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Rezepte

Pesto selber machen – so einfach geht's!

Pesto.
Nudel.

Egal ob Profi-Koch oder blutiger Anfänger - ein leckeres Pesto gelingt kinderleicht und du kannst es für die verschiedensten Gerichte nutzen. Alles, was du fürs Grundrezept brauchst, sind ein paar gute Zutaten, einen Mörser oder Pürierstab und los geht's.
Tolle Rezepte, Tipps, Tricks und mehr findest du hier.  

Selbstgemachtes grünes Pesto
Für 1 Portion:
  • 3 Bd. Basilikum
  • 1 Bd. glatte Petersilie
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Parmesan am Stück
  • 15 EL natives Olivenöl extra
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung:
  • 1

    Basilikum und Petersilie waschen, die Blätter abzupfen und grob durchhacken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl leicht rösten. Knoblauchzehen schälen und vierteln. Parmesan in grobe Stücke schneiden.

  • 2

    Ein Drittel der gerösteten Pinienkerne und der Kräuter in ein hohes Gefäß geben. Teile des Parmesans und Knoblauchs zugeben, etwas Olivenöl dazugeben und mit dem Pürierstab mixen. Den Vorgang so oft wiederholen, bis alles aufgebraucht ist und das Pesto eine ölige, nicht zu cremige Konsistenz hat. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Die Zutaten reichen für ca. 300 g Pesto.

Selbstgemachtes grünes Pesto

Was ist Pesto?

Pesto ist ein Klassiker aus der italienischen Küche. Dabei handelt es sich um eine Paste, die meist aus Tomaten oder Kräutern, Knoblauch, Öl und Käse zubereitet wird. 
Kombiniert wird Pesto meist mit frisch gekochter Pasta. Die kalte Paste wird mit den warmen Nudeln vermischt und sofort serviert. Geht super schnell und schmeckt richtig gut. 
In der italienischen Küche gibt es die verschiedensten Rezepturen für Pesto. Zu den beliebtesten Varianten gehören: 
  • Tomatenpesto (Pesto rosso)
  • Basilikumpesto (Pesto alla genovese)
  • Pesto mit Rucola
  • Pesto mit Spinat

Gut zu wissen

Das Wort Pesto stammt vom italienischen Wort pestare = zerstampfen ab. Seinen Ursprung hat Pesto in der italienischen Provinz Ligurien.

Die besten Pesto-Rezepte

Wie wird Pesto gemacht?

Die Zubereitung von Pesto ist ganz einfach. Du benötigst dafür wahlweise einen Mörser, Mixer, eine Küchenmaschine oder einen Pürierstab. Falls du Pinienkerne oder Nüsse verwendest, röste sie kurz an. Gib dann alle Zutaten in ein hohes Gefäß und pürier sie zu einer feinen Masse. Füll das Pesto dann in ein steriles, verschließbares Glas und lagere es im Kühlschrank. Achte darauf, dass das Pesto mit einer Schicht Öl bedeckt ist. Das Öl sorgt dafür, dass das Pesto länger haltbar ist und nicht so schnell schimmelt.

Experten-Tipp: Höhere Temperaturen – die beispielsweise in einem Mixer entstehen – sorgen dafür, dass das Pesto rasch bitter werden kann. Stell dein Pesto deshalb lieber mit einem Mörser her. Das Zerstoßen der Zutaten sollte dabei schnell erfolgen, damit das Aroma aller Zutaten voll erhalten bleibt. Die Kräuter solltest du vorab mit einem Wiegemesser fein schneiden und keinesfalls mit einem Mixer o.ä. zerkleinern. Falls dein Pesto doch einmal bitter geworden sein sollte, empfiehlt es sich, reichlich frische Petersilie darunter zu mörsern, bis der bittere Geschmack nachlässt. 

Video-Anleitung: Pesto verde zum Mitmachen

Pasta mit Pesto.

Welche Zutaten brauchst du für ein selbstgemachtes Pesto?

Welche Zutaten du für ein Pesto brauchst, hängt vom Rezept ab. Die meisten Pestos werden jedoch mit den folgenden Zutaten zubereitet: 

  • Hochwertiges Olivenöl
  • Hartkäse, z. B. Parmesan
  • Kräuter, z. B. Basilikumblätter
  • Pinienkerne oder andere Nüsse
  • Knoblauch
  • Meersalz
  • Zitronensaft

Ein Pesto verde, also ein grünes Pesto, kannst du aber auch gut mit grünem Blattgemüse statt Kräutern zubereiten. Hier bieten sich Rucola, Feldsalat oder Blattspinat an. Auch das Grün von Möhren oder Kohlrabi kannst du als Basis für ein aromatisches Pesto nutzen.

Möchtest du ein rotes Pesto zubereiten, also ein Pesto rosso, stehen nicht Kräuter im Mittelpunkt sondern getrocknete Tomaten oder eingelegte Paprika. 

Welche Kräuter eignen sich für Pesto?

