Angebote im MarktOnlineshopRezepte
Angebote im Markt
Onlineshop
Liefer- & AbholserviceWählen

Rezepte

Heilbutt – edler Fischgenuss für Feinschmecker

Zartes, weißes Fleisch, feines Aroma und reich an wertvollen Nährstoffen – der Heilbutt zählt zu den begehrtesten Speisefischen überhaupt. Doch was steckt hinter diesem Edelfisch? Erfahre alles Wissenswerte über Herkunft, Arten, Nährwerte und wie du Heilbutt in der Küche perfekt zubereiten kannst. 

Heilbutt

Was ist Heilbutt?

Der Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus) gehört zur Familie der Schollenfische (Pleuronectidae). Er ist ein großer, flacher Meeresfisch, der vor allem in kälteren Gewässern vorkommt. Charakteristisch ist seine asymmetrische Körperform: Beide Augen liegen auf der dunkleren Oberseite, während die Unterseite hell bleibt. Der Heilbutt kann beachtliche Größen erreichen – einige Exemplare bringen über 400 Kilogramm auf die Waage. 

 

Der Speisefisch ist wegen seines festen, zarten und mild schmeckenden Fleisches sehr beliebt. Er zählt zu den sogenannten Edelfischen und wird in vielen internationalen Küchen als Delikatesse geschätzt. Heute wird Heilbutt weltweit in gut sortierten Fischtheken angeboten – sowohl frisch als auch tiefgekühlt oder geräuchert. 

 

Gut zu wissen

Heilbutt gehört zu den sogenannten Plattfischen. Er lebt als Bodenfisch in den Tiefen der Ozeane und ernährt sich von Fischen, Krebstieren und Weichtieren. 

Herkunft und Lebensraum des Heilbutts

Der Heilbutt ist ein typischer Bewohner kalter und gemäßigt kühler Meeresregionen:  

  • Weißer Heilbutt (Atlantischer Heilbutt) lebt hauptsächlich im Nordatlantik – von der Biskaya über die Küsten Norwegens und Islands bis nach Grönland und die Gewässer vor Kanada.  
  • Schwarzer Heilbutt (Grönland-Heilbutt) ist ebenfalls im Nordatlantik und zusätzlich im arktischen Polarmeer sowie im Nordpazifik verbreitet. 

Beide Arten bevorzugen tiefe, kühle Zonen mit Temperaturen zwischen 4 und 8 °C und halten sich meist in Wassertiefen von 100 bis 2000 Metern auf. Heilbutte sind Wanderfische: Jungfische leben eher in flacheren Gewässern, erwachsene Fische ziehen sich in größere Tiefen zurück. 

Gut zu wissen

Der Name „Heilbutt“ stammt vom niederdeutschen „hilligbutt“ ab, was sich aus „hille“ (heilig) und „Butt“ (Plattfisch) zusammensetzt – also „heiliger Plattfisch“. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Fisch früher gern zu kirchlichen Festtagen serviert wurde.

Zählt Heilbutt zu den bedrohten Fischarten?

Der Atlantische Heilbutt (Weißer Heilbutt) war in den vergangenen Jahrzehnten durch Überfischung stark in seinem Bestand gefährdet. Dank internationaler Schutzmaßnahmen und nachhaltiger Fischereiwirtschaft – insbesondere in Norwegen und Kanada – erholen sich die Bestände langsam. Dennoch gilt der Atlantische Heilbutt in einigen Regionen weiterhin als „gefährdet“. Schwarzer Heilbutt ist weniger stark bedroht, da er häufiger vorkommt und geringerem Befischungsdruck ausgesetzt ist. 

Gut zu wissen

Achte beim Kauf von Heilbutt auf zertifizierte Herkunft (z. B. MSC-Siegel) oder Zuchtfisch aus nachhaltiger Aquakultur, um zur Erhaltung der Bestände beizutragen.

Wie wird Heilbutt gefangen?

Heilbutt ist schon seit Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der Fischerei in nördlichen Gewässern. Besonders in Norwegen, Island, Grönland, Kanada und Alaska ist er traditionell ein geschätzter Speisefisch. In den Küchen Skandinaviens und Nordeuropas galt er lange Zeit als Festtagsgericht und war dem Adel und reichen Kaufleuten vorbehalten. 

Heute wird Heilbutt sowohl wild gefangen als auch in Aquakultur gezüchtet

Wild gefangener Heilbutt

Wild lebender Heilbutt kommt vor allem in den kalten, nordatlantischen und nordpazifischen Gewässern vor – insbesondere vor der Küste Norwegens, Islands, Grönlands und Kanadas. Gefischt wird meist mit Langleinen oder speziellen Grundschleppnetzen. Wildfang-Heilbutt gilt als besonders hochwertig. 

 

Heilbutt aus Aquakultur

Um den Bestand zu schonen und der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wird Heilbutt seit einigen Jahren auch in kontrollierter Aquakultur gezüchtet, vor allem in Norwegen und Island. Zucht-Heilbutt wird meist als ganzer Fisch oder in Filetform angeboten. Durch die kontrollierten Bedingungen ist seine Qualität gleichbleibend hoch. 

