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Bambussprossen – zarte Gemüsetriebe mit knackigem Biss

Bambussprossen liegen in einer Holzschale.

Bambussprossen genießen besonders in der asiatischen Küche hohes Ansehen. Die schmackhaften Triebe lassen sich ähnlich wie Spargel kochen und überzeugen vor allem in Pfannengerichten. Doch woher stammen Bambussprossen – und welche Nährstoffe stecken in ihnen?

Was sind Bambussprossen?

BeiBambussprossen handelt es sich um die zarten, wohlschmeckenden Triebe des Bambusgewächses, welches zur Familie der Gräser gehören. Bambus wird etwa 3 bis 10 cm dick und erinnert farblich an Elfenbein. Er wird vor allem in Ostasien und Indien angebaut. Allein in China kennt man 500 verschiedene Bambusarten.

Solange die Sprossen zart und noch nicht verholzt sind, können sie als Lebensmittel verzehrt werden. Sie wachsen von braunen Blättern umgeben tief im Boden und haben ein festes Fleisch. Die Blätter lassen sich leicht entfernen und legen die etwa 30 cm langen Triebe frei.

In Deutschland werden Bambussprossen meist im Glas oder tiefgefroren in Stücken, Scheiben oder Raspeln verkauft. In manchen Asiashops kannst du aber auch frische Bambussprossen finden, die meist getrocknet oder in Salz eingelegt angeboten werden. Bevor du diese verwendest, solltest du sie einweichen und gründlich unter fließendem Wasser abwaschen.

Herkunft von Bambussprossen

Bambus stammt ursprünglich aus Ostasien, wo vor allem in China, Japan, Korea und Taiwan bereits seit Tausenden von Jahren dichte Bambuswälder wachsen. Die schnellwachsenden Pflanzen haben eine lange Tradition in Asien und werden nicht nur als Lebensmittel, sondern auch zum Bauen von Häusern und zur Herstellung von Textilien genutzt.

In der asiatischen Küche werden Bambussprossen schon sehr lange verwendet. Zum einen sind sie immer verfügbar, zum anderen lassen sie sich mit ihrem milden Geschmack vielfältig zubereiten.

Anbau von Bambussprossen

Heute werden Bambussprossen nicht nur in Ostasien, sondern vor allem in Indien und Thailand angebaut. Inzwischen werden sie auch im Süden Italiens angebaut, da sie dort aufgrund der heißen und feuchten Sommer und milden Winter gut gedeihen. Da die Pflanzen schnell wachsen, ist der Anbau sehr umweltschonend. Bis heute werden sie vorwiegend in Handarbeit geerntet.

Dazu werden sie mit Hacken freigelegt und ähnlich wie Spargel gestochen, sobald die Triebe etwa 30 cm aus dem Boden sprießen und noch nicht verholzt sind. Mit scharfen Messern werden sie nah am Boden vom Wurzelstock abgeschnitten, ohne diesen zu beschädigen. 

Danach werden die braunen Blätter entfernt, um die Sprossen freizulegen. Beschädigte oder unreife Pflanzen werden aussortiert, bevor die Bambussprossen gewaschen und verpackt werden. In Europa werden sie vor allem vorgekocht in Gläsern oder tiefgefroren verkauft.

Welche Bambussprossen-Sorten gibt es?

In Asien gibt es unzählige Sorten, in Europa werden allerdings vor allem solche eingeführt, die nur wenige Bitterstoffe enthalten. Beliebt sind insbesondere die sogenannten Wintersprossen. Sie sind recht klein, haben aber einen besonders zarten Geschmack und werden meist in Gläsern verkauft.

Sommersprossen erinnern optisch an Spargel, schmecken im Vergleich zu Wintersprossen jedoch etwas intensiver. Die vor allem in der chinesischen Küche beliebten Frühlingssprossen sind am größten und werden tiefgefroren in Scheiben geschnitten verkauft.

Nährstoffe: Wie gesund sind Bambussprossen?

Bambussprossen enthalten Blausäureglykosid, eine chemische Verbindung, die in vielen Pflanzen vorkommt. In großen Mengen ist sie für den menschlichen Organismus giftig. Wenn Bambussprossen gekocht werden, ist der Stoff allerdings unschädlich und führt zu keinen gesundheitlichen Folgen.

Ansonsten sind Bambussprossen kalorienarm, enthalten aber keine große Menge an Nährstoffen. Sie enthalten etwas Calcium, Kalium, Phosphor und einige Vitamine. Ballaststoffe sind auch nur in kleinen Mengen enthalten.

Nährwerte pro 100 g Bambussprossen (gekocht)

Nährstoffe 

Nährwerte pro 100g 

Kalorien 

24 kcal 

Kohlenhydrate 

2,9 g 

Eiweiß 

2,1 g 

Fett 

0,1 g 

Ballaststoffe 

2 g 

Lagerung und Haltbarkeit von Bambussprossen

Da du Bambussprossen hierzulande vorwiegend tiefgefroren oder in Gläsern bzw. Konserven kaufen kannst, halten sie sich sehr lange. Falls beim Kochen ein paar Sprossen übrigbleiben, kannst du sie in gesalzenem Wasser bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren.

Verarbeitung von Bambussprossen

Bambussprossen erinnern nicht nur farblich an Spargel, sondern lassen sich auch auf ähnliche Weise zubereiten. Solltest du einmal das Glück haben, frische Bambussprossen zu ergattern, musst du diese für etwa 15 Minuten in gesalzenem Wasser kochen, damit die giftige Blausäurebindung unschädlich gemacht wird.

Besonders gut schmeckt das Gemüse in Wok- und Pfannengerichten, vor allem mit Fleisch, Gemüse und einer süß-sauren Sauce kombiniert. Dazu schmecken Reis, Glasnudeln oder andere asiatische Nudelsorten. Doch auch in einer asiatischen Suppe sind die Sprossen äußerst schmackhaft und sorgen für einen leichten Biss.

In Salaten machen sich die vorgegarten Bambussprossen aus dem Glas sehr gut. Du kannst sie in einem asiatischen Glasnudelsalat verwenden, den du mit entsprechenden Gewürzen, Gemüsesorten und zum Beispiel einem Sesamdressing anmachst. In China stellt man aus Bambussprossen auch Tee her, der als Heilmittel genutzt wird.

Gut zu wissen

Bambussprossen aus dem Glas solltest du immer erst am Ende zu deinem Gericht hinzugeben. Die Triebe sind bereits vorgekocht und zerfallen sonst schnell.

Köstliche Rezepte mit Bambussprossen

China-Pfanne Chop Suey
  • Laktosefrei
  • Low Carb
30min
Einfach
Pekingsuppe
  • Low Carb
55min
Einfach
Sojaschnetzel-Gemüsepfanne
  • Laktosefrei
  • Vegetarisch
  • Vegan
45min
Mittel