Der Klassiker ist Basilikum-Pesto. Du kannst jedoch auch gut verschiedene Kräuter miteinander kombinieren. Hier eignen sich z. B.: 

  • Liebstöckel
  • Petersilie 
  • Estragon 
  • Thymian 
  • Rosmarin 
  • Löwenzahn 
  • Giersch 
  • Sauerampfer 

Im Frühling ist auch Bärlauchpesto sehr beliebt. 

 

Klassisches Bärlauchpesto
Klassisches Bärlauchpesto
  • Laktosefrei
10min
Einfach
4.8/5

Welcher Hartkäse eignet sich für Pesto?

In den meisten Rezepten wird Parmesan genutzt. Daneben kannst du jedoch auch Pecorino nehmen. Andere Hartkäse wie Bergkäse gehen theoretisch auch, sind aber nicht typisch italienisch. 

Gut zu wissen

Parmesan und Pecorino sind streng genommen nicht vegetarisch, da sie mit tierischem Lab hergestellt werden. Veganer- und Vetegarier:innen können den Käse jedoch durch Nüsse ersetzen, z. B. Cashews.

Veganes Pesto selber machen

Egal ob Pesto alla Genovese oder Pesto rosso: Beides ist in der Regel nicht vegan. Beide Rezepturen kannst du jedoch problemlos veganisieren. Statt Hartkäse kannst du ein paar geröstete Cashewkerne oder Mandeln zugeben, mit Hefeflocken würzen oder es einfach so belassen. Hier kommen leckere Rezepte:

Welches Gerät eignet sich, um Pesto zu machen?

Ursprünglich wurde Pesto im Mörser zerstampft. Wer einen Mörser hat, sollte das auch genauso machen. Dafür die Zutaten vorab mit einem Wiegemesser fein hacken und dann zügig zusammen zerstampfen. 

Wer keinen Mörser hat, kann Pesto auch in einem Mixer zubereiten, mit einem Pürierstab oder eine Küchenmaschine. Damit das Pesto nicht bitter wird, solltest du die Leistung des Geräts nicht zu hoch einstellen. 

Tipp: Wer einen Thermomix hat, kann sein Pesto natürlich auch in diesem zubereiten. 

Wie lange ist selbstgemachtes Pesto haltbar?

Selbstgemachtes Pesto ist ziemlich lange haltbar, sofern die Oberfläche stets mit Öl bedeckt ist. Gieße lieber noch etwas nach, falls du die Portion noch ein paar Tage aufbewahren möchtest. Normalerweise sollte das Pesto mindestens 2 Wochen im Kühlschrank gelagert werden können. 

Kann man Pesto einfrieren?

Ja, du kannst Pesto auch einfrieren. Besonders praktisch ist es, wenn du es in kleinen Portionen, z. B. in einem Eiswürfelbereiter, in den Gefrierschrank gibst. So kannst du dir immer die passende Portion Pesto auftauen. 

Ist selbstgemachtes Pesto gesund?

Selbstgemachtes Pesto besteht aus viele gesunden Zutaten, z. B. hochwertige Fettsäuren aus Olivenöl und Nüssen sowie ätherische Öle aus den Kräutern. Nichtsdestotrotz ist Pesto eine kleine Kalorienbombe mit einem hohen Fettanteil. Du solltest es nicht ständig essen und es auch bei der Menge nicht übertreiben. 

Pesto kaufen: darauf solltest du achten

Auch wenn es eigentlich schnell geht, hat man nicht immer Zeit und Lust ein Pesto selber zu machen. Wer zur gekauften Variante greift, sollte auf ein paar Kleinigkeiten achten: 
  • Der Begriff Pesto ist lebensmittelrechtlich nicht geschützt. Es ist demnach nicht garantiert, dass tatsächlich nur die Grundzutaten wie z.B. Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch, Olivenöl, Parmesan und Salz enthalten sind. 
  • Olivenöl ist etwas teurer und wird in einigen Pestos durch minderwertiges Sonnenblumenöl ersetzt. 
  • Billiger Hartkäse und Kartoffelflocken werden in manchen Fertigprodukten statt Parmesan oder Pecorino ins Pesto geschmuggelt. 
  • Auch Pinienkerne sind teuer. Stattdessen werden nicht selten Cashewkerne verwendet. 
  • Achte darauf, dass keine Aroma- oder Farbstoffe enthalten sind. 

 

Rezeptideen mit Pesto

Pasta mit Pesto ist der Klassiker. Die aromatische Paste schmeckt jedoch auch zu vielen anderen Gerichten. Sie ist z. B. eine tolle Füllung für Faltenbrot, schmeckt zu Gemüsebratlingen oder eignet sich zur Zubereitung von Salatdressings. Auch als Topping auf Suppen macht sich Pesto gut.  

Team REWE Deine Küche - Aktualisiert am 10.09.2025

Von: Dörthe Meyer, Food-Redakteurin