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Darmsanierung — Infos & Ernährungsplan

Minestrone im Topf auf Holzbrett

Er ist bis zu 8 Meter lang und sehr wichtig für unsere Gesundheit. Trotzdem sprechen die wenigsten gern über ihn – gerade, wenn sie Probleme haben. Die Rede ist vom Darm, dem wichtigsten Verdauungsorgan unseres Körpers. Durch Stress, falsche Ernährung oder Medikamente kann die Darmflora geschwächt werden, hier soll eine Darmsanierung helfen können.

Eine Darmsanierung besteht aus zwei Säulen: einer Darmreinigung und der passenden Ernährung, damit die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Die folgenden Rezepte kannst du während einer Darmsanierung essen. Sie belasten nicht und helfen dabei, dass sich die Darmflora erholen kann. Weiter unten auf der Seite findest du jede Menge Infos und Tipps, wie eine Darmsanierung funktioniert und warum Alternativmediziner sie ab und an empfehlen.

Rezepte fürs Frühstück

Amaranth Müsli
  • Vegetarisch
15min
Einfach
Overnight Oats mit Bananen und Walnüssen
  • Clean Eating
  • Vegetarisch
12h 10min
Einfach
Hirse-Porridge mit Birnen & Haselnüssen
  • Clean Eating
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
20min
Einfach
Müsli mit Nüssen und Äpfeln
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
5min
Einfach

Rezepte fürs Mittagessen

Minestrone
  • Laktosefrei
40min
Einfach
Quinoa-Salat-Bowl
  • Clean Eating
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
30min
Einfach

Rezepte fürs Abendessen

Milder Gemüsereis
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
45min
Einfach
Ofengemüse mit Joghurt-Dip
  • Clean Eating
  • Zuckerfrei
  • Vegetarisch
1h
Einfach

Die wichtigsten Fakten & Infos rund um den Darm

  • Der Darm eines Erwachsenen ist bis zu 8 Meter lang.
  • Der Darm besteht aus Dünndarm und Dickdarm.
  • Der Darm verfügt über Millionen von Nervenzellen, die ähnlich wie das Gehirn agieren – man spricht auch vom Bauchhirn.
  • Gut 70 Prozent der Abwehrzellen des Immunsystems befinden sich im Darm. Ein gut funktionierender Darm spielt deswegen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. 
  • Die Darmflora des Dickdarms besteht aus mehr als 10 Billionen Bakterien aus 500 verschiedenen Bakterienarten.

Kurz-Check Verdauung

Egal ob Torte oder Käsebrot: Alles, was wir essen, muss verdaut werden. Der Weg der Nahrung ist dabei immer gleich. Vom Mund geht es in die Speiseröhre und von da in den Magen-Darm-Trakt. Im Magen wird der Speisebrei mit dem Magensaft vermengt und durch diesen zersetzt. Nach 1 bis 6 Stunden im Magen geht es für den Speisebrei weiter Richtung Dünndarm. Dieser besteht aus 3 Abschnitten: dem Zwölffingerdarm, dem Leerdarm und dem Krummdarm. Die Darmwand ist mit vielen kleinen Darmzotten überzogen, die die mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe ins Blut abgeben. Nach dem Dünndarm geht es weiter in den Dickdarm, der sich um die schwer verdaulichen Pflanzenstoffe kümmert. Diese werden von Bakterien zerlegt, die in der Darmflora beheimatet sind. Ganz zum Schluss gelangt der mittlerweile eingedickte Nahrungsbrei in den Enddarm von wo aus er über den Mastdarm ausgeschieden wird.

Was ist eine Darmsanierung und warum sollte man sie machen?

Stress, falsche Ernährung, die Einnahme von Antibiotika: Es gibt viele Faktoren, die den Darm aus dem Gleichgewicht bringen können. Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall sind die Folge. Für unsere Gesundheit ist es jedoch wichtig, dass der Darm optimal arbeitet. Was viele nicht wissen: Der Darm bzw. die Darmflora spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem. Die Billionen Mikroorganismen, die die Darmflora bilden, sind Teil der körpereigenen Abwehr und helfen dabei, den Körper vor Infektionen zu schützen. Nach der Einnahme von Antibiotika ist die Darmflora in der Regel geschwächt, da neben den krankmachenden Bakterien auch ein Teil der nützlichen Bakterien in der Darmflora absterben.

Um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, empfehlen Alternativmediziner eine Darmsanierung. Dafür sollte als erstes eine Darmreinigung durchgeführt werden. Am besten auf die sanfte Art mit Flohsamenschalen oder Heilerde und nicht mit einem aggressiven Abführmittel. Danach wird mithilfe einer gesunden Ernährung dafür gesorgt, dass sich die Darmflora wieder erholen kann. Nach Rücksprache mit dem Arzt können bei der Darmsaniserung auch Probiotika genommen werden, die idealerweise eine Kombination aus Lactobacillus- und Bifidusbacterium-Stämmen enthalten. Achte dann gleichzeitig auf eine Ernährung, die reich an präbiotischen Lebensmitteln ist.

Wann ist eine Darmsanierung sinnvoll?

Ständig Bauchschmerzen, immer wieder Blähungen, Durchfall oder Verstopfung: All das sind Zeichen, dass der Darm gerade nicht richtig arbeitet. In diesem Fall kann eine Darmsanierung hilfreich sein. Gleiches gilt auch nach der Einnahme von Antibiotika. Manchmal wird sie auch bei Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) empfohlen.

Gut zu wissen: Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Beweise, dass eine Darmsanierung tatsächlich hilft.

