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Erdnussbutter – cremiger Brotaufstrich und vielseitige Zutat

Erdnussbutter auf Toast.

Kulinarisch gehört die Erdnussbutter zu den USA wie Hamburger oder Pancakes, und auch hierzulande erfreut sich die Erdnusspaste wachsender Beliebtheit. Als Brotaufstrich oder Zutat süßer wie herzhafter Gerichte lässt sich die streichfähige Creme vielseitig in der Küche verwenden. Aber wie wird Erdnussbutter eigentlich hergestellt? Und warum heißt sie in Deutschland anders?

Was ist Erdnussbutter?

Erdnussbutter, hierzulande auch bekannt unter den Bezeichnungen Erdnussmus, Erdnusscreme oder Erdnusspaste, ist ein Musaus gemahlenen, meist gerösteten Erdnüssen, das mit anderen Zutaten wie Zucker, Salz und Ölen vermischt wird, um eine streichfähige Konsistenz zu erhalten. Erdnussbutter schmeckt nussig-pikant und hat eine hell- bis mittelbraune Farbe. Die Paste kann als Brotaufstrich oder als Zutat in Backwaren, Saucen und anderen Gerichten verwendet werden.

Herkunft und Geschichte von Erdnussbutter

Die Erdnuss stammt aus Südamerika, wo sie bereits vor 7.500 Jahren in Peru als Kulturpflanze genutzt wurde. Botanisch betrachtet, handelt es sich gar nicht um eine Nuss, sondern um eine fetthaltige Hülsenfrucht. Die Erdnuss ist also eher mit Linsen, Bohnen und Erbsen verwandt, worauf ihre englische Bezeichnung „peanut“ („Erbsennuss“) hindeutet.

Erdnussbutter blickt auf eine weniger lange Geschichte wie die Erdnuss zurück. Sie wurde nämlich erst im 19. Jahrhundert entwickelt. Ihr Erfinder soll der US-amerikanische Arzt Dr. John Kellogg gewesen sein, der auch die bekannten Cornflakes kreierte. Kellogg pürierte Erdnüsse auf der Suche nach einem nahrhaften Lebensmittel für seine zahnlosen Patienten. Bis heute ist Peanutbutter ein Klassiker in den USA. Laut einer Statistik gaben 2020 rund 300 Millionen US-Einwohner an, in diesem Jahr Erdnussbutter konsumiert zu haben – das sind fast 90 % der Gesamtbevölkerung.

Laut US-amerikanischen Lebensmittelvorschriften muss Erdnussbutter zu 90 % aus Erdnüssen bestehen. Die übrigen 10 % können andere Zutaten wie Salz, Süßungsmittel oder Stabilisatoren sein. Das deutsche Lebensmittelrecht sieht vor, dass die Bezeichnung „Butter“ ausschließlich für Milchprodukte verwendet werden darf. Daher heißt Erdnussbutter in Deutschland auch nicht Erdnussbutter, sondern wird unter der Bezeichnung Erdnusscreme, Erdnussmus oder Erdnusspaste im Handel angeboten. Neben den USA zählen Argentinien, China und Afrika zu den Hauptproduzenten von Erdnussbutter.

Herstellung von Erdnussbutter

Um Erdnussbutter herzustellen, werden die Erdnüsse geerntet, mit Schale geröstet und abgekühlt. Schale und rote Haut der Samen werden entfernt und die Samen anschließend zermahlen. Das Mahlen erfolgt in zwei Feinheitsgraden, um sowohl grobe (crunchy) als auch feine (creamy) Erdnussbutter herstellen zu können. Während des Mahlprozesses werden die Erdnusskerne auf 170 Grad Celsius erhitzt, damit sich das Öl der Samen mit den festen Pflanzenbestandteilen zu einer homogenen Masse verbindet.

Dieser Masse wird oft noch gehärtetes pflanzliches Öl, beispielsweise Raps-, Erdnuss- oder Palmöl, hinzugefügt, ebenso wie Zucker, Salz und Stabilisatoren. Letztere verhindern, dass sich das Öl in der Erdnussbutter an der Oberfläche absetzt. Anschließend wird die Paste auf mindestens 120 Grad Celsius abgekühlt und in Gläser abgefüllt.

Welche Sorten von Erdnussbutter gibt es?

Hauptsächlich unterscheiden sich die im Handel erhältlichen Sorten von Erdnussbutter anhand ihrer Konsistenz und ihrer Inhaltsstoffe.

  • Feine Erdnussbutter („creamy“): Dies ist die häufigste Art von Erdnussbutter. Sie hat eine cremig-weiche Textur und einen süßlichen Geschmack.
  • Grobe Erdnussbutter („crunchy“): Bei dieser Art von Erdnussbutter werden nicht alle gerösteten Erdnüsse zermahlen, sodass einige kleine Erdnussbrocken erhalten bleiben. Sie hat eine stückige Textur und erzeugt ein knuspriges Gefühl im Mund.
  • Erdnussmus: Als Erdnussmus bezeichnet der deutsche Handel natürliche Erdnussbutter, die nur aus gerösteten Erdnüssen und Salz besteht. Sie ist weniger verarbeitet als normale Erdnussbutter und enthält keinen Zucker- oder Ölzusatz. Ihre Textur ist körnig und sie hat einen leicht erdigen Geschmack.

