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Pute

Pute

Er kommt in den USA traditionell für das Erntedankfest auf den Tisch – der Truthahn. Bei uns in Deutschland eher unter dem Begriff Puter oder Pute bekannt, hat sich das Fleisch der größten Hühnervögel über die Jahre als feste Größe in der bewussten Ernährung etabliert. Aber von wo genau stammen die Puten? Wie werden sie gehalten? Und wie schmeckt Putenfleisch am besten? Hier erfährst du mehr.

Was sind Puten?

Die Puten stellen eine Unterart des Geflügels dar. Eine andere Bezeichnung ist Truthahn. Der Begriff Truthahn gibt schon einen kleinen Hinweis auf die Abstammung der Tiere, denn sie gehören aus zoologischer Sicht zu den sogenannten Hühnervögeln. Beim Vergleich der Körpermaße aller Hühnervögel fällt direkt auf: Die Puten sind die größten Vertreter dieser Art. Sie haben lange Beine und einen kräftigen Körper. An der Kopf- und Halspartie der Tiere wachsen keine Federn und die Haut hat im Normalfall eine auffällige rote Farbe. Kleine Warzen oder Hautlappen im Kopfbereich verleihen ihnen ihr einzigartiges Aussehen. Männliche Tiere tragen den Namen Puter oder Truthahn, während weibliche Tiere in den meisten Fällen einfach Pute heißen. Die Bezeichnung Truthuhn oder -henne ist in Deutschland weniger geläufig.

Woher kommen Puten?

Mittlerweile erstrecken sich die Aufzuchtgebiete für Puten über die gesamten gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, von Nordamerika über Europa bis nach Asien. In diesen Bereichen herrschen perfekte Bedingungen für die Aufzucht dieser Tiere. Ihren Ursprung haben die Hühnervögel allerdings in Nord- und Mittelamerika, also den heutigen USA und Teilen von Mexiko. Geschichtliche Überlieferungen zeigen, dass bereits die Azteken in ihren großen Reichen Puten als Nutztiere für Federn und Fleisch gehalten haben. Ungefähr im 16. Jahrhundert finden die gefiederten Tiere dann auch den Weg nach Europa: Die ersten Schiffe, die nach der Entdeckung Amerikas wieder in Richtung alte Heimat segeln, bringen Puten mit. Von da an startet auch in den europäischen Ländern die Zucht von Puten.

Wie werden Puten gehalten?

In Deutschland findet die Putenaufzucht bundesweit in Bodenhaltung statt. Das bedeutet für die Tiere, dass sie in großen Stallanlagen leben. Die Ställe sollten in der konventionellen Haltung jedem Tier genügend Platz und Freiraum bieten, um sich zu bewegen. Puten, die nach ökologischen Standards aufgezogen werden, haben etwas mehr Platz: Dort leben in der Mast maximal zwei Tiere auf einem Quadratmeter Fläche. In allen Fällen ist natürlich Futter und Wasser rund um die Uhr vorhanden. Die Puten können selbst entscheiden, wann sie etwas zu sich nehmen möchten. In der Regel sind die Ställe mit polsterndem Stroh ausgelegt. Die Vögel müssen also niemals auf Metall laufen. In vielen Fällen sind die Stallanlagen so konstruiert, dass natürliches Sonnenlicht hineinscheint. Die Belüftung regelt ein natürlicher Luftstrom durch Fenster oder Öffnungen. Alternativ sorgen spezielle Belüftungsanlagen für frische Luft. Einzig bei den Geschlechtern herrscht strenge Trennung. Das liegt daran, dass sich Hähne und Hennen unterschiedlich schnell entwickeln und vor allem andere Bedürfnisse haben. Deshalb bleiben Männchen und Weibchen jeweils unter sich.

Manch ein Züchter legt sich sogar extra ins Zeug: Puten sind nämlich sehr neugierig. Sie erkunden ihre Umwelt und alles, was sich darin befindet. Besonders bewegliche Objekte haben es den Vögeln angetan. Deshalb ist es auf einigen Höfen üblich, den Tieren einen gewissen Spaß-Faktor zu ermöglichen. Kleine Spielzeuge wie befestigte Stoffreste, die sich im Wind bewegen, oder sogenannte Picksteine gehören ebenso zur Einrichtung der Stallanlagen wie die Tränke oder die Futterstelle.

Baby-Puten und ausgewachsene Puten

Bei der Haltung unterscheiden Produzenten generell zwischen ausgewachsenen Puten und Baby-Puten. Wobei es sich dabei aber nicht wirklich um Babys handelt. Bei den kleineren Vögeln beträgt die Mastzeit allerdings nur etwas mehr als drei Monate – beziehungsweise so lange, bis sie ein Gewicht von 2 bis 3 kg erreichen. Die großen Puten, die zum Beispiel zu Thanksgiving in den USA auf den Tisch kommen, wiegen am Ende der Mast bis zu 10 kg. Hähne können manchmal sogar bis zu 18 kg schwer sein. Tiere, deren Fleisch für die Teilproduktion gedacht ist, erreichen zum Teil Gewichte jenseits der 20 kg Marke.

