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Arginin: Infos & Wissenswertes

Die Aminosäure Arginin spielt eine Rolle bei der Bildung des Botenstoffs Stickstoffmonoxid. Dieser ist wichtig für verschiedene Gefäß-, Nerven- und Immunprozesse. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, deinen Körper ausreichend mit Arginin zu versorgen. Deinen Bedarf deckst du am besten durch eine ausgewogene Ernährung, denn: Die Aminosäure steckt in vielen eiweißreichen Nahrungsmitteln.

Was ist Arginin?

Arginin gehört zur Gruppe der stickstoffreichen Aminosäuren. Der Stoff wird als proteinogene Aminosäure bezeichnet – im Körper kommen davon 20 verschiedene Arten vor. Sie dienen dem körpereigenen Aufbau von Proteinen.

Für unseren Organismus stellt Arginin eine semi-essentielle Aminosäure dar: Das bedeutet, sie ist für den menschlichen Organismus bedingt unentbehrlich. Der Körper kann den Stoff unter normalen Bedingungen eigenständig synthetisieren (aufbauen). Die gebildete Menge reicht unter bestimmten Bedingungen allerdings nicht aus – beispielsweise kann dies bei einer Muskelverletzung der Fall sein.

Was bewirkt Arginin im Körper?

Im menschlichen Organismus dient die Aminosäure L-Arginin zum Aufbau von Stickstoffmonoxid (NO). Das bioaktive Molekül hat unter anderem eine Wirkung auf die Gefäßerweiterung: In Muskelzellen lässt es die glatten Gefäßmuskelzellen erschlaffen, wodurch sich die Blutgefäße erweitern – das hat wiederum einen Effekt auf den Blutdruck.
​​​​​​​Im Umkehrschluss sind Hypertonie (Bluthochdruck), Durchblutungs- sowie bei Männern Erektionsstörungen möglich, wenn es dem Körper an Arginin fehlt. Es gibt jedoch noch keine wissenschaftlichen Beweise zur Frage, ob die Einnahme von Arginin-Präparaten Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Beschwerden vorbeugen kann.

Wie hoch ist der Bedarf an Arginin?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat bislang keine Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr von Arginin herausgegeben. Ein Mangel ist bei gesunden Menschen eher unwahrscheinlich, denn:

  • Arginin nimmst du als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung in ausreichenden Mengen auf.

  • Vor allem proteinhaltige Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Fisch und Fleisch sowie Hülsenfrüchte und Nüsse sind reich an Arginin.

Wenn du dich an den Empfehlungen der DGE zur Proteinzufuhr orientierst – täglich 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht (Erwachsene bis 65 Jahre) – dann entspricht die aufgenommene Arginin-Menge rund zwei bis fünf Gramm.

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel?

Arginin-Präparate sollen die Durchblutung steigern – davon versprechen sich Athleten sowie Personen mit beeinträchtigter Erektionsfähigkeit einen Nutzen. Tatsächlich können Nahrungsergänzungsmittel diesen Versprechen nicht gerecht werden:

  • Die enthaltene Menge an Arginin in Supplements zeigt keine Wirkung auf Gefäße und Blutdruck – hierfür sind medizinische Dosen erforderlich.

  • Daher können die Produkte weder eine Leistungssteigerung noch eine verbesserte Sauerstoffaufnahme erreichen.

  • Bei erektiler Dysfunktion ist selbst durch höhere Dosen kein positiver Effekt zu erwarten. Betroffene sollten ihren Arzt aufsuchen, da Erektionsstörungen auf ernste Erkrankungen hinweisen können.

Welche Lebensmittel sind reich an Arginin?

Statt zu teuren Nahrungsergänzungsmittel zu greifen, ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen frischen Zutaten empfehlenswert. Grundsätzlich ist der Gehalt von Arginin in eiweißreichen Lebensmitteln besonders hoch. Die folgende Tabelle listet entsprechende Nahrungsmittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs auf.

LebensmittelArginin-Gehalt in mg pro 100 g Lebensmittel
Seehecht1070
Scholle1150
Makrele1160
Thunfisch1250
Lachs1330
Banane54
Avocado60
Linsen2240
Sojabohnen2360
Hafer850
Buchweizen970
Edamer1030
Schweinefleisch1530
Kalbsfleisch1540

 

Welche Risiken bestehen bei der Einnahme von Arginin?

Für bestimmte Personengruppen gibt es Warnhinweise zu beachten:

  • Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte vor dem Konsum von Supplements seinen Arzt um Rat fragen.

  • Diese Empfehlung gilt ebenfalls bei der Einnahme von nitrathaltigen Arzneimitteln sowie verschreibungspflichtigen Mitteln zur Behandlung von Erektionsstörungen.

  • Wer einen Herzinfarkt erlitten hat, dem ist von der Einnahme von Arginin-haltigen Ergänzungsmitteln ganz abzuraten.

Wer braucht Arginin?

Da der Körper Arginin selbst herstellen kann und die Aminosäure natürlich in unserer Nahrung vorkommt, sind gesunde Menschen ausreichend versorgt. Eine Ausnahme besteht bei bestimmten Erkrankungen wie hohem Blutdruck und Typ-2-Diabetes. Bei diesen Betroffenen ist die Synthese von Arginin im Organismus beeinträchtigt. Nahrungsergänzungsmittel sind dennoch nicht nötig. Eine ausgewogene Ernährung kann eine Unterversorgung meist ausgleichen.

Gut zu wissen:

Auch die gültige Health-Claims-Verordnung lässt für Produkte mit Arginin keine gesundheitsbezogenen Werbeversprechen zu.

Warum verschreiben Ärzte Arginin?

Bei gewissen Krankheitsbildern wie Arteriosklerose (krankhafte Veränderung der Arterien) kann ein Arzt die Aminosäure zur Therapie verschreiben. Von frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln und Supplements für Sportler sind solche Präparate aber strikt zu unterscheiden. Arginin-haltige Tabletten gegen Erektionsstörungen sind jedoch ausdrücklich keine anerkannte Behandlungsform. Eine Wirkung auf die Erektionsfähigkeit ist bisher durch Studien nicht belegt.

​​​​Wie kann ich eine ausreichende Versorgung mit Arginin sicherstellen?

Mit einer abwechslungsreichen, vollwertigen Ernährung nimmt man in der Regel genug Arginin zu sich. Die oben aufgezählten Lebensmittel leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Arginin-Versorgung. Sie stellen dem Organismus zudem eine Vielzahl wichtiger Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung. So enthalten zum Beispiel Nüsse neben viel Arginin auch jede Menge gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Eier sind reich an den Vitaminen A, D und B12.

Argininhaltige Rezepte

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