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Kartoffeln kochen wie ein Profi

Kartoffeln kochen

Kinderleicht und doch ganz große Kochkunst! Nur, wer die passende Knolle für jedes Gericht auswählt und bei der Zubereitung richtig vorgeht, kommt in den Genuss perfekter Kartoffeln. Die wichtigsten Tipps, clevere Schnellgar-Tricks und Anleitungen für Anfänger.

Kartoffeln kochen in sieben Schritten

Wie kocht man Kartoffeln richtig? Ganz einfach! Alles, was du brauchst, sind die Knollen selbst, einen Topf, Wasser, Salz – und diese einfachen Steps.

  1. Je nach Rezept die Kartoffeln gründlich waschen oder schälen. Keimansätze und dunkle Stellen herausschneiden.
  2. Knollen in gleichgroße Stücke schneiden, damit sie gleichzeitig gar werden.
  3. Stücke in einen Topf geben und so viel kaltes Wasser aufgießen, dass sie bedeckt sind.
  4. Aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz würzen.
  5. Eine Garprobemachen: Gleiten ein Messer oder die Zinken einer Gabel leicht in die Kartoffelmitte, ist die Knolle gar.
  6. Kartoffeln abgießen und etwas ausdampfen lassen.
  7. Sofort servieren und genießen oder weiterverarbeiten.

Kartoffeln kochen: Videoanleitung

Kartoffeln kochen: Videoanleitung

Kartoffeln garen: Die Grundlagen

So simpel es ist auch ist – nicht immer gelingen Kartoffeln, wie sie sollen. Meist hat sich bei der Zubereitung nur ein kleiner Fehler eingeschlichen, der sich leicht beheben lässt. Hier kommen die wichtigsten Fragen und alle Antworten aus der Knollenküche.

Warum kocht man Kartoffeln in kaltem Wasser?

Kartoffeln garen gleichmäßiger durch, wenn sie mit dem Wasser aufgekocht werden. So dringt die Hitze langsam von der Schale bis zum Kartoffelkern vor. Kommen die Knollen in kochendes Wasser, wird die äußere Schicht schnell matschig, während das Innere noch hart ist.

Wie lange muss man Kartoffeln kochen?

Die Kochzeit für Kartoffeln hängt vor allem von der Knollengröße ab. Durchschnittlich kannst du von etwa 20 Minuten ausgehen. Sehr große Exemplare, wie man sie zum Beispiel für Kumpir verwendet, können durchaus 30 Minuten Garzeit benötigen. Kartoffel-Minis sind dagegen oft schon nach 15 Minuten fertig.

Auf welcher Stufe gart man Kartoffeln?

Am besten gelingen Pellkartoffeln, Salzkartoffeln und Co., wenn sie auf mittlerer Stufe vor sich hinblubbern dürfen. Moderate Hitzezufuhr führt zu einem gleichmäßigen Garergebnis. Brodelt es im Kochtopf allzu sehr, kann das Wasser außerdem schnell überschäumen.

Kocht man Kartoffeln mit oder ohne Deckel?

Deckel drauf ist die Devise! Da beim Kartoffelkochen keine Flüssigkeit verdampfen soll, ist zugedecktes Köcheln empfehlenswert. Damit nichts überkocht, sollten die Kartoffeln nur knapp mit Wasser bedeckt und der Topf ausreichend hoch sein. Durch den aufgelegten Deckel sparst du auch Energie, weil weniger Hitze entweicht.

Wann kommt das Salz ins Kartoffelwasser?

Kartoffeln werden meist mit Salz gekocht. Einige Profi-Köche empfehlen allerdings das Salzen gegen Ende der Garzeit oder sogar erst danach. Der Grund: Salz wirkt hygroskopisch, d.h. es bindet aktiv Wasser. Da sich der Geschmack der Kartoffeln im Kochwasser sammelt, wird dieser mitgebunden. Und landet beim Abgießen dann im Abfluss.

