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Erythrit in Tee

Erythrit: alles, was Sie wissen sollten

Erythrit zählt chemisch gesehen zu den Zuckeralkoholen und ist ein Zuckeraustauschstoff. Schon 1848 gelang es dem schottischen Chemiker John Stenhouse Erythrit zu isolieren. Erst sehr viele Jahre später - 1997 in den USA und 2006 in Europa - wurde Erythrit ohne Mengenbeschränkung als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Auf der Verpackung von Lebensmitteln erkennen Sie es unter der E-Nummer E 968.

Wie schmeckt Erythrit?

Der Zuckeralkohol hat eine Süßkraft von etwa 50-70 Prozent im Vergleich zu Zucker (Saccharose). Man benötigt dementsprechend mengenmäßig immer etwas mehr davon. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Erythrit einen kühlenden Effekt im Mund hinterlässt. Bei der Zubereitung von Eis oder Desserts fällt das kaum auf, bei Kuchen kann es für manche unangenehm sein.

Wie gesund ist Erythrit?

Als Zuckerersatz schneidet Erythrit aus Sicht der Kalorienbilanz ziemlich gut ab: 100 Gramm enthalten nur 20 Kalorien - der Zuckeralkohol ist demnach nahezu kalorienfrei. Er hat außerdem keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. 
Im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen ist Erythrit besonders gut verdaulich. Das liegt daran, dass Erythrit zu 90 Prozent schon über den Dünndarm aufgenommen und über die Nieren, sprich über den Urin, ausgeschieden wird. Das Risiko für Blähungen und Durchfall, wie es beim übermäßigen Verzehr anderer Zuckeralkohole vorkommen kann, ist somit stark vermindert. Wie auch Xylit wirkt Erythrit antikariogen.
Trotzdem ist Vorsicht geboten: Enthält ein Lebensmittel anteilig mehr als 10 Prozent Erythrit, muss ein Warnhinweis auf der Verpackung vorhanden sein.

Die drei wichtigsten Eigenschaften von Erythrit:

- optisch sieht Erythrit dem herkömmlichen Zucker zum Verwechseln ähnlich
- es ist nahezu kalorienfrei
- es hat eine schwächere Süßkraft als Zucker

Wo wird Erythrit eingesetzt?

Der Zuckerersatz Erythrit bringt, wie auch Xylit, einen kühlenden Effekt mit sich und wird daher in der Lebensmittelindustrie gerne als Süßungsmittel für zuckerfreie Kaugummis und Bonbons eingesetzt. Auch in zuckerreduzierten Getränken, Schokoladen und Desserts wird Erythrit häufig verwendet. Von Natur aus kommt es in Obst wie Birnen, Trauben oder Melonen, in Gemüse und in fermentierten Lebensmitteln wie Misopaste oder Sojasoße vor.

Erythrit zum Kochen und Backen

Erythrit, das auch unter dem Namen Xucker light, Sukrin oder Sucolin vertrieben wird, ist nicht 1:1 wie herkömmlicher Zucker einzusetzen. So sollten Sie beachten, dass es für die Zubereitung von Konfitüre nicht geeignet ist, da es auskristallisiert. Beim Backen sollte der Gewichtsanteil von Erythrit 25 Prozent nicht überschreiten. 

Tipp

Mischt man Erythrit und Xylit im Verhältnis 1:1, eignet sich der Mix besonders gut zum Backen.

Wie wird Erythrit hergestellt?

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Zuckeralkohol herzustellen. Die einfachste und kostengünstigste ist jedoch die mikrobielle Umwandlung: Enzyme bauen das Ausgangsprodukt Stärke in einem biochemisch-enzymatischen Prozess ab. Es folgt eine Fermentation durch Hefen oder Pilze. Aus den Endprodukten wird letztendlich der Zuckeraustauschstoff gewonnen. Stärkelieferant ist dafür häufig Mais, der aus Nord- und Südamerika importiert wird. Da dieser neben einer schlechten Ökobilanz oft auch gentechnisch verändert wurde, lohnt es sich in Erythrit mit EU-Bio-Siegel zu investieren.

Fazit

Wer statt Zucker zu anderen Süßungsmitteln greifen möchte, wählt mit Erythrit immerhin eine recht gut verträgliche Alternative. Um Kalorien zu sparen, ist die Verwendung sicherlich sinnvoll, dennoch ist es immer ratsam die Geschmacksnerven an weniger Süße zu gewöhnen, statt den Zucker durch Zuckerersatz oder andere Süßungsmittel zu ersetzen.

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