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Kokosmilch – der cremige Allrounder

Kokosmilch im Glas.

Kokosmilch ist aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken: Sie verfeinert Currys und Suppen, Pfannkuchen oder Desserts wie Klebreis mit Mango. Ihr exotischer Geschmack und ihre vielfältige Verwendbarkeit machen sie auch hierzulande zu einer beliebten Zutat. Erfahre, wie die cremige Kokoszubereitunghergestellt wird, warum sie mit Milch nichts zu tun hat und was du in der Küche alles mit ihr anstellen kannst. 

Was ist Kokosmilch?

Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich bei Kokosmilch nicht etwa um die Milch der Kokosnuss, sondern um ihr gepresstes Fruchtfleisch, das mit Wasser vermischt wird. Von Kokosmilch zu unterscheiden ist Kokoswasser, die im Inneren der Kokosnuss enthaltene Flüssigkeit.  

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme (Cocos nucifera), eines Palmengewächses, das in tropischem Klima gedeiht. Kokosmilch hat eine cremige Konsistenz, einen reichhaltigen, fruchtig-nussigen Geschmackund eine weiße bis leicht gräuliche Farbe. Sie ist eine beliebte Zutat in vielen asiatischen, karibischen und südamerikanischen Gerichten und wird in veganen und milchfreien Rezepten häufig als Ersatz für Milch oder Sahne verwendet. 

Was ist der Unterschied zwischen Kokosmilch und Kokosnussmilch?

Die Antwort ist einfach: es gibt keinen. Kokosmilch und Kokosnussmilch sind dasselbe und bezeichnen beide die „Milch“, die aus dem gepressten Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse und Wasser gewonnen wird. 

Herkunft und Geschichte von Kokosmilch

Die Kokospalme wird bereits seit 3.000 Jahren angebaut und kultiviert. Sie kann bis zu 25Meter hoch werden und pro Jahr zwischen 30 und 40 Kokosnüsse tragen. Vermutlich stammt die Kokospalme aus Melanesien, einer Inselgruppe im Südpazifik. Keimfähige Kokosnüsse können jedoch wochenlang im Meer schwimmen – man geht davon aus, dass sich die Kokospalme so von Insel zu Insel und Land zu Land verbreitet hat. Heute wird sie in tropischen Ländern wie Brasilien, Indien, Indonesien, Thailand sowie Teilen Afrikas angebaut. 

Die Kokospalme ist eine der bedeutendsten Nutzpflanzen im asiatischen und südamerikanischen Raum. Kokosmilch ist in Ländern, in denen meistens fettarme Reisgerichte als Hauptmahlzeit gegessen werden, eine begehrte Fettquelle.  

Gut zu wissen

Alles an der Kokosnuss bzw. -palme wird genutzt: Neben der Kokosmilch verwendet man auch das Kokoswasser und das Kokosnussfleisch als Lebensmittel und gewinnt aus Letzterem Kokosöl. Die Nussschalen dienen als Brennstoff, die Wedel des Palmengewächses zum Dachdecken, das Holz wiederum zum Hüttenbau. 

Herstellung von Kokosmilch

Die Kokosmilch ist die Flüssigkeit, die aus dem gepressten Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. Dazu wird die Kokosnuss zunächst geknackt, was maschinell erfolgt. Anschließend werden Fruchtfleisch, Schale und Kokoswasser voneinander getrennt. Das Kokosfleisch wird gewaschen, kleingehackt und in einem aufwendigen Verfahren ausgepresst. Diebei der ersten Pressung gewonnene Kokosmilch ist von hoher Qualität, dickflüssig und geschmacksintensiv. Dieselben Kokosflocken werden bei der zweiten Pressung unter Zugabe von Wasser erneut ausgepresst. So erhält man eine verdünnte Version der Kokosmilch. 

Welche Kokosmilchsorten gibt es?

