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Aioli – der cremige Dip für echte Knoblauchfans

Aioli in einer Glasschale steht neben Knoblauch und Petersilie auf einem Holzbrett.

Aioli ist vermutlich eine der schmackhaftesten kulinarischen Erfindungen, die wir unseren südeuropäischen Nachbarländern zu verdanken haben. Die köstliche Knoblauch-Mayonnaise ist in der mediterranen Küche schon lange einer der heimlichen Stars und erobert inzwischen die ganze Welt. Doch woraus genau besteht Aioli und wie wird der herzhaft-würzige Dip aus Knoblauch hergestellt?

Was ist eine Aioli?

Spanien, Frankreich und Italien sind schon lange bekannt für Aioli: Die cremige Knoblauchsauce erinnert optisch an Mayonnaise, zeichnet sich allerdings durch intensiven Knoblauchgeschmack aus. Ihm verdankt sie auch ihren Namen: Die Wortschöpfung Aioli bedeutet nämlich nichts anderes als Knoblauch und Öl (katalanisch: all i oli).  

Diese beiden Komponenten sind auch die Grundzutaten einer jeden Aioli. In Südfrankreich wird sie bis heute nach altem Rezept hergestellt: Dafür werden Knoblauchzehen und Salz in einem Mörser zerkleinert und mit Pflanzenöl verrührt. In Spanien, Italien und in industriell hergestellter Aioli kommt außerdem Eigelb in die Sauce, weshalb man sie auch als Knoblauchmayonnaise bezeichnen kann. Aioli schmeckt zu gegrilltem Fisch, Fleisch, Tapas und mediterranen Gemüsegerichten, als Vorspeise oder Beilage.

Wie macht man Aioli selbst?

Aioli selbst zu machen ist ganz einfach und bedarf nur weniger Zutaten. Du gibst Knoblauchzehen zusammen mit Senf, Zitronensaft, etwas Salz und einem Ei in einen Becher und pürierst das Ganze. Anschließend gibst du Öl langsam dazu, während du weiter pürierst, bis eine dickflüssige Mayonnaise entsteht – fertig ist die selbstgemachte Aioli.

Gut zu wissen:

Für die Herstellung von Aioli eignet sich fast jedes Speiseöl. Beliebt sind vor allem Olivenöl, Rapsöl und Sonnenblumenöl. Zudem gibt es auch viele vegane Aioli-Rezepte, die auf das Ei als Zutat verzichten.

Wie lange hält sich frisch gemachte Aioli?

Selbstgemachte Aioli hat eine sehr begrenzte Haltbarkeit. Da die klassische Aioli Eigelb enthält, solltest du sie am besten noch am selben Tag verwenden. Im Kühlschrank hält sie sich nicht länger als 2 bis 3 Tage. Vegane Varianten halten sich unter Umständen auch etwas länger.

Wie gesund ist Aioli?

Aioli ist ähnlich wie Mayonnaise recht fett- und kalorienhaltig. 100 Gramm der Sauce enthalten fast so viele Kalorien und Fett wie Butter. Der enthaltene Knoblauch dagegen gilt als gesundheistfördernd, denn er enthält Allicin, das als natürliches Antibiotikum gilt.

Sowohl Olivenöl als auch Sonnenblumenöl steuern zudem wertvolles Vitamin E bei. Außerdem findet sich Vitamin K in Aioli. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts sollte die Sauce aber dennoch nur in Maßen verzehrt werden.

Nährwerte von Aioli pro 100 g

Nährstoffe

Nährwerte pro 100 g

Kalorien

700 kcal

Kohlenhydrate

2 g

Eiweiß

2 g

Fett

75 g

Ballaststoffe

0 g

Verwendung von Aioli

Mit ihrer cremigen Konsistenz und dem herrlichen Knoblaucharoma ist Aioli die perfekte Begleitung für Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte oder Gemüse. So ist sie zum Beispiel die perfekte Sauce beim Grillen. Als Aufstrich kannst du sie zu frischem Brot reichen oder auf einem Burger, Sandwich oder in Wraps verwenden. Sehr lecker schmeckt sie außerdem zu Pommes und ist eine schmackhafte Alternative zu Mayonnaise.

Industrielle Herstellung von Aioli

Aioli schmeckt nicht nur selbstgemacht, sondern wird auch industriell hergestellt. Anstatt Olivenöl verwenden viele Hersteller dabei Sonnenblumen- oder Rapsöl. Sie wird zudem gerne mit Rohrzucker, Agavendicksaft oder anderen Süßungsmitteln verfeinert und enthält meist Konservierungs- und Farbstoffe.

Bei veganer Zubereitung wird auf Eigelb verzichtet; vegane Aioli steht dem Original geschmacklich aber in nichts nach. Im Einzelhandel findest du viele Produkte von Bio-Herstellern, die auf künstliche Stoffe in ihrer Sauce weitgehend verzichten. Es gibt außerdem Aioli mit Chili, Zitronensaft oder anderen Gewürzen zu kaufen.

Fertig gekaufte Aioli ist aufgrund der enthaltenen Konservierungsstoffe sehr viel länger haltbar als selbstgemachte Aioli. Einmal angebrochen, kannst du sie in der Regel im Kühlschrank über mehrere Wochen aufbewahren. Schmeckt oder riecht sie ranzig, solltest du sie lieber nicht mehr verwenden.

Herkunft und Geschichte von Aioli

Auch wenn Aioli besonders in den letzten Jahren immer populärer wurde, kennt man sie im mediterranen Raum bereits seit den Zeiten des römischen Reichs. Im Jahr 1024 wurde das erste Aioli-Rezept dann auch schriftlich festgehalten.

Früher war Aioli aufgrund des verwendeten Olivenöls eine reichhaltige Sauce für arme Leute. Man aß sie vor allem mit einer Scheibe Brot. Über die Jahrhunderte wurde sie ein fester Bestandteil der mediterranen Küche und immer weiter verfeinert.

Köstliche Rezepte mit Aioli