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Putenfleisch – Alles über das reichhaltige Geflügel

Rohes Putengeschnetzeltes in einer Schüssel.

Wer weiß, wie man Putenfleisch richtig einkauft, lagert und zubereitet, kann aus den zarten Putenkeulen und -brüstchen allerlei gesunde Leckereien zubereiten. Und die schmecken nicht nur Fitness-Fans!

Was ist Putenfleisch?

Putenfleisch zählt wie Hähnchen zum Geflügel und bezeichnet die essbaren Fleischanteile der Pute. Die Pute wird auch Haustruthuhn, Puthenne, Truthenne oder Dinde genannt und meint die domestizierte Form des Truthuhns. Die Männchen heißen Puter, Truthahn oder Welschhahn. Sowohl männliche als auch weiblicheTiere eignen sich zur Gewinnung von Putenfleisch.

Pute: Brust oder Keule?

Die Pute bringt mit zehn Kilogramm (Weibchen) bis 15 Kilogramm (Männchen) ein stattliches Gewicht auf die Waage. Einen großen Teil davon macht die Putenbrust aus, die besonders fettarm ist und helles Muskelfleisch aufweist. Das Brustfleisch wird im Ganzen, als Filets, Schmetterlingsteaks, Putenschnitzel, Putengeschnetzeltes oder gewolft als Hackfleisch angeboten.

Etwas mehr Fett steckt in den dunkleren Putenkeulen. Sie werden im Ganzen oder getrennt in Ober- und Unterkeule verkauft. Das ausgelöste Fleisch des Oberschenkels lässt sich gut zu Rollbraten verarbeiten. Keulenfleisch eignet sich außerdem ausgezeichnet für Schmorgerichte wie Ragouts und Gulasch.

Die weißfleischigen, vergleichsweise fettreichen Putenflügel sind ideal zum Grillen, Braten und Schmoren.  

Wie gesund ist Putenfleisch?

Pute ist kalorienarm, enthält hochwertiges Eiweiß, das im Körper zum Beispiel für den Muskelerhalt benötigt wird, liefert B-Vitamine, Eisen, Calcium, Phosphor und Magnesium.

Gut zu wissen

Putenfleisch mit Reis zählt zu den typischen Mahlzeiten für Bodybuilder, weil die Kombination aus gut verwertbaren Kohlenhydraten und hochwertigem Protein als ideal für die Energiezufuhr und den Muskelaufbau gilt.

Wie viele Kalorien hat Putenfleisch?

Alle Putenteile sind gesund, liefern wertvolle Nährstoffe und sind frei von Kohlenhydraten. Der Anteil an Fett und Kalorien hängt vom verwendeten Stück ab. Amfettärmsten ist das Brustfleisch, die Flügel enthalten die meisten Kalorien.

Putenfleisch: Nährwerte & Kalorien

Nährwert pro 100 g

Brust

Keule

Flügel

Kalorien

105 kcal

115 kcal

180 kcal

Fett

2,00 g

3,6 g

10,7 g

Eiweiß

21,00 g

20,50 g

20,80 g

Kohlenhydrate

0,00 g

0,00 g

0,00 g

Gut zu wissen

Nicht nur für Menschen ist Putenfleisch ein echtes Fit-Food. Auch Hunde und Katzen mögen und vertragen es sehr gut. Um eine Salmonellen-Infektion zu vermeiden, sollten unsere vierbeinigen Freunde das Fleisch aber nicht roh (oder nur absolut frisch) bekommen. Im Tierhandel gibt es viele Leckerlis und Einzelfuttermittel mit Pute, die den Fellnasen bedenkenlos gefüttert werden können.

Auch wichtig: Putenknochen sind als Kau-Snack für Hunde nicht gut geeignet, da sie splittern und zu Verletzungen im Magen-Darm-Trakt führen können.

Pute richtig zubereiten

Bei der Zubereitung von Truthahn und -henne ist Hygiene sehr wichtig. Um eventuelle Keime an anderen Lebensmitteln zu vermeiden, sollte das Fleisch auf einem eigenen Brett und mit einem eigenen Messer geschnitten werden. Die Küchenutensilien müssen anschließend gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine gereinigt werden.

