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Nachhaltige Küchenutensilien: die besten Produkte

Quinoa Salat

Die Umwelt schonen und weniger Abfall produzieren – das möchte wohl jeder. Nur wo soll man anfangen? Zum Beispiel in der Küche! Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen und langlebige Utensilien sind gute Alternativen, um Wegwerfartikel aus Plastik beim Kochen, Backen und Aufbewahren dauerhaft zu ersetzen.

Was sind nachhaltige Küchenutensilien?

Darunter versteht man Produkte, die in der Herstellung umweltschonend und in der Nutzung sehr langlebig sind. Entscheidend ist auch, ob die Haushaltshelfer aus Materialien hergestellt wurden, die biologisch abbaubar oder wiederverwendbar sind.

Warum lohnen sich plastikfreie Produkte?

Der wichtigste Grund, in der Küche auf Kunststoff zu verzichten, ist der Umweltschutz: Für die Herstellung von herkömmlichem Plastik wird Erdöl verwendet. Schon die Förderung dieses Rohstoffes verursacht viele Treibhausgase. Später landet ein Großteil unseres Plastikabfalls in Müllverbrennungsanlagen, die ebenfalls einen hohen CO2-Ausstoß verursachen. Weil Erdöl nicht stabil ist, gelangen außerdem kleinste Kunststoffpartikel, sogenanntes Mikroplastik, in die Luft, den Boden und – das ist für Meeresbewohner besonders gefährlich – ins Grundwasser, so in Flüsse und Ozeane. Weniger Plastikmüll bedeutet eine bessere Klimabilanz, schützt Natur und Tiere.

Plastikfreie Küchenutensilien sind aber auch besser für die Gesundheit: Häufig enthalten Kunststoffprodukte schädliche Stoffe und Chemikalien, die sich bei der Verwendung – etwa durch Hitze oder Kratzer – aus Dosen oder Brettern lösen und auf Lebensmittel übergehen können.

Gut zu wissen

Immer mehr Produkte werden aus Biokunststoff hergestellt. Das klingt erst mal nach einer guten Alternative für die Küche – ist aber nicht unbedingt eine. Biokunststoffe sind nicht einheitlich definiert: Der Begriff „bio“ kann hier entweder ausschließlich die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen beschreiben, sich nur auf die biologische Abbaubarkeit beziehen oder beides meinen. Das bedeutet: Es gibt Biokunststoff, der mit Erdöl produziert wird, aber biologisch abbaubar ist, genau wie solchen, der mit umweltschonenderen Rohstoffen gemacht wird, aber nicht in natürliche Bestandteile zersetzt werden kann. So gibt allein das Wort Biokunststoff leider keinen Hinweis auf höhere Umweltfreundlichkeit. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fragt beim Hersteller nach – oder setzt gleich auf Utensilien aus ressourcenschonenden Ersatzmaterialien.

Welche umweltfreundlichen Küchenhelfer gibt es?

Plastik ist heute in der Küche kein Muss mehr: Von Rührschüsseln bis zur Vorratsdose gibt es jede Menge Haushaltsprodukte, die aus nachhaltigen Rohstoffen gewonnen wurden:

Küchenutensilien aus Holz

Kochlöffel, Pfannenwender, Nudelholz oder Schneidebretter aus Holz haben schon lange einen festen Platz in unseren Küchen. Ihre Vorteile: Hölzer sind ein nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff, der bei guter Pflege sehr lange verwendbar ist. Wirklich umweltschonend sind hölzerne Haushaltswaren aber erst, wenn sie aus nachwachsender Forstwirtschaft stammen und möglichst kurze Transportwege hinter sich haben.

Gut zu wissen

Schneidebretter aus Holz sind mindestens genauso hygienisch wie Plastikbretter. Das Holz hat eine natürliche antibakterielle Wirkung. Eine gründliche Reinigung nach jeder Verwendung ist natürlich trotzdem Pflicht.

Gefäße aus Glas und Edelstahl

Zum Aufbewahren und Einfrieren von Lebensmitteln eignen sich Boxen und Dosen aus Edelstahl oder Glas. Am besten sind Produkte, die über einen gut schließenden Deckel mit einer Gummidichtung verfügen. So werden Obst, Gemüse, Fleisch, Mehl und andere Zutaten vor äußeren Einflüssen geschützt und bleiben lange frisch.

Als Ersatz für Kunststoff-Eiswürfelbehälter finden Edelstahl-Eiswürfel Anwendung. Sie werden einfach einige Stunden ins Eisfach gegeben und kühlen dann Getränke, ohne zusätzliches Wasser zu verbrauchen.

Plastikstrohhalme können leicht ersetzt werden: Eine bunte Auswahl an plastikfreien Halmen aus Glas, Papier oder Bambus ermöglichen Trinkgenuss mit gutem Gewissen.

Haushaltshelfer aus Keramik

Keramik ist ein natürliches Material, das schon Oma kannte. Es wird aus Erde und Ton gewonnen, ist vollständig recyclebar, sehr robust und hat eine lange Lebensdauer. In Keramikbehältern lassen sich Mehl, Zucker, Salz oder andere trockene Lebensmittel in der Küche hübsch aufbewahren.

Alternativen aus Stoff und Pflanzen

Frischhaltefolie und Aluminiumfolie können durch Bienenwachspapier ausgetauscht werden. Die mit Bienenwachs beschichteten Baumwolltücher werden durch Handwärme leicht formbar und eignen sich gut, um Essensreste abzudecken oder Lebensmittel darin einzuwickeln. Bienenwachstücher sind für fast alle Zutaten geeignet. Nur Fleisch und Fisch solltest du nicht darin lagern.

Gut zu wissen

Bienenwachstücher nicht zu heiß abspülen, da sich sonst die Wachsschicht auflöst. Für die Reinigung reichen lauwarmes Wasser und mildes Spülmittel.

Herkömmliche Spültücher müssen aus hygienischen Gründen regelmäßig ersetzt – also entsorgt – werden. Das verursacht viel Abfall und geht auf Dauer ins Geld. Besser sind Spüllappen aus reiner Baumwolle, die sich wie Geschirrtücher waschen und viele Male verwenden lassen. Solche Stofftücher oder waschbare Allzwecktücher aus Bambus eignen sich auch gut als Alternative zu Küchenrolle.

Rein pflanzlich, langlebig und gut zu recyclen sind Luffa-Schwämme. Sie werden aus der Luffa-Pflanze (auch Luffa-Gurke) gewonnen, die zu den Kürbisgewächsen gehört. Luffa-Schwämme lassen sich mit Essig oder Wasser reinigen. Im Vergleich zu herkömmlichen Schwämmen, sind die Naturprodukte im trockenen Zustand fest und wirken porös. Sobald sie in Kontakt mit Wasser kommen, werden sie aber weich und es lässt sich, wie gewohnt, damit abwaschen.

Wer häufig Kaffee trinkt, kann sich Kaffeefilter aus Stoff selber machen. Stoffreste aus Naturfasern sind dafür wie gemacht: Sie sind weder zu fein noch zu grob und lassen den Kaffee gut durchlaufen. Wer nicht selber nähen möchte, kann waschbare Kaffeefilter kaufen.

Ist Silikon besser als Plastik?

Auch bei Silikon handelt es sich um Kunststoff. Im Gegensatz zu Plastik wird er aber nicht mit Erdöl, sondern mit Silizium (aus Sand, Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff) hergestellt. Das ist besser für die Umwelt – und die Gesundheit: Silikon benötigt keine chemischen Weichmacher. Ein weiterer Pluspunkt ist die Langlebigkeit von Silikon. Es ist deutlich robuster und hält auch hohen Temperaturen Stand. Irgendwann – das ist das große „Aber“ – muss auch ein Silikonprodukt entsorgt werden und ist dann, genau wie Plastik, nicht biologisch abbaubar. Wegwerfartikel wie Backpapier durch eine Backmatte aus Silikon zu ersetzen, kann sinnvoll sein, um weniger Müll zu produzieren. Für viele andere Küchenutensilien gibt es aber umweltschonendere Alternativen.

Gut zu wissen

Backpapier ist beschichtet, damit es die hohen Temperaturen im Ofen aushält und nichts daran kleben bleibt. Leider sorgt die Beschichtung auch dafür, dass es nicht recyclebar ist. Sogenanntes Dauerbackpapier verhält sich bei der Entsorgung gleich, kann aber dank eines Spezialgewebes bis zu 500-mal benutzt werden. Eine Alternative zur Backmatte aus Silikon sind Varianten aus Glasfasern. Auch sie sind allerdings beschichtet und werden nach der Entsorgung im Restmüll verbrannt. Trotzdem kann sich die Anschaffung für fleißige Hobby-Bäcker:innen lohnen: Je nach Produkt überstehen Backmatten bis zu 1.000 Runden in der Röhre.

Recyclen statt wegwerfen

Du musst nicht gleich all deine Küchenutensilien auf einmal ersetzen. Auch das Recyclen, also Wiederverwerten, von bereits vorhandenen Gegenständen, hilft schon bei der Müllvermeidung.

Die besten Recycle-Tipps für die Küche

  • Leere Konfitüregläser sind ideal, um Gewürze gut geordnet in der Küche zu lagern. Beschrifte am besten jedes Glas mit Inhalt und Mindesthaltbarkeitsdatum, das du auf der ursprünglichen Verpackung findest.
  • Ausgediente Plastikdosen, die nicht mehr gut schließen oder sich verzogen haben, eignen sich noch als Aufbewahrungsbehälter im Büro oder Badezimmer.
  • Aus Gemüsenetzen kannst du dir deine eigenen Spülschwämme basteln.

FAQ

  • Kann man Kaffeefilter wiederverwenden?

    Um einen Kaffeefilter nachhaltiger zu verwenden, kann man ihn nach dem Gebrauch vorsichtig ausspülen und gründlich trocknen lassen. So lässt er sich zwei- bis dreimal benutzen.

  • Sind umweltfreundliche Küchenutensilien teurer?

    Zwar sind nachhaltige Küchenhelfer in der Anschaffung oft teurer, dafür aber auch viel langlebiger. Auf Dauer lohnen sie sich, im Vergleich zu Wegwerfartikeln, auch für den Geldbeutel.