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Ingwer

Ingwer

Die einen schwören auf ihn, andere können mit dem einzigartigen Geschmack kaum etwas anfangen: Ingwer. Die kraftvolle Wurzel aus dem asiatischen Raum gewann den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung in der kulinarischen Welt Europas. Ingwer überzeugt dabei als vielseitiges Gewürz mit wertvollen Inhaltsstoffen. Doch worum handelt es sich bei Ingwer genau? Wie wird er angebaut und worauf solltest du achten, wenn du Ingwer in der Küche nutzen möchtest? Hier erfährst du es.

Was ist Ingwer?

Die Ingwerpflanzen bilden aus botanischer Perspektive ihre eigene Klasse. Sie gehören zu den sogenannten Monokotyledonen – oder auch einkeimblättrigen Pflanzen. Das Lebensmittel, das später bei dir auf dem Tisch landet und als Gewürz verwendet oder als Ingwertee getrunken wird, ist aber nicht etwa der Stiel oder die Blüte, sondern ein Teil der Wurzel. Diese wächst horizontal unter der Pflanze und entwickelt einen aromatischen Geschmack und im Inneren eine kräftige gelbe Farbe.

Wo genau Ingwer ursprünglich herkommt, ist nicht gänzlich geklärt. Experten vermuten den Ursprung allerdings im ostasiatischen Raum. Wahrscheinlich liegt die Heimat der Wurzel in Sri Lanka oder auf einer pazifischen Insel. Der landwirtschaftliche Anbau startete vor etwa 3.000 Jahren in Indien und China. Nach Europa kam Ingwer erst etwa gute 2.000 Jahre später.

Mittlerweile wird Ingwer vor allem in den Subtropen und Tropen rund um den Globus angebaut. Neben China und Indien haben sich auch Nigeria, Japan und auch südamerikanische Staaten als Ingwer-Exporteure etabliert. Auch bei uns in Deutschland gibt es fortschreitende Versuche, den würzigen Ingwer zu kultivieren. Aufgrund des Klimas findet die Aufzucht aber ausschließlich in Folientunneln oder Gewächshäusern statt.

Produzenten der Knolle nutzen für den frischen Verkauf in der Regel junge Wurzeln es Ingwers, die noch nicht zu scharf sind. Ältere Exemplare werden nämlich leicht holzig und erzeugen eine beißende Schärfe, welche großteils durch die Scharfstoffe, die Gingerole, zustande kommt. Experten verarbeiten insbesondere jungen Ingwer zu Ingwerpulver. Dieses findest du anschließend im Gewürzregal.

Den Ingwer erhältst du in jedem gut sortierten Supermarkt beim Obst und Gemüse.

Küchentipps für Ingwer

Ingwer bringt für die heimische Küche einige Vorteile mit: Zunächst gibt es ihn das ganze Jahr über frisch zu kaufen. Sollte im Laden deines Vertrauens einmal kein frischer Ingwer vorhanden sein, kannst du dementsprechend einfach auf gemahlenen Ingwer zurückgreifen und diesen als Gewürz verwenden.

Die Wurzel bietet sich perfekt dafür an, sie auf Vorrat zu kaufen. Eine intakte Knolle hält sich ohne Probleme ein paar Wochen. Dabei kommt es allerdings auf die richtige Lagerung des Ingwers an. Im feuchten Klima des Kühlschranks kann der Ingwer schnell Schimmel ansetzen. Deshalb solltest du ihn lieber bei Zimmertemperatur oder an einem kühlen, trockenen Ortmit wenig Sonneneinstrahlung lagern. Luftdichte Dosen unterstützen die Haltbarkeit deines Ingwers.

Angeschnittener Ingwer ist ebenfalls pflegeleicht. Die Anschnittstelle wird zwar austrocknen, was aber nicht tragisch ist. Die trockene Stelle kannst du einfach abschneiden und den Rest anschließend schnell verarbeiten.

Beim Einkauf solltest du vor allem die Schale des Ingwers genau unter die Lupe nehmen. Diese sollte eine hellbraune Farbe aufweisen. An möglichen Schnitt- oder Bruchstellen bekommst du Aufschluss darüber, wie der Ingwer von innen gefärbt ist. Ein knackiges Gelb spricht für eine frische Wurzel. Achte bereits im Laden darauf, ob sich schon Schimmel an der Knolle befindet. Das kann durch den Transport durchaus passieren und beeinflusst die Haltbarkeit negativ.

Um den Ingwer in der Küche richtig einzusetzen, musst du zunächst die Schale entfernen. Ein Sparschäler oder ein kleiner Löffel eignen sich perfekt, um die Außenhaut vom köstlichen Inneren zu trennen. Danach kannst du die Wurzel entweder in kleine Stücke schneiden, reiben oder sogar durch eine Presse drücken. Geschmacklich solltest du dich beim Ingwer auf eine angenehme Schärfe mit einer leichten Zitrusnote einstellen. Solltest du kein Fan von scharfem Essen sein oder dir Schärfe auf den Magen schlagen, gilt: Mit dem Ingwer eher nicht übertreiben.

Unser Tipp

Vom einzigartigen Geschmack profitieren allerdings fast alle Gerichte aus der asiatischen Küche. In Asien wird der  Ingwer noch oft traditionell als Heilmittel eingesetzt. Aber auch zu Kürbis oder in selbst gebackenen Keksen macht sich Ingwer gut. Doch damit nicht genug: Beim Sushi wird eingelegter Ingwer zwischen den verschiedenen Teilen als Geschmacksneutralisierer in Szene gesetzt. Als Ingwertee kann dich Ingwer sogar bei Erkältungen unterstützen.

Ingwer gilt seit ein paar Jahren als sogenanntes Superfood, das in vielerlei Hinsicht positiv auf den menschlichen Organismus wirken kann. Inhaltsstoffe, die der Wurzel ihre Schärfe verleihen, sind gleichzeitig dafür verantwortlich, dass das Lebensmittel kräftigt. Die in der Knolle enthaltenen Gingerole also die Scharstoffe, können zum Beispiel den Stoffwechsel fördern und Erkältungen vorbeugen. Außerdem haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Scharfstoffe des Ingwers bestimmten Wirkstoffen aus handelsüblichen Schmerztabletten ähneln. Die vielen ätherischen Öle im Ingwer können zudem Übelkeit und beugen Erbrechen vorbeugen. Zusätzlich verfügt Ingwer über einen ausgewogenen Mix an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Mit etwa 415 Milligramm auf 100 Gramm ist die Wurzel vor allem reich an Kalium. Fünf Milligramm an Vitamin C sowie Magnesium und Kalzium können die positive Wirkung verstärken. Gleichzeitig ist Ingwer kalorienarm und fast fettfrei.

Nährstoffe pro 100 Gramm Ingwer

Kalorien80 kcal
Kohlnhydrate18 g
Ballaststoffe 2 g
Proteine1,8 g
Kalium415 mg
Magnesium 43 mg
Kalzium 16 mg

 

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