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Sulfide, z. B. in Zwiebeln

Sulfide – Infos & Wissenswertes

Knoblauch sorgt beim Kochen nicht nur für eine aromatische Note, er gilt auch als sehr gesund. Erfahre hier, was die im Knoblauch enthaltenen Sulfide so besonders macht und welchen Einfluss sie wirklich auf unsere Gesundheit haben.

Was sind Sulfide?

Sulfide, z. B. in Zwiebeln

Sulfide sind eine Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen. Es handelt sich dabei um Duft- und Aromastoffe, die unter anderem in Knoblauch und Zwiebeln stecken. Was viele nicht wissen: Sulfide sind zwar bislang nicht besonders gut erforscht, sie wurden aber schon 1844 entdeckt. Der Chemiker Theodor Wertheim isolierte sie damals aus Knoblauch und entdeckte wasserlösliche und fettlösliche Verbindungen.

Die bekannteste Sulfidverbindung ist das in Knoblauch steckende Alliin. Alliin ist geruchsneutral. Erst durch eine Verarbeitung (Schneiden, Pressen) wird es durch Enzyme und Wärme in Allicin umgewandelt, das den typischen Knoblauchgeruch hat und dem positive Effekte auf unsere Gesundheit nachgesagt werden.

Wie wirken Sulfide im Körper?

Die Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen wird erst seit einigen Jahren intensiv erforscht. Über Sulfide weiß man bislang noch nicht so viel. Das liegt zum einen daran, dass es wenig Studien gibt. Zum anderen handelt es sich bei den Studien meist um in-vitro-Studien an isolierten Stoffen im Reagenzglas oder um Tierstudien. Was Sulfide im menschlichen Körper tatsächlich bewirken, weiß man nicht abschließend. Die folgenden positiven Effekte werden jedoch vermutet:

  • Sie sollen antibiotisch wirken und das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen.
  • Sie sollen antioxidativ wirken und den Körper im Kampf gegen freie Radikale unterstützen.
  • Sie sollen den Blutdruck senken.
  • Sie sollen den Cholesterinspiegel senken.
  • Sie sollen das Risiko für die Entstehung von Thrombosen verringern.
  • Sie sollen das Risiko für die Entstehung von Magenkrebs senken.

Wissenschaftlich bestätigt ist das jedoch nicht.

Wo sind Sulfide enthalten?

Sulfide stecken überwiegend in sogenannten Liliengewächsen zu denen Knoblauch und Zwiebeln gehören. Sie stecken zudem in:

Wie deckt man seinen Tagesbedarf am besten?

Es gibt von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) keine Empfehlung, wie viele Sulfide man täglich über seine Nahrung aufnehmen sollte. Mit einer ausgewogenen Ernährung, die viele pflanzliche Lebensmittel enthält, ist man jedoch bestens versorgt.

Gut zu wissen: Allicin steckt nur in Knoblauch und Co. Knoblauchpulver oder auch Nahrungsergänzungsmittel wie Knoblauchtabletten enthalten keins. Auf Nahrungsergänzungsmittel sollte man deswegen verzichten.

Rezepte mit einem hohen Sulfidgehalt

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