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Zuckerrübensirup – Zuckeralternative und süßer Brotaufstrich

Zuckerrübensirup in einem Schälchen.

Zuckerrübensirup ist ein echter Allrounder, der als Zuckerersatz und Süßungsmittel zum Backen und Kochen verwendet werden kann. Aufgrund seiner dickflüssigen Konsistenz eignet er sich aber auch gut als süßer Aufstrich für Brot oder Brötchen. Doch wie wird Zuckerrübensirup hergestellt und wofür kann er in der Küche verwendet werden? Das und mehr erfährst du hier.

Was ist Zuckerrübensirup?

Zuckerrübensirup wird auch als Rübensirup oder Rübenkraut bezeichnet. Der dickflüssige Sirup wird durch Einkochen von Zuckerrüben hergestellt und hat eine streichfähige Konsistenz. Besonders im Rheinland, in Westfalen und in den Niederlanden ist er weit verbreitet. In Holland ist er zum Beispiel die Hauptzutat der berühmten Stroopwafels.

Du kannst Zuckerrübensirup als Zuckeralternative zum Süßen und Backen von leckeren Kuchen und Gebäck verwenden. Doch auch alsZutat in herzhaften Speisen ist der Sirup geeignet und sorgt für ein süßliches Aroma. Er hat eine dunkelbraune Farbe und schmeckt herrlich süß mit einer malzigen Note. Geschmacklich erinnert der Sirup ein wenig an Karamell.

Gut zu wissen

Zuckerrübensirup erinnert zwar an Marmelade und kann als Brotaufstrich verwendet werden, fällt aber nicht unter die EU-Konfitürenverordnung. Laut dem deutschen Lebensmittelrecht handelt es sich bei ihm um ein Obsterzeugnis.

Herstellung von Zuckerrübensirup

Hergestellt wird der zähe Sirup aus Zuckerrüben, die vor allem in Deutschland, Frankreich, Russland und den USA angebaut werden. Von September bis Oktober werden die Rüben geerntet und im Anschluss weiterverarbeitet.

Nach dem Säubern werden sie maschinell gehäckselt, bis Rübenschnitzel entstehen. Diese werden etwa 13 Stunden gekocht und im Anschluss ausgepresst. Zurück bleibt ein Rübensaft, der gefiltert und eingekocht wird, bis er eine zähflüssige Konsistenz erreicht hat.

Gut zu wissen

Zuckerrüben enthalten im rohen Zustand Saccharose. Durch die hohen Temperaturen beim Einkochen wird die Zuckerart in Glucose und Fructose umgewandelt.

Wie gesund ist Zuckerrübensirup?

Da Rübenkraut viel Zucker enthält, ist es sehr kohlenhydratreich und weist einen hohen Brennwert auf. Aber ist Zuckerrübensirup gesünder als weißer Zucker? Diese Frage kann in Anbetracht der enthaltenen Nährstoffe durchaus mit Ja beantwortet werden. Zuckerrübensirup enthält zum Beispiel Eisen. Zudem finden sich auch Magnesium, Kalium und Folsäure in dem zähflüssigen Obsterzeugnis.

Nährwerte von Zuckerrübensirup (pro 100 ml)

Nährstoffe

Nährwerte pro 100 ml

Kalorien

299 kcal

Kohlenhydrate

69 g

Eiweiß

2,3 g

Fett

0 g

Ballaststoffe

0 g

Eisen

13 mg

Folsäure

130 µg

Kalium

450 mg

Magnesium

90 mg

Wofür kann man Zuckerrübensirup verwenden?

Mit seiner zähflüssigen Konsistenz ist Zuckerrübensirup der ideale Brotaufstrich für ein süßes Frühstück. Er passt nicht nur zu Brot und Brötchen, sondern schmeckt auch zu Pfannkuchen, Waffeln und Scones. Im Rheinland isst man ihn gerne zu Reibekuchen.

Als Zuckerersatz eignet er sich ideal zum Süßen von Desserts und als Backzutat für leckeres Gebäck und Kuchen. Oft wird er auch als Zutat für Brot, wie zum Beispiel Pumpernickel oder dunkles Vollkornbrot, verwendet. In den Niederlanden ist er außerdem eine der Hauptzutaten der beliebten Stroopwafels. Das dünne Gebäck kannst du dort in jedem Supermarkt und in Bäckereien kaufen. Doch auch herzhafte Gerichte, wie etwa Eintöpfe oder Gulasch, lassen sich mit dem malzig-süßen Naturprodukt verfeinern.

Lagerung und Haltbarkeit von Zuckerrübensirup

Aufgrund des hohen Zuckergehalts ist Zuckerrübensirup gut verschlossen bis zu drei Jahre haltbar. Bewahre ihn an einem trockenen und lichtgeschützten Ort auf. Vermeide es allerdings, ihn im Kühlschrank zu lagern. Denn dort wird er zu fest und verliert seine Streichfähigkeit und seinen Geschmack.

Herkunft und Geschichte von Zuckerrübensirup

Man schrieb das Jahr 1747, als der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf eine interessante Entdeckung machte: Er untersuchte die Zuckerrübe (auch Runkelrübe), die vor allem als Viehfutter verwendet wurde, und konnte einen überraschend hohen Zuckergehalt nachweisen. Zuckerrohr war zu dieser Zeit sehr teuer, daher verhieß seine Entdeckung eine günstige Alternative.

Es dauerte allerdings noch einige Jahre, bis seine Idee Anklang fand. Während der Regierungszeit von Friedrich dem Großen wurde 1801 die erste Zuckerrübenfabrik eröffnet, die den Sirup für die breite Masse herstellte. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war Rübenkraut dann eines der beliebtesten und kostengünstigsten Süßungsmittel.

Regionale Bezeichnungen für Zuckerrübensirup

Zuckerrübensirup ist vor allem in Deutschland und den Niederlanden weit verbreitet. In den einzelnen Regionen haben sich über die Jahre dann unterschiedliche Bezeichnungen für den süßen Sirup entwickelt:

  • Rübenkraut: Rheinland, Westfalen
  • Bimbes: Rheinland
  • Siepnaat: Niederrhein
  • Krock: Elsdorf
  • Knollekutt: Köln bzw. Kölsche Dialektbezeichnung
  • Rübensaft: Braunschweig
  • Fenner Harz: Saarland
  • Hoink: Hessen
  • Stips: Hannover
  • Seem: Eschweiler
  • Peckeleck: Münsterland
  • Stroop/Suikerstroop: Niederlande und Belgien (Flandern)

Köstliche Rezepte mit Zuckerrübensirup

Stroopwafels
  • Vegetarisch
1h
Mittel
Winterliches Ofengemüse aus der Heißluftfritteuse
1 Zutat im Angebot
  • Vegetarisch
  • Vegan
30min
Einfach
Sauerbratengulasch mit Bandnudeln
  • Laktosefrei
73h 35min
Mittel
Amaranth Brot
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
2h 25min
Mittel