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Sauerampfer - Infos, Wissenswertes & Rezepte

Gewürzlexikon Sauerampfer

Das Wildkraut mit dem säuerlichen Geschmack ist Zutat für die bekannte Frankfurter Grüne Soße. Erfahre hier, wann du Sauerampfer ernten kannst und wie du die Pflanze in der Küche verwendest.

Was ist Sauerampfer?

Sauerampfer (Rumex acetosa), auch Wiesen-Sauerampfer oder Sauerlump genannt, gehört zu der Familie der Knöterichgewächse und wird als Wildkraut und Heilpflanze verwendet. Die grünen, lanzettförmigen Blätter sind essbar und erinnern geschmacklich an grünen Apfel. Die Pflanze wächst auf Wiesen oder im eigenen Garten.

Gut zu wissen: Buchweizen und Rhabarber zählen ebenfalls zu den Knöterichgewächsen.

Wo wächst Sauerampfer?

Sauerampfer ist ein wildwachsendes Kraut, das in Europa, Asien und Afrika wächst. In Amerika ist er Neophyt, d.h. die Pflanze ist erst durch das Zutun von Menschen heimisch geworden. Es ist eine sehr genügsame, winterharte, mehrjährige Pflanze, die bevorzugt auf feuchten und sauren Böden wächst. Ebenso wie Löwenzahn ist die Pflanze mit den rosafarbenen bis roten Blüten auf Wiesen und an Wegränder zu finden. Durchschnittlich wird der Sauerampfer 30 bis 100 cm hoch und vermehrt sich sehr schnell.

Gut zu wissen: Sauerampfer wächst auch wunderbar an einem sonnigen bis halbschattigen Standort im eigenen Garten. Eine Aussaat empfiehlt sich ab März. Ernten kannst du die Blätter, sobald sie 3-5 cm lang sind.

Wie schmeckt Sauerampfer?

Der Name verrät es schon: Der Geschmack von Sauerampfer ist angenehm säuerlich, frisch und erinnert an grünen Apfel.

Wann kann man Sauerampfer ernten?

Prinzipiell kann Sauerampfer in der Blütezeit ab Mai bis Juni geerntet werden.

Junge Blätter, die früh geerntet werden, enthalten weniger Oxalsäure. Oxalsäure gilt als eine Art Mineralstoffräuber, da der Inhaltstoff Calcium oder Eisen binden kann. Das ist jedoch nur zu befürchten, wenn eine große Menge oxalsäurehaltiger Lebensmittel verzehrt wird und die Ernährung ansonsten sehr einseitig ist.

Gut zu wissen: Oxalsäure ist auch in Gemüsesorten wie Spinat, Rhabarber oder Mangold enthalten.

Wie sollte man Sauerampfer aufbewahren?

Die Blätter am besten nur frisch verwenden und nach Bedarf pflücken. Das Wildkraut eignet sich nicht zum Trocknen, weil sich das Aroma nicht konservieren lässt.

Wofür kann man Sauerampfer verwenden?

Die Blätter des Sauerampfers kannst du roh oder gegart verzehren – Hauptsache frisch, da sie schnell ihr Aroma verlieren. Beim Kochen lässt sich das Wildkraut wiederum sehr gut als Ersatz für Zitrone oder Essig verwenden, da es von Haus aus einen säuerlichen Geschmack hat. Es eignet sich deshalb als saure Komponente und passt hervorragend zu Fischgerichten.  

Ein echter Klassiker im Frühjahr ist die Ampfersuppe: In vielen europäischen Regionen, insbesondere in Ungarn, ist sie sehr beliebt. Hierfür hackst du die Blätter fein und kochst sie mit Wasser auf, bis sie zusammenfallen. Danach kannst du die Suppe nach Belieben mit Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen verfeinern. 

Ein weiterer Klassiker mit Sauerampfer ist die Frankfurter Grüne Soße.  

Gut zu wissen: Für Salate eignen sich die frischen, jungen Blätter der Pflanze am besten. Sauerampfer kann außerdem ähnlich wie junger Spinat zubereitet werden und verfeinert so: 

  • Salate
  • Suppen (Sauerampfersuppe)
  • Soßen
  • Omelette
  • Kräuterbutter/Kräuterquark
  • Sandwiches und Brote

Tipp: Probiere doch mal eines unserer Rezepte für Grüne Soße aus.

Die besten Rezepte mit Sauerampfer

Ist Sauerampfer gesund?

Das Wildkraut ist eine echte Vitaminbombe, denn auf 100 g Sauerampfer kommen 117 mg Vitamin C. Außerdem enthält die Pflanze größere Mengen an Vitamin B1, B2, B6 und E. Aus diesem Grund wurden die sauren Blätter schon früher gezielt gegessen, um Skorbut zu heilen. Sauerampfer enthält zudem reichlich Bitter- und Gerbstoffe, welche den Appetit anregen und die Verdauung fördern können. Das enthaltene Kalium ist von zentraler Bedeutung für den Wasserhaushalt des Organismus. Sauerampfer wird darüber hinaus als Heilkraut bezeichnet und soll sich positiv bei Magen-Darm-Beschwerden und Fieber auswirken. Wissenschaftlich ist dies aber nicht erwiesen. 

Gut zu wissen: Schon in der Antike verzehrten die Römer, Griechen und Ägypter Sauerampfer, um ihre fettreichen Speisen verträglicher zu machen.

Wann ist Sauerampfer giftig?

Sauerampfer ist generell erstmal nicht giftig. Bei einem sehr hohen Konsum der Blätter kann es durch den relativ hohen Gehalt an Kaliumoxalat zu Vergiftungserscheinungen kommen. Im Normalfall sind bei üblichen Nahrungsmittelmengen aber keine Nebenwirkungen zu erwarten.

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