Ist Heilbutt ein Edelfisch?

Heilbutt gilt als Edelfisch und ist aufgrund seines feinen Geschmacks und der hohen Qualität in der gehobenen Küche sehr geschätzt. 

Welche Arten von Heilbutt gibt es?

In der Küche unterscheidet man zwei Hauptarten des Heilbutts: 

Weißer Heilbutt (Hippoglossus hippoglossus) 

  • auch: Atlantischer Heilbutt 
  • kommt im Nordatlantik vor 

  • größter Vertreter der Plattfische, kann über 4 Meter lang werden 

  • sehr festes, weißes Fleisch 

  • milder, feiner Geschmack 

  • häufig in der gehobenen Gastronomie verwendet 

Schwarzer Heilbutt (Reinhardtius hippoglossoides) 

  • auch: Grönland-Heilbutt 
  • kleiner als der Weiße Heilbutt 

  • zartes Fleisch 

  • geschmacklich etwas kräftiger 

Was schmeckt besser – schwarzer oder weißer Heilbutt?

Das ist Geschmackssache! Weißer Heilbutt hat ein besonders festes, schneeweißes Fleisch und wird meist als der „edlere“ Fisch angesehen. Schwarzer Heilbutt ist kleiner, etwas preisgünstiger und aromatischer im Geschmack – ideal für vielfältige Gerichte.

Was ist der Unterschied zwischen Heilbutt und Steinbutt?

Steinbutt und Heilbutt gehören beide zu den Plattfischen, unterscheiden sich jedoch deutlich: 

Steinbutt

  • gehört zur Familie der Steinbutte 
  • wird nicht so groß wie der Heilbutt (max. 1 Meter) 

  • feiner, etwas fester im Fleisch 

  • leicht nussiger Geschmack 

Heilbutt

  • gehört zur Familie der Schollen 
  • zarte, weiche Textur 

  • milder im Geschmack 

Nährwerte: Wie gesund ist Heilbutt?

Heilbutt liefert eine Fülle an Nährstoffen, die ihn zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung macht. Besonders hervorzuheben sind der hohe Gehalt an Eiweiß, das den Erhalt und Aufbau von Muskeln sowie den Zellstoffwechsel unterstützt. Vitamin D kann zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne beitragen und die normale Funktion des Immunsystems unterstützen. Die enthaltenen B-Vitamine – insbesondere Vitamin B12 – sind wichtig für Blut, Nerven und StoffwechselOmega-3-Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren, die unter anderem zur normalen Herzfunktion beitragen sowie zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und Sehkraft. 

Nährstoffe pro 100 g Heilbutt (weiß, verzehrfertig) 
Energie 96 kcal 
Eiweiß 20,1 g 
Fett 1,6 g 
davon Omega-3-Fettsäuren ca. 0,5 g 
Kohlenhydrate 0 g 
Vitamin D ca. 5 µg 
Vitamin B12 ca. 1 µgQ 

 

Hat Heilbutt gute Fette?

Zwar ist der Fettanteil im Heilbutt insgesamt moderat, der Speisefisch enthält aber einen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren

Lagerung und Haltbarkeit von Heilbutt

  • Frischer Heilbutt sollte im Kühlschrank bei 0–2 °C gelagert und innerhalb von 1–2 Tagen verbraucht werden. 
  • Tiefgekühlter Heilbutt ist im Gefrierfach bei -18 °C mehrere Monate haltbar (siehe Herstellerangabe). 

  • Geräucherter Heilbutt hält sich im Kühlschrank, vakuumverpackt, rund 10–14 Tage. 

 

Gut zu wissen

Frischen Heilbutt erkennst du an seinem angenehmen Geruch, festem Fleisch und der glänzenden Oberfläche. Achte darauf, dass das Filet nicht trocken oder schmierig wirkt.

Verwendung von Heilbutt in der Küche

Heilbutt

Heilbutt ist sehr vielseitig und lässt sich in zahlreichen Gerichten einsetzen:

  • gedünstet oder gebraten als Haupt- oder Vorspeise
  • pochiert in aromatischen Brühen
  • gegrillt auf dem Rost oder in der Grillpfanne

  • gedämpft mit asiatischen Gewürzen

  • geräuchert als Vorspeise oder auf Brot

Gut zu wissen

Beim Braten und Grillen solltest du Heilbutt vorsichtig garen, da das zarte Fleisch bei zu starker Hitze trocken werden kann. Am besten gelingt er bei sanfter Hitze und kurzer Garzeit.

Beliebte Gewürze und Begleiter zu Heilbutt

Bei der Zubereitung von Heilbutt werden besonders gerne Zitronensaft, Butter, Kräuter (z. B. Dill und Petersilie), Knoblauch und Fenchel verwendet. Als Beilage schmecken Zucchini, Spinat oder junge Kartoffeln.

Köstliche Rezepte mit Heilbutt und anderem Fisch