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Perlhuhn: Feines Geflügel mit Wild-Charakter

Perlhuhn.
Hähnchenfleisch findet man in jedem Supermarkt – aber hast du schon mal Perlhuhn probiert? Das edle Geflügel ist eine tolle Alternative zum klassischen Hähnchenfleisch und lässt sich genauso vielseitig zubereiten. Aber woher kommt das Perlhuhn eigentlich und was ist das Besondere daran?

Was ist ein Perlhuhn?

Das Perlhuhn (Numididae) stammt ursprünglich aus Afrika und gehört zur Familie der Hühnervögel – damit ist es gewissermaßen der kleine Verwandte unserer Haushühner. Allerdings ist das afrikanische Huhn, wie das Perlhuhn auch genannt wird, kleiner als unsere Hühner und hat eine rundliche Statur. Kopf und Hals sind vollkommen kahl, dafür ist der restliche Körper von einem glatten, dunklen Gefieder mit zahllosen weißen Punkten bedeckt. Die fein gesprenkelten Federn sind es, die dem Perlhuhn seinen Namen geben.

Perlhuhn – Zucht und Herkunft

In ihrer Heimat Afrika werden Perlhühner seit jeher als Wildvögel gejagt. Nach Europa kamen die Perlhühner etwa ab dem 15. Jahrhundert mit portugiesischen Seefahrern, die den feinen Geschmack der Wildvögel für sich entdeckt hatten. Die Franzosen schließlich trugen entscheidend zur Domestizierung und die Zucht von Perlhühnern in Europa bei: Für die feine französische Küche wollten auch außerhalb der Jagdsaison frisches Wildfleisch zur Verfügung haben. Bis heute ist Frankreich mit 50 bis 60 Millionen Tieren jährlich weltweit der Hauptlieferant von Perlhuhnfleisch. Aber auch in Italien und Südafrika gibt es zahlreiche Zuchtfarmen für Perlhühner.

Fun Fact

Einer griechischen Sage nach wurden die Schwestern des Helden Meleagros nach dessen Tod in Perlhühner verwandelt. Die Tränen, die sie um ihren verstorbenen Bruder weinten, wurden zu den weißen Punkten auf ihrem Federkleid.

Wie schmeckt Perlhuhn?

Wenn du Geflügelfleisch magst und eine etwas edlere Variante ausprobieren möchtest, ist Perlhuhn genau das Richtige. Perlhuhnfleisch ist etwas dunkler als Hühnerfleisch und besonders zart. Der intensivere, aromatische Geschmack erinnert an Fasan und Rebhuhn.

Nährwerte: Wie gesund ist Perlhuhn?

Wie die meisten Geflügelsorten ist Perlhuhn fettarm, wobei das Brustfleisch besonders mager ist. Darüber hinaus enthält Perlhuhnfleisch viel Eiweiß. Auch Magnesium und Vitamin B1, B2 und B6sind im Perlhuhnfleisch enthalten.

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100 g (Fleisch und Haut, roh)

Energie

146 kcal

Kohlenhydrate

0 g

Fett

7,3 g

Eiweiß

20,1 g

Ballaststoffe

4,9 g

Cholesterin

75 mg

Magnesium

30,0 mg

Vitamin B1

0,08 mg

Vitamin B2

0,16 mg

Vitamin B6

0,35 mg

Einkauf und Haltbarkeit von Perlhühnern

Ein Perlhuhn wiegt zwischen 1,3 und 1,5 kg und ist im Handel das ganze Jahr über erhältlich. Es wird sowohl tiefgefroren als auch frisch angeboten, küchenfertig ausgenommen im Ganzen oder auch in Teilen, beispielsweise als Perlhuhnbrust oder Perlhuhnkeulen. Der Anteil an verwertbaren Teilen ist beim Perlhuhn besonders hoch. Das hellrosa Fleisch der Perlhuhnbrust macht etwa 32 % aus, während auf das dunklere Schenkelfleisch immerhin noch rund 29 % entfallen. 

Bei 0 bis 2°C gekühlt, hält sich das frische Fleisch etwa 7 Tage. Aufgetautes Perlhuhnfleisch solltest du innerhalb von zwei Tagen verarbeiten. Bei küchenfertig abgepackten Tieren aus dem Handel gilt das Ablaufdatum. Anders als beim Mindesthaltbarkeitsdatum solltest du das Fleisch nach Ende des Ablaufdatums nicht mehr verwenden.

Gut zu wissen:

Perlhühner aus Frankreich haben ein spezielles Qualitätssiegel. Mit dem „Label rouge“ werden Tiere ausgezeichnet, die artgerecht gehalten, zu mindestens 70 % mit Getreide gefüttert wurden und mehr als 94 Tage wachsen durften.

Zubereitung von Perlhuhn

Perlhuhn lässt sich genauso vielseitig zubereiten wie Hähnchenfleisch. Ob gegrillt, geschmort, gedünstetoder gebraten, bereichert es in jeder Form den Speiseplan. Auch gefüllt, beispielsweise mit Maronen, Äpfeln, Pflaumen oder Pilzen, kommt der feine Geschmack des rosafarbenen Fleischs bestens zur Geltung.Jungtiere eignen sich sehr gut zum Braten, während man ältere Perlhühner besser schmort oder dünstet. 

Wie die meisten Wildfleisch-Sorten ist auch Perlhuhn sehr mager. Damit es beim Garen nicht austrocknet oder zäh wird, solltest du bei der Zubereitung ein paar Dinge beachten: 

  • Hol das Perlhuhn am besten 
  • Brate das Perlhuhnfleisch 
  • Du kannst das Fleisch vor dem Garen 

Grundsätzlich kannst du dich beim Perlhuhn eigentlich an alle Tipps halten, die auch für die Zubereitung von Hühnern und Wachteln gelten. 

Übrigens: Auch als Einlage in einer kräftigen Brühe passt das aromatische Perlhuhnfleisch hervorragend. Wie wäre es, wenn du japanische Ramenmal mit Perlhuhn statt mit Hähnchen zubereitest?

Kann man Perlhuhn-Eier essen?

Auch die Eier von Perlhühnern kann man essen. Sie schmecken etwas intensiver als Hühnereier, haben eine dicke Schale und vergleichsweise wenig Cholesterin. Im Handel wirst du allerdings keine Perlhuhn-Eier finden, da Perlhühner vor allem für die Fleischproduktion gehalten werden und deutlich weniger Eier legen als Haushühner. Die Eier sind also eher ein Nebenprodukt, das zum Beispiel bei Hobbyzüchtern anfällt.

Leckere Rezepte, die du mit Perlhuhn zubereiten kannst