Wie saniere ich meinen Darm? So geht's

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine Darmsanierung. Wir stellen euch eine leichte Variante vor, die gut in den Alltag integriert werden kann und schon innerhalb von einer Woche erste Erfolge zeigen soll. Diese Darmsanierung ist eine Kur für zu Hause, sollte aber dennoch mit dem Arzt abgesprochen werden.

Starte mit einer leichten Darmreinigung, indem du morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel Heilerde trinkst. Dazu kannst du eine kleine Portion Porridge essen. Um die Darmreinigung zu beschleunigen, kannst du zusätzlich nach dem Frühstück noch einen Teelöffel Flohsamenschalen, in ein Glas Wasser gerührt, zu dir nehmen. Mittags gibt es eine leichte Gemüsesuppe und abends zum Beispiel Kartoffeln mit Quark. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich Äpfel, Birnen oder anderes Obst.

Ganz wichtig: Kaue alles sehr gründlich und achte darauf, ausreichend zu trinken. Die idealen Getränke sind Wasser sowie ungesüßter Kräutertee.

Während der nächsten Tage sieht deine Ernährung ähnlich aus. Du startest morgens mit Heilerde sowie einer Portion Haferflocken und isst mittags und abends leichte, hauptsächlich vegetarische Gerichte mit viel Gemüse. Gemüse ist sehr ballaststoffreich und perfekt bei einer Darmsanierung. Zwischendurch kannst du neben Obst auch Naturjoghurt, Buttermilch oder Kefir essen bzw. trinken. Sie enthalten für die Darmsanierung wichtige Milchsäurebakterien.

Welche Lebensmittel darf ich bei einer Darmsanierung essen?

Gut geeignete Lebensmittel sind:

  • Haferflocken
  • Gemüse, besonders Blattsalate, Sauerkraut 
  • Obst
  • Kartoffeln
  • Naturreis
  • fettarme Milchprodukte, insbesondere Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir
Darmsanierung

Was sollte man bei einer Darmsanierung trinken?

Stilles Wasser ist das beste Getränk bei einer Darmkur. Daneben kannst du auch ungesüßte Kräuter- sowie Früchtetees trinken.

Welche Lebensmittel sollte man bei einer Darmsanierung meiden?

Es gibt einige Lebensmittel, auf die man bei einer Darmsanierung verzichten sollte. Dazu gehören:

  • fettreicher Käse
  • Wurst
  • Rindfleisch
  • Fertiggerichte
  • Süßigkeiten, Gebäck
  • salzige Snacks
  • Alkohol
  • koffeinhaltige Getränke (Kaffee, schwarzer Tee, Cola)

Welches Brot sollte man bei einer Darmsanierung essen?

Beim Brot wird gern Roggenbrot empfohlen, da es aus Sauerteig hergestellt wird. Ansonsten sind fein geschrotete Brote empfehlenswert.

Gut zu wissen: Es besteht keine Notwendigkeit während einer Darmsanierung auf glutenfreies Brot umzusteigen.

Warum sollte kein Kaffee bei einer Darmsanierung getrunken werden?

Bei einer Darmkur wird in der Regel empfohlen auf Kaffee, schwarzen sowie grünen Tee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten. Dafür werden verschiedene Gründe genannt. Zum einen kann die im Kaffee enthaltene Säure den Darm reizen. Zum anderen behindert das Koffein die ABei einer Darmkur wird in der Regel empfohlen auf Kaffee, schwarzen sowie grünen Tee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten. Dafür werden verschiedene Gründe genannt. Zum einen kann die im Kaffee enthaltene Säure den Darm reizen. Zum anderen behindert das Koffein die Aufnahme einiger Mineralstoffe, z. B. Eisen.

Was passiert bei einer Darmsanierung?

Bei einer Darmsanierung soll mit Hausmitteln die Darmflora neu aufgebaut werden. Durch die ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse soll der Darm in Schwung gebracht werden. Das Weglassen von stark verarbeiteten, fettreichen Lebensmitteln sowie Zucker und zu viel Salz soll ebenfalls dabei helfen, dass sich die Darmflora erholt. Gute Bakterien vermehren sich stärker und siedeln sich wieder in der Darmschleimhaut an.

Wie lange sollte man eine Darmsanierung machen?

Es gibt keine allgemeingültige Empfehlung. Die Dauer der Darmsanierung sollte sich an den Beschwerden bzw. der Verbesserung richten. Damit der Darm wirklich profitiert, sollte man sich mindestens eine Woche an den Ernährungsplan halten, besser noch vier Wochen.

Darmreinigung: Nebenwirkungen

Eine Darmsanierung sollte immer in Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden. Insbesondere wer vorab eine gründliche Darmreinigung plant, sollte diese von einem Arzt durchführen lassen. Denn sie kann einige Nebenwirkungen haben:

  • Kreislaufprobleme
  • Benommenheit
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Ganz wichtig: Bei einer Darmreinigung muss ausreichend getrunken werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Die richtige Ernährung nach einer Darmsanierung

Die Darmsanierung war erfolgreich und dir geht's wieder gut. Damit du einen gesunden Darm behältst, solltest du auch weiterhin auf deine Ernährung achten. Generell solltest du dich an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu einer ausgewogenen Ernährung halten:

  • täglich 5 Portionen Obst Und Gemüse essen, davon 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst
  • Vollkornprodukte bevorzugen
  • fette und süße Speisen nur in Maßen essen
  • Fleisch maximal 2-3 x pro Woche verzehren
  • so oft wie möglich mit frischen Zutaten selber kochen