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Yacón – süße Inkawurzel mit vielseitigen Eigenschaften

Yacon.

Die Inkas hatten bereits vor Hunderten von Jahren die Wurzelknolle Yacón für sich entdeckt. In Deutschland ist sie erst seit ein paar Jahren zugelassen und erobert mit ihrem süßen Geschmack langsam aber sicher die Küchen der Nation. Wieso Yacón so wertvoll ist und wie sie verwendet wird, kannst du hier nachlesen. 

Was ist Yacón?

Mit der Yacón erobert ein weiteres südamerikanisches Lebensmittel die Küchen der Welt. Die Wurzelknolle stammt ursprünglich aus den Anden und wird zur Familie der Korbblütler gezählt. Zu dieser gehört zum Beispiel auch die Sonnenblume und Topinambur. Die kleinen Knollen sind Teil einer mehrjährigen krautigen Pflanze, die bis zu 3 m hochwachsen kann und sehr große Blätter sowie schöne Blüten bildet.

Essbar sind neben den Wurzelknollen auch die Blätter, aus denen ein schmackhafter Tee zubereitet werden kann. Die Yacón-Knolle ist besonders knackig und hat einen fruchtigen und süßen Geschmack. Sie besteht zu 85 bis 90 % aus Wasser und enthält Fructate. Wer an einer Fructose-Unverträglichkeit leidet, sollte sie daher lieber nicht essen. Alle anderen können nicht nur in den Genuss der Knolle kommen, sondern zahlreiche Produkte aus der Yacón genießen. Beliebt sind z. B. Yacón-Pulver, -Sirup, -Saft, -Kapseln und knusprige Chips. Die Knolle selbst eignet sich zum Kochen, Backen, Braten und Entsaften, denn sie ist äußerst vielseitig. Yacón ist außerdem ein tolles Süßungsmittel, das eine gute Alternative zu Haushaltszucker darstellt und mit einigen Nährstoffen punkten kann. 

Gut zu wissen

Auch wenn Yacón in Südamerika bereits seit Langem als Lebensmittel bekannt ist, wurde sie hierzulande lange Zeit als neues Lebensmittel eingestuft. Erst im Jahr 2014 kam es zu einer Änderung der Novel-Food-Liste der EU und Yacón darf seitdem auch in Deutschland angebaut und verkauft werden. 

Herkunft und Geschichte von Yacón

Dass die Yacón als Inkawurzel bezeichnet wird, stammt nicht von ungefähr, denn ihre Heimat liegt in den südamerikanischen Anden. Das indigene Volk hat die Wurzelknolle ab dem 13. Jahrhundert kultiviert und sowohl als Lebensmittel als auch als Heilpflanze geschätzt. Bis heute gedeiht Yacón in den Tälern der Anden Perus, Argentiniens und Boliviens sowie in Chile, Ecuador, Kolumbien und Venezuela.

Der Name der Pflanze geht auf die Quechua-Sprache zurück, genauer gesagt auf das Wort Yacu, das Wasser bedeutet. Schließlich ist die Knolle aufgrund des hohen Wassergehalts besonders saftig. Nach Europa schaffte sie es erstmals im 19. Jahrhundert, allerdings wurde der Anbau und Verkauf im Jahr 1997 auf Eis gelegt. Seit 2014 steht sie aber wieder auf der Novel-Food-Liste der zugelassenen Lebensmittel und darf sowohl im Ganzen als auch als Pulver, Sirup oder in Kapselform verkauft werden.

Anbau von Yacón

Bis heute wird die Yacón vor allem in Südamerika angebaut, doch auch in China, den Philippinen, Japan, Taiwan, Südkorea, den USA, Australien, Neuseeland und Europa wird sie kultiviert. Mittlerweile gibt es sogar in Deutschland erste Gärtnereien und Landwirte, die die Wurzelknolle anbauen, wobei sie hierzulande eine Wuchshöhe von etwa zwei Metern erreichen kann.

Da die Yacón ein subtropisches Klima gewöhnt ist und Frost ihr zusetzt, wird sie hierzulande im Frühling ausgesät. Geerntet werden können die Knollen nach der Blütezeit im Sommer und Frühherbst. Nach der Ernte werden sie noch in die Sonne gelegt, um sie nachreifen zu lassen und ihr süßes Aroma zu verbessern. Dadurch kann die Haut leicht schrumpelig werden, zum Verzehr ist sie aber dennoch ideal geeignet.

Welche Produkte aus Yacón gibt es?

Als ganze Knolle ist die Yacón im Handel eher selten anzutreffen, es werden jedoch viele verschiedene Produkte aus ihr hergestellt. Dank ihrer angenehmen Süße ist die saftige Yacón unter anderem ein guter Zuckerersatz und wird als Yacón-Sirup verkauft. Er hat eine dunkle Farbe und erinnert geschmacklich ein wenig an Honig, Melasse oder Karamell. Allerdings ist er nicht so süß wie Zucker, Agavendicksaft oder Ahornsirup.

Lecker schmeckt auch Yacón-Dicksaft, der einen ähnlichen Geschmack wie Yacón-Sirup aufweist. Er ist etwas verwässert und sorgt besonders im Sommer für eine gesunde Erfrischung. Aus dem Trester, der bei der Saftpressung übrig bleibt, stellen viele Hersteller Yacón-Pulver her, das unter anderem in Müslis, Smoothies oder Pfannkuchenteig hinzugefügt werden kann.

