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Reisnudeln – vielseitige asiatische Nudelspezialität

Reisnudeln.

Bei Nudeln denkst du sofort an italienische Pasta? Kein Wunder – tatsächlich aber stammen Nudeln ursprünglich aus Asien. In China stellt man schon seit 4000 Jahren Nudeln aus Reismehl her. Und auch bei uns sind die weißen Reisbandnudeln in Suppen und Wokgerichten beliebt. Aber wie viele Sorten Reisbandnudeln gibt es überhaupt? Wie werden sie hergestellt und wie gesund sind die asiatischen Nudeln?

Was sind Reisnudeln?

Reisnudeln sind Teigwaren, die aus Reismehl oder Reisstärke und Wasser hergestellt werden. Anders als Teigwaren aus Hartweizengrieß sind Reisnudeln nicht gelblich, sondern milchig-weiß und nahezu geschmacksneutral. Am bekanntesten sind bei uns vermutlich die schmalen Reisbandnudeln. Es gibt aber auch fadendünne Reisnudeln, bis zu 3 cm breite Reisnudeln und Reisnudel-Platten.

Gut zu wissen

Anders als häufig vermutet, sind Glasnudeln keine Reisnudeln. Die dünnen, fast durchsichtigen Nudeln werden nicht aus Reismehl, sondern aus Tapioka- oder Mungobohnen-Stärke hergestellt.

Reisnudeln sind im gesamten asiatischen Raum weit verbreitet. Vor allem in China, Thailand und Vietnam stehen Reisnudeln nahezu täglich auf dem Speiseplan: in würziger Brühe serviert, im Wok gebraten oder als Salat zubereitet. Da Reisnudeln kaum Eigengeschmack haben, lassen sie sich sehr vielseitig würzen. Aufgrund ihres hohen Stärkegehalts nehmen sie Soßen, Gewürzen und Dressings zudem sehr gut auf. In Deutschland kannst du getrocknete Reisnudeln im Supermarkt und in asiatischen Lebensmittelläden kaufen, vereinzelt werden auch vorgegarte, vakuumierte Reisnudeln angeboten.

Gut zu wissen

Da Reis kein Gluten enthält, muss die Reisstärke während der Nudel-Herstellung aus dem Reis herausgelöst werden. Daher haben Reisnudeln eine andere Konsistenz als Hartweizennudeln: Sie sind etwas elastischer und haben oft mehr Biss.

Herkunft und Geschichte von Reisnudeln

Auch wenn Nudeln vermutlich in verschiedenen Teilen der Welt und zu verschiedenen Zeiten unabhängig voneinander „erfunden“ wurden: Reisnudeln stammen mit Sicherheit aus China. Archäologische Funde belegen, dass die Menschen dort schon vor 4000 Jahren lange, dünne Nudeln aus Reismehl servierten. Da Reis seit jeher das am häufigsten angebaute Getreide in China war, wurden auch die Teigwaren aus Reismehl hergestellt. Im Laufe der Zeit verbreiteten sich aber auch Nudeln aus Weizenmehl und anderen Mehlsorten, etwa Udon-, Mie- oder Soba-Nudeln.

Gut zu wissen

In Asien gibt es neben Reisnudeln noch viele weitere Nudelsorten: Nudeln aus Weizenmehl, Buchweizenmehl, Koniakwurzel und Tapiokastärke sind ebenfalls beliebt.

Heute gibt es in vielen asiatischen Ländern spezielle Reisnudel-Gerichte. In Vietnam zum Beispiel isst man Pho, eine Brühe mit Reisnudeln und Fleisch, gern zum Frühstück. In Thailand gilt Pad Thai, ein Wokgericht aus gebratenen Reisnudeln mit Gemüse und Ei, als Nationalgericht. In China sind lange Reisbandnudeln eine typische Suppeneinlage. Dünne Reisnudeln werden für Füllungen und Salate verwendet.

Herstellung von Reisnudeln

Der allergrößte Teil der Reisnudeln kommt heute aus industrieller Herstellung. Es gibt aber auch noch kleine Betriebe, in denen Reisnudeln von Hand hergestellt werden. Das ist sehr aufwendig, da der Reis dafür meist als ganzes Korn verarbeitet wird.

Bei der traditionellen Herstellungsmethode wird Reis mit Wasser versetzt und über Nacht fermentiert. Am nächsten Tag wird die Masse fein zerkleinert und teilweise mit Reismehl vermischt. Da Reis kein Gluten enthält, bindet das Reismehl eher schlecht. Daher gibt man während des Knetens kochendes Wasser zum Reisteig hinzu, um die Stärke aus dem Reis zu lösen. So entsteht nach und nach ein elastischer Teig.

Der fertige Nudelteig wird entweder zu Bahnen ausgezogen oder in Platten gepresst und in feine Streifen geschnitten. Manchmal wird der frische Reisteig auch wie bei der Pasta-Herstellung durch feine Metallformen gepresst, sodass lange, runde Nudeln entstehen. Die frischen Nudeln werden anschließend zu Strängen, Nestern oder Paketen geformt und getrocknet, bevor sie verpackt werden und in den Handel kommen.