Kann man gekeimte Kartoffeln noch kochen?

Kleine Keimansätze sind noch kein Grund, Kartoffeln zu entsorgen. Sie können einfach gründlich herausgeschnitten werden. Sind die Knollen schon sehr stark ausgetrieben oder haben eine grün verfärbte Schale, sollten sie nicht mehr auf dem Teller landen.

Stark gekeimte Kartoffeln enthalten viel Solanin. Die leicht giftige chemische Verbindung dient der Pflanze selbst als Schutz vor Fressfeinden und Schädlingen. Beim Menschen kann sie im Übermaß Verdauungsbeschwerden und Übelkeit auslösen. Solanin wird durch den Kochvorgang nicht zersetzt.

Wie lange sind gekochte Kartoffeln gut?

Gegarte Erdäpfel – wie man den Knollenliebling auch nennt – halten sich bei Zimmertemperatur einen Tag. Zugedeckt im Kühlschrank kannst du sie drei bis vier Tage aufbewahren.

Möchtest du Kartoffeln vorkochen, solltest du sie nach dem Kochen gründlich trocken tupfen. Liegen sie in Wasserresten, werden sie schnell matschig.

Kann man gekochte Kartoffeln einfrieren?

Im Eisfach halten sich gekochte Kartoffeln zwei bis drei Monate. Sie sollten luftdicht verpackt sein, damit sich kein Gefrierbrand bildet.

Nach dem Auftauen sind die Knollen weicher als frisch gekocht. Sie eignen sich dann noch gut für Stampfkartoffeln, Suppen oder Aufläufe.

Verschiedene Kartoffelsorten zubereiten

Welche Kartoffel im Topf landet, ist im wahrsten Sinne eine Typfrage. Die verschiedenen Kartoffelarten werden nach ihrem Stärkegehalt in unterschiedliche Kochtypen eingeteilt. Je mehr Stärke drinsteckt, desto weicher werden sie. Je nachdem, welches Gericht du zubereiten möchtest, musst du eine andere Kartoffelsorte wählen.

Der Stärkeanteil hat – neben der Kartoffelgröße – auch einen leichten Einfluss auf die Kochdauer. Stärkereiche Sorten sind etwas schneller gar.

Kartoffeltypen: Kochzeiten & Verwendung

ZubereitungGarzeitEigenschaftenVerwendungBekannte Sorten
Festkochende Kartoffeln kochen20-25 MinutenGeringer Stärkeanteil. Behalten beim Kochen ihre Form und platzen nicht auf. Gratins, Salat, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln, Wedges Linda, Sieglinde, La Ratte
Vorwiegend festkochende Kartoffeln kochen20-25 MinutenMittlerer Stärkeanteil und Festigkeit. Schale platzt beim Garen etwas auf. Puffer, Pommes, Rösti, Aufläufe, Pellkartoffeln La Bonnotte, Finka, Granola
Mehligkochende Kartoffeln kochen15-20 MinutenHöchster Stärkegrad. Fallen auseinander, weiches Inneres, aufgeplatzte Schale nach dem Kochvorgang. Knödel, Brei, Suppen, Gnocchi, Kroketten Hela, Adretta, Agria

Wie muss man Drillinge köcheln?

Eine kleine Kartoffel-Besonderheit sind Drillinge. Sie bilden keine eigene Sorte, sondern sind Knollen einer bestimmten Größensortierung. Bei länglichen Kartoffelsorten zählt alles zwischen 25 und 35 Millimetern zu den Drillingen. Bei runden und ovalen Sorten sind es 25 bis 40 Millimeter. Durch ihr kompaktes Format haben Drillinge in 10 bis 15 Minuten den perfekten Garzustand erreicht.

Drillinge gibt es grundsätzlich in allen Kochtypen – von fest bis mehlig. Im Handel werden sie allerdings meist in der stärkearmen, festkochenden Variante angeboten. Sie eignen sich hervorragend für Salate, als Ofenknöllchen oder Bratkartoffeln.