In Reformhäusern und Apotheken werden zudem Yacón-Kapseln und -Tabletten angeboten. Diese versorgen dich mit den wertvollen Fructanen, die sich in Yacón befinden und unter anderem die Calciumaufnahme im Körper verbessern. Weitere Produkte aus Yacón sind z. B. Wurzelextrakte, Tee, Pralinen und Trüffel.

Nährstoffe: Wie gesund ist Yacón?

Dass Yacón und Produkte aus der Wurzelknolle vor allem in gesundheitsbewussten Kreisen so beliebt sind, hat einen guten Grund. Das Superfood ist nämlich als Süßungsmittel eine gute Alternative zu Zucker, Stevia und Xylit.

Neben Kohlenhydraten, die schnell Energie liefern, stecken in Yacón unter anderem Calcium, Eisen, Phosphor sowie Vitamin C, Vitamin A, Niacin, Vitamin B2 und Vitamin B1. Diese sind allerdings in recht geringen Mengen enthalten, viel interessanter sind hingegen die enthaltenen Fructane.

Genauer gesagt Inulin und Fructooligosaccharide (FOS), die zu den löslichen Ballaststoffen zählen und als Präbiotika zu einer gesunden Darmflora beitragen. Besonders bei Verstopfungen soll Yacón Abhilfe verschaffen und sorgt aufgrund des hohen Wassergehalts für eine bessere Stuhlkonsistenz.

Die enthaltenen Fructooligosaccharide haben aber noch einen weiteren Vorteil: Die kurzkettigen Fettsäuren verbessern die Aufnahme von Calcium im Körper.

Außerdem erhöhen die Kohlenhydrate in Yacón anders als Zucker oder Glucose nicht den Blutzuckerspiegel. Laut Studien gehören die Wurzelknolle und Produkte, wie z. B. Yacón-Sirup, daher zu den niedrigglykämischen Lebensmitteln. Im Vergleich zu Kartoffeln und anderen Lebensmitteln enthält Yacón auch weniger Stärke, lässt sich aber dennoch auf ähnliche Weise verwenden und beispielsweise zu Chips weiterverarbeiten oder als Rohkost essen.

Nährwerte pro 100
gYacón-Wurzel (roh)
 

Nährstoffe  

Nährwerte pro 100 g 

Kalorien 

202 kcal 

Kohlenhydrate 

4,8 g 

Eiweiß 

1,5 g 

Fett 

1,5 g 

Kalium 

0,2 g 

Vitamin C 

5-13 mg 

Lagerung und Haltbarkeit von Yacón

Wenn du frische Yacón-Knollen kaufst, solltest du diese an einem kühlen und trockenen Ort lagern. Je länger du sie aufbewahrst, desto süßer werden sie im Geschmack. Das liegt daran, dass die enthaltenen Fructane mit der Zeit in sogenannte Mono- und Disaccharide (also Fructose, Glucose und Saccharose) umgewandelt werden. In der Regel hält sich Yacón bei richtiger Lagerung über mehrere Monate.

Yacón-Pulver kannst du gut verschlossen über mehrere Monate problemlos aufbewahren. Achte auf einen kühlen und trockenen Ort. Yacón-Sirup und -Direktsaft sollten hingegen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält sich angebrochener Saft bis zu einer Woche, während Sirup bis zu drei Monate hält. Achte am besten immer auf die entsprechenden Hinweise auf dem Etikett des jeweiligen Herstellers.

Verarbeitung von Yacón

Wenn du die Yacón-Wurzel im Handel entdeckst, solltest du unbedingt zugreifen, denn aus den Knollen lässt sich einiges zaubern. Die rötliche Schale kannst du wie bei der Kartoffel mit einem Sparschäler entfernen und die Knolle in Spalten schneiden, würfeln oder im Ganzen kochen.

Yacón wird beim Kochen und im Ofen relativ schnell gar: Nach nur 10 Minuten ist sie verzehrfertig und hat immer noch eine feste Konsistenz. So kannst du sie zum Beispiel im Ofengemüse mitgaren, solange du das restliche Gemüse (insbesondere Kartoffeln) bereits vorher in den Ofen gibst und die Yacón später dazugibst. Auch als Spalten oder Yacón-Chips schmeckt die Knolle mit ihrer leichten Süße gut.

Gekocht passt sie als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten oder in eine leckere Gemüsepfanne. Du kannst sie außerdem Frittieren oder zum Backen von saftig-süßen Kuchen und Gebäck verwenden. Roh bereichert sie jeden Rohkostteller und macht sich auch gut in einem Rohkostsalat mit anderen Gemüsesorten.

Yacón-Pulver ist eine tolle Beigabe zum morgendlichen Müsli. Du kannst es außerdem in Smoothies, indischem Lassi oder Milchshakes verwenden. Yacón-Sirup ist ein toller Zuckerersatz und versüßt Getränke, Backwaren, Torten und selbstgemachtes Eis.

Köstliche Rezepte, für die du Yacón verwenden könntest

Bunte Gemüsechips
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
1h 25min
Einfach
Maniok-Käse-Knusper-Bällchen
  • Vegetarisch
45min
Einfach
Bananen-Smoothie
  • Laktosefrei
15min
Einfach