Weil Geflügelfleisch Salmonellen enthalten kann, muss es außerdem immer ganz durchgegart werden. Als Gartest kannst du gut mit einer Rouladennadel in die tiefste Stelle des Fleischstückes stechen. Tritt klarer Fleischsaft aus, ist es fertig. Ist er noch leicht blutig oder rosa, ist etwas mehr Garzeit nötig.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch sehr gut an der Kerntemperatur orientieren. Sie wird mit einem Thermometer gemessen und sollte 80 °C betragen.

Teilweise muss das Fleisch vor der Verarbeitung noch pariert werden, also von Sehnen und Silberhäutchen befreit werden. Das trifft vor allem auf ganze Putenbrüste zu, die in der Mitte von einer dünnen Sehne durchlaufen werden.

Wie schmeckt Pute am besten?

Pute lässt sich hervorragend braten, grillen und schmoren. Fettärmere Stücke aus der Putenbrust – also das Filet, Schmetterlingssteaks oder Putengeschnetzeltes – werden aufgrund des geringen Fettanteils relativ schnell trocken und eignen sich am besten zum Kurzbraten. Für Saltimbocca, Gyros, schnelle Currys oder Geschnetzeltessind Putenteile perfekt. Um sie noch etwas saftiger zu machen, kannst du sie vor der Zubereitung marinieren.

Putenflügel und -schenkel vertragen längere Garzeiten und sind eine leckere Basis für herzhafte Schmorgerichte. Sehr beliebt ist auch überbackene Pute aus dem Ofen. Beim Köcheln in Sahne- oder Tomatensoße bleibt die Feuchtigkeit im Geflügelfleisch und es wird herrlich saftig. Nur noch Käse obendrauf – schon steht ein echtes Schlemmeressen auf dem Tisch.

Putenfleisch kaufen und lagern

Putenfleisch in allen Varianten bekommst du heute problemlos in jedem Supermarkt – teilweise zu wirklich günstigen Preisen. Allerdings lohnt es sich, den ein oder anderen Euro mehr zu investieren, um wirklich gute Qualität zu erhalten – und beim Einkauf auch im Sinne des Tierwohls zu handeln.

Eine gute Orientierung geben die Haltungsformen für Geflügel, die auf abgepackten Produkten (bisher noch freiwillig) angegeben werden: 

  • 1: Stallhaltung erfüllt die gesetzlichen Mindestanforderungen. Die Tiere wachsen im Stall in Bodenhaltung auf. 
  • 2: Stallhaltung Plus bietet etwas mehr Platz, entspricht ansonsten aber Haltungsform 1.
  • 3: Außenklima bedeutet Stallhaltung mit einer offenen Seite oder einem überdachten Auslauf. Es darf nur Futter ohne Gentechnik verwendet werden.
  • 4: Premium gewährleistet Auslauf im Freien und deutlich mehr Platz pro Tier. Auch hier sind gentechnikfreie Futtermittel vorgeschrieben.

Haltungsstufe 4 ist mit Bio-Qualität gleichzusetzen und die höchste Qualitätsstufe für Geflügel. Die Truthühner wachsen langsamer auf als in Massentierhaltung, was sich positiv auf Geschmack und Konsistenz des Fleisches auswirkt.

Fehlt die Haltungsform als Orientierung, kannst du dich an der Fleischtheke oder beim Metzger einfach nach Herkunft und Aufzucht des Geflügels erkundigen oder Produkte beim regionalen Bauern einkaufen.

Putenfleisch lagern, einfrieren & auftauen

Geflügel zählt zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Es sollte immer im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Tage nach dem Kauf verbraucht werden.

Um die Haltbarkeit zu verlängern, kannst du Pute wunderbar einfrieren. Luftdicht verpackt hält sich das Fleisch im Eisfach sechs bis acht Monate. Zum Auftauen legst du es über Nacht in den Kühlschrank. Das Auftauwasser sollte anschließend weggeschüttet, das Fleisch abgespült und gründlich trocken getupft werden.

Gute Anhaltspunkte für einen Frische-Check sind Optik und Geschmack: Du solltest Pute nicht mehr essen, wenn sie gräulich verfärbt ist, süßlich oder säuerlich riecht.

Schnell und einfach: Rezepte mit Putenfleisch

Puten-Curry
  • Laktosefrei
35min
Einfach
Puten-Gyros
  • Laktosefrei
  • Glutenfrei
  • Low Carb
1h 30min
Einfach