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Weißbrot – milder Brotgenuss aus Weizenmehl

Weißbrot.

Aromatisches Ciabatta, knuspriges Baguette, weiches Fladenbrot oder das klassische Kastenweizen: Auf der ganzen Welt wird Weißbrot gegessen. So unterschiedlich die internationalen Weißbrotsorten auch sind – sie alle haben den typischen milden Geschmack und die helle Farbe, die dem Weißbrot seinen Namen gibt. Aber woher kommt Weizenbrot ursprünglich? Wir wird es gebacken und welche Nährstoffe stecken im Brot?

Was ist Weißbrot?

Als Weißbrot bezeichnet man Brot, das ausschließlich oder größtenteils aus Weizenmehl gebacken wird. In Deutschland werden zum Beispiel nur Brote mit mindestens 90 % Weizenmehlanteil als „Weißbrot“ bezeichnet. Typisch für Weißbrot ist eine goldbraune Kruste und eine hellgelbe, fast weiße Krume, die dem Weißbrot seinen Namen gibt.

Die Grundzutaten von Weißbrot sind neben Weizenmehl vor allem Wasser, Hefe und Salz, mitunter auch Sauerteig. Wenn man bei uns von Weißbrot spricht, ist meist das klassische Kastenweizen oder Toastbrot gemeint, das du am Stück oder in Scheiben an der Bäckertheke und im Supermarkt bekommst. Es gibt aber darüber hinaus noch unzählige andere Weißbrot-Sorten. In Italien backt man Ciabatta oder Focaccia, in Frankreich sind Baguette und süße Brioche beliebt, in der Türkei backt man fluffiges Fladenbrot und in Nordafrika eher flache Fladenbrote aus Weizenmehl.

Weißbrot schmeckt mild und saftig. Durch den hohen Gluten-Anteil im Weizenmehl hat das Brot oft eine besonders luftige Textur. Da Weißbrot leichter ist als viele andere Brotsorten, wird es oft als Beilage zu Suppen, Salaten und Hauptgerichten gereicht.

Fun Fact

Toastbrot und Weizenbrot machen mit rund 37 % mehr als ein Drittel des gesamten Brotkonsums der Deutschen aus.

Herkunft und Geschichte des Weißbrots

Die Geschichte des Weißbrots ist eng mit der Kultivierung von Weizen verbunden, der schon vor mehr als 10.000 Jahren in Nordafrika und Vorderasien angebaut wurden. Die Menschen verarbeiteten das Getreide zu einem nahrhaften Brei, den sie unter anderem auf erhitzten Steinen oder in der heißen Asche zu Brotfladen buken. Auch die Entstehung von Sauerteig, der noch heute in vielen Brotsorten verwendet wird, geht auf den Getreidebrei der alten Ägypter zurück.

Mit den römischen Eroberern verbreiteten sich der Weizenanbau und das Weißbrot zunächst in Griechenland und Italien. Hier gab es schon vor Tausenden von Jahren Großbäckereien, in denen Weißbrot für die Stadtbevölkerung gebacken wurde. Da die damaligen Weizensorten nur im warmen Klima gediehen, kannte man Weißbrot übrigens lange Zeit hauptsächlich im südlichen Europa. In Nord- und Mitteleuropa stellte man stattdessen Brot aus robusteren Getreidesorten wie Roggen und Gerste her. Das feine, helle Weißbrot galt lange Zeit als Luxusgut und war den Reichen und Adligen vorbehalten.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden zunehmend kälteresistente Weizensorten gezüchtet, die auch in Deutschland angebaut werden konnten. Gleichzeitig schritt die Industrialisierung voran und ermöglichte es, Weißbrote günstiger und in großen Mengen herzustellen. Weißbrot wurde zur Massenware und ist bis heute in vielen Ländern der Welt das am häufigsten hergestellte Brot.

Fun Fact

vWusstest du, dass im Jahr 2004 der Adolf-Grimme-Preis an ein Weißbrot verliehen wurde? Ausgezeichnet wurde die Figur „Bernd das Brot“, das seit 2000 regelmäßig im Kinderkanal zu sehen ist.

Herstellung von Weißbrot

Ein Großteil des Weißbrots, das du beim Bäcker oder im Supermarkt bekommst, wird heute in großen Backfabriken industriell hergestellt. Es gibt aber auch noch Bäckereien, in denen Weißbrot handwerklich gebacken wird – und natürlich kannst du Weißbrot auch zuhause in der eigenen Küche backen.

Zunächst werden Weizenmehl, Wasser, Salz und ein Lockerungsmittel wie Hefe oder Sauerteig miteinander vermengt. Für Weißbrot wird grundsätzlich fein vermahlenes Weizenmehl wie Type 550 verwendet. Die Zutaten werden maschinell abgewogen und in großen Knetmaschinen so lange geknetet, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. In der industriellen Herstellung werden häufig zusätzliche Backtriebmittel hinzugegeben, damit der Teig stärker aufgeht und das Weißbrot noch lockerer wird.

Nach dem Kneten ruht der Weißbrotteig für längere Zeit – je nach Brotsorte 1–12 Stunden oder länger. In dieser Zeit geht der Teig deutlich auf. Nach dem Ruhen werden passende Teigportionen abgeteilt und zu Broten geformt. Einige Weißbrotsorten wie das Kastenweizen, werden in Formen gebacken, während andere vorgeformt werden und frei auf den Backblechen liegen.

Die fertig geformten Brote werden anschließend für wenige Minuten bei Temperaturen bis 350 Grad in den Ofen geschoben. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich sofort eine Kruste auf dem Brot bildet und das Innere schön saftig und aromatisch bleibt. Anschließend wird die Backtemperatur auf etwa 200 Grad reduziert und das Weißbrot fertig gebacken.

