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Gans

Wenn zur Weihnachtszeit die Familie zusammenkommt, heißt es in vielen Regionen Deutschlands: Gänsebraten essen. Die Gans hat, zum Beispiel als Martinsgans, ihren festen Platz in der kulinarischen Landschaft und sich so als gemeinsames Erlebnis zu Festtagen etabliert. Doch Gänsefleisch kann noch mehr: Wie die Fleischproduktion abläuft, welche Teile von Gänsen besonders gut schmecken und welche Nährstoffe das Geflügel mitbringt, erfährst du in diesem Artikel.

Allgemeine Informationen zur Gans

Die Gans bildet aus biologischer Perspektive eine Unterfamilie der Entenvögel. Dabei sind die Gänse vom Körperbau deutlich größer als ihre Verwandtschaft. Wusstest du, dass zu den Gänsen auch die verschiedenen Arten von Schwänen gehören? Einen großen Teil ihres Lebens verbringen wilde Arten von Gänsen und Schwänen in Gewässern. Nicht domestizierte Gänse sind in der Regel Zugvögel, die im Winter in wärmere Regionen der Erde fliegen. Manche Arten haben sich aber auch an kälteres Klima gewöhnt.

Die Hausgans, die bei uns weit verbreitet ist, hat sich vor einigen Jahrhunderten aus der ebenfalls in Europa heimischen Graugans entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die Gans das am längsten vom Menschen gehaltene Nutzgeflügel ist. Bereits im Alten Rom waren die Entenvögel für den Verzehr, zur Produktion von Federn und sogar als Wachtiere im Einsatz.

Im Laden findest du in der Regel tiefgekühlte Vögel oder bereits vorbereitete Teile. Gänsefleisch erhältst du zudem bei einem Metzger in deiner Nähe. Tiere aus deutschen Zuchtbetrieben werden unter strengen Gesetzesauflagen aufgezogen. Beim Kauf kannst du auf Kennzeichnungen achten, die Freilandhaltung garantieren. Außerdem erhöht sich die Qualität, wenn in den Betrieben unter BIO-Standards gearbeitet wird. Gänse aus polnischer oder ungarischer Aufzucht sind preiswerter, allerdings sind die Zuchtgegebenheiten nicht immer transparent und die Herkunft oftmals nicht in Gänze nachvollziehbar.

Was du beim Kauf beachten kannst.

Bei der Geflügelmast machen die Produzenten große Unterschiede. Die sogenannten Frühmastgänse werden etwa drei Monate alt und erreichen ein Gewicht zwischen zwei und 3,5 Kilogramm. Am beliebtesten sind Junggänse mit einem Gewicht um die 5 Kilogramm. Diese Tiere leben maximal neun Monate ehe sie geschlachtet werden. Schwerere Vögel werden weit über ein Jahr alt, kommen aber deutlich seltener in den Handel. Eine besondere Spezialität sind die Hafermastgänse, die am Ende der Mast täglich Hafer als Nahrung erhalten. Besonders hochwertiges Fleisch bieten Grasgänse, die in Freilandhaltung aufwachsen und keiner Mast ausgesetzt werden. Sie nehmen auf natürlichem Weg Nahrung zu sich und entwickeln auf diese Weise besonders mageres Fleisch.

Du kannst beim Kauf auch auf einzelne Teile der Gans zurückgreifen. An den Frischetheken im Supermarkt warten zum Beispiel Gänsekeulen und Gänsebrust auf dich. Keulen überzeugen mit einem ausgewogenen Fettanteil und saftigem Fleisch. Gänsebrust ist eine echte Delikatesse, wenn sie richtig zubereitet wird. Das Brustfleisch ist besonders mager und aromatisch.

Ein Gänseprodukt, das von Verbrauchern zwiespältig betrachtet wird, ist die sogenannte Stopfleber. In Frankreich als foie gras bekannt. Dabei werden die Lebern der Gänse durch eine Zwangsfütterung – das Stopfen – vergrößert, bis sich eine Fettleber bildet. Dies kann wiederum die Gesundheit der Tiere stark beeinträchtigen. Die foie gras gilt in der kulinarischen Welt als absolute Delikatesse und hat dementsprechend ihren Preis. Hierzulande ist das Stopfen allerdings durch das Tierschutzgesetz verboten, weshalb es sich bei Stopfleber um ein klassisches Importprodukt handelt.

Nährstoffe von Gänsefleisch

Gänsefleisch hat es kalorientechnisch in sich: 100 Gramm der Köstlichkeit verfügen über circa 340 Kalorien. Außerdem enthält Gänsefleisch eine Menge Fett, um genau zu sein 30 Gramm pro 100 Gramm. Das ist ein Grund, weshalb die Gans so lecker schmeckt. Wenn du allerdings auf deine Linie achten willst, solltest du Gänsefleisch nur selten konsumieren.

Das Fleisch kann allerdings auch viele positive Effekte auf den Organismus haben. Die Gans liefert eine große Menge an Proteinen, was gerade für Menschen mit viel Bewegung interessant ist. In 100 Gramm stecken ungefähr 15 Gramm Protein. Dazu versorgt das Geflügel den Körper mit 23 Gramm Magnesium pro 100 Gramm, was eine beachtliche Menge darstellt. Außerdem sind Kalium, Natrium, Phosphor und Calcium enthalten.

Auch bei den Vitaminen kann Gänsefleisch Pluspunkte sammeln. Es enthält nämlich für den menschlichen Körper wichtige B-Vitamine, die zum Beispiel den Stoffwechsel unterstützen und liefert Vitamin A.

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