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Ernährungsmythen - stimmt's oder stimmt's nicht?

Ernährungsmythen im Check

Unsere Oma wusste auf alles eine Antwort und hat uns viele gute Ratschläge rund ums Essen mit auf den Weg gegeben. Vieles davon stimmt, doch manches sind nur Ernährungsmythen. Finden Sie heraus, in welchen Punkten sich die Oma geirrt hat.

Mythos Nr. 1: Schokolade macht glücklich

Gesundheitsmythen Rdk Ail

Es wäre so schön, wenn es stimmen würde! Leider gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg, dass Schokolade tatsächlich glücklich macht. Was stimmt: Im Kakao stecken Koffein, das anregend wirkt, Theobromin, das rauschähnliche Zustände hervorrufen kann, sowie ein Baustein des Glückshormons Serotonin. Allerdings reicht die geringe Konzentration nicht für die Entstehung von Glücksgefühlen aus.

Tipp: Je dunkler die Schokolade, desto mehr Kakao enthält sie und desto größer ist die Chance, dass sich doch ein paar Glücksgefühle einstellen.

Mythos Nr. 2: Zu jeder Tasse Kaffee gehört ein Glas Wasser

Viele Kaffeeliebhaber trinken zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Bleibt nur die Frage: Muss das eigentlich sein? Nein. Wer mindestens 1,5 Liter am Tag trinkt, muss sich keine Sorgen machen, dass er zu wenig Flüssigkeit bekommt. Kaffee kann zur Flüssigkeitsbilanz hinzugerechnet werden. Da Koffein jedoch Herz und Kreislauf anregt, sollte er nicht als Durstlöscher verwendet werden. Bis zu vier Tassen Kaffee am Tag sind jedoch unproblematisch.

Mythos Nr. 3: Cola und Salzstangen helfen bei Durchfall

Cola ohne Kohlensäure und Salzstangen sind beliebte Hausmittel bei Durchfall. Allerdings enthalten sie große Mengen Zucker und Salz, was den Durchfall verstärken kann. Viel besser: leicht gesüßter Kräutertee oder eine heiße Brühe und leicht verdauliche Lebensmittel wie trockenes Weißbrot, geriebener Apfel (nicht mehr als zwei) oder Reismit gedünsteten Möhren.

Mythos Nr. 4: Spinat und Pilze nicht aufwärmen

Kuechenmythen Rdk Ail

Schon die Oma hat davor gewarnt, Spinatund Pilze am nächsten Tag aufzuwärmen und zu essen.

Tatsächlich ist an diesem Ernährungsmythos nichts dran. Sowohl Pilze als auch Spinat dürfen Sie wieder erhitzen. Wichtig: Stellen Sie eventuelle Reste direkt nach dem Essen noch warm in den Kühlschrank, damit sie schnell abkühlen. So wird verhindert, dass sich zu viel Nitrit im Spinat bildet bzw. Keime bei den Pilzen. Achten Sie beim Aufwärmen darauf, eine Mindesttemperatur von 70 Grad einzuhalten, damit Keime keine Chance haben.

Gut zu wissen: Kinder sollten Spinat lieber nur frisch gekocht genießen, da ihr Körper mit den höheren Nitritwerten nicht so gut klar kommt.

Mythos Nr. 5: Kirschen mit Wasser sorgen für Bauweh

Gesundheitsmythen

Nach dem Essen von Kirschen erstmal kein Wasser trinken: So ein weiser Rat der Oma. Ansonsten drohen Bauchschmerzen. Obwohl die Oma oft Recht hat, in diesem Fall leider nicht. Dass es früher bei dem gemeinsamen Verzehr von Kirschen und Wasser zu Problemen gekommen ist, lag vermutlich am nicht so sauberen Wasser. Zu viele Kirschen auf einmal sollten Sie dennoch nicht essen. Der Fruchtzucker darin kann in großen Mengen zu Darmbeschwerden führen. 