Warum ist Putenfleisch gut für eine bewusste Ernährung?

Wie das Fleisch von allen anderen Geflügelarten ist auch das der Puten kalorienarm und besonders mager. Das magerste Teilstück ist das Brustfleisch. Flügel oder Keulen verfügen über einige wenige Fetteinlagerungen. 100 g Putenfleisch haben im Schnitt etwa 160 Kalorien. Der angesprochene Fettgehalt liegt bei etwa 8 Prozent. Ein besonderer Pluspunkt: In 100 g Pute sind circa 20 g Eiweiß enthalten. Sportler oder Menschen, die ihr Gewicht reduzieren möchten, können also bedenkenlos zur Pute greifen. Kalzium, Magnesium und Eisen sind weitere Inhaltsstoffe, die Energie liefern.

Die Pute ist eines der Tiere, das uns Menschen sowohl mit weißem als auch mit rotem beziehungsweise dunklerem Fleisch versorgt. Während zum Beispiel die Brust aus magerem und zartem Fleisch zusammengesetzt ist, bestechen die Keulen mit saftigem Fleisch, das dunkel gefärbt ist.

Welche Putenteile schmecken besonders gut?

Flügel

Saftiges Fleisch umhüllt von knuspriger Haut: So lässt sich die Konsistenz von Putenflügeln zusammenfassen. Durch den höheren Fettanteil ist der Flügel der kalorienreichste Teil der Pute, was allerdings positiv ist – denn an den Stellen, wo der Vogel sein Fett lagert, steckt auch der Geschmack. Geschmort oder gedünstet entfalten die Flügel ihr Aroma in verschiedenen Gerichten. Ansonsten funktioniert ein Putenflügel auch gut auf dem Grill und ist eine echte Alternative zum klassischen Chicken Wing.

Brust

Die Putenbrust ist wohl das beliebteste Teil des Vogels. Das Brustfleisch punktet mit seiner Vielseitigkeit, da es ganz verschieden verarbeitet werden kann. Geschnitten als Putensteak, zerkleinert als Geschnetzeltes oder auch in feinen Scheiben auf einem Sandwich – das helle Fleisch der Putenbrust hat einen geringen Fettanteil und eine Menge wertvoller Proteine. In Kombination mit passenden Beilagen entsteht eine gesunde Mahlzeit.

Keule

Beim Beinfleisch der Pute gibt es eine Besonderheit: Aufgrund der enormen Größe der Tiere ziehen es Schlachter vor, die Ober- von der Unterkeule zu trennen. So entstehen zwei Putenteile, die sich zwar im Geschmack ähnlich sind, aber von der Konsistenz unterscheiden. Die Oberkeule ist reich an zartem, dunklem Fleisch, das sich perfekt für Schmorgerichte eignet. Die Unterkeule durchziehen Sehnen, wodurch das Fleisch mehr Biss hat.

Im Einzelhandel kannst du entweder ganze Vögel kaufen oder dich für die einzelnen Teile entscheiden. In Deutschland ist es eher unüblich, dass die großen Puten im Ganzen verkauft werden. Die Amerikaner hingegen versorgen zu den Festtagen die ganze Familie mit einem großen Truthahn aus dem Ofen. Bei uns finden vor allem junge Puten oder in Einzelteile zerlegte Truthähne den Weg in die Ladentheken.

Wo kann ich Puten kaufen?

Im Einzelhandel finden sich vor allem Baby-Puten und einzelne Teile. Das Fleisch gibt es in gefrorener Form oder an der Frischetheke. Einen großen Truthahn sollte man aber immer vorbestellen. Die Mitarbeiter an der Frischetheke helfen dir dabei weiter.

Wie wird Putenfleisch zubereitet?

Wie jedes andere Geflügel auch, ist das Putenfleisch kulinarisch sehr flexibel einsetzbar. Die Flügel sind der perfekte Ersatz für die klassischen Chicken Wings vom Grill oder Backblech. Die Putenkeule ist mit etwas Rosmarin oder Thymian der perfekte Schmorbraten. Aus dem Brustfleisch zauberst du leckere Rouladen oder ein Geschnetzeltes mit Gemüseeinlage. Die übrigen Teile verwandelst du in eine stärkende Geflügelbrühe.

Appetit bekommen?

Natürlich kannst du Putenfleisch auch ganz bequem beim REWE Lieferservice bestellen.

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