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Stevia

Stevia – Infos & Wissenswertes

Super süß und trotzdem kalorienarm? Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Vor einigen Jahren dachte man, dass Stevia diesen Wunsch erfüllen würde. Leider stellte sich die angebliche Wunderpflanze als doch nicht so optimaler Zuckerersatz heraus.

Wo kommt Stevia her und wo wächst Stevia?

Steviablätter

Ursprünglich stammt die Steviapflanze (Stevia rebaudiana) aus Südamerika. Die Pflanze wächst als Staude im Gebiet der Amambai-Bergkette im paraguayisch-brasilianischen Grenzgebiet. Spätestens seit 2011 ist sie jedoch auch hierzulande bekannt. Seitdem sind Steviolglykoside, so heißen die aus der Pflanze gewonnenen Süßstoffe, auch in Europa zugelassen. Auf der Zutatenliste sind sie unter der E-Nummer E960 zu finden, denn bei Stevia handelt es sich um einen Zusatzstoff.

Wie viele Kalorien hat Stevia?

Wie andere Süßstoffe auch, haben die süßen Blätter bzw. die daraus hergestellten Süßungsmittel null Kalorien und sie verursachen keinen Karies. Klingt zunächst nach DER Alternative für gewöhnlichen Haushaltszucker.

Wie viel Stevia nimmt man statt Zucker?

Da Stevia in verschiedenen Darreichungsformen daher kommt, ist die Umrechnung etwas kniffliger. An der Tabelle kannst du dich orientieren. Dennoch ist es immer besser, ein wenig herumzuexperimentieren und das eigene, perfekte Süßungslevel herauszufinden.

Zuckermenge Zuckerersatz
100 g100 g Stevia Granulat
50 g1 Msp. Steviosid-Pulver
1 Stk. Würfelzucker2-3 Tropfen flüssiges Stevia
2 Stk. Würfelzucker1 Stevia Tab

 

Rezepte mit Stevia

Welche Stevia-Produkte gibt es?

Stevia zum Süßen gibt es in einigen Varianten: Die natürlichste Art und Weise sind die getrockneten Stevia-Blätter, die z. B. zum Süßen von Tee gut geeignet sind. Besser erhältlich und vielfältiger verwendbar sind flüssige Stevia-Konzentrate, Tabs oder die pulverisierte Form. Auf die Frage: Wie kann man Stevia verwenden? gibt es also keine pauschale Antwort, da es ganz auf die Darreichungsform ankommt.
Im Supermarkt findest du außerdem einige Lebensmittel, in denen Stevia als Süßungsmittel verwendet wird. So werden beispielsweise in Cola, Lakritz, Marmeladen oder Schokolade ein paar Kalorien durch Stevia eingespart. Da der große Boom um dieses Süßungsmittel aber schon vorbei ist, sind es mittlerweile nicht mehr so viele Lebensmittel wie noch vor ein paar Jahren.

Welches Stevia ist das Beste?

Welches Stevia besser oder schlechter geeignet ist, kommt ganz auf die Verwendung an. Die kleinen Tabs sind sowohl für Kaffee als auch für Tee und andere Heißgetränke ideal. Zum Backen eignet sich die pulverisierte Form, da sie in der Konsistenz dem herkömmlichen Zucker am ähnlichsten ist. Für Süßspeisen, Quark oder Joghurt kann man die flüssige Variante ideal einsetzen.

Was ist Stevia-Granulat?

Bei Stevia-Granulat handelt es sich um die kristalline Form des Süßungsmittels. Es ist hitzebeständig und lässt sich prima zum Kochen oder Backen einsetzen. Das Praktische: Stevia-Granulat ersetzt die Füllmenge von Zucker in Backrezepten vollständig und kann daher 1:1 wie im Originalrezept benutzt werden. 

Was ist Stevia-Extrakt?

Stevia-Extrakt hat einen sehr hohen Reinheitsgrad und bringt dadurch einen 400-mal süßeren Geschmack als Zucker mit sich. Bei der Dosierung sollte man also stets vorsichtig vorgehen und lieber schrittweise süßen, um die Lebensmittel nicht ungenießbar zu machen.

Welches Stevia schmeckt nicht bitter?

Das hierzulande erhältliche Süßstoff-Gemisch Stevia setzt sich aus den Hauptbestandteilen Steviosid und Rebaudiosid-A, einem Stevio-Glycosid, zusammen. Der manchmal auftretende bittere, lakritzige Nachgeschmack wird durch einen hohen Gehalt von Steviosid in der Zusammensetzung des Stevias verursacht. Wer das vermeiden möchte, sollte also darauf achten, dass ein hoher Anteil (z. B. 90 %) von Rebaudiosid-A, was süß schmeckt, enthalten ist.

Wie viel Stevia darf man am Tag essen?

Um die EU-Zulassung zu erhalten, wurde Stevia gründlich auf seine Unbedenklichkeit hin geprüft. Es wurde ein ADI-Wert bestimmt, der bei 4 mg Stevia pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Das ADI-Wert bezeichnet die Menge, die als gesundheitlich unbedenklich gilt, auch wenn sie mal überschritten wird. 

Ab und zu wird die Frage gestellt: Darf man Stevia in der Schwangerschaft essen? Hier besteht kein Grund zur Sorge. Der Verzehr von Stevia in normalen Mengen schadet weder Mutter noch Baby. 

Welche Nachteile hat Stevia?

Beim genaueren Hinsehen stellt sich heraus, dass Stevia nicht die Lösung aller Zuckerprobleme ist:

  • Viele mit Stevia gesüßte Produkte enthalten zusätzlich Zucker oder andere Süßungsmittel. Lies dir die Zutatenlisten und Nährwerttabellen solcher Produkte vor dem Kauf lieber aufmerksam!
  • Der Geschmack von Stevia wird von vielen als gewöhnungsbedürftig empfunden.
  • Nicht jede Art von Stevia ist zum Backen ideal. Wer trotzdem etwas gesünder backen möchte, z. B. mit Datteln oder Honig, findet hier Rezepte zum zuckerreduzierten Backen.
  • Auch wenn Stevia eine Pflanze ist, haben die daraus hergestellten Süßungsmittel nur wenig mit Natürlichkeit zu tun. Um diese zu produzieren, sind viele chemische Verfahren notwendig.

Stevia verwenden - ja oder nein?

Brauner Zuckerwürfel

Letztendlich ist es schwierig ein klares "ja" oder "nein" für oder gegen Stevia auszusprechen. Wer generell zu Süßungsmitteln greift, kann an Stevia sicherlich Geschmack finden. Unbedingt gesünder als andere Ersatzstoffe ist Stevia aber nicht. Wer Stevia mal ausprobieren möchte, kann es direkt online bestellen: Stevia & Süßstoff kaufen

Gesünder ist es, die Geschmacksnerven an weniger Süße zu gewöhnen, anstatt mit kalorienfreien, chemischen Alternativen die Lust auf Süßes aufrecht zu erhalten.

Diese Rezepte kommen ohne zugesetzten Zucker aus

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