Im Handel ist dickflüssige oder dünnflüssige Kokosmilch entweder in Dosen oder in Getränkekartons erhältlich:

  • Dickflüssige Kokosmilch: Meist ist das die Milch der ersten Pressung mit einem Fettgehalt zwischen 15 und 20 %, der von der Menge des zugefügten Wassers abhängt. Diese Kokosmilch hat eine cremige Konsistenz und ist gehaltvoll sowie vollmundig im Geschmack.
  • Dünnflüssige Kokosmilch: Die Milch der zweiten Pressung hat etwa um die Hälfte weniger Fett als die dickflüssige Variante. Zum regelmäßigen Trinken eignet sich dünnflüssige Kokosmilch daher besser.

Nährstoffe: Wie gesund ist Kokosmilch?

Kokosmilch hat einen relativ hohen Fettgehalt und deshalb viele Kalorien. Ihre mittelkettigen Fettsäuren, sogenannte Triglyzeride, werden vom Körper schneller verdaut und bilden eine wertvolle Energiequelle. Die gesättigten Fettsäuren in Kokosmilch können allerdings den Cholesterinspiegel nach oben treiben – daher moderat konsumieren.Neben Fett enthält Kokosmilch etwas Eiweiß und wenige Kohlenhydrate.

Dickflüssige und dünnflüssige Kokosmilch variiert stark inFettgehalt und Kaloriendichte. Fettarmen Kokosmilchprodukten wird oft Zucker zugesetzt. Deshalb vor dem Kauf immer auf die Zutatenliste schauen!  

Kokosmilch enthält einige Mineralstoffe, darunter Magnesium, Kalium, Calcium sowie Eisen. Außerdem enthält es Vitamin C.

 
Nährwerte pro 100 ml Kokosmilch
 

Nährstoff 

Nährwerte pro 100 ml

Energie 

160kcal 

Kohlenhydrate 

1,8g 

Eiweiß 

1,7g 

Fett 

18g 

Ballaststoffe 

0,1 g 

Kalium 

282 mg 

Magnesium 

32 mg 

Vitamin C 

3 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Kokosmilch

Ungeöffnet ist Kokosmilch mindestens bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar, also sechs bis zwölf Monate. Geöffnet kann sie drei bis vier Tage im Kühlschrank bleiben, am besten in einem nicht metallischen, verschließbaren Behälter. Vor dem Verwenden solltest du sie durchmischen, da sich das Kokosfett oben absetzen kann.

Du kannst Kokosmilch auch einfrieren, so ist sie drei Monate haltbar. Wenn du sie in einen Eiswürfelbehälter füllst, kannst du die gefrorenen Würfel portionsweise verwenden und direkt in Gerichte oder Getränke geben. Alternativ frierst du sie im luftdichten Behälter ein und taust sie langsam im Kühlschrank auf. Allerdings kann sie beim Auftauen ihre Konsistenz verändern und sich absetzen oder flockig werden. Das beeinträchtigt weder Geschmack noch Qualität. Rühr sie vorm Verwenden einfach gut durch.

Wie kann ich Kokosmilch in der Küche verwenden?

Kokosmilch ist essentiell in der Küche vieler Kulturen von Südost- und Südasien über dieKaribik bis Südamerika, in süßen wie herzhaften Gerichten. Sie macht sich gut in Currys und brasilianischen Eintöpfen, als Sahneersatz in Geflügelragouts oder Fischgerichten. Hierzulange peppt sie gern Kürbissuppe auf. Die sämige Flüssigkeit verfeinert jedoch auch süße Cremes, Milchreis, Porridge oder Eis sowie Cocktails oder Smoothies 

Wer auf Milchzucker empfindlich reagiert, kann Kokosmilch als Ersatz für Kuhmilchoder Sahne verwenden. Sie ist komplett laktosefrei und auch bei veganer Ernährung beliebt.
Wer keine Dose mehr zu Hause hat und Kokosmilch ersetzen möchte, kann Frischkäse mit Magerfettstufe, griechischen Joghurt oder Milch mit Kokosöl verwenden, beim Backen funktioniert auch Mandelmus. 

Köstliche Rezepte mit Kokosmilch

Süß-scharfe Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch
  • Laktosefrei
  • Vegan
  • Vegetarisch
45min
Einfach
Kokosmilchreis mit spicy Ananas
  • Wenig Zucker
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
55min
Einfach
Thai Curry
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
1h
Mittel
Veganer Erdbeer-Kokos-Kuchen
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
1h
Einfach