Nährstoffe: Wie gesund ist Erdnussbutter?

Erdnussbutter ist ein guter Nährstofflieferant und ein echtes Kraftpaket. Sie sättigt lange und enthält sowohl Proteine alsauch Ballaststoffe sowie viele Mineralien und Vitamine. Der Grund, warum man sie dennoch nur in Maßen verzehren sollte, ist ihr hoher Fettgehalt von stolzen 50 Prozent. Das Fett der Erdnuss setzt sich jedoch hauptsächlich aus ungesättigten Fettsäuren zusammen. Häufig werden Erdnussbutter jedoch noch gehärtete Pflanzenöle beigefügt, deren Fettsäuren zu den gesättigten zählen. Es kommt also stark auf die genaue Zusammensetzung des jeweiligen Produkts an. Am gesündesten ist demnach das Erdnussmus, das nur aus gemahlenen Erdnüssen und Salz besteht.

Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen punktet Erdnussbutter mit einem hohen Gehalt an Calcium. Auch das Spurenelement Eisen ist enthalten.

Erdnussbutter ist grundsätzlich glutenfrei und vegan und damit eine gute Nährstoffquelle für alle, die auf Gluten und tierische Produkte verzichten müssen oder möchten. Wer allergisch auf Erdnüsse reagiert, kann andere Nussmuse ausprobieren: Mandelmus oder Cashewmus können eine ebenso nahrhafte Alternative sein.

Nährwerte von Erdnussbutter

Nährstoff

Nährwerte pro 100 g

Energie

594 kcal

Kohlenhydrate

21,9 g

Eiweiß

25 g

Fett

50 g

Ballaststoffe

9,4 g

Calcium

6,2 mg

Eisen

2,2 mg

Lagerung und Haltbarkeit von Erdnussbutter

Erdnussbutter sollte an einem kühlen, trockenen Ort, zum Beispiel in der Speisekammer oder im Küchenschrank, gelagert werden. Bei Raumtemperatur hält sie sich verschlossen für mehrere Monate bis zu einem Jahr. Auch nach Anbruch ist es nicht notwendig, sie in den Kühlschrank zu stellen. Im Gegenteil: Die Lagerung im Kühlschrank kann dazu führen, dass die Erdnussbutter hart wird und ihre Streichfähigkeit verliert.

Mit der Zeit kann sich das Öl an der Oberfläche absetzen. Damit die Erdnussbutter cremig und streichfähig bleibt, ist es ratsam, sie gelegentlich umzurühren, vor allem, wenn du sie eine Weile nicht verwendet hast.

Verarbeitung und Verwendung von Erdnussbutter

Erdnussbutter ist in etlichen Süßwaren und Backwaren verarbeitet. Sie findet sich beispielsweise in Schokoriegeln, Brownies, Muffins, Kuchen, Müsli oder Keksen. In ihrer Heimat USA ist Erdnussbutter ein beliebter Brotaufstrich. Das berühmteste Gericht mit Erdnussbutter ist wohl das Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwich (Peanut Butter Jelly Sandwich). Hierfür werden zwei Weißbrotscheiben jeweils mit Erdnussbutter und die andere Seite mit Grape Jelly (Traubengelee) bestrichen und anschließend zusammengeklappt.

Außer als Brotaufstrich kann Erdnussbutter aber auch zum Backen und Kochen verwendet werden. Keksen, Kuchen oder Torten gibt die Nusscreme Konsistenz und Geschmack. Sie eignet sich auch als Zutat für Porridge oder cremige Smoothies. Aber auch herzhaften Speisen verleiht Erdnussbutter eine sämige Textur und sorgt für eine pikante Note. Sie lässt sich als Grundlage für Saucen und Marinaden oder für Suppen und Eintöpfe verwenden. In der asiatischen Küche ist Erdnusssauce ein klassischer Dip für Sommerrollen oder Satéspieße aus Hühnerfleisch und kommt in Kokosmilch-Currys oder Wokgerichten zum Einsatz.

Fun Fact

Das größte Erdnussbutter-Jelly-Sandwich der Welt wurde in Grand Saline im US-Bundesstaat Texas hergestellt und wog rund 609 kg.

Leckere Rezepte mit Erdnussbutter

Erdnussbutter Brownies
1 Zutat im Angebot
  • Vegetarisch
1h 5min
Einfach
Erdnussbutter-Karamell-Shake
1 Zutat im Angebot
    20min
    Mittel
    Gemüse-Erdnuss-Wok
    • Laktosefrei
    • Vegan
    • Vegetarisch
    20min
    Einfach