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Mythen rund ums Ei

10 Fakten und Mythen rund ums Ei

1. Legen braune Hühner braune Eier?

Nein, die Farbe der Eier richtet sich nicht nach dem Gefieder der Hühner, sondern nach ihrer Rasse. Ist die Ohrscheibe eines Huhns weiß, legt es weiße Eier, ist sie rot, dann legt es braune Eier. Die Farbe entsteht durch ausgeschiedene Farbstoffe, die sich in der Kalkschale des Eis anlagern und es braun machen. Über die Qualität des Eis oder die Haltungsform des Huhns sagt die Farbe nichts aus.

2. Gehören Eier in den Kühlschrank?

Meist gelangen Eier 8-10 Tage nach dem Legedatum in den Handel. Wenn die Eier frisch sind, müssen Sie sie nicht unbedingt im Kühlschrank aufbewahren. Die Schale schützt das Ei vor dem Eindringen von Keimen und Bakterien. Je älter ein Ei ist, desto durchlässiger wird die Schale. Spätestens ab dem 18. Tag gehören die Eier in den Kühlschrank. Um auf Nummer sicher zu gehen und die Gefahr von Salmonellen zu minimieren, können Sie Ihre Eier auch unmittelbar nach dem Einkauf im Kühlschrank lagern. Das schadet nicht!

Hart gekochte Eier mit intakter Schale können Sie bis zu vier Wochen lang im Kühlschrank lagern. Essen Sie angeknackste Eier aber besser innerhalb von 2-3 Tagen auf.

3. Sind die Eier im Kühlschrank noch frisch?

Sie werfen einen Blick in den Kühlschrank und wissen nicht, wie alt die Eier sind? Finden Sie schnell heraus, ob ihre Eier noch frisch sind. Ganz einfach funktioniert es mit dem Wassertest: Legen Sie ein Ei in ein Glas mit kaltem Wasser und schauen Sie, was passiert:

  • Das Ei bleibt auf dem Boden liegen: Super, das Ei ist frisch!
  • Die Spitze des Eis richtet sich leicht auf: Das Ei ist nicht mehr ganz frisch. Verbrauchen Sie es schnellstmöglich.
  • Das Ei schwimmt nach oben: Das Ei ist alt und könnte schlecht sein. Gehen Sie auf Nummer sicher und verzehren Sie das Ei nicht mehr.

Sie fragen sich, warum alte Eier aufsteigen? Eier haben eine Luftkammer, die sich mit zunehmendem Alter vergrößert. Im Laufe der Zeit verdampft die Flüssigkeit im Ei, Luft dringt durch die Schale ein und dadurch steigen die Eier auf.

Auch mit dem Schütteltest können Sie herausfinden, ob Ihr Ei noch frisch ist: Schütteln Sie das Ei kräftig und hören Sie gut hin. Hören Sie nichts, ist die Luftkammer noch so klein, dass sich das Innere des Eis nicht bewegen kann. Ihr Ei ist also ganz frisch. Gluckst es beim Schütteln, ist Ihr Ei schon etwas älter und Sie sollten es schnell verbrauchen.

Kleiner Tipp: Genießen Sie ältere Eier lieber hart gekocht. Falls die Eier von Salmonellen befallen sind, werden diese durch das Kochen abgetötet. Verlassen Sie sich in jedem Fall auf Ihre Nase: Riecht ein Ei leicht faulig, fischig oder ranzig sollten Sie es auf keinen Fall mehr essen. Wie frisch ein Ei ist, können Sie auch bei gekochten Eiern leicht feststellen. Ist ein Ei frisch, befindet sich der Dotter in der Mitte des Eis. Je älter es wird, desto mehr wandert der Dotter an den Rand. Durch die Luftkammer vergrößert sich außerdem die Delle im gekochten Ei. Möchten Sie Speisen mit rohen Eiern zubereiten, wie beispielsweise Tiramisu oder Mayonnaise, sollten Sie in jedem Fall ganz frische Eier verwenden.

Küchentrick: Sind die Eier noch frisch?

Eiertest Wasserglas

4. Was bedeutet die Nummer auf dem Ei?

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was die Nummer auf dem Ei bedeutet? Sie gibt Aufschluss über die Herkunft des Eis. Die erste Zahl steht für die Haltungsform. Steht dort eine 0, stammt das Ei aus Biohaltung. Eine 1 bedeutet Freilandhaltung und die 2 Bodenhaltung. Darauf folgt die Abkürzung des Erzeugerlandes (DE= Deutschland, NL= Niederlande, IT= Italien usw.). Die nächsten beiden Zahlen bezeichnen in Deutschland das Bundesland – 05 ist beispielsweise NRW – und die letzten Zahlen stehen für den Betrieb. Das Mindesthaltbarkeitsdatum muss nicht auf dem Ei angegeben sein. Sie finden es auf dem Karton.

5. Eier kochen? So geht's!

Wann ein Ei perfekt ist, liegt ganz im Auge des Betrachters. Der eine mag es weich, der andere lieber hart gekocht. Für alle Varianten gilt: Legen Sie die Eier erst ins Wasser, wenn es kocht und messen Sie dann die Zeit. Alle Zeiten gelten für M-Eier. S-Eier sollten etwa 30 Sekunden weniger und L-Eier etwa 30 Sekunden länger kochen.

  • Weiche Eier: Kochen Sie die Eier 5,5 bis 6 Minuten. So bleibt das Eigelb flüssig. Sie können Ihre Eier abschrecken, damit sie nicht nachgaren.
  • Wachsweiche Eier: Die ideale Kochzeit liegt zwischen 6 und 7 Minuten. Das Eiweiß ist fest und das Eigelb wachsweich.
  • Harte Eier: Kochen Sie die Eier mindestens 9 Minuten. Wenn Sie das Ei mehr als 10 Minuten kochen, entsteht ein blaugrüner Rand um den Dotter. Gefährlich ist diese Verfärbung nicht, aber sie schaut nicht besonders appetitlich aus. Durch die andauernde Hitze entsteht Eisen im Dotter, das sich mit dem Schwefelwasserstoff im Eiklar zu Eisensulfid verbindet und so die Verfärbung hervorruft.

Lassen sich abgeschreckte Eier wirklich leichter pellen? Nein! Ob sich ein Ei leicht pellen lässt, hängt davon ab wie frisch es ist. Bei frischen Eiern klebt die Schalenhaut noch fest am Eiweiß, wodurch sich das Ei schwerer pellen lässt. Nach einigen Tagen löst sich die Haut vom Eiweiß ab und es wird leichter das Ei zu pellen. Sie müssen Eier also nicht unbedingt abschrecken. Durch das Abschrecken können Salmonellen ins Ei eindringen, da die Schale mit zunehmendem Alter durchlässiger wird und Keime leichter eindringen können. Genießen Sie daher lieber nur frische Eier weichgekocht. Ob man die Eier anpikst oder nicht ist ebenfalls umstritten, da es kaum einen Unterschied macht. Oft hört man, dass angepikste Eier nicht so schnell platzen sollen, weil der Druck, der durch die Hitzeeinwirkung im Ei entsteht, besser entweichen könne. Aber auch angepikste Eier platzen statistisch fast genauso häufig wie nicht angepikste Eier und das Löchlein ist ein weiteres Einfallstor für Bakterien.

Essen Sie regelmäßig Eier? Dann lohnt sich vielleicht auch die Anschaffung eines Eierkochers. Sie können genau einstellen wie Sie Ihr Ei gerne hätten und müssen nicht die Zeit stoppen. Die meisten Eierkocher geben ein Signal, wenn das Wasser verdampft ist und die Eier fertig sind.

Eier kochen

6. Wie viele Eier legt ein Huhn am Tag?

Jeden Tag ein Ei – nicht ganz! Laut Angaben des Statistischen Bundesamts legt das deutsche Huhn im Schnitt 24 Eier im Monat.

7. Wie viele Eier darf man am Tag essen?

Eier sind gesund, keine Frage. Aber sie enthalten auch Cholesterin und sollten deswegen in Maßen gegessen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deswegen nicht ein Ei am Tag, sondern zwei bis drei Eier pro Woche. Die Menge richtet sich auch ein bisschen daran, wie viele weitere tierische Produkte man zu sich nimmt. Isst man viel Fleisch und Milchprodukte, sollte man es bei zwei Eiern pro Woche belassen. Vegetarier dürfen auch mal vier essen.

Gut zu wissen: Rechnen Sie auch die versteckten Eier ein, die in Kuchen, Pfannkuchen, Aufläufen und Co. stecken.

Frühstückseier

8. Sind Eier gesund?

Eier sind ein wahres Superfood und liefern neben hochwertigem Eiweiß viele lebenswichtige Vitamine. So enthält der Dotter die Vitamine A, D, K und B12. Außerdem enthalten Eier viele Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Phosphor und Eisen. Eier der Gewichtsklasse M haben circa 95 kcal. Dabei enthält der Dotter sieben mal so viele Kalorien wie das Eiweiß.

9. Warum ist der Dotter mal hell und mal dunkel?

Wie gelb der Dotter ist, hängt vom Futter ab. Viele Menschen bevorzugen Eier mit einem kräftig-gelben Dotter. Aus diesem Grund werden dem Hühnerfutter oft Carotinoide – Farbstoffe, die beispielsweise in Karotten oder Mais vorkommen – zugesetzt. Bio-Eier haben einen oft helleren Dotter, was daran liegt, dass Bio-Futter keine künstlichen Farbstoffe enthalten darf. Aber auch Biohühner können Eier mit gelbem Dotter legen, wenn sie diese Farbstoffe auf natürliche Weise – zum Beispiel durch Maiskörner – aufnehmen. Die Farbe des Dotters hat keine Auswirkung auf den Geschmack. Allerdings sind Bio-Eier gerade im Sommer kräftiger im Geschmack als konventionelle Eier. Das liegt am frischen Grün und natürlichen Nahrungsquellen im Auslauf.

10. Eier ausblasen, oh Schreck? So geht's ganz leicht!

Zur Osterzeit sind selbst bemalte Eier sehr beliebt. Doch wie bläst man ein Ei am einfachsten aus? Viele Menschen ekeln sich davor, mit dem Mund Eier auszublasen. Aber es geht auch ohne direkten Kontakt zum Ei: Stechen Sie mit einem Grillspieß oben und unten ein Loch ins Ei. Stecken Sie einen feinen Strohhalm hindurch. Zerstechen Sie das Eigelb verquirlen Sie es leicht mit dem Eiweiß. Pusten Sie dann kräftig durch den Strohhalm, sodass das verquirlte Ei durch das untere Loch austritt. Machen Sie sich aus dem verquirlten Ei einfach Rührei oder ein Omelette. Bevor Sie die Eier anmalen, sollten Sie sie gründlich mit Spülmittel von Schmutz und Fettrückständen befreien. Kleiner Tipp: Den Stempel auf dem Ei können Sie am einfachsten mit einem Schmutzradierer für Wände entfernen. Feuchten Sie den Schmutzradierer leicht an und gehen Sie mehrmals vorsichtig über den Stempel. Jetzt können Sie die Eier ganz nach Ihren Wünschen gestalten.

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