Nach dem Backen wird das frische Weißbrot entweder direkt geschnitten und abgepackt, oder es kommt am Stück in den Handel, zum Beispiel in Bäckereifilialen.

Welche Sorten Weißbrot gibt es?

Es gibt unzählige verschiedene Weißbrote. Fast alle sind aus reinem Weizenmehl, regional werden andere helle Mehlsorten wie Maismehl oder Reismehl in geringen Mengen beigemischt. Zu den bekanntesten Weißbrot-Sorten zählen:

  • Kastenweißbrot: Das „Kastenweizen“ heißt so, weil es in einer Kastenform gebacken wird. Das weiche, lockere und feinporige Weißbrot schmeckt mild und leicht süßlich und ist vor allem in Deutschland, in den Niederlanden und in Skandinavien beliebt. Auch Toastbrot ist im Grunde ein Kastenweißbrot, allerdings hat es meist eine noch weichere Kruste als das klassische Kastenweizen.
  • Italienisches Ciabatta: Das flache, längliche Weißbrot trägt seinen Namen, weil seine Form an einen Pantoffel erinnert. Es wird mit Olivenöl gebacken und ist eine der jüngsten Weißbrotsorten in Europa.
  • Französisches Baguette: Das Stangenbrot ist besonders knusprig und hat in Frankreich eine lange Tradition. Seine saftige, grobporige Struktur bekommt es, weil zur Hefe meist noch Sauerteig hinzugegeben wird. Der Baguette-Teig ruht länger als die meisten anderen Weißbrotteige, nämlich bis zu 20 Stunden.
  • Laugenbrezel: Auch das beliebte Laugengebäck aus Süddeutschland ist aus Weißbrotteig. Seine hellbraune, glänzende Kruste und den besonderen Geschmack bekommen Brezeln und Laugenstangen, weil sie vor dem Backen in Lauge getaucht werden.
  • Fladenbrot: Fladenbrot gilt im gesamten vorderasiatischen Raum und in großen Teilen Nordafrikas als Grundnahrungsmittel. Für die dünnen, flachen Fladenbrote, die in Nordafrika verbreitet sind, verwendet man oft nur Weizenmehl, Wasser und Salz. In der Türkei kommt Hefe hinzu, sodass das Weißbrot dicker und luftiger wird. Die griechische Version des Fladenbrots ist Pide, in Indien isst man Naan.

Nährstoffe: Ist Weißbrot gesund?

Weißbrot besteht zum größten Teil aus Weißmehl. Daher ist das Brot reich an Kohlenhydraten. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten oder Gemüse sind die im Weißbrot enthaltenen Kohlenhydrate allerdings sogenannte kurzkettige Kohlenhydrate. Sie werden vom Körper sehr schnell verstoffwechselt. Das heißt, die Energie aus den Kohlenhydraten ist schnell verfügbar, hält dafür aber nicht lange an. Zudem liefert Weißbrot nur wenige Ballaststoffe, sodass dich das Brot nicht lange satt macht.

Neben Kohlenhydraten enthält Weißbrot auch geringe Mengen Eiweiß.Vitamine und Mineralstoffe sind im Weißbrot kaum enthalten.

Nährwerte 100 g Weißbrot

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100g 

Kalorien 

265 kcal 

Kohlenhydrate 

53 g 

Eiweiß 

8,4 g 

Fett 

2,4 g 

Ballaststoffe 

1,9 g 

Natrium 

446 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Weißbrot

Du kannst Weißbrot am Stück oder abgepackt in Scheiben kaufen. Frisches Weißbrot am Stück wird relativ schnell trocken. In einem Brotkasten oder Brottopf gelagert, kannst du es drei bis vier Tage aufbewahren. Achte darauf, dass dein Brotkasten frei von alten Krümeln und anderem Gebäck ist, denn Weißbrot beginnt relativ schnell zu schimmeln.

Abgepacktes Schnittbrot ist 10 Tage und länger haltbar, wenn du die Plastikverpackung jedes Mal wieder verschließt. Hier solltest du darauf achten, das Brot möglichst kühl und trocken zu lagern. Wenn du dein Weißbrot länger aufbewahren möchtest, kannst du das Brot auch problemlos in einem Gefrierbeutel einfrieren. Das gilt sowohl für ganze Weißbrote als auch für Weißbrot in Scheiben. Im Tiefkühler kannst du das Weißbrot problemlos bis zu 6 Monate aufbewahren.

Gut zu wissen

Dein Weißbrot ist hart und trocken geworden? Dann kannst du es toll verarbeiten – zum Beispiel fein gemahlen als Paniermehl, als Arme Ritter oder leicht in Butter geröstet als Croûtons für Salat und Suppe.

Wie kann man Weißbrot essen?

Alle Sorten Weißbrot schmecken ganz schlicht mit Butter, mit verschiedenen Dips oder Brotbelägen. Auch zum Überbacken mit Käse eignet sich Weißbrot, zum Beispiel als Croque Monsieur oder als Toast Hawaii. Pur ist Weißbrot eine beliebte Beilage zu Suppen, Salaten und zu allen Gerichten, die mit Soße serviert werden.

Auch in der warmen Küche kommt Weißbrot sehr vielfältig zum Einsatz – unter anderem als Füllung für Fleisch- und Gemüsegerichte oder als knusprige Croûtons. Auch Brotauflauf, als süßes oder herzhaftes Resteessen, und Arme Ritter oder French Toast, werden mit altbackenem Weißbrot hergestellt. In Italien und Griechenland, aber auch im arabischen Raum, bereitet man aus geröstetem Weißbrot einen frischen Brotsalat zu – perfekt für heiße Sommertage.

Köstliche Rezepte mit Weißbrot