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Lakritz – die schwarze Süßigkeit aus der Süßholzwurzel

Lakritzschnecken und Lakritzstangen in einem Schälchen.

Zugegeben, Lakritz ist nicht jedermanns Sache. Doch wer die schwarze Süßigkeit mag, schätzt sie vor allem für ihren intensiv-herben Geschmack. Doch woher stammt Lakritz eigentlich, woraus besteht die Leckerei und ist sie gesund oder ungesund?

Was ist Lakritz?

Lakritz schmeckt süß, herb und meist etwas bitter. Hergestellt wird es aus Süßholzwurzelextrakt. Die Pflanze wächst vor allem im Mittelmeerraum und in Asien. Ihrem dunklen Saft verdankt Lakritz auch seine berühmte schwarze Farbe.

In Deutschland muss Lakritz zu mindestens 3 Prozent aus Süßholzsaft bestehen. Damit Lakritz entsteht, wird der sirupartige Saft je nach Rezept mit Stärke, Gelatine, Zucker und Salz gekocht. Danach wird er weiterverarbeitet und in Formen gegossen. Lakritz kann bissfest bis weich sein.

Beliebt ist es besonders in Norddeutschland, den Niederlanden und Skandinavien. In Skandinavien ist salziges Lakritz weit verbreitet, das mit Salmiak, einem besonderen Salz, hergestellt wird. Im Süden Europas bevorzugt man süßes Lakritz.

Herstellung von Lakritz

Um Lakritz herzustellen, wird der Süßholzsirup zuerst gekocht und in großen Formen ausgetrocknet. Diese großen Rohlakritzblöcke werden anschließend in heißem Wasser wieder verflüssigt und mit Zutaten wie Stärke, Gelatine, Zucker, Salz und gegebenenfalls Farbstoffen vermischt. Die Stärke sorgt dafür, dass die Masse quillt.

Danach wird die süße Masse mithilfe der Mogultechnik extrudiert. Dabei werden die verschiedenen Formen mit einem Gipsstempel in ein Mehlbett gedrückt und mit Lakritzmasse ausgegossen. Nach der Trocknung werden die Produkte oftmals mit Bienenwachs oder anderen Stoffen behandelt, damit sie eine gleichmäßig glatte Oberfläche erhalten.

Für die Herstellung von Lakritzkonfekt werden spezielle Drüsen verwendet. Diese drücken und schichten Lakritz zusammen mit Massen anderer Geschmacksrichtungen wie etwa Kokos-, Schokoladen- oder Fruchtgeschmack in eine Form.

Gut zu wissen

Bei der Herstellung vieler Lakritzsorten kommen tierische Produkte, wie etwa Gelatine oder Bienenwachs, zum Einsatz. Es gibt mittlerweile aber auch viele vegane Varianten der herb-würzigen Süßigkeit.

Welche Arten von Lakritz gibt es?

  • Hartlakritz: wird meist als Bonbons oder Pastillen angeboten. Du kannst es oftmals auch in Apotheken kaufen.
  • Weichlakritz: wird für die Herstellung von Lakritzkonfekt verwendet.
  • Lakritzschnecken: Die beliebte Süßigkeit schmeckt oft ein wenig herb und dennoch süß. Es gibt aber auch salzige Varianten.
  • Lakritz-Tee
  • Lakritz-Likör
  • Marmelade mit Lakritzgeschmack
  • Lakritz-Schokolade

Ist Lakritz gesund oder ungesund?

So viel vorab: Für die meisten spricht nichts gegen einen maßvollen Genuss von Lakritz. Es ist jedoch eine Süßigkeit und enthält mitunter recht viel Zucker. Außerdem ist der Stoff Glycyrrhizin in Lakritz enthalten. Er ähnelt dem Hormon Aldosteron, das im Körper den Flüssigkeitshaushalt reguliert.

Zu viel Glycyrrhizin kann sich negativ auf den Wasser- und Mineralstoffhaushalt auswirken. Ab einer gewissen Dosis kann der Blutdruck steigen, es kann zu Wassereinlagerungen im Gewebe, Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen kommen. Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, sowie Schwangere sollten Lakritz daher lieber meiden. Wenn du gesund bist, kannst du dir die Süßigkeit aber durchaus ab und zu gönnen, ohne dir Sorgen um Nebenwirkungen zu machen.

Nährwerte pro 100 g Lakritz

Nährstoffe

Nährwerte pro 100 g

Kalorien

375 kcal

Kohlenhydrate

86 g

Eiweiß

4 g

Fett

1 g

Ballaststoffe

2 g

Verwendung und Verzehr von Lakritz

Lakritzwaren werden vor allem als Süßigkeit gegessen. Du kannst sie allerdings auch zum Backen verwenden, etwa als Verzierung für Kekse, Plätzchen, Kuchen oder Desserts. Es gibt außerdem einige Marmeladenrezepte, bei denen würziges Lakritz zum Beispiel mit Pflaumen kombiniert wird.

Lagerung und Haltbarkeit von Lakritz

Lakritz ist aufgrund des hohen Zuckergehalts recht lange haltbar. Ungeöffnet hält sich eine Packung 1 bis 2 Jahre, solange du sie an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrst. Nach dem Öffnen solltest du Lakritz gut verschlossen lagern, denn mit der Zeit wird es immer härter und du beißt dir im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne an ihm aus.

Herkunft und Geschichte von Lakritz

Süßholz stammt ursprünglich aus Asien und dem Mittelmeerraum. Lange wurde es vor allem für medizinische Zwecke eingesetzt, zum Beispiel in China und im alten Ägypten. Süßholzsirup wurde damals in erster Linie gegen Magenbeschwerden und Husten verabreicht.

Einem Apotheker haben wir zu verdanken, dass Lakritz seinen Siegeszug als Süßigkeit antrat: Der Engländer George Dunhill kam als Erster auf die Idee, den bitteren Süßholzsaft mit Zucker und anderen Zutaten aufzukochen. Seitdem wurde Lakritz immer weiter verfeinert und es gibt inzwischen sogar Süßwarenläden, die sich der schwarzen Leckerei vollständig verschrieben haben.

Köstliche Rezepte mit Lakritz

Pflaumen-Lakritz Marmelade
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Glutenfrei
55min
Einfach
Halloween-Spider-Muffins
  • Vegetarisch
1h 10min
Mittel
Skúffukaka
  • Vegetarisch
55min
Einfach
Bananen-Schicht-Dessert mit Gesicht
  • Vegetarisch
1h 10min
Einfach