• rewe.de
  • Jobs bei REWE

Steak marinieren: Darauf kommt es an

Mariniertes Steak

Beim Grillen dürfen köstliche Marinaden für Rindfleisch, Schwein und Co. nicht fehlen. Das Tolle: Es braucht nur ein paar einfache Zutaten und wenige Minuten, um das Aroma-Bad zu mixen. Dann nur noch abwarten, Fleisch garen – und in vollen Zügen genießen.

Warum sollte man Steaks marinieren?

Früher wurde diese Küchentechnik eingesetzt, um frische Lebensmittel etwas länger haltbar zu machen. Heute dient sie eher dem Genuss.

Durch verschiedene Kräuter und Gewürze bringen Marinaden immer wieder neuen Geschmack ans Fleisch und sorgen beim Grillen für Abwechslung. Wer auf das richtige Zusammenspiel der Zutaten und eine ausreichende Einlegezeit achtet, kann Steaks durch Marinieren wunderbar zart machen.

Welche Steaks eignen sich zum Marinieren?

Ob Rind, Lamm, Schwein oder Geflügel – alle Steakarten eignen sich zum Marinieren. Wichtig dabei ist, den Eigengeschmack der jeweiligen Fleischsorte nicht zu überdecken. Die richtige Marinade sollte das Aroma unterstreichen. Fleischstücke, die viel Eigengeschmack mitbringen, vertragen intensivere Gewürzmischungen. Milde Steaks werden nur mit etwas Öl, Knoblauchunddezenten Kräutern eingelegt.

5 goldene Regeln beim Marinieren

1. Die Steaks sollten immer vollständig mit Marinade bedeckt sein und nach der Hälfte der Marinierzeit gewendet werden. Nur so können die Aromen optimal in das Fleisch eindringen.

Gut zu wissen

Um das ganze Fleisch gut zu bedecken, kannst du die Marinade mit einem Marinierpinsel darauf verteilen. Praktisch ist es auch, die Steaks direkt im Gefrierbeutel mit der Marinade zu mischen.

2. Die Einlegezeit sollte mindestens einige Stunden betragen. Je länger, desto intensiver das Geschmackserlebnis. Aber: Rohes Steak ist leicht verderblich. Darum sollte es rasch verzehrt werden und nicht länger als 24 Stunden in der Marinade liegen.

Gut zu wissen

Hast du keine Zeit zum langen Einlegen, kannst du Steaks in kleinere Stücke oder Streifen schneiden. Das erhöht die Oberfläche, in die der Geschmack einziehen kann. Sehr kleine Fleischstücke fallen schnell durch den Grillrost. Sie werden nach der Marinierzeit besser in einer Pfanne zubereitet.

3. Fleisch direkt nach dem Einlegen zugedeckt in den Kühlschrank geben, damit die Kühlkette möglichst wenig unterbrochen wird.

4. Vor dem Grillen die Marinade vom Fleisch abstreifen oder mit Küchenkrepp abtupfen. Sonst können Öle in die heiße Glut tropfen oder Kräuter und Gewürze auf dem Rost verbrennen.

Gut zu wissen

Falls du Olivenöl verwendest, ist das gründliche Entfernen der Marinade besonders wichtig. Öle haben unterschiedliche Rauchpunkte. Das bedeutet, dass sie bei einer bestimmten Temperatur verbrennen und ungesunden Rauch entwickeln. Bei Olivenöl liegt der Rauchpunkt bei 180 Grad. Da bei der Steakzubereitung deutlich über 200 Grad herrschen, sind Öle mit höherem Rauchpunkt besser. Dazu gehören raffiniertes Erdnussöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl.

5. Marinaden dürfen nicht mehrmals verwendet werden. Durch den Kontakt mit rohem Fleisch ist das Risiko für Salmonellen und andere Keime zu hoch.

Passende Marinaden für jedes Steak

Wie mariniert man Rindersteaks?

Ein gutes Rindersteak braucht nicht viele Zutaten für einen vollmundigen Geschmack. Eine simple Mischung aus Öl, Knoblauch, Zitronensaft und Pfeffer reicht aus. Wer mag, kann noch Rosmarin und Thymian in die Marinade geben.

