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Sauerampfer

Ein Wildkraut, das in der Küche auch mal eine Hauptrolle übernehmen kann: Sauerampfer. Unscheinbar auf der Wiese oder am Wegesrand wächst die auch Sauerlump oder Blacke genannte Pflanze und punktet beim Verzehr mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt. Insbesondere in Ländern Osteuropas ist die säuerliche Ampfersuppe eine Spezialität. Doch was genau ist eigentlich Sauerampfer? Woher stammt das wilde Kraut, und wie kann man es in der Küche verwenden?

Was ist eigentlich Sauerampfer?

Der Sauerampfer ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Knöterichgewächse gehört. Von Botanikern wird sie als Rumex acetosa bezeichnet. Ganze 120 Arten gehören zur Gattung der Ampferpflanzen, die bekanntesten sind der Große und Kleine Sauerampfer. Je nach Art kann die Größe der Pflanze zwischen 30 und 100 cm variieren, wobei sie im Durchschnitt um die 25 bis 50 cm groß wird. Die essbaren grünen Blätter sind länglich und pfeilförmig und in den Frühlings- und Sommermonaten bereit für die Ernte. Sie werden dann etwa 10 cm lang und entwickeln ein frisch-säuerliches Aroma. Bei den kleineren Blättern ist der Geschmack dann schon deutlich milder. Zwischen Mai und August treibt der Sauerampfer, dabei entstehen intensiv leuchtende Blüten in rot und weiß.

Sauerampfer gedeiht nördlich des Äquators in Europa, Asien und Afrika. In Nord- und Südamerika ist Sauerampfer aber ein Neophyt. Das bedeutet, dass er sich dort erst durch den Einfluss des Menschen etabliert hat. Die krautartige Pflanze wächst am besten an sonnigen oder halbsonnigen Standorten, der Boden sollte feucht und nährstoffreich sein. Schon im Altertum bei den Alten Römern und Ägyptern stand Sauerampfer auf dem Speiseplan und war auch als Heilpflanze beliebt.

Warum ist Sauerampfer gut für den Körper?

Das Wildkraut ist eine echte Vitaminbombe, denn auf 100 g Sauerampfer kommen 117 mg Vitamin C. Außerdem enthält die Pflanze auch größere Mengen an Vitamin B1, B2, B6 und E. Aus diesem Grund wurden die sauren Blätter schon früher gezielt gegessen, um Skorbut zu heilen. Sauerampfer enthält zudem reichlich Bitter- und Gerbstoffe, welche den Appetit anregen und die Verdauung fördern können. Das enthaltene Kalium ist von zentraler Bedeutung für den Wasserhaushalt des Organismus. Sauerampfer wird darüber hinaus als Heilkraut bezeichnet und soll sich positiv bei Magen-Darm-Beschwerden und Fieber auswirken. Wissenschaftlich ist dies aber nicht erwiesen.

Sauerampfer

Sauerampfer in der Küche

Die Blätter des Sauerampfers kannst du roh oder gegart verzehren – Hauptsache frisch, da sie schnell ihr Aroma verlieren. Beim Kochen lässt sich das Wildkraut wiederum sehr gut als Ersatz für Zitrone oder Essig verwenden, da es von Haus aus einen säuerlichen Geschmack hat. Es eignet sich deshalb als saure Komponente und passt hervorragend zu Fischgerichten. Aber auch im Salat,in Soßen oder Suppen macht sich Sauerampfer gut.

Ein echter Klassiker im Frühjahr ist die Ampfersuppe: In vielen europäischen Regionen, insbesondere in Ungarn, ist sie sehr beliebt. Hierfür hackst du die Blätter fein und kochst sie mit Wasser auf, bis sie zusammenfallen. Danach kannst du die Suppe nach Belieben mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen verfeinern.

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