Fun Fact

In China symbolisieren Reisnudeln – vermutlich wegen ihrer Form – ein langes Leben.

Nährstoffe: Wie gesund sind Reisnudeln?

Reisnudeln sind ein Getreideprodukt und bestehen, genau wie Hartweizennudeln, vor allem aus Kohlenhydraten. Auch die anderen Nährstoffe in Reisnudeln sind mit denen anderer Nudelsorten vergleichbar – mit dem Unterschied, dass Reisnudeln komplett glutenfrei sind.

Auch geringe Mengen Eiweiß sind in Reisnudeln enthalten. Fette und Ballaststoffe liefern die Nudeln kaum, da sie meist ausschließlich aus geschältem Reis und Wasser bestehen.

Vitamine und Mineralstoffe sind in Reisnudeln nur in kleinen Mengen enthalten. Unter anderem sind das Magnesiumund Kalium, sowie Calcium. Auch die Vitamine B1 und B2, die für den Energiestoffwechsel eine Rolle spielen und Vitamin B3, das das Nervensystem und die Hautgesundheit unterstützt, sind in kleinen Mengen in Reisnudeln enthalten.

Nährwerte pro 100g Reisnudeln (ungekocht)

Kalorien 

360 kcal 

Eiweiß 

3,8 g 

Fett 

0,6 g 

Kohlenhydrate 

84 g 

Ballaststoffe 

1,6 g 

Magnesium 

12 mg 

Kalium 

30 mg 

Calcium 

18 mg 

Vitamin B1 

31 μg 

Vitamin B2 

17 μg 

Gut zu wissen

Da Reis von Natur aus glutenfrei ist, enthalten Reisnudeln kein Gluten. Mittlerweile gibt es neben den klassischen asiatischen Reisnudeln auch italienische Nudelsorten wie Spaghetti und Risoni aus Reismehl. Sie eignen sich für eine glutenfreie Ernährung.

Lagerung und Haltbarkeit von Reisnudeln

Getrocknete Reisnudeln sind sehr lange haltbar. Luftdicht verpackt und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert, halten sich die Nudeln problemlos zwei Jahre und länger. Wie alle trockenen Getreideprodukte sind Reisnudeln oft über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Verlass dich am besten auf deine Augen und deine Nase: Wenn die Nudeln gut aussehen und angenehm riechen, kannst du sie in der Regel ohne Bedenken verzehren.

Frische, vakuumierte Reisnudeln solltest du so aufbewahren, wie du sie gekauft hast: Produkte aus dem Kühlregal gehören in den Kühlschrank, andere Produkte kannst du im Küchenschrank lagern. Sie halten sich oft mehrere Wochen, solange die Packung verschlossen ist. Eine geöffnete Packung solltest du immer kühl lagern und innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen. Das gleiche gilt für gekochte Reisnudeln und Gerichte mit Reisnudeln.

Wie kann man Reisnudeln zubereiten?

Reisnudeln garen sehr schnell. Viele Nudelsorten musst du nicht einmal kochen, sondern nur in warmem Wasser einweichen und 5–10 Minuten ziehen lassen. Sowohl bei Suppen als auch bei Wokgerichten gilt, dass die vorgegarten Nudeln immer erst kurz vor dem Servieren hinzugegeben werden, damit sie nicht zu weich werden oder verkleben.

In der asiatischen Küche hat jedes Land spezielle Gerichte mit Reisnudeln. Sehr beliebt sind Reisnudeln in einer kräftig gewürzten Suppe, die mit Gemüse, Schweinebauch, Tofu, gekochten Eiern oder frischen Kräutern garniert wird. Diese Nudelsuppen sind zum Beispiel in China, Vietnam, Korea und Japan sehr beliebt.

Ebenso verbreitet sind gebratene Reisnudeln. Dazu werden eingeweichte Reisnudeln mit Gemüse, Ei, Fleisch oder Tofu im Wok scharf angebraten und mit frischen Kräutern, Gewürzen und Soßen serviert. Das bekannteste Reisnudel-Gericht ist vermutlich das thailändische Pad Thai – grundsätzlich kann man aber fast alle Zutaten kombinieren, wie bei diesen einfachen Reisnudeln mit Garnelen.

Vor allem im Sommer sind kalte oder lauwarme Salate mit Reisnudeln beliebt. Meist werden dünne Reisbandnudeln verwendet, die mit einem süß-scharfen Dressing, frischen Kräutern und feinen Gemüsestreifen gemischt werden. Gerösteter Sesam, Erdnüsse oder Röstzwiebeln toppen den Salat.

Gut zu wissen

Für Suppen und Bratnudeln werden die Reisnudeln nur in Wasser eingeweicht. Für die Zubereitung als Salat gart man sie einige Minuten in kochendem Wasser und spült sie anschließend kalt ab.

Köstliche Rezepte mit Reisnudeln