Wenn du bei Rindfleisch Lust auf etwas Ausgefalleneres hast, kannst du Marinaden mit Bier oder Rotwein zubereiten. Beliebt ist auch eine asiatische Mischung mit Sojasoße, Balsamico, Honig, Limette, Ingwer und gehackten Knoblauchzehen. Dieser Mix passt zum Beispiel sehr gut zu Flanksteak.

So gelingt eine asiatische Steak-Marinade:

Für ca. 400 g Fleisch 50 ml Sojasoße, 2 EL Balsamico-Essig, 2 EL Erdnussöl, 1-2 El Honig, 1 TL Limettensaft, je 1 EL gehackten Koriander, Knoblauch und Ingwer sowie nach Belieben Chiliflocken verrühren.

Lammfleisch lecker einlegen

Lammfleisch von älteren Tieren kann strenger im Geschmack sein. Um dieses Aroma abzumildern, empfiehlt sich eine Marinade auf Basis von Buttermilch. Die Lammsteaks sollten mindestens 12 Stunden, zum Beispiel über Nacht, zugedeckt darin eingelegt werden.

Lamm verträgt eher kräftige Aromen. Aus dem Kräutergarten sind vor allem Rosmarin, Thymian, Salbei, Liebstöckel oder Oregano geeignet. Ein echter Klassiker zu Lamm ist Minze. Sie verleiht der Marinade eine schöne frische Note.

Geschmacklich richtig spannend wird Lamm mit einem orientalisch angehauchten Gewürzmix aus Kardamom, Kreuzkümmel, Nelke und Zimt.

Gut zu wissen

Wenn möglich, solltest du Marinadengewürze vor der Zubereitung frisch mörsern. So sind sie besonders aromatisch und intensiv.

Welche Marinade zu Schwein und Geflügel?

Bei Schwein, Pute und Hähnchen kann man kreativ werden. Diese Fleischsorten lassen sich vielseitig kombinieren.

Geflügel bleibt besonders saftig, wenn man es in Joghurt mariniert. Für Geschmack sorgen Curry, Chili, Paprika, Honig oder Senf. Schön fruchtig wird es mit Ananas oder Mango. Und in einer Marinade aus Kokosmilch, Zitronengras und Currypaste entwickeln sich Geflügelsteaks im Kühlschrank zum exotischen Gaumenschmaus.

Holzfäller- oder Nackensteaks aus Schweinefleisch harmonieren mit deftigen Zutaten. Vor allem Lorbeer, Salbei, Cayennepfeffer, Piment oder Majoran sind passend. Wie beim Rind, kann man auch hier einen Schuss Bier zum Marinieren verwenden. Neben klassischem Pils eignet sich herbes Dunkelbier. Wenn Kinder mitessen, sorgt Apfelsaft in der Schweinefleisch-Marinade für einen alkoholfreien Aroma-Kick.

Wie bekommt man zähes Fleisch zart?

Säure in der Marinade verändert die Fleischstruktur und kann zähe Fleischstücke zarter machen. Dafür werden einfach 1 TL Zitronensaft oder Essig in die Grillmarinaden gegeben.

Auch das Einlegen in Buttermilchmarinaden ist eine bewährte Methode, um die Fleischfasern weicher zu machen und die Textur zu verbessern.

Rezepte für marinierte Steaks

FAQ

  • Sollte man Rinderfilet marinieren?

    Rinderfilet gehört zu den besonders zarten und edlen Fleischstücken. Um sein pures Aroma zu erhalten, wird es meist unmariniert gegart.

    Eine Prise Salz und Pfeffer reichen aus, um den vollen Geschmack aus dem Fleisch zu kitzeln. Wenn du magst, kannst du auf das fertig gegarte Fleischstück noch etwas Kräuterbutter geben. Viele Profis empfehlen übrigens, das Fleisch erst nach dem Braten oder Grillen zu würzen, da Salz dem Fleisch Flüssigkeit entzieht und Pfeffer schnell verbrennen kann.