Amaranth: Infos & Rezeptideen

Amaranth

Kleine, gelbe Körner, die es in sich haben: Amaranth ist eine echte Nährstoffbombe, die es locker mit dem Superfood Quinoa aufnehmen kann.

Was ist Amaranth?

Amaranth (Amaranthus caudatus) wird oft auch Amarant geschrieben und sieht aus wie Getreide. Tatsächlich sind die kleinen Körner aber keine Getreidesorte, sondern gehören zu den Fuchsschwanzgewächsen. Wie Quinoa oder Buchweizen gehört Amaranth zum Pseudogetreide. 

Gewusst? Amaranth stammt aus Südamerika und wurde schon von den Inkas und Azteken angepflanzt. Die Amaranth-Pflanze gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. 

Gut zu wissen: Amaranth oder Amarant? Laut Duden ist die Variante ohne "h" korrekt. Die Variante mit "h" hat sich jedoch eingebürgert – vermutlich, weil das der englischen Schreibweise entspricht. 

Wie schmeckt Amaranth?

Das Powerkorn schmeckt leicht nussig und passt deswegen zu vielen unterschiedlichen Gerichten. Du kannst es als Beilage ähnlich wie Reis zu Gemüse- oder Fleischgerichten essen. Da es kein Gluten (Klebereiweiß) enthält, eignet es sich auch als Zutat für glutenfreie Kuchen und Brote. 

Gut zu wissen: Du kannst Amaranth als rohe Körner kaufen, gepufft als Amaranth-Pops, als Amaranth-Flocken sowie als Amaranth-Mehl. Manche Naturkostläden bieten sogar Öl aus dem Pseudogetreide an. 

Müsliriegel.

Wie wird Amaranth zubereitet?

Du kannst Amaranth ganz leicht zubereiten. Da die Körner Phytinsäure und Gerbstoffe enthalten, die die Aufnahme von z. B. Eisen oder Magnesium hemmen, solltest du sie vor der Verarbeitung unter heißem Wasser waschen. Wer mag, lässt sie zusätzlich in Wasser über Nacht nachquellen. Das reduziert den Gehalt an Gerbstoffen und Phytinsäure ebenfalls. 

Danach gießt du den Amaranth ab, kochst ihn mit der zwei- bis dreifachen Wassermenge auf und lässt ihn 20-25 Minuten köcheln. 

Amaranth schmeckt als Beilage zu Gemüse oder Fleisch. Du kannst ihn auch gut mit Gemüsepfannen servieren. Auch als Salat schmeckt er sehr gut. 

Kleiner Tipp: Die Körner, sowie die gepuffte Variante als Amaranth-Pops, schmecken gut zum Frühstück im Müsli oder Porridge. 

Leckere Amaranth Rezepte

Tipps für Einkauf & Lagerung von Amaranth

Amaranth-Körner und Amaranth-Pops findest du mittlerweile in vielen Supermärkten, Reformhäusern sowie Drogerien. Lager die Körner kühl, dunkel und luftdicht verschlossen. 

Amaranthmehl wird schnell ranzig. Verbrauche es daher möglichst schnell. 

Tipp: Mit einer Getreidemühle kannst du das Mehl schnell selber zubereiten. 

Warum ist Amaranth so gesund?

Amaranth-Körner sind zwar sehr klein und wiegen wenig, der Mehlkörper, indem alle wichtigen Nährstoffe stecken, ist im Verhältnis gesehen jedoch sehr groß. Sie sind reich an hochwertigem Eiweiß (insbesondere den essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin) und Fett. Auch Ballaststoffe und leicht verfügbare Kohlenhydrate kommen in großen Mengen vor. Daneben punktet Amaranth mit großen Mengen Calcium, Magnesium und Eisen.

Besonders Vegetarier und Veganer schätzen Amaranth. Der hohe Eiweiß- und Eisengehalt macht die Körner zu einem sehr guten Fleischersatz. Weiteres Plus: Der Inka-Weizen enthält kein Gluten und eignet sich deswegen für Menschen mit Zöliakie. 

Aufgrund des hohen Anteils an leicht verfügbaren Kohlenhydraten eignet sich Amaranth nur bedingt für eine Low Carb Ernährung.
Diese Nährstoffe stecken in Amaranth:

Nährstoffpro 100 g roher Amaranth
Kalorien380 kcal
Kohlenhydrate58 g
Fett9 g
Eiweiß16 g
Eisen9 mg
Calcium215 mg

Die Zusammensetzung von Quinoa ist sehr ähnlich, insbesondere was den hohen Eiweiß- und Eisengehalt angeht.

Müsliriegel.

Welche Nachteile hat Amaranth?

Amaranth ist gesund – keine Frage. Es gibt jedoch, wie bei so vielen Dingen, einen kleinen Haken. Die Körner enthalten, wie herkömmliches Getreide auch, größere Mengen an Phytinsäure. Phytinsäure sitzt in den Randschichten von Getreide und bildet mit Eiweiß sowie Mineralstoffen, z. B. Eisen oder Magnesium, sogenannte Phytate. Das heißt, die Verwertung dieser Nährstoffe wird durch diese Bindung gehemmt. Der Körper kann nur einen Bruchteil der Nährstoffe aufnehmen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät deswegen, dass Amaranth erst ab dem 2. Lebensjahr Teil einer gesunden Ernährung sein sollte. Generell kann aber Entwarnung gegeben werden. Der negative Einfluss der Phytinsäure ist neueren Studien nach gering. Durch Einweichen der Körner wird der Gehalt an Phytinsäure zudem deutlich reduziert. Es spricht nichts dagegen täglich eine Portion Amaranth zu essen.

Team REWE Deine Küche - Aktualisiert am 08.05.2026

Von: Jana Maiworm, Ökotrophologin