portugals wurden die "Ovos moles" 2006 von der EU auf die Liste der "Produkte mit geschützter geografischer Angabe" aufgenommen. Eier und Zucker werden cremig geschlagen und anschließend in dünnes Oblatenpapier gehüllt, das die Form von Fischen, Seesternen, Muscheln und anderen Meerestieren hat. 

Luftiger, gerollter Kuchen ("Torta de Azeitão ")

Südlich von Lissabon liegt die kleine Stadt Azeitão, Heimat der berühmten "Tortas de Azeitão". Die kleinen Leckerbissen schmecken wie Mini-Biskuitrollen, die mit einer Eiercreme gefüllt und anschließend mit Zimt bestreut und aufgerollt werden. Wenige Zutaten, aber ganz viel Geschmack!

Gefüllte Krapfen ("Bolas de Berlim")

Wer das Glück hatte, an Portugals Stränden Urlaub machen zu können, der ist um diese frittierte Süßspeise wohl nur schwer herumgekommen: Berliner – allerdings nicht wie bei uns mit Marmelade, sondern mit einer Vanillecreme gefüllt. Fliegende Händler verkaufen Sie am Strand, und hier schmecken sie auch am besten. Eingeführt wurden die Berliner übrigens von einer in den 1930er Jahren aus Deutschland geflüchteten Jüdin, die sich mit ihren selbstgebackenen Berlinern etwas Geld dazu verdiente. 

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