Mythos Nr. 6: Zucker macht süchtig

Wenn’s stimmt, würde das einiges erklären. Wissenschaftler sind sich allerdings einig, dass Zucker zwar suchtähnliches Verhalten auslösen kann, aber nicht wirklich süchtig macht. Essen wir sehr süße Lebensmittel, wird im Gehirn reichlich Dopamin ausgeschüttet. Dieses Hormon sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen, ähnlich wie nach dem Genuss von Alkohol. Nichtsdestotrotz lässt sich die Lust auf Zucker nicht mit dem Verlangen nach Drogen oder Alkohol vergleichen.

Mythos Nr. 7: Schokolade verursacht Pickel

Die einen können den Mythos bestätigen, die anderen nicht. Fest steht, dass Pickel durch verstopfte Hautporen und eine überschüssige Talgproduktion entstehen. Dass Schokolade an Pickeln Schuld ist, konnte wissenschaftlich bislang nicht bestätigt werden. Vielmehr sind Pickel oft ein Zusammenspiel verschiedener schlechter Angewohnheiten und eine ungesunde, zucker- und fettreiche Ernährung kann das Wachstum fördern.

Mythos Nr. 8: Man muss täglich 2-3 l Wasser trinken

Getraenkemythen Rdk Ail

Je mehr Wasser, desto besser für die Gesundheit: Dieser Mythos hält sich hartnäckig. Es stimmt zwar, dass ausreichend Flüssigkeit für den Körper lebensnotwendig ist. 1,5 Liter am Tag reichen jedoch im Normalfall aus. Beim Sport oder im Sommer sollte es entsprechend mehr sein.

Was die meisten nicht wissen: Man kann auch zu viel trinken. Ab einer täglichen Flüssigkeitsmenge von 7 -10 Litern Wasser wird es ungesund. Das Blut wird dadurch dünner, der Natriumgehalt sinkt. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Wasservergiftung kommen.

Mythos Nr. 9: Der Schnaps nach dem Essen hilft beim Verdauen

Nach dem Essen erstmal ein kleiner Schnaps zum besseren Verdauen: Darauf schwören viele. Doch hilft dieser Tipp wirklich? Leider nein. Kurzfristig entspannt sich die Magenmuskulatur zwar, doch gleichzeitig verzögert der Alkohol die Verdauung. 

Mythos Nr. 10: Saft ist gesünder als Limonade

Saft kann ich mit gutem Gewissen trinken, denn er ist gesund, besonders frisch gepresster: Das denken viele. Doch das stimmt nicht ganz! Saft ist zwar in der Regel vitaminreicher als Limonade oder Cola und enthält mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Er hat aber in etwa gleich viele Kalorien und Zucker wie Limo. Zum Durstlöschen sind Säfte deswegen nicht geeignet. Mehr als ein Glas am Tag sollte es nicht sein.

Mythos Nr. 11: Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund

Getraenkemythen

Immer wieder bestätigen Studien, dass Rotwein – in Maßen getrunken – gut für den Körper ist und u.a. vor Demenz schützen oder das Risiko für verschiedene Krebsformen senken kann.

Trotzdem ist wissenschaftlich nicht abschließend bestätigt, dass Rotwein gesund ist. Das liegt daran, dass zum einen oft epidemiologische Bevölkerungsstudien gemacht werden, bei denen Ursache-Wirkungs-Mechanismen nicht eindeutig nachgewiesen werden können. Oder es werden Labor- und Zellstudien gemacht, die sich nicht so ohne weiteres auf den menschlichen Körper übertragen lassen.

Mythos Nr. 12: Käserinde sollten wir nicht mitessen

Ja oder nein: Ob Sie die Käserinde mitessen können oder nicht, hängt von der Sorte ab. Bei manchen Sorten ist das kein Problem, bei anderen sollten Sie sie großzügig abschneiden. Ob die Rinde zum Verzehr geeignet ist, steht meist auf der Verpackung. Auch Rinde aus Kunststoffüberzug kann nicht mitgegessen werden. Wurde sie dagegen mit Pflanzenkohle (E 153) behandelt, darf man sie mitessen.

Aber: Schwangere, ältere und immunschwache Menschen sowie Kinder sollten Käserinde immer großzügig entfernen.

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Fragen zum Thema Ernährung

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