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Rettich

Rettich

In über 200 Jahren ohne Ausnahme auf dem Münchner Oktoberfest vertreten zu sein, ist eine starke Leistung. Der Rettich hat das geschafft! Mit seinem würzigen Geschmack ist er fester Bestandteil der bayrischen Brotzeit. Aber stammt das scharfe Gemüse überhaupt aus Bayern? Hier erfährst du, woher das Gemüse kommt, was in ihm steckt und zu welchen Speisen es besonders gut schmeckt.

Was ist Rettich?

Botaniker definieren Rettich als eigene Pflanzengattung. Er gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Was als Gemüse schließlich in den Ladentheken landet, ist allerdings nicht die komplette Pflanze, sondern nur die ausgebildete Rübe. In den meisten Fällen sind noch vereinzelte Wurzelteile oder etwas Blattgrün am Rettich. Diese Pflanzenteile sollten vor dem Verzehr entfernt werden.

Rettich gibt es in verschiedenen Farben. Je nach Anbaugebiet und Sorte erhältst du ihn in weiß, rot oder schwarz. Allerdings enthält oft nur die Schale Farbpigmente. Das bedeutet, dass die meisten Rettich-Sorten innenweiß sind. Bei einigen Varianten kann sich aber auch das Fruchtfleisch leicht verfärben.

Ein Blick auf die verschiedenen Unterarten verrät, wie vielseitig der Rettich ist. So gehören zum Beispiel auch Radieschen streng genommen zu den Rettichen. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich in Form und Größe, zumal der Rettich zwischen 10 cm und 40 cm lang werden kann, und einen Durchmesser von 4 cm bis 8 cm erreicht. Ein weitverbreiteter Irrglaube ist allerdings, dass der Meerrettich ebenfalls zu den engen Verwandten gehört.

Woher stammt Rettich?

In Deutschland verbindet man Rettich vor allem mit dem Bundesland Bayern. Dort wird er unter dem Begriff Radi angebaut und verkauft. Ursprünglich stammt der Rettich aber aus einem ganz anderen Teil der Erde: dem alten Ägypten. Von da aus verbreitete sich die Rübe bis nach China und später im gesamten Mittelmeerraum. Im Römischen Reich gehörte der Rettich bereits fest zum Speiseplan. Die Römer brachten das Gemüse dann durch die Ausbreitung ihrer Grenzen schließlich bis nach Deutschland.

Aus Herkunft und Verbreitung lässt sich auch der Name ableiten. Der bayrische Begriff Radi lässt vermuten, dass der Name auf das lateinische Wort Radix zurückzuführen ist. Das bedeutet so viel wie Wurzel.

Bei uns wird Rettich vor allem in Süddeutschland angebaut. Ein großer Teil der kommerziellen Produktion findet in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz statt. Im internationalen Vergleich ist Rettich besonders in Asien beliebt. In China und Japan ist das Gemüse fester Bestandteil der alltäglichen Ernährung. Deshalb wird Rettich auch dort im großen Stil angebaut.

Wann hat Rettich Saison?

Rettich kannst du fast das gesamte Jahr über kaufen, denn es gibt zu jeder Jahreszeit eine Sorte, die gerade Saison hat. Im Frühsommer – von Mai bis Juni – findest du im Laden vor allem sogenannte Mairettiche. Diese bilden kleinere Rüben, die besonders zart sind, aber noch keinen ausgeprägten Geschmack entwickelt haben. Von Juli bis September werden die klassischen Sommerrettiche mit ihren weißen sowie roten Farben und dem pikant-würzigen Geschmack geerntet. Du kannst sie oft auch noch in den Wintermonaten kaufen. Dann kommt das Gemüse allerdings nicht mehr vom Feld, sondern wird in Gewächshäusern aufgezogen. Die Wintermonate gehören dem schwarzen Rettich, der ab Oktober geerntet und dann bis ins Frühjahr hinein vertrieben wird.

Welche Inhaltsstoffe stecken im Rettich?

Der charakteristisch scharfe Geschmack basiert auf einem besonderen Inhaltsstoff: Senföl. Die zahlreichen ätherischen Öle wirken sich zudem positiv auf verschiedene Bereiche des Körpers aus. Sie enthalten wertvolle Omega-Fettsäuren und verbessern auf diese Weise das Immunsystem. Gleichzeitig regen sie Leber und Galle an und stärken somit auch die Verdauung.

Rettich entpuppt sich aber auch für Sportler und Menschen, die sich bewusst ernähren möchten, als nahrhafte Alternative zu anderen Gemüsesorten. Mit etwa 15 kcal, 2 g Kohlenhydraten und 0,2 g Fett auf 100 g glänzt Rettich mit guten Werten. Low-Carb-Ernährung ist mit dieser Rübe also kein Problem.

Außerdem ist der Radi ein ergiebiger Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen. Das Gemüse versorgt dich mit reichlich Kalium, Kalzium, Magnesium und einer kleinen Menge Eisen. Zusätzlich stecken die Vitamine A, B1, B2, B6 und C in der Rübe. Beim Vitamin C decken 100 g Rettich bereits etwa ein Viertel des täglichen Bedarfs eines Erwachsenen ab. Davon profitiert dein Immunsystem erheblich.

Inhaltsstoffepro 100 g Rettich
Kalorien15 kcal
Kohlenhydrate2,4 g
Eiweiß1,1 g
Fett0,2 g
Ballaststoffe2,5 g

Mineralstoffepro 100 g Rettich
Kalium432 mg
Kalzium40 mg
Magnesium18 mg
Eisen0,8 mg
Vitaminepro 100 g Rettich
Vitamin A2µg
Vitamin B10,03 mg
Vitamin B20,03 mg
Vitamin B60,06 mg
Vitamin C29 mg

Du solltest jedoch etwas vorsichtig mit dem Genuss von Rettich sein, wenn du häufiger unter Verdauungsproblemen leidest. Senföle benötigen mehr Zeit, um von deinem Körper komplett verdaut zu werden. Bei einem empfindlichen Magen solltest du den Verzehr entsprechend dosieren.

Wie kannst du Rettich verwenden?

Am besten schmeckt Rettich in seiner rohen Form. Egal ob in Scheiben, gerieben oder geraspelt – roh entfaltet sich der pikante Geschmack am intensivsten. Zum Beispiel wird der Radi beim Oktoberfest traditionell in hauchdünnen Scheiben zur Brotzeit gereicht. Idealerweise gibst du noch etwas Salz dazu.

Beim Kochen solltest du das Gemüse nicht zu lange garen. Vier bis fünf Minuten in kochendem Salzwasser reichen schon aus, damit es eine angenehme Konsistenz bekommt, aber gleichzeitig seinen typischen Geschmack behält. Bei längeren Garzeiten geht die Schärfe schnell verloren.

Wenn du den Rettich dunkel und kühl lagerst, also zum Beispiel im Keller, hält er sich ein bis zwei Monate. Bewahrst du die Rübe im Kühlschrank auf, solltest du sie spätestens nach etwa einer Woche verarbeiten.

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