Die Minis zu pellen ist mühsam. Meist bleibt die Schale darum dran. Achte bei Drillingen – wie auch bei anderen Sorten, die du mit Schale essen möchtest – auf Bio-Qualität. So kannst du sicher sein, keine Pestizide aufzugabeln.

Kartoffeln schneller kochen: Drei Tricks

1. Kleine Kartoffeln kochen
Je winziger, desto fixer. Für Pürees oder Suppen kannst du größere Exemplare sehr klein würfeln, um die Zubereitungszeit zu verkürzen.

2. Kartoffeln kochen im Schnellkochtopf
Der Name verrät es schon: Im Schnellkochtopf kannst du Kartoffeln richtig schnell kochen. Schon nach etwa zehn Minuten sind sie fertig.

3. Kartoffeln in der Mikrowelle kochen
Auch mit der Mikrowelle kannst du den Kartoffelturbo einlegen. So geht’s: Die gewaschenen Knollen tropfnass in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben. Zugedeckt bei 700 Watt etwa zehn Minuten garen. Gar-Test machen und bei Bedarf zwei bis drei Minuten weitergaren.

Kartoffelspeisen: Grundrezepte & Tipps

Knusprig aus der Pfanne, cremig gestampft oder als leckerer Salat – jeder hat seinen eigenen Favoriten mit Kartoffeln. So gelingen die Lieblingsrezepte.

Immer klasse: Salat aus Kartoffeln

Der perfekte Begleiter zu Würstchen, Frikadellen und Gegrilltem. Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Den wichtigsten Unterschied macht das Dressing. Die einen mögen es eher sämig mit Mayonnaise. Die anderen bevorzugen ein leicht säuerliches Sößchen mit Essig und Öl.

Wie lange kochen Kartoffeln für Salat?

Für Salate solltest du festkochende Kartoffeln verwenden. Sie brauchen – je nach Größe – 20 bis 25 Minuten.

Warum kocht man Kartoffeln für Salat mit Schale?

Das Zubereiten mit Schale schont Nährstoffe und Geschmack. Die Kartoffelhülle sorgt außerdem dafür, dass auch die äußeren Schichten des Fruchtfleisches schön fest bleiben.

Essig-Öl-Kartoffelsalat

Für 4 Portionen 1 kg Kartoffeln waschen und in Salzwasser mit Schale kochen. Abschütten, etwas abkühlen lassen und pellen. 200 ml Gemüsebrühe aufkochen. 2 rote Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und mit 1 EL Senf, 2 TL Sahnemeerrettich und 2 TL Kapern in die Brühe geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Fond über die Kartoffeln geben und 30 Minuten ziehen lassen. Inzwischen 4 Stiele Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. 50 ml Rotweinessig, 2 EL Olivenöl und gehackte Petersilie zum Salat geben.

Erdapfelsalat mit Mayo

Für 4 Portionen 1 kg Kartoffeln waschen und mit Schale in Wasser gar kochen. 1 TL Kümmelkörner dazugeben. 2 Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Kartoffeln in ein Sieb gießen, etwas abkühlen lassen, pellen und auskühlen lassen. Komplett ausgekühlt in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Inzwischen 4 Gewürzgurken in Würfel schneiden. 3 Eier hart kochen, abkühlen lassen und vierteln. 500 ml Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen, Zwiebelwürfel hinzugeben und die Brühe kräftig mit 3 EL Obstessig, 3 EL Senf, 1 EL Zucker, Salz und Pfeffer würzen. 3 EL Öl zur Brühe geben und Topf vom Herd nehmen. Die heiße Brühe über die Kartoffelscheiben gießen und vorsichtig unterheben. Kartoffelsalat durchziehen lassen. 100 g Mayonnaise vorsichtig unterheben, Gurken und Eier dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Deftige Bratkartoffeln

Am besten mit Speck und Zwiebeln! So lassen sich die Knusperchen aus der Pfanne lecker zu Schnitzel, Sonntagsbraten oder Fisch kombinieren.

Muss man Kartoffeln vor dem Braten kochen?

Bratkartoffeln gelingen sowohl mit rohen als auch mit gekochten Kartoffeln. Wichtig ist, dass es sich um eine festkochende Sorte handelt, damit die Scheiben beim Brutzeln nicht zerfallen.

Die Kartoffeln sollten in der Bratpfanne erst Farbe annehmen und bräunen, bevor weitere Zutaten hinzukommen. Gerade Zwiebeln brauchen nur wenige Minuten. Sie würden sonst verbrennen.

Fluffiges Kartoffelpüree

Mehligkochende Kartoffeln kochen, mit Milch und Butter zerstampfen, würzen. So einfach gelingt der Klassiker aus Kindheitstagen. Mit einigen Extrazutaten und kleine Kniffen lässt sich Kartoffelbrei aber auch richtig kreativ auftischen!

Lecker gebacken: Ofenkartoffeln

Kartoffeln kannst du auf verschiedene Weise im Backofen zubereiten. Für kleine Kartoffeln als Beilage oder Wedges solltest du festkochende Typen wählen. Möchtest du große Ofenkartoffeln zum Füllen zubereiten, sollten sie mehligkochend sein.

Vorgegarte Kartoffeln brauchen im Ofen etwa 20 bis 30 Minuten, bis sie knusprig und appetitlich gebräunt sind. Große Knollen werden roh mit Öl eingerieben, in Alufolie gewickelt und etwa eine Stunde bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) gebacken.

Gut zu wissen

Um Wedges besonders knusprig zu bekommen, kannst du die Kartoffeln mit Backpulver oder Natron, etwas Öl und Gewürzen mischen. Das Pülverchen sorgt für eine schöne Kruste.

Grundrezept: Salzkartoffeln kochen

Für 4 Personen 800 g festkochende Kartoffeln mit einem kleinen Messer oder einem Sparschäler schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln. In einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und aufkochen. Hitze reduzieren und Kartoffeln ca. 20 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss salzen. Abgießen, ausdampfen lassen und als Beilage servieren.

Grundrezept: Pellkartoffeln kochen

Für 4 Portionen 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln gründlich waschen. In einem Topf mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen, Hitze reduzieren und ca. 20 Minuten köcheln. Knollen abgießen, ausdampfen lassen und pellen. Zum Beispiel mit Quark als Hauptgericht servieren.

Köstliche Kartoffel-Ideen

Spinat mit Spiegelei und Salzkartoffeln
  • Laktosefrei
  • Clean Eating
  • Glutenfrei
30min
Einfach
Thüringer Kartoffelklöße
  • Vegetarisch
1h 10min
Mittel
Deftiges Bauernfrühstück
  • Glutenfrei
40min
Einfach
Rosenkohl-Kartoffel-Auflauf
  • Vegetarisch
1h 10min
Einfach

FAQ

  • Wie lange muss man rote Kartoffeln kochen?

    Rotschalige Kartoffeln sind meist vorwiegend festkochend. Sie brauchen rund 20 Minuten im Kochtopf. Sie können gut mit Schale zubereitet und danach gepellt werden.

  • Wie kocht man Kartoffeln am gesündesten?

    Um Vitamine und Nährstoffe zu schonen, solltest du Kartoffeln mit Schale kochen. Sie schützt davor, dass die Fitmacher ins Kochwasser ausschwemmen.

  • Wie lange muss man Kartoffeln für Hunde kochen?

    Kartoffeln für Vierbeiner sollten schön weich gekocht werden – etwa 20 bis 30 Minuten lang. Danach werden sie mit einer Gabel fein zerdrückt. Auf Salz solltest du verzichten.