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Zimt gilt als eines der ältesten Gewürze der Welt, aber erst im Mittelalter gelangte er nach Europa. Dass Zimt in Europa vor allem in der Weihnachtsbäckerei verwendet wird, liegt u.a. daran, dass er früher extrem teuer war und demzufolge nur an besonderen Festtagen zum Einsatz kam. Schade, denn Zimt gibt auch herzhaften Rezepten eine ganz besondere Note.

Wie und wo wächst Zimt?

Zimtstangen

Ursprünglich stammt Zimt aus Sri Lanka und Ostindien. In dieser Region wächst der sechs bis zehn Meter hohe Ceylon-Zimtbaum, aus dessen Rinde Zimt gewonnen wird. Bei der Zimtgewinnung wird die Rinde vom Strauch abgehobelt. Entfernt man die äußere Schicht, rollt sich die innere automatisch zusammen. Auf diese Weise entstehen die typischen Zimtstangen.

Den aus Sri Lanka, Burma, Indien und Bangladesch stammenden echten Zimt bezeichnet man als Ceylon-Zimt oder Kaneel.

Heute kommt der Großteil des in Europa angebotenen Zimts aus China. Dieser sogenannte Cassia-Zimt stammt von der Zimtkassie, dem chinesischen Zimtbaum. Hier verwendet man ebenfalls die Rinde, aber komplett. Aus diesem Grund gilt der Cassia-Zimt als minderwertiger in der Qualität und kostet weniger als der Ceylon-Zimt.

Zimtpulver gewinnt man, indem man die Stangen erst grob zerkleinert und anschließend in Gewürzmühlen zu feinem Pulver verarbeitet.

Ceylon-Zimt schmeckt würzig und süßlich und hat ein angenehm feines Aroma. Cassia-Zimt ist leicht schärfer und oftmals bitterer im Geschmack.

Lagerung und Verarbeitung von Zimtstangen

Zimtstangen

Zimtstangen und Zimt in Pulverform sollten gut verschlossen, trocken und dunkel gelagert werden. Das Gewürz hält sich, wie Pfeffer, Muskatnuss oder Kardamom, bis zu vier Jahre. Nach dieser Zeit wird er nicht schlecht, verliert jedoch sein charakteristisches Aroma. Wenn Zimt nach dem Öffnen des Glases nicht mehr duftet, sollte man ihn besser nicht mehr verwenden.

Zimtstangen können in der Küche gemahlen, in kleine Stücke gebrochen oder als ganze Stange benutzt werden. Zerkleinern kann man die Stangen in einem Mörser, gemahlen werden sie mit einer Reibe. Zimtstangen können beim Kochen auch im Ganzen verwendet werden. Vor dem Servieren werden die Stangen dann einfach entfernt.

Praktisch: die REWE Feine Welt Zimt-Gewürzmühle, mit der Sie feinen Ceylon Zimt direkt selber mahlen können.

Ist Zimt gesund oder gesundheitsschädlich?

Der echte Ceylon-Zimt hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Er wirkt verdauungsfördernd und beugt Blähungen vor. Gleichzeitig ist er appetitanregend. Auch eine blutzuckersenkende Wirkung soll Zimt haben, aber diese ist durch Studien bis heute nicht zuverlässig bewiesen. Ärzte raten demzufolge von Zimt bei Diabetes ab.

Problematischer ist der Cassia-Zimt. Er enthält den natürlichen Aromastoff Cumarin, der, wenn er dem Körper in großen Mengen zugeführt wird, zu Leberschäden führen kann. Der echte Zimt ist zwar teurer, aber es ist ratsam, zu Ceylon-Zimt zu greifen, wenn man dieses Gewürz öfter benutzt.

Rezeptklassiker mit Zimt

Zimtsterne

Zimtsterne, Zimtschnecken, Bratäpfel – Zimt verleiht nahezu jeder süßen Nascherei in der Adventsbäckerei einen feinen, würzigen Geschmack.

In herzhaften Gerichten kommt das Gewürz ebenfalls gut an. Es passt perfekt zu festlichen Geflügelgerichten, wie beispielsweise Hähnchen oder Pute. Feine Suppen oder Gemüsegerichte bekommen durch Zimt eine exotische Note.

Übrigens: In der orientalischen Küche hat Zimt das ganze Jahr über einen Stammplatz. Man verfeinert mit ihm Couscousgerichte, Lamm und natürlich Süßspeisen.

Leckere